Generation Y: Knockin’ on Hospital’s Door

22. Mai 2013
Teilen

Hatten Kliniken und Co. bei der Suche nach Jungärzten früher noch die Qual der Wahl, so hat sich das Blatt merklich gewendet. Doch vor dieser Realität verschließen viele von ihnen scheinbar die Augen. Ein Medizinstudent legt in seinem offenen Brief den Finger in die Wunde.

Liebe Chefärzte,

es ist Euch ja auch schon aufgefallen: Der Wind scheint sich zu drehen, irgendetwas ändert sich gerade, ein Mentalitätswechsel bahnt sich an. Die junge Medizinergeneration ist in Aufbruchstimmung. Unsere hoch gelobte, vielfach kritisierte, aber vor allem viel beschriebene Generation steht auf Euren Fußabtretern und möchte eingestellt werden.

Ihr nennt uns „Millenials“, „Digital Natives“ oder „Generation Y“ und diskutiert uns umfassend. Uns ist das eigentlich relativ egal. Sicher ist, dass wir eine hervorragend ausgebildete, sprachgewandte, sehr mobile, selbstbewusste und wählerische Gruppe junger Menschen sind. Zugegeben, wir sind etwas verwöhnt und eingebildet. Aber wen wundert das? Wir sind fast alle Einzelkinder oder haben nur sehr wenige Geschwister. Unsere Eltern konnten ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und gesamten finanziellen Möglichkeiten auf uns fokussieren. Wir wurden in einem friedliebenden und wirtschaftlich gesegneten Vierteljahrhundert aufgezogen. Lebens- und Reisekosten waren nie so niedrig, Entfaltungsmöglichkeiten nie so zahlreich. Keine Generation vor uns hatte so viele Chancen und konnte sie auch noch so erfolgreich nutzen. Also bitte, seht uns diese leichte Überheblichkeit nach.

Die Qual der Wahl

Und jetzt klopfen wir also an Eure Türen und möchten zu den Vorstellungsgesprächen hineingelassen werden. Unsere Lebensläufe mit Auslandsaufenthalten, Sprachkompetenzen, ehrenamtlichem Engagement und Forschungsaktivitäten sprechen für sich. Sie sind stringent, weisen kaum Zeitverluste während des Studiums auf und gute Noten aus. Manchmal fragen wir uns selbst, warum wir eigentlich an den Punkten der Weichenstellung unseres Lebensplanes so gewissenhaft abgewägt und die Entscheidungen dann strebsam abgehakt haben. Hätte dem ganzen nicht ein bisschen Ruhe gut getan? Wahrscheinlich liegt das an der maßlos erscheinenden Multioptionalität, der wir ausgesetzt sind. Wer viele Optionen hat, muss auch viele Entscheidungen fällen. Wer viel entscheidet, muss anschließend auch viele Entscheidungen tragen und sie gegenüber Eurer Generation rechtfertigen. Mit dem Ende des Studiums hört das nicht auf. Gerade in unseren Auslandsaufenthalten und im Gespräch mit Studenten anderer Nationen sind wir uns unserer glücklichen, wenn auch komplizierten Lage immer wieder bewusst geworden: Wir stehen vor der Qual der freien Wahl. In welchem anderen Land dieses Planeten ist die Wahl der Facharztausbildung, des Ortes, der Art der Klinik und des Beschäftigungsverhältnisses so selbstbestimmt wie in Deutschland?

Nun sitzen wir Euch in Eurer Sitzgruppe oder am Konferenztisch gegenüber. Ihr tragt Kittel und wir sind adäquat gekleidet. Seriös, aber weiterhin dynamisch. Euch dämmert, dass wir sowas nicht zum ersten Mal machen. Denn, obwohl es so viele offene Stellen gibt, schreiben wir mehrere Bewerbungen und schauen uns viele Häuser an. Fast immer liegt ein mittelgroßer Stapel Bewerbungsmappen vor Euch auf dem Tisch, als wäre das Eure letzte Möglichkeit zu zeigen, dass Ihr die Entscheider seid. Wir fragen uns, ob man Euch das in einem Chefarzt-Seminar empfohlen hat, denn Ihr macht das fast alle. Aber uns schüchtert das nicht ein. Vor uns liegt eine vielversprechende Zukunft. Arbeitslosigkeit ist praktisch unmöglich und unsere finanzielle Sicherheit scheint gewiss.

Spreu vom Weizen

Los geht es wie immer. Man begrüßt sich nett, wechselt ein paar Floskeln über die Anfahrt und schlägt die entsprechende Bewerbungsmappe auf. Und dann reagiert Ihr etwas irritiert. Denn wir treten selbstbewusst auf und stellen Fragen zu den Arbeitsbedingungen. Fragen ganz offen nach Dienstbelastung, Schichtmodellen und Weiterbildungsplänen. Hinzu kommt, dass wir fast alle weiblich sind und, ganz unabhängig vom Geschlecht, nicht verhehlen, uns auch ein eigenes kleines Familienleben vorstellen zu können. Aber auch abgesehen vom Kinderkriegen mögen wir unsere Freizeit und sind es gewohnt, Hobbys nachzugehen. In diesem Zusammenhang sprecht Ihr gerne von der „Feminisierung der Medizin“, als wäre das eine Erkrankung, der nur noch ein ICD-Schlüssel fehlt. Diese Tatsache könnt Ihr nicht ändern. Was sich aber dringend ändern muss, sind Eure Einstellungen und Eure Kliniken. Sonst werden bald nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern sondern auch in Nordrhein-Westfalen die Kliniken schließen müssen.

Spätestens wenn Euch dann die explizite Frage nach der Organisation von Forschung neben klinischer Tätigkeit gestellt wird, fragt Ihr Euch, ob wir eigentlich gar keine Tabuthemen mehr haben. Und hier trennt sich dann die Spreu vom Weizen: Ein, wenn auch „noch“ kleiner Teil von Euch Chefs hat sich nämlich schon auf die Anforderungen der jungen Medizinergeneration eingestellt. Kann sich vielleicht sogar in unsere Position hineinversetzten, hat Kinder im selben Alter oder denkt ganz einfach an die personelle Zukunft seiner Klinik. Fast alle sehen die Problematik der hohen Zahl weiblicher Bewerber und fordern dringende Lösungsansätze, um die Heilige Trinität von Klinik, Forschung und Lehre auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können. Aber nur ganz wenige lassen dem auch Taten folgen. Ihr beschwert Euch, wenn auch hinter vorgehaltener Hand, über die hohen Schwangerschaftsquoten Eurer Assistenzärztinnen. Das Entwickeln neuer Arbeitsmodelle und Infrastrukturen für die modernen Anforderungen fällt Euch aber sehr schwer. Lasst Euch nicht nervös machen. Wenn Ihr Euch ein wenig auf uns einlasst und neuen Ideen zumindest eine Chance gebt, dann kriegen wir das gemeinsam hin. So wie es zur Zeit läuft, geht es jedenfalls nicht mehr lange gut.

Begegnung auf Augenhöhe

Wenn wir dann an diesem Punkt des Gespräches angekommen sind, holt Ihr die Floskeln heraus, die Ihr Euch selbst noch als AiP‘ler anhören musstet. „Medizin ist ein Beruf, bei dem man nicht auf die Uhr schaut.“ „Wir haben damals auch gelitten, da müssen Sie jetzt auch durch.“ „Glauben Sie nicht, dass Ihnen etwas geschenkt wird.“ „Bei uns damals waren die 30-Stunden-Schichten normal.“ Das sind Sätze, mit denen wir wenig anfangen können und die bestens dazu geeignet sind, uns zu verschrecken. Es ist nicht so, dass wir uns vor der Arbeit scheuen. Und es ist auch auf gar keinen Fall so, dass wir nicht bereit wären, viel Zeit und Engagement in unseren zukünftigen Beruf zu stecken. Was uns nicht gefällt, ist, dass Ihr diese Bereitschaft als Voraussetzung anseht. Einstellungen, Forderungen und Machtdemonstrationen dieser Art führen bei uns zu schlechter Stimmung und sind in der derzeitigen Situation kontraproduktiv. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine positive Arbeitsatmosphäre, im Gegensatz zur Ausübung von Druck, im Endeffekt zu höherer Produktivität führt. Wir sind es gewohnt, dass man uns auf Augenhöhe begegnet.

Im Verlauf des Gespräches fällt uns auf, dass ihr unsere Bewerbung eigentlich gar nicht gelesen habt oder wenn, es gerade parallel zum ersten Mal tut. Dann kommt die obligatorische Frage zur Note des Staatsexamens und den wissenschaftlichen Ambitionen. Habt Ihr wirklich schon vergessen, wie es im Studium war und was Examensnoten wirklich aussagen? Genau, nämlich gar nichts. Womit wir uns in unserer Doktorarbeit beschäftigt haben? Ihr solltet selbst am besten wissen, wie schwer die Bewertung der Qualität einer solchen Arbeit ist und vor allem, wie sehr sie von der jeweiligen Betreuung und dem Publikationswillen des Doktorvaters abhing. Als Student hat man da leider oft wenig Einfluss und ist dem Willen der Halbgötter ausgeliefert. Macht Euch nichts vor, beides sagt in den meisten Fällen nur sehr wenig über uns aus. Gerade wenn Ihr ein hohes Interesse habt, uns einzustellen, solltet Ihr da lieber auf unsere Lebensläufe eingehen und gezielte Fragen stellen. Macht uns deutlich, dass Ihr Euch mit unseren Unterlagen beschäftigt habt und Euch unsere Entwicklung und zukünftigen Vorstellungen interessieren. Wenn Ihr Euch, wenn auch nur im geringsten Maße, daran haltet, habt Ihr uns schon in der Tasche.

Zeit und Herzblut

Denn wir wissen genau: Von einem solchen Gespräch und einer vielleicht noch stattfindenden Hospitation können wir nur wenig auf den tatsächlichen Arbeitsalltag schließen. Für uns zählt aber sowieso vielmehr ein Chef, mit dem man reden kann, eine konstruktive Atmosphäre und das Gefühl, dass auf persönliche Bedürfnisse eingegangen wird. Dann sind wir auch bereit, viel Zeit und Herzblut in unseren Beruf zu investieren und die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam anzugehen.

Und bitte vergesst nicht: Im Gegensatz zu Euch, damals in den 80er Jahren, haben wir heute die Wahl.

Eure Generation Y.

213 Wertungen (4.48 ø)

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

29 Kommentare:

dr. rer. nat. Dr. med.
dr. rer. nat. Dr. med.

Die holde Weiblichkeit spielt Generation Y und macht Dienst auf 70% Basis, der Mann rotzt die Schichten weg, welche die Mamas nicht wollen. Und dann sollen trotzdem die Frauen in Führungspositionen gepusht werden – sei es in der Klinik oder in der Pharmaindustrie.

Als Mann kann man sich DIESE Einstellung zumindest nicht erlauben …

#29 |
  0
cand. med.
cand. med.

Und wenn man hier so manche Beiträge liest, wird einem ja schlecht.
Will denn hier jemand operiert werden von jmd. der 30h wach war und kein Privatleben hat.
Und auch das Konkurrenzdenken von Assistenzärzten in Unikliniken ist ja wohl mehr als fragwürdig, das führt dann sogar dazu, dass Forschungsmaterialien verschwinden oder Forschungsaktivitäten vereitelt werden.
Man kann sich ja dann vorstellen, wie solche Leute zusammen oder besser gegeneinanderarbeiten.
Das kann nicht die Zukunft sein. Besser miteinander arbeiten, Geld nicht für Bonusregelungen rauswerfen und mehr Personal einstellen.

Eine Frau, auch wenn sie Ärztin ist, muss das Recht haben Kinder zu bekommen. Da bleibt nunmal nichts anderes übrig als eine Kindertagesstätte bis spät in den abend einzurichten oder Teilzeitmodelle zur Verfügung zu stellen.

#28 |
  0
Gast
Gast

Gerade Auslandsaufenthalte in Frankreich, Schweiz oder GB, Australien zeigen, dass in Deutschland deutlich zu wenig Personal in den Kliniken arbeitet und die Stimmung bei der entsprechenden Überlastung leidet. Dann macht Arbeiten auch keinen Spaß mehr.
Noch in den 70er jahren gab es in Deutschland vielmehr gut ausgebildete Schwester, die Blutabnehmen konnten, Viggos legen konnten und Verbände gewechselt haben/Wundheilung einschätzen konnten. Das macht auch Sinn, da sie ja die Medikamente verabreichen.
In den 80er/90er Jahren gab es dann soviele PJler und AiPler, dass man sich die “teuren” Schwestern gespart hat, denn zum Prakikantenlohn arbeiten die ja nicht.
Es ist an der Zeit, dass das viele Geld im Gesundheitssystem nicht für Privatliquidation und Bonusregelungen drauf geht, sondern für gute Patientenversorgung und annehmbare Arbeitszeiten ohne chronische Überlastung durch Arbeit von morgens 7 bis abends 9 (ohne Forschung).

#27 |
  0
Gast
Gast

Vermutlich kann ich hier nicht sonderlich viel mitreden, da ich weder Ärztin, noch Studentin bin.
Ich vertrete die Partei der Patienten. Ich bin jetzt seit 1 1/2 Jahren auf der Onkologie und darf mir somit ausreichend das “Spektakel” ansehen.

Ich habe tolle Oberärzte, mal gute und mal weniger gute Assistenzärzte und nette, bemühte Schwestern, wobei auch da mal jemand aus der Reihe fällt.
Aber alle samt sind völlig überlastet, auf der Station herrscht ein solcher Mangel.
Und ja, wir leiden darunter! Man kann froh sein den Oberarzt überhaupt einmal am Tag zu sehen, kann ihnen aber sofort ansehen, dass es nicht anders geht. Man traut sich schon garnicht groß etwas nachzufragen, da man merkt was sie für einen Stress haben.
Auch die Organisation läuft völlig schief, es gibt für mich einen Ordner, eine Akte und einen Ordner im Pc. Das Problem ist nur, überall steht etwas anderes. Man muss also als Patientin so viel mit gucken damit keine große Fehler passieren. Allerdings ist es einem ja nicht in jedem Gebiet möglich, dem als Laien zu folgen. Das gibt einfach ein unsicheres Gefühl, welches sicher gelindert werden könnte, wenn die Ärzte mehr Zeit für jeden Patienten aufbringen könnten. Ich möchte dabei ausschließlich dem System einen Vorwurf machen.
Ich bekomme so oft mit, dass abends um zehn Uhr noch mein Oberarzt vor den Unterlagen sitzt.
Ärzte sind völlig unterbezahlt und arbeiten dabei mehr als die meisten anderen, mit einer Verantwortung die sonst nicht viele tragen müssen, immerhin geht es, wenn auch nicht immer, um Menschenleben!

Ich denke man müsste eindeutig mehr investieren um die Atmosphäre in Krankenhäusern zu verbessern und generell einen Gang zurückschalten. Bei dem Tempo, welches heutzutage gefahren werden soll, passieren Fehler und diese sind in der Medizin unverzeihlich.

#26 |
  0
Karina Albers – Generation Y Expertin
Karina Albers – Generation Y Expertin

Ich bin begeistert, dass endlich jemand den Mut hat, Generation X und den Baby Boomern zu sagen, worauf es Generation y ankommt. Ich habe einige Chefärzte und Klinik-Chefs bei mit in den Seminaren, die lernen wollen, wie Generation Y denkt.
Deshalb vielen Dank. Dieser Artikel sollte von jedem Arzt gelesen werden! Denn eindeutig ist hier, dass sich gerade in einem Bewerbungsgespräch keine Mühe gemacht wird, die einzelne Person mit ihren Stärken wahrzunehmen. Wer sich als Führungskraft nicht gut vorbereitet auf seine Bewerbungskandidaten, bekommt heute die zweite Wahl. Denn Kliniken bewerben sich bei Assistenzärzten genauso, wie die jungen Ärzte sich bei den Kliniken bewerben.

Durch gute Führung auf Augenhöhe motiviert man übrigens nicht nur die Vertreter der Generation Y……..

#25 |
  0
Ärztin

Mein PC spinnt! … mit Bewertung 50%. Damit gerät man mit jedem Dienst mit 4h ins Minus. 150% Arbeit zum Preis von 100%. Dies dürfte auch ein Grund für die Abwanderung der jungen Kollegen sein. Verwunderlich?

#24 |
  0
Ärztin

Ups, da hat es mir die Hälfte vom Text weggehauen.
Hier der Rest: 16 Stunden Nachtarbeit mit Dienstbeginn 16:00 Uhr: davon 8 Stunden reguläre Arbeitszeit bis Mitternacht und dann 8 Stunden mit Bewertung

#23 |
  0
Ärztin

Dummerweise merkt man erst bei Teilzeitmodellen in unserem Beruf mit Blick auf das Grundgehalt wie schlecht der Beruf des Arztes in der Klinik tatsächlich bezahlt ist. Auch die Dienstvergütung unter Berücksichtigung des Arbeitszeitgesetzts sieht v.a. in kleineren Kliniken niedrige Arbeitszeitbewertung bei vollem Freizeitausgleich, de facto also ohne Zusatzverdienst (z.B. 16 Stunden Nachtarbeit mit

#22 |
  0
Ärztin

@15 Gast
Sie treffen den Nagel auf den Kopf und müssen sich nicht hinter “Gast” verstecken. Ich gehöre übrigens zur Generation “Workaholic” und mich stört sehr, dass von Geschäftsleitungen die “Generationen” gerne entsprechend ihrer postulierten Eigenschaften ausgenutzt werden. Immer wieder wundert sich mein Arbeitgeber wenn ein “Workaholic” Freizeit wünscht als wäre es eine moralische Verpflichtung meiner Generation die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Infrastrukturen um Arbeit, Familie und eigene Gesundheit !, die nur in Freizeit gepflegt werden kann, unter einen Hut zu bringen sind leider noch lange nicht in Sicht.

#21 |
  0
Anne Jegottka
Anne Jegottka

Ein Fettnäpfchen ist die Tatsache, das dies hier ein Student schreibt, der kaum Berufserfahrung und wahrscheinlich eher “anekdotische Evidenz” vorzuweisen hat. Grundsätzlich trifft der Brief aber den Kern. Die Zeitungen sind voll von Diskussionen über die “Generation Y”, der von Kritikern gern (vorschnell) Egoismus, Faulheit und sonstige “Charakterschwächen” attestiert werden. Dazu muss ich sagen: Mein Gott – wir sind jung und müssen unseren Weg im Wirtschafts- und Arbeitsweltjungel erstmal finden.
Ist es verboten, einmal träumerisch Idealbedingungen zu visualisieren, wenn wir ständig durch versch. Medien (und die Patienten selbst!) vor Augen haben, was Arbeitsüberlastung für Schaden anrichtet (kombiniert mit der Tatsache, dass wir nur ein Leben haben)? Nein.
Wie man sich dafür einsetzt, ist schon etwas ganz anderes. Ich denke, als Berufsanfänger kann man sich nirgendwo (auch nicht in anderen Berufen) ins gemachte Nest setzen. Aber die Rahmenbedingungen wären ideal, wenn man seine Ressourcen auch mal auftanken kann und nicht langfristig im “Burnout” landet, was bei vielen Medizinern leider der Fall ist.
Arbeiten, um zu Leben – nicht andersherum. Das wäre echt schön.
Das Ärztewesen hinkt ganz schön hinterher, wenn es um alternative Arbeitszeitmodelle geht, die sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern etwas bringen – Stichwort Sabbatical und vor allem Jobsharing: verminderte Fehl- und Krankheitszeiten, effektiveres Arbeiten (weil ausgeruhter und ausgeglichener), das Schichtdienstmodell muss nicht auf Vollzeitkollegen abgewälzt werden (wichtig – Unmut wird somit vermieden). Allerdings sehe ich hier Bedarf im gesamten Gesundheitswesen.
Deutschlands Präsenzkultur wird wahrscheinlich noch eine ganze Weile Vorraussetzung für die höheren Sprossen der Karriereleiter bleiben. Alte Denkstrukturen über Leistung halt.
Bei der Adressierung der Chefärzte sollte man auch bedenken, dass selbige ebenfalls Regulatorien unterworfen sind, die vllt. zwangsweise zu unangenehmen Arbeitstagen/-wochen führen. Ich habe Hochachtung vor freundlichen Chefs, die dann wirklich motivieren können und eine Art Mentor sind – solche sind mir glücklicherweise oft im PJ begegnet.
Wenn es um die Änderung der Arbeitsbedingungen geht, sollten wir als junge Generation revolutionärer sein und selbst etwas anpacken – Initiativen, die Unterstützung verdienen, gibt es bereits. Sucht mal nach “ArztInTeilzeit” (ein tolles Jobsharingmodell in den Kinderschuhen).

#20 |
  0
Gast
Gast

zu #20 fang erstmal an zu arbeiten und dann werden wir sehen, ob du das immer noch so siehst!

#19 |
  0
Gast
Gast

Ziemlich treffend. Allerdings hab ich nicht die Erfahrung gemacht, dass es sich ohne Druck produktiver arbeitet – mal ehrlich: wer fängt am Anfang des Semesters an zu lernen und zieht das durch? Die meisten beginnen erst im Hinblick auf den Klausurtermin ;-)
Vielleicht ist unsere Generation diesbezüglich doch etwas zu verwöhnt, wenn der Chef nicht mal etwas Dampf machen darf…

#18 |
  0
Gast
Gast

Alle möglichkeiten?

Nie war die soziale Spaltung so groß…ich kenne jedenfalls kaum Komillitonen die aus Familien kommen in denen die Eltern nicht studiert haben!

#17 |
  0
Eleonore Gisy
Eleonore Gisy

Dieser Brief trifft genau!
In meiner Assistenzzeit war ich bei zwei Kliniken Angestellt, in meinen Bewerbungsunterlagen steht mein Geburtsort (ehem UdSSR) und dass ich fließend Russisch spreche. Nach ca. einem Jahr Beschäftigungszeit stellten die Chefs erst fest, dass ich ja bes. bei Patienten die nur Russisch sprechen deutlich besser zurechkomme. “Woher sprechen sie Russisch” war die Standardfrage. Da frage ich mich für was man sich die Mühe mit den Bewerbungen macht!?!?

#16 |
  0
Gast
Gast

@ #15: Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte! Wenn Menschen sich instrumentalisieren lassen und es keine Solidarität gibt, hat die Sklaverei gewonnen!

Am Ende der Tage fragt man sich vielleicht was unterm Strich nach dem ganzen Streben nach mehr, mehr, mehr und dem Überleben im Haifischbecken noch vom Leben geblieben ist.

#15 |
  0
Gast
Gast

Offensichtlich hält es die Betriebsverwaltung und auch die Politik von oben für sinniger ausländische Ärzte zu “importieren”, die sich dann auf Station mit wenigen deutschen Wortfetzen hier durchkämpfen sollen, weil sie noch bereit dazu sind diese Ausbeutung zu tragen, weil die Misere in Ihren Ländern immer noch größer ist als hier. Die Pflegekräfte verstehen die Ärzte nicht, die Ärzte verstehen die Patienten nicht und die Patienten verstehen die Welt nicht! Der Arzt als allseitiger Sündenbock ist geboren!!!!! Und dann heißt es in der Politik “in Deutschland herrscht Ärztemangel und wir müssen Verstärkung aus dem Ausland holen”. Ist dies wirklich so lukrativ?!?! Es gibt genug in Deutschland ausgebildete Ärzte, die auf Staatskosten eine gute Ausbildung durchlaufen haben. Warum vergrault man diese Fachkräfte ins Ausland oder in alternative Berufszweige und lockt Ärzte aus dem Ausland hierher, die sich nur mit Mühe und Not verständigen können?! Ist dieser Tausch sinnvoll?!? Warum überdenkt man nicht die derzeitigen Strukturen und versucht gut ausgebildete Fachkräfte zu halten?! Dazu wurden sie doch ausgebildet oder nicht?!? Oder ist es der Klinikleitung lieber völlig überteuerte Honorarärzte zu bezahlen, um 6 Assistenzarztstellen zu sparen?! Wie wird hier gerechnet?!? Wo bleibt denn hierbei die Wirtschaftlichkeit?!

Wenn Generation Y argumentiert, Generation X solle sich bereitwillig zum Wohle des Patienten am Kreuze aufopfern und dankbar, demütig und willenlos den letzten Tropfen Blut hergeben, um dem Patienten und vielmehr dem System zu dienen, dann frage ich mich wo das Wohl des Patienten bleibt, wenn die Stationen so überlastet und personell unterbesetzt sind, dass selbst ein STEMI Patient und himmelhohem Troponin 3 Tage unbehandelt und unbemerkt auf Station vor sich her dümpelt, wenn intensivpflichtige Patienten statt überwacht größtenteils sich selbst überlassen werden, wenn Gesprächsgruppen suizidaler Patienten auf PJler abgewälzt werden und und und und…. WO BLEIBT HIER DAS WOHL DES PATIENTEN?!?! Ist das nicht ein bißchen scheinheilig?!? Entstehen dem System durch so chaotische Verhältnisse nicht noch viel mehr Kosten?! Wie soll denn ein Arzt in der in einer 3 Minuten Sichtung zum Wohle des Patienten handeln?!

Liebe Vertreter der Generation X, meinen Sie nicht es wäre an der Zeit, dieses System zu überdenken, um das Abwandern der in Deutschland ausgebildeten Ärzte zu verhindern, DAS WOHL DES PATIENTEN zu sichern, die Leistungsbereitschaft der Jungärzte zu fördern und das Produzieren von weiteren Patienten durch Burnout, Depressionen, Medikamentenabhängigkeit etc. zu verhindern?!? Selbst wenn Sie der Meinung sind, dass Generation Y noch immer mit dem gleichen Aufopferungswillen wie Sie einst “dienen” soll, sehen Sie nicht, dass dieses System so einbricht?! Sehen sie nicht das Abwandern der Ärzte ins Ausland?! Sehen Sie den deutschen Ärztemangel nicht?! Sehen sie nicht, dass Ärzte beispielweise in Skandinavien Wertschätzung erfahren und das System trotzdem funktioniert?!?! Halten Sie es für sinnvoll noch weiter auf Generation X einzuprügeln, den Druck noch weiter zu erhöhen, wenn Sie doch sehen, dass Sie bald keine Audienz mehr haben, die Sie sprachlich noch versteht?!?

Ist es nicht mal an der Zeit zu erkennen, dass Entwicklungsprozesse dynamisch sind und dass es an der Zeit ist zusammenzuarbeiten und Kompromisse zu schließen?! Zu welchem Preis soll die Ausbeutung der ganzen Person noch weiter erfolgen?!

Das System schneidet sich derzeit ins eigene Fleisch!

#14 |
  0
Gast
Gast

Bin selbst junger Assistenzarzt an einer Uniklinik.

Leider hört man aus dem Artikel immer die Unterschwellige heraus, dass bei der unbestritten für Berwerber günstigen Arbeitsmarktsituation die Absolventen die Bedingungen nach belieben diktieren können. Gerade der letzte Satz wirkt da wie eine Drohung…

Ich möchte eindringlich vor so einem vorgehen warnen, das wirkt bei einem Studenten leider nur arrogant und überheblich. Wie die Kliniken wirklich funktionieren kapiert man erst wenn man anfängt, davor ist wie bei so vielem im Leben manchmal ein bißchen Vorsicht und Zurückhaltung angesagt.

Mit der o.g. Einstellung kann man mit Sicherheit in einem kleinen Krankenhaus gut klarkommen und hat es bestimmt jetzt schon leicher als vor noch 10 Jahren. Was in diesen Debatten aber völlig untergeht ist die Tatsache, dass man um wirklich Erfolg haben zu wollen nicht seinen Chef sondern in erster Linie die Kollegen als Konkurrenten hat! Und da hilft nur besser sein oder linke Tricks… Und besser sein beinhaltet einfach auch mehr Einsatz zeigen. Das ist im übrigen in jedem anderen Beruf auch so, es gibt auch keine erfolgreichen Juristen die unter 70h/Woche arbeiten, alles andere ist Illusion.

Ein weiterer Aspekt ist dass man auch klinisch deutlich schneller lernt wenn man statt 38,5 88,5 Stunden im Krankenhaus arbeitet.

Ob das alles die Mühe wert ist um dann als Chef einer Klinik im mittleren Management zu herrschen sei dahingestellt, nichts desto trotz wird sich durch die Konkurrenz der Assistenten untereinander wenig an den Mühen ändern!

#13 |
  0
Studentin der Humanmedizin

Mutig für jemanden ohne Berufserfahrung, der bisher in seinem Leben noch nichts für die Gesellschaft getan hat und nicht weiter geleistet hat außer einem Studium und Auslandserfahrungen etc., die durch die Eltern finanziert wurden. Natürlich stimme ich der Problematik an sich voll und ganz zu. Etwas mehr Reife, Fähigkeit zur Selbstkritik und Respekt wären jedoch wünschenswert, bevor man auf die Menschheit losgelassen wird…

#12 |
  0
Marcus Steinbach
Marcus Steinbach

liebe Generation Y,

schon richtig die “neue” Situation der freien Wahl, des heutigen Selbstverständnis des angehenden Arztes. Schluss und Vorbei die Zeiten der heute antiquitierten modernen Sklaverei des AIP oder Assistentenflut.

Aber..

Willkommen in der Zeit des wirtschaftlichen Diktates, der die Dividende des Anteileigners zu befriedigen sind, in der Klinikstrukturen aus Kostendruck eng gestrickt sind, in der zahlreiche Arbeiten noch und nöcher in den geregelten 8h Tag gestopft sind, in der Ausbildung nicht erfolgt, da einfach keine Zeit um jüngere Kollegen in diesen Beruf einzuführen.

So viel hat sich nicht geänder, nur die Perspektive

Gruß

Generation X

#11 |
  0
Hanne Hangen
Hanne Hangen

Traurig daß auch ein Teil der heutigen heranwachsenden Mediziner-Generation bzw der jungen Assistenzärzte nicht verstanden hat, daß auch Ärzte Rechte haben. Daß Chefärzte Zielvereinbarungen treffen die Ihnen z.B. bei entsprechender Gängelung einen Mehrerwerb (und sei es einen Bonus für das Aushängeschild Forschung) einbringen. Daß Überstunden mit der Begründung “sie müssen effektiver Arbeiten, dann geht das alles schon” abgelehnt werden und einem nebenbei nahegelegt wird, das in Zukunft tunlichst zu unterlassen. Daß man die meisten Kollegen noch lange nach Feierabend auf Station antrifft, weil die Besetzung einfach eine Fehlplanung bedeutet. Daß eine Abteilung fast zusammenbricht, wenn neben den üblichen Urlauben auch noch einer krank wird. Und das alles mitmachen, weil man sich sonst sofort den Vorwurf anhören muß, man sei egoistisch und als Arzt müsse man das PAtientenwohl als höchste Priorität sehen? Das sieht der eigene Chef, wenn er Sprüche raushaut wie “früher war alles viel schlimmer” auch nicht. Meistens ist dem die Arbeitsverdichtung auf Station gegenüber vor 10-20 Jahren nicht einmal bewußt!
Wer das immer alles brav abnickt und gehorsam alles mitmacht, der ist der typische Mitläufer – fast so schlimm wie Täter selbst! Das heißt ja nicht im GEgenzug, daß man seine Patienten schlecht versorgt. Es reicht z.B. schon, die DRG-Kodierung aus Protest einfach liegenzulassen mit expliziter Ansage warum und vor allem die Überstunden wie sie angefallen sind zu dokumentieren!
Arbeitet noch einmal ein paar Jahre weiter. Es wird nicht wirklich entspannter. Höchstens wenn ihr alles schön auf die kleineren Abtretet und bei der ganzen Sache auf diese WEise schön das System weiter stützt!

#10 |
  0
Matthias Riebisch
Matthias Riebisch

Auch wenn ich die Problematik nachvollziehen kann und scheinbar auch zu der sogenannten “Generation Y” gehöre (man kann es sich halt nicht aussuchen), halte ich diesen Brief für eine absolut widerliche und peinliche Selbstbeweihräucherung. Scheinbar sind Demut und Dankbarkeit die Eigenschaften die unserer Generation am meisten fehlen und leider nicht durch Hochmut, und ein überblähtes Ego zu ersetzen sind.

#9 |
  0
Student der Humanmedizin

Alles schön und gut – aber eben nur FAST richtig: — man/frau sollte unbedingt beachten, dass die Chefärzte ja selbst in der Regel und in fast allen Kliniken heutzutage so gut wie rein gar nichts mehr selbst zu bestimmen haben. Im Gegenteil: Sie müssen sich doch ihrerseits wegen jeder noch so lachhaften Investition vor einer medizinisch meist völlig ahnungslosen Verwaltung rechtfertigen — bei der Schaffung von Personalstellen mal ganz zu schweigen… Da wünscht man sich ja vor lauter Mitleid auch als Jung-Assistent schon fast den Prototypen des herrlich-cholerisch-autokratischen Chefarztes der 80er Jahre zurück. DER konnten sich wenigstens noch für seinen Laden einsetzen!
Nun ja… – der “Brief” sollte sich somit, meiner Meinung nach, zumindest zu gleichen Teilen auch an die Klinikverwaltungen/Betriebsdirektoren der Häuser richten!

#8 |
  0
Jörn Krause
Jörn Krause

Der “Brief” ist sowohl inhaltlich nachvollziehbar, ironisch, selbstkritisch und humorvoll formuliert. Somit durchaus diskussionswürdig und kein “Schwachsinn”!
Schwachsinnig sind lediglich solch undifferenzierte Kommentare, ohne sich die Mühe zu machen, Aussagen sachlich und kollegial zu diskutieren!!!

Bei all den ärztlichen Pflichten ist das gleichzeitige Einfordern von Rechten überhaupt nicht anmaßend, sondern absolut notwendig, um unseren Beruf über Jahrzehnte mit “Leib, (Herz) und Seele” ausüben zu können.

Wenn wir schon am Sonntag nachts um drei Uhr für 7-8 €/h netto im OP stehen oder uns auf der Intensivstation “den Arsch aufreißen”, ist eine Forderung von etwas Lebens- u. Arbeitsqualität und guter Weiterbildung meiner Meinung nach nicht anmaßend.
Auch das “Why” im Rahmen von fachl. Diskussionen ist notwendig, da nur völlig begriffene Fakten/Kausalitäten dazu führen, dass Maßnahmen automatisiert ablaufen können. Wenn die gesamte Abteilung so überlastet ist, dass Wissen nicht mehr in Ruhe diskutiert und an die nächste Generation weiter gegeben werden kann, bleibt der Patient im Notfall auf der Strecke.
Auch bezüglich der physischen und psychischen Dienstbelastungen ist die Frage “Why” völlig gerechtfertigt. Warum sollen wir uns denn kaputt arbeiten, wenn nicht einmal die Patienten oder wenigstens die Abteilungskollegen, sondern lediglich Aktionäre davon profitieren???

Uns Letzteres gut zu verkaufen, muss ein Chef aktuell viel besser beherrschen, als noch vor 10 Jahren.

Oftmals sind nur heute die Chefärzte/innen und ärztl. Direktor/innen selbst gänzlich “machtbefreit”, da über nötige Neueinstellungen in der Regel die Geschäftsführer der Kliniken entscheiden und Druck auf Chefs und Pflegedienstleitungen ausüben (“Landet eine Überlastungsanzeige auf meinem Tisch, sind sie wohl nicht in der Lage, ihre Abteilung unter Kontrolle zu halten und wohl nicht die geeignete Person für ihren Posten!”)
Die Chefs sind also nicht immer die uninteressierten, lithargischen Personen oder Dinosaurier, als die sie oft dargestellt werden, sondern müssen bei zunehmender Krankenhauspolitik und -Dokumentation auch für die Hälfte des Gehaltes ihrer Vorgänger arbeiten.

Viel Spaß an der weiteren Diskussion!

Jörn Krause
Arzt Anästhesie/ Notarzt

#7 |
  0
Student der Humanmedizin

@5
Wo denn dann? Beim heldenhaften Arzt mit aufopferungsvoller 30h Schicht – am besten in Stunde 29?

#6 |
  0
Gast
Gast

…da möchte man nicht Patient sein…

#5 |
  0
Gast
Gast

Quo vadis Medizin …

#4 |
  0
Herr Peter Haubold
Herr Peter Haubold

Schwachsinn ist noch zu milde ausgedrückt. Aber bitte, immer gern.
Müsste man erst mal klären, warum es “Generation Y” heisst. Wie so oft kommt dies aus dem Englischen, und erklärt sich als “Generation WHY? Why should I …?” Besser kann man alle Vorurteile gegen diese Geration kaum zusammenfassen als in diesem “Brief” … wenn ich mir vorstelle, als Patient mit dieser Musterstudentin gestraft zu sein.

#3 |
  0
Student der Humanmedizin

Sau geil. Ich feier das!

#2 |
  0
Student der Humanmedizin

was für ein Schwachsinn.

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: