Auf Facebook ist man, Google+ macht man sich!

3. August 2011
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Google+ ist seit Wochen Gegenstand der medialen Berichterstattung – sicherlich hilft dabei auch der clevere Schachzug, in einer ersten Testphase nur „eingeladenen“ Personen den Zugang zu ermöglichen. Hype oder Hoffnung?

Trotz eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten in der Testphase gibt es bereits etwa zehn Millionen Mitglieder. Auch Unternehmen wie Ford, MTV oder Dell sind für den Testlauf von Google ausgewählt und präsentieren sich auf den neuen „Business Pages“. Medienexperten sprechen bereits von einer idealen Möglichkeit, auch Google+ als neueste Marketingplattform zu nutzen.

Das Design ist frisch, klar und bunt, die Struktur der Plattform übersichtlich und selbsterklärend. Die eigene Profilseite ist dabei der Startpunkt für den Dialog mit anderen. Beiträge „meines“ Netzwerks werden ähnlich der Facebook-Pinnwand in einem Stream angezeigt und können mit einem „+1-Button“ bewertet bzw. empfohlen werden (ähnlich dem „Like-Button“). Anders jedoch als bei Facebook, kann man Kontakte beliebig hinzufügen ohne auf eine gegenseitige Bestätigung zu warten. Dem User stehen darüber hinaus drei Funktionen zur Verfügung, durch die Google+ sich von der Konkurrenz abgrenzt:

  • Circles sind im Prinzip einzelne „Gruppen“, in die bestimmte Personen integriert werden, um mit Ihnen ausgewählte Inhalte zu teilen und zu kommunizieren. Die Einteilung kann in klassische Gruppen wie Familie, Kollegen und Freunde oder nach Themen vorgenommen werden, wie „Marketing“ oder auch „Diabetes“. Ein Profil kann mehreren Gruppen angehören – ohne dass die eine Gruppe sieht, was in den anderen diskutiert wird.
  • Sparks sind im Grunde genommen die Verbindung aus Google Alerts und Google News. Relevante Themen können geclustert werden, als Feed aus dem Web zusammengestellt und natürlich auch geteilt werden – eine praktische persönliche Filterfunktion.

  • Mit der Funktion Hangouts können User mit einer oder mehreren Personen in einen Videochat treten. Nicht neu, aber ein nützliches Spaß-Feature. Übrigens: Kurz nachdem Hangouts durch Google+ bekannt wurde, verkündete Facebook recht schnell, dass es die Möglichkeit eines Videochats nun auch dort geben wird…

Medien-Spezialist Sascha Lobo betitelt Google+ auf SpiegelOnline als „Medienrevolution im Pelz eines Facebook-Konkurrenten“. Durch die Möglichkeiten, die Features wie Sparks und Circles bieten, bekommen die Medien einen starken Konkurrenten hinzu. Mit Google+ kann sich jeder sein eigenes mediales Portfolio zusammenstellen und führt damit eine eigene Medienrezeption durch. „Auf Facebook ist man, Google+ macht man sich“, so Lobo.

Als Unternehmen sollte man hier deshalb auch gezielt in punkto Marketing ansetzen, denn die Plattform bietet wie erwähnt großes Potential. Wir werden die Aktivitäten und Ereignisse rund um Google+ in den nächsten Monaten verfolgen und bewerten. Unsere Erkenntnisse und Empfehlungen stellen wir natürlich wieder hier vor – man darf gespannt sein!

In unserem Blog: socialmedia.antwerpes.de findet ihr unter der Rubrik „Fundsachen“ immer wieder interessante „Social Media Cases“, die wir euch vorstellen und zeigen, warum sie uns so gut gefallen.

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