Globuli: Kalter Tod in der Themse

1. Dezember 2015
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Keine Steuergelder für Globuli: In Großbritannien häufen sich kritische Stimmen gegen die Erstattung homöopathischer Mittel. Deutschland rudert gegen den Strom – etliche GKVen nehmen Behandlungen und Präparate freiwillig in ihren Leistungskatalog auf. Was steckt dahinter?

Schwarze Gewitterwolken im Vereinigten Königreich: Minister der britischen Regierung wollen verhindern, dass Steuergelder in alternative Behandlungsmethoden fließen. Sie fordern, homöopathische Präparate auf eine „Black List“ des National Health Service (NHS) zu setzen. Das Dokument ist mit unserer Arzneimittel-Richtlinie vergleichbar und regelt, welche Pharmaka nicht zu Lasten des NHS verordnet werden dürfen. Gesundheitsökonomen sprechen aktuell von vier Millionen Pfund (5,7 Millionen Euro) pro Jahr für homöopathische Präparate und für homöopathische Krankenhäuser.

Auf die Evidenz besinnen

George Freeman, seines Zeichens Life Science Minister, sagte angesichts dieser Zahlen, NHS-Gelder sollten „nur für sinnvolle Medikamente ausgegeben werden“. Und selbst Gesundheitsstaatssekretär Jeremy Hunt schwenkte um. Noch vor drei Jahren hatte ihn der „New Scientist“ wegen seiner Äußerungen zugunsten alternativer Therapien als „Minister for Magic“ verspottet. „Wenn die Ressourcen knapp werden, sollten wir uns auf die Evidenz besinnen“, sagt Hunt jetzt. Wie kam es zur Kehrtwende? Bereits 2010 stellte der Unterausschuss für Wissenschaft und Technik am britischen Parlament fest, homöopathische Präparate seien „nicht besser als Placebo“. Das Papier sorgte für viel Gesprächsstoff, zeigte aber keine politische Wirkung. Funktionäre der „Good Thinking Society“ ließen nicht locker. Die Organisation hat sich eigenen Angaben zufolge dem „rationalen Denken“ verschreiben; sie steht „für Wissenschaft, gegen Pseudowissenschaft“. Mit einer Kampagne setzten sie NHS-Verantwortliche und Politiker massiv unter Druck, indem sie staatliche Ausgaben für Homöopathie detailliert aufschlüsselten. Es sei nicht zu rechtfertigen, dass der NHS Steuergelder für „Zuckerpillen“ ausgebe, heißt es im Blog. Freeman selbst rechnet in 2016 mit einer Entscheidung zum weiteren Vorgehen.

Nicht wirksamer als Placebo

Es ist kein Einzelfall. Auch in den USA brodelt es gewaltig. Kritiker warfen der Food and Drug Administration (FDA) vor, bislang recht wenig in Sachen Aufklärung unternommen zu haben. Jeder dritte Amerikaner nutzt alternative Therapien; der gesamte Markt ist 3,9 Milliarden US-Dollar (3,6 Milliarden Euro) schwer. Viele Bürger vertrauen der FDA und nehmen an, homöopathische Präparate würden ähnlich streng überwacht wie Arzneimittel. Im April reagierte die Behörde und lud Experten zum Hearing ein. Kritiker argumentierten mit Hinweis auf eine kürzlich veröffentlichte Metaanalyse. Das australische National Health and Medical Research Council resümiert, homöopathische Mittel seien „nicht wirksamer als Placebo“. Es gebe keine Evidenz für Effekte. Jetzt sind amerikanische Arzneimittelbehörden unter Zugzwang, wobei Patienten im Regelfall ihre Kosten selbst tragen.

Alles im grünen Rezeptbereich

Gesundheitspolitiker aus Deutschland stört die Kontroverse nicht. Im Gegenteil: Seit Einführung ihres GKV-Modernisierungsgesetzes und ihres GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes haben Kassen große Spielräume, um mit Leistungserbringern Selektivverträge abzuschließen – auch bei umstrittenen Behandlungsmethoden. Vereinbarungen bestehen zwischen etlichen Kassen und der Managementgesellschaft des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte. Versicherte, die sich beteiligen, erhalten ohne Zuzahlung Erstanamnesen, Folgeanamnesen, homöopathische Analysen und Beratungen. Damit nicht genug: Seit einigen Monaten prangt auf grünen Rezepten folgender Hinweis: „Dieses Rezept können Sie bei vielen gesetzlichen Krankenkassen zur Voll- oder Teilerstattung als Satzungsleistung einreichen.“ Etliche GKVen übernehmen Kosten für homöopathische, anthroposophische oder pflanzliche Arzneimittel, obwohl sie ansonsten rigoros sparen.

Der Glaube allein reicht nicht aus

Professor Dr. Norbert Schmacke vom Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen hat sich auf die Suche nach möglichen Gründen gemacht. Er moniert, der deutsche Gesetzgeber schütze die Homöopathie als besonderes Therapieverfahren. Entsprechende Behandlungsansätze würden bereits legitimiert, falls Befürworter diese für ausreichend begründet hielten und falls eine Nachfrage unter Patienten bestehe. „Der Glaube an die Wirkung von Globuli reicht nicht“, so  Schmacke weiter. Kranke würden nicht darüber aufgeklärt, dass nach vorliegender wissenschaftlicher Evidenz der erlebte Nutzen der Homöopathie ausschließlich auf Placeboeffekte zurückzuführen sei. Damit nicht genug: Homöopathen versprächen sogar Heilungserfolge durch Homöopatika bei gravierenden Erkrankungsbildern wie Krebs und Schlaganfall. Schmacke fordert vom Gesetzgeber, diese „überkommene Tradition der Sonderbehandlung besonderer Therapieverfahren“ zu beenden. Er nimmt auch Ärzte in die Pflicht, besser mit Patienten zu kommunizieren

312 Wertungen (3.44 ø)

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175 Kommentare:

Oliver Kuss
Oliver Kuss

“Homöopathie entstammt der geistigen Schöpfungsebene”

Poetisch umschrieben für: “frei erfunden” oder “aus den Fingern gesogen”. Ihr Schöpfer hieß “Samuel Hahnemann”. Beweislage diesbezüglich unstrittig.

#175 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Nö, darüber muss man nicht reden, weil das völlig egal ist.
Es reicht zu wissen, dass Homöopathie gesicherten Erkenntnissen diametral widerspricht und ein sauberer Wirkungsnachweis aussteht.

Mehr braucht man nicht zu wissen, um hier zu einer Entscheidung zu kommen.
Und bevor es jetzt wieder losgeht: Nein, Anekdoten sind keine Belege.

#174 |
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Gast
Gast

Homöopathie entstammt der geistigen Schöpfungsebene. Das geht aber nur, wenn es einen Schöpfer gibt, was zu hoffen bleibt. Daher müßten wir hierüber und die diesbezüglich schwierige Beweislage sprechen, die aber auch für das Gegenteil gilt. Naturwissenschaft ist nun mal halt beschränkt.

#173 |
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Otto Re.
Otto Re.

Troll dich, Schröter

#172 |
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Rainer Schröter
Rainer Schröter

#170
Lieber Herr Otto Re.
der erste Schritt für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung muss natürlich von Ihnen gemacht werden. Ich kann nur meine Hilfe anbieten.
Alles Gute für Sie!

#171 |
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Otto Re.
Otto Re.

@#168 Herr Schröter
Schon wieder diese impertinente Überheblichkeit, – anhand von Kommentaren, die dem eigenen (abstrusen?) Weltbild zuwiderlaufen, und deshalb ja pathologischen Ursprungs sein müssen – dem Irrglauben (Wahn) zu erliegen, diesen Kommentatoren ungefragt(!) eine Globuli-Therapie anbieten zu müssen, um sich “wichtigen Dingen” widmen zu können.
Sie disqualifizieren sich selbst mit Ihrer unerträglichen Selbstüberschätzung.

#169
Richtig! Die Unbelehrbarkeit, Ignoranz und Selbstüberschätzung der Apologeten der Hömöopathie und deren Schergen, in Manifestation als Heilpraktiker, hat eindeutig die Grenze zum Pathologischen überschritten. Narzissmus ist bereits (in dem Fall leider) aus dem ICD entfernt worden.
Nie waren Dunning und Kruger so aktuell und lebendig spürbar wie hier.
Ein echter Leseschmaus. Und nun wieder zu den unwichtigen Dingen.

#170 |
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Gast
Gast

# 165 : Wie sich in diesem Forum erneut zeigt, muß viel mehr in die Forschung von Pschologie und Pschyotherapie, hilfsweise Psychiatrie investiert werden

#169 |
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Rainer Schröter
Rainer Schröter

Vielen von Ihnen hätte ich gern das passende (sorgfältig recherchierte) hömopathische Konstitutionsmittel verschrieben. Dann hätte sich diese ausufernde Diskussion sicher erübrigt und Sie alle hätten sich den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden können. Alles Gute für Sie!

#168 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Was bitte hat Phytotherapie mit Homöopathie (und anderen paramedizinischen Praktiken) zu tun?!

#167 |
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Prof.Dr.Dr. R. Reichardt
Prof.Dr.Dr. R. Reichardt

Es sollte 100% heißen!

#166 |
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Prof.Dr.Dr. R. Reichardt
Prof.Dr.Dr. R. Reichardt

Ja Dr. Norbert Guggenbichler ich stimme ihnen 10% zu und darüber hinaus muß in die Forschung für Phytotherapien mehr investiert werden.

#165 |
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Gast
Gast

Sowohl Art und Weise als auch Anzahl der Kommentare lassen auf die immer mehr grassierende Überdrehtheit gemäß dem Zeitgeist schließen. Jetzt ist allerdings im Buch ” Deutschland auf der Couch ” von überdrehter Erstarrung die Rede. Was mag dies – im noch ungelesenen Buch – nun wohl bedeuten ?

#164 |
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@ 159 “Wer streiten will über Wirksamkeit der Homöopathie ist in diesem Forum am falschen Platz, diese Diskussionen sollte man Experten mit Jahrelangen Erfahrungen überlassen und nicht Pseudowissenschaftlern.”
Danke, Herr Prof. Dr. Dr. Reichardt. Ich meine, darüber hinaus sind klinische Erfahrungen unverzichtbar.

#163 |
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Nichtmedizinische Berufe

# Herr Matschke

Sie: “Wer keine Homöopathie wünscht wird Mitglied einer Krankenkasse, die keine homöopathischen Leistungen bezahlt, die ist evtl. etwas billiger.
Wer homöopathische Leistungen will geht zu einer Krankenkasse, die diese Leistungen einschließt, selbst wenn das nur Placebobehandlungen sind..
Was ist das Problem?”

Zwei Probleme:

Nach wie vor gaukelt die Gleichbehandlung von evidenzbasierter Medizin und Verfahren, die bestem Wissen widersprechen dem Patienten (und Therapeuten) eine Gleichheit vor, die nicht gegeben ist. Das ist sogar hochproblematisch.

Zweitens findet der Patient, der wie Sie es beschreiben gerne “mit den Füßen abstimmen” möchte, praktisch keine solche Kasse mehr.

Homöopathen schwatzen explizit den Kassen, die das nicht ins Programm nehmen ihre Kunden ab. Das kann – und will – sich bei der Beliebtheit der Homöopathie praktisch keine Kasse leisten.

http://www.swr.de/report/homoeopathie-auf-dem-vormarsch-trotz-zweifelhaftem-nutzen-zahlen-immer-mehr-kassen/-/id=233454/did=15854612/nid=233454/1hibtr3/index.html

P.S.: Dankeschön für das positive Feedback. :-)

#162 |
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Maggi
Maggi

“Endergebnis: Ute Parsch vs. Röpti 10:0
(die Eigentore des Schamanen noch gar nicht mitgezählt)”

…nun ja, das war aber auch Bundesliga gegen Kreisklasse!

#161 |
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Gast
Gast

Ach Herr van den Heuvel mal wieder mit einem Artikel, der untermauern soll, wie überflüssig Homöopathie ist.

Im Westen nichts neues- ich muß gleich gähnen.

Knallharter Wissenschaftsjournalismus. Alles wird durcheinandergeworfen: Homöopathen, die Heilungsversprechen machen. Na dann geht es heute ja mal nicht direkt gegen die Heilpraktiker, sondern gegen Schulmediziner mit Homöopathieausbildung.

#160 |
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Prof.Dr.Dr. R. Reichardt
Prof.Dr.Dr. R. Reichardt

Noch einmal Stellung zu Placebo:
In und mit jeder Therapie haben wir bei unseren Patienten einen gewissen Placebo Effekt, ja selbst mit unserer Sprache!
Wichtigste Strategie des Arztes ist das Vertrauen des Patienten zu haben und die Führung des Patienten in seiner Erkrankung. Denken wir an die Farben der Dragees, Kapseln usw.
Kügelchen haben aber nur eine Farbe-Weiß.
Wer streiten will über Wirksamkeit der Homöopathie ist in diesem Forum am falschen Platz, diese Diskussionen sollte man Experten mit Jahrelangen Erfahrungen überlassen und nicht Pseudowissenschaftlern.

#159 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Vor allem kann man einen Placeboeffekt nutzen, ohne den Patienten was vom Pferd zu erzählen. Viele Mitschreiber scheinen zu glauben, dass der Placeboeffekt ein spezifischer Wirkeffekt der Homöopathie und anderer “esoteriknaher” Anwendungen ist. Das ist aber nicht der Fall.

Außerdem habe ich ein grundsätzliches Problem damit, wenn vorgegaukelt wird, es würde sich bei paramedizinischen Behandlungen um echte medizinische Behandlungen, oder um echte Alternativen handeln. Wer das tut führt die Patienten an der Nase herum und im Bereich Gesundheit geht sowas einfach nicht und ist da noch weit weniger akzeptabel, als in anderen Bereichen.

#158 |
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Apothekerin

@Frau Blume:
Muss man Ihnen wirklich erklären, warum es unethisch ist, Patienten mit Placebo zu behandeln, die nicht wissen, dass sie ein Placebo erhalten (außerhalb von Studien, in die die Patienten eingewilligt haben, natürlich)?

Im Übrigen ist es nicht das Ziel von Homöopathiegegnern, Leuten, denen mit dem Placeboeffekt der Homöopathie zu helfen ist, stattdessen unnötig mit teuren Medikamenten zu therapieren. Das Ziel ist es, die Leute über den Placeboeffekt aufzuklären und letzten Endes dafür zu sorgen, dass die Leute eben nicht bei jedem Zipperlein das Gefühl haben, Zuckerkugeln (oder irgendwas!) einwerfen zu müssen. Ich habe in meinem Berufsalltag als Apothekerin genug Familien gesehen, die sich einen völlig verschobenen Blick auf den eigenen Körper angewöhnt haben. Da wurden Kinder schon vom Babyalter an dazu erzogen, bei jedem quersitzenden Pups oder blauem Fleck Kügelchen zu konsumieren. Schadet ja auch nicht (außer den Zähnen). Ist das ihre Vorstellung von vernünftiger Arzneimittelanwendung? Meine Hauptempfehlung bei einfachen Erkältungen besteht im Übrigen weder aus 10 Sorten Kügelchen noch aus 10 Sorten “echten” Medikamenten, sondern aus Ruhe und ausreichend Schlaf. Mit diesem Rat bekommen die Patienten von mir übrigens auch einen Placeboeffekt mitgeliefert. Und das sogar kostenlos, in Ihrer Apotheke des Vertrauens. Keine Zuckerpillen nötig.

Und noch ein “im Übrigen”: Bei Fällen, wo tatsächlich ärztliche und/oder medikamentöse Behandlung angezeigt wird, bekommt man übrigens auch den Placebo-Effekt kostenlos dazu. Den haben nämlich nicht nur Zuckerpillen. Nur mal so als Denkanstoß.

@Frau Parsch:
Höchsten Respekt und Anerkennung. Nicht nur für Ihr naturwissenschaftliches Fachwissen, das sich weit über die Physik hinaus erstreckt, sondern auch für ihre Ausdauer. Ich kann nur hoffen, dass Ihre guten Argumente und Fakten wenigstens ein paar Rissen in den ideologischen Mauern der Esoteriker bewirken konnten.

#157 |
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Naturwissenschaftler

@#140:
“Steuergelder oder Gelder aus Krankenkassenbeiträgen sollten nur für nachgewiesen wirksame Behandlungsmethoden ausgegeben werden und nicht für reine Placeboanwendungen wie Homöopathie, Reiki, Beten in der Christian Science Kirche, Kolonspülung, Detox Fussbädern, Ohrkerzen und ähnlichem. …..

Für Homöopathie werden keine Steuergelder ausgegeben.
Wenn Krankenkassenmitglieder die homöopathische Behandlung wünschen und diese mit ihren Krankenkassenbeiträgen bezahlen ist das völlig i.O..
Wer keine Homöopathie wünscht wird Mitglied einer Krankenkasse, die keine homöopathischen Leistungen bezahlt, die ist evtl. etwas billiger.
Wer homöopathische Leistungen will geht zu einer Krankenkasse, die diese Leistungen einschließt, selbst wenn das nur Placebobehandlungen sind..
Was ist das Problem?
Warum wollen Sie die Menschen bevormunden?
Es wird übrigens viel mehr Geld für wirkungslose “schulmedizinische” Behandlungen ausgegeben. Warum stört sie das nicht?

#156 |
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Cornelia Blume
Cornelia Blume

Eine Frage:

Was wäre denn so absurd daran den (sehr günstigen) Placebo-Effekt einfach sinnvoll zu nutzen? Wenn mir kleine, günstige ‘Zuckerpillchen’ helfen, warum dann teure Medikamente einwerfen? Ich sehe darin keinerlei Nutzen.

Wenn wir den Placebo-Effekt sinnvoll einsetzen (anstatt ihn zu bekriegen), dann wäre in den Kliniken vllt. wieder genügend Geld für PERSONAL da.

Zudem: wenn wir halb so viel Geld in die ‘Gesundheitsbildung’ fließen lassen würden, wie in die ‘medizinische Wissenschaft’, dann gäbe es vllt. auch nur halb so viele ‘Krankheiten’. Wäre das nicht erstrebenswert?

Das nur mal so als Denkanstoß…

#155 |
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Frau Parsch,
ich bewundere die Ausdauer und Geduld (und auch Ihr Fachwissen), mit dem Sie die Trolle hier füttern. Aber die Zeit und die Mühe, die Sie sich genommen und gemacht haben, war nicht gänzlich umsonst. Ich habe mich an Ihren Kommentaren richtig festgelesen und andere scheinen auch einen Nutzen daraus gezogen zu haben. Kompliment! Aber wie gesagt: don´t feed the troll…

#154 |
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Gast
Gast

Endergebnis: Ute Parsch vs. Röpti 10:0
(die Eigentore des Schamanen noch gar nicht mitgezählt)

Kompliment und Dank an Frau Parsch für überzeugende Argumentation.
Habe viel Neues gelernt.

#153 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Zitat:
“Wissen Sie: Alles, was Naturwissenschaftler, evidenzbasiert arbeitende Mediziner und andere Kritiker der Homöopathie wollen, ist, dass sich mehr herumspricht, we sehr die Homöopathie doch in die esoterisch scheinwissenschaftliche Ecke gehört und wie sehr sie doch durch genau diese Haltung immer wieder verteidigt wird: Was kümmern mich Fakten, wenn ich doch mein Bauchgefühl habe.

Und genau deshalb gehört die Homöopathie weder in die Kassenleistungen noch auf die Universitäten. Sie gehört dahin, wo andere schamanische Rituale und Runenorakel heute auch schon sind.”

Besser kann es nicht gesagt werden.

#152 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

@#145: Meinen Sie das ernst? Denn, wenn ja, dann weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich darauf angemessen reagieren soll….

#151 |
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Gast
Gast

@150

Die Doppelte Verneinung: “…sollte nicht von den GKV nicht erstattet werden” war ein Tippfehler.
Sollte heissen: “…sollten nicht von der GKV erstattet werden”.

#150 |
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Gast
Gast

Homöopathika und andere Therapieverfahren, die keine nachweisliche Wirkung erbringen, sollte nicht von den GKV nicht erstattet werden.

Ich muss öfterns auf der Arbeit versuchen zu erkären, warum das Präparat XY oder das Medizinprodukt XY nicht erstattet wird, obwohl es
a) medizinisch sinnvoll wäre
b) es dafür Wirknachweise gibt,
aber o.g. Therapieverfahren werden unreflektiert bezahlt und sogar damit geworben.
Wie so oft wird, meiner Meinung nach, immer an der falschen Stelle gespart.

Vielleicht sollte man verstärk Fächer wie Chemie, Physik, Bio und vielleicht Pharmakologie fördern. Diese bieten eine gute Grundlage pseudowissenschaftliche Therapieverfahren zu widerlegen.
Es wurden hier schon sehr viele gute (naturwissenschaftliche) Argumente gegen Homöopathie genannt.

#149 |
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Nichtmedizinische Berufe

# 146 Herr Guggenbichler,

der Herr Hahn ist zur Zeit ja genau wegen dieses Satzes das liebste Zitat des DZVHÄ.

Wenn man ein wenig drüber nachdenkt, dann sagt dieser Satz jedoch gar nichts aus.

Denn Hahn schreibt im Originalaufsatz – http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24200828 – außerdem noch:

“Studies of very poor quality and those that do not contain necessary data must always be excluded,…”

Hahn ist also durchaus der Meinung, dass fehlerhafte Studien das Ergebnis einer Metaanalyse verfälschen – und deshalb ausgemustert gehören.

Und hier liegt eben ein Grund, warum in den Metaanalysen so viele Studien weggefallen sind. Hahn kritisiert entsprechend auch mehr, dass oft nicht bei allen Studien nachvollziehbar angegeben wird, aufgrund welcher Mängel sie wegfielen.

Schauen wir doch in die von Hahn erwähnten Metaanalysen, die ein positives Ergebnis finden.

Als beste Arbeit stellt er Lindes Metaanalyse von 1997 dar. Linde schrieb darin (übersetzt von mir) “dass die Ergebnisse nicht mit der Hypothese im Einklang stehen, wonach sich die mit der Homöopathie erzeugten Effekte vollkomen auf die Wirkung als Placebo zurückführen lassen. Jedoch fanden wir in diesen Studien nur ungenügende Nachweise dafür, dass die Homöopathie in irgendeiner klinischen Situation deutlich wirksam gewesen wäre.”

Nur zu sagen, die Arbeit belege eine Placeboüberlegenheit der Homöopathie, trifft es also in keiner Weise.

Tatsächlich hat Linde in einem Brief 2005 an die Fachzeitschrift Lancet geschrieben: “Unsere Meta-Analyse von 1997 wurde unglücklicherweise von Homöopathen als Beleg dafür missbraucht, dass die Wirksamkeit ihrer Therapie bewiesen sei. Wir stimmen zu, dass die Homöopathie höchst unplausibel ist, und dass die Belege aus placebokontrollierten Studien nicht überzeugend sind…”
Linde selbst führte 1999 eine zweite Metaanalyse durch. Diese belegt noch weniger eine Überlegenheit gegen Placebo als die von 1997. Im Gegenteil kommt Linde hier zu dem Ergebnis, dass je mehr man sich auf die methodisch hochwertigen Tests konzentriert, desto weniger positiv fällt das Gesamtergebnis für die Homöopathie aus.

Ähnlich steht es auch bei den anderen Metaanalysen, die zu positiven Ergebnissen kommen:

Da wäre die Metaanalyse von Kleijnen et. al. von 1991. Sie kommt zu dem Fazit.
“Derzeit sind die aus klinischen Studien gewonnenen Belege positiv, aber nicht ausreichend, um endgültige Schlussfolgerungen zu ziehen, da die Methodik der meisten der Studien von geringer Qualität ist und der Einfluss des Publikationsbias nicht abgeschätzt werden kann.”
Kleijnen weist darauf hin, dass über 80% der Einzelstudien so schlechte Qualität haben, dass die Mängel der Methodik wahrscheinlich die erzielten Ergebnisse beeinflusst haben.

Als nächstes gäbe es die Metaanalyse von Cucherat von 2000. Hier fand man “einige Hinweise darauf, dass die Homöopathie wirksamer ist als reine Placebos, die Aussagekraft dieser Hinweise wegen methodischer Mängel jedoch nur gering ist.”

Erst im letzten Jahr feierte die österreichische Peithner AG die als Diplomarbeit einer Studentin von Professor Frass durchgeführte Arbeit. Auch hier fanden sich hauchdünne positive Ergebnisse in einem Teil der Auswertegruppen. Diese profitierten davon, dass Frau Rumpl auch Studien in die Auswertung einbezog, die gerade einen einzigen Jadad-Punkt vorweisen konnten. Außerdem wurden die Ergebnisse einer Studie mit dem falschen (positiven) Vorzeichen in die Analyse einbezogen.

Die Ausgangslage für Metaanalysen wäre erheblich besser, wenn Homöopathen nicht eine dermaßen große Flut an grob fehlerhaften Arbeiten produzieren würden, die aber trotzdem nie zurückgezogen werden.

Claudia Witt – die nun wirklich nicht als Kritikerin der Homöopathie bekannt ist – kommt jedenfalls ebenfalls zu dem Ergebnis, dass eine Placeboüberlegenheit der Homöopathika nicht belegt ist. Sie schreibt selbst: “Demzufolge spielt die Wirkung der homöopathischen Medikamente nur eine geringe Rolle. Ich denke, dass insbesondere die individuelle und umfassende Art der Behandlung relevant für den Behandlungserfolg ist.”

So aus dem Zusammenhang gerisssen wirkt der Satz so, als käme man nur dann zu einem negativen Ergebnis, wenn man in Metaanalysen gezielt manipuliert. Das ist aber nicht das Ergebnis von Hahns Originalartikel. Und das ist nicht das, was Claudia Witt sagt. Es ist bedauerlich, dass das Hahnzitat immer wieder dem Laien gegenüber so verzerrend eingesetzt wird.

#148 |
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Gast
Gast

Wer sich eine fundierte und wirklich auf höchstem Niveau stattfindende Reflexion betrachten möchte, dem sein die Seiten von Natalie Grams empfohlen. Ärztin, Ex-Homöopathie-Anhängerin. http://www.homoeopathie-neu-gedacht.de/we_grams/

Es ist wirklich eine Person aus 10 000 die es schafft sich ergebnisoffen mit der Kritik der Skeptiker zu beschäftigen und dann feststellt und akzeptieren kann, dass Homöopathen sich selbst und ihre Patienten täuschen. Alles belegt, alles psychologisch erklärbar. Aber wie heißt es so schön “Weil nicht sein kann, was nicht sein darf”.
Bei Geo gab es einen interessanten Beitrag dazu:
http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_magazin/forum-zum-thema-zu-globuli-homoeopathie-kann-lebensgefaehrlich-sein-81454.html?utm_source=Facebook&utm_medium=Post&utm_campaign=homoeopathie

#147 |
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Nichtmedizinische Berufe

Herr Röpti,

Sie: “Freilich werden Sie in selbstüberschätzendem Hochmut auch auf Namen wie Illobrand von Ludwiger und Kollegen, sowie insbesondere Burkhard Heim – wenig geben.”

Ah, ein Brunnenvergifter. Wenn ich jetzt ablehnend antworte, bin ich hochmütig.

Ist mir egal.

Nein, Heim geistert zwar immer wieder über esoterische Seiten, seine Arbeiten zur Feldtheorie sind jedoch erstens unvollständig, zweitens widersprüchlich und drittens nie sauber unter Peer Review veröffentlicht.

Neu wäre mir aber, dass er Arbeiten zur Homöopathie veröffentlicht hat.

Und das ist der beste Physiker, den Sie als Beleg dafür nennen können, dass es soooo viele Physiker gibt, die keine Widersprüche zwischen Homöopathie und Physik sehen? Das relativiert Ihre Aussage doch sehr.

Sie: “Ich bin kein Physiker, aber ganz gut gebildet und erfreue mich dem Phänomen eines hervorragenden “Bauchgefühls”

Klar.
Und Ihr Bauchgefühl ist natürlich eine bessere Evodenz als die Erkenntnisse der Naturwissenschaften der letzten 150 Jahre und die Ergebnisse von weit über 200 Studien.

Besser könnte die übliche Rechtfertigung der Homöopathen nicht zusammenfassen. Danke.

Wissen Sie: Alles, was Naturwissenschaftler, evidenzbasiert arbeitende Mediziner und andere Kritiker der Homöopathie wollen, ist, dass sich mehr herumspricht, we sehr die Homöopathie doch in die esoterisch scheinwissenschaftliche Ecke gehört und wie sehr sie doch durch genau diese Haltung immer wieder verteidigt wird: Was kümmern mich Fakten, wenn ich doch mein Bauchgefühl habe.

Und genau deshalb gehört die Homöopathie weder in die Kassenleistungen noch auf die Universitäten. Sie gehört dahin, wo andere schamanische Rituale und Runenorakel heute auch schon sind.

Aber zum Glück sehen Sie das in Ihrer eigenen Praxis ja auch so. Da schreiben Sie nämlich im Disclaimer:

“Eine Heilwirkung, die über einen sogenannten “Placeboeffekt” hinausgeht ist aus “naturwissenschaftlicher” Sicht NICHT zu erwarten.” Obendrüber steht unter anderem “klassische und moderne Homöopathie”.

Und da bin ich nun wieder ganz bei Ihnen.

#146 |
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Zur angeblich “objektiven” Argumentation gegen die Homöopathie ist nicht uninteressant, was Robert Hahn schrieb:
“Ich bin fasziniert zu sehen, wie sehr die wissenschaftliche Welt durch ihre Ideologien gesteuert wird. Im Fall der Homöopathie ist es so, dass man sich an das halten sollte, was die Beweislage offenbart. Und diese sagt, das die Wirksamkeit der Homöopathie nur dann nicht nachweisbar werden kann, wenn man 95-98% aller auf dem Gebiet erfolgten Studien entfernt, welche nach geltenden Prinzipien sehr wohl ausgewertet werden könnten und die neben anderen vorsehen, dass es eine Placebo-Kontrollgruppe gibt. Oder aber man verlangt nach einer völlig ungeeigneten Methode wie z.B der funnel plots.”

http://www.narayana-verlag.de/spektrum-homoeopathie/Wissenschaftlicher-Beitrag-Beweise-fuer-die-Homoeopathie?utm_source=newsletter&utm_campaign=150130_Hahn_Artikel_Homoeopathie_Childs_Kombucha_de

#145 |
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@85 Norepinephrin: Zeugt es nicht von einer Krise der Medizin, wenn zum Beispiel in den USA seit 1997 die jährliche Zahl der Konsultationen bei alternativen Behandlern die Zahl der Besuche bei allen anderen niedergelassenen Ärzten übertraf? (Melchart D. (2002): Interesse, Akzeptanz und Inanspruchnahme von Naturheilverfahren. In: Melchart D, Brenke R, Dobos G et al: Naturheilverfahren. Stuttgart, Schattauer, S. 21)

Oder weist es nicht auf erhebliche Kritik an Medizinpraktiken und -ergebnissen hin, wenn hauptsächlich aus juristischen Gründen unter dem Schlagwort einer „Objektivierung“ und „Qualitätssicherung“ oder auch einer „evidenzbasierten Medizin“ Ablaufnormen als Kriterien vorgegeben werden, deren dokumentierte zeremonielle Durchführung dann belegen soll, dass eine bestmögliche Therapie stattgefunden hat?

Prof. Dieter Köhler hat aus Chefarztsicht in scharfer Form dieses fehlgeleitete Denken angeprangert: “Die EbM ist für den durchschnittlichen Einzelfall in der ärztlichen Praxis wie in der Klinik einfach nicht differenziert genug. Selbst wenn man die Leitlinien als ausreichend betrachtet, passen die Patienten häufig nicht in das Schema, denn es kommen häufig mehrere Leitlinien zur Anwendung. Ich habe einmal im Rahmen einer klinischen Visite die Leitlinien gesammelt, die für die einzelnen stationären Patienten in Frage kommen. Nach 5 Patienten war ich bereits bei 30 Leitlinien angelangt…“ Braun, Lisa: Die scheinbare Objektivität der Evidenzbasierten Medizin. Interview mit dem Mediziner Prof. Dieter Köhler. In: Gerechte Gesundheit, Der Newsletter zur Verteilungsdebatte, Ausgabe 9 Februar 2010, S. 8-10. Vgl. auch: http://www.gerechte-gesundheit.de

#144 |
  3
Heilpraktiker

Frau Parsch,

-> “Der Physikprofessor Martin Lambeck hat einmal geschrieben: …”

Na: handeln wir den auch noch ab. Herr Martin Lambeck ist ein weiteres absolutes Kardinalbeispiel eines ideologischen Skeptikers. Ich erinnere mich noch gut an seine “wissenschaftlichste aller Behauptungen” -> Kinesiologie könne nicht funktionieren. Für die Widerlegung dieser seiner These hatte er ein Preisgeld ausgesetzt.

Abgesehen davon, dass Lambecks These natürlich unwissenschaftlich war – 1. keine Zuständigkeit wie geschildert, 2. Ignoranz der Grundannahmen kinesiologischer Methoden – wurden ihm durch mindestens einen Bewerber trotzdem klare Ergebnisse gebracht. Diese wurden unter den Tisch gekehrt und öffentlich geleugnet. Das dem fraglichen Bewerber meiner Ansicht nach zustehende Preisgeld wurde natürlich nicht gezahlt.

Lambeck ist also meiner Ansicht nach nicht nur ein ideologischer Skeptiker – was Wissenschaftlern immer schlecht zu Gesicht steht – sondern obendrein ein schlechter Verlierer.

So, nehmens Sie es mir nicht übel, wenn ich mich jetzt aus dieser Diskussion ausklinke. Sollten Sie an ernsthaften Gesprächen interessiert sein steht es Ihnen natürlich frei,mir mir persönlichen Kontakt aufzunehmen.

MfG
Röpti

#143 |
  10
Heilpraktiker

Oha, P.s. zum Thema Lesch, liebe Frau Parsch:

ich fand lediglich seine Feststellung bezüglich des Verhältnisses zwischen ART und Quantentheorie interessant. Sonst nehme ich den Mann nicht weiter ernst. Als Mainstreamwissenschaftler bedient er ohnehin nur die Denk- und Argumentationsweisen von Kollegen, die eher in Ihrem – also ideologieskeptischen – Bereich anzusiedeln sind. Weshalb hier ja auch ganz ähnliche Töne zu vernehmen sind bezüglich seiner Meinung zur Homöopathie, nicht wahr.
Immerhin: Lesch ist mir noch ein Stück weit sympathischer als Herr Oberhummer, den ich wiederum als Kabarettisten gar nicht so schlecht finde (im Gegensatz zu Hirschhausen). Aber ein Mann, der heute noch allen Ernstes die Metastring-Theorie gut heisst aber gleichzeitig lächerliche öffentliche Homöopathie”versuche” leitet, weil Homöopathie ist ja Blödsinn, gell … ne, da ist mir meine Zeit zu schade :o)

#142 |
  8
Nichtmedizinische Berufe

Herr Röpti,

#123

Sie „ nein, Matthias “muss” hier gar nichts erklären. (…) Das angesprochene “Wassergedächtnis” ist nicht mehr als eine mögliche Arbeitshypothese, über die man mal nachdenken kann. Sie aber verbeißen sich darin.“

Matthias behauptete Belege für ein Wassergedächtnis zu haben (#112).
Entsprechend darf ich ihn auch darauf hinweisen, was es für die Homöopathie bedeutet, wenn man dieses oft von Homöopathen gebrachte Schlagwort weiter denkt.

Auch Sie werfen Begriffe wie „Quantenphysik“ ja auch nur einfach ins Forum.

Der Physikprofessor Martin Lambeck hat einmal geschrieben:

„Es könnte zunächst erstaunen, dass die Esoteriker ihre Aussagen ausgerechnet auf ein so unesoterisches Gebiet wie die Physik zu stützen versuchen. Genauer betrachtet erweist sich jedoch die Physik als geradezu ideal zur Überzeugung der meisten Leser esoterischer Literatur, also Nichtphysikern: Einerseits genießt die Physik wegen ihrer großen Erfolge in der Erklärung der Natur und als Grundlage der Technik großes Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Andererseits sind ihre Aussagen und die Methoden ihres Kenntnisgewinns für einen Nichtphysiker, für den schon in der Schule die Physik das unbeliebteste Fach war, nicht zu durchschauen. Daher mag ein Nichtphysiker geneigt sein, eine Behauptung der Esoteriker nicht nur zu glauben, sondern sogar als wissenschaftlich gesichert anzusehen, wenn sie mit dem Zusatz „Und die moderne Physik sagt das auch” vorgetragen wird.““

Und genau darum geht es.

Was haben die noch nicht alles als Erklärung der Homöopathie missbraucht. Hinter mir im Regal steht ein Ordner mit Papers, in denen die Homöopathie mittels der Quanten, der Stringtheorie, der Chaostheorie, Informationen, Nanopartikeln oder – ganz was Neues – der Epigenetik zu erklären sei. Immer wahlweise. Diese Arbeiten funktionieren immer nach dem Prinzip „wir werfen ein Schlagwort ins Gefecht – und Sie, lieber Leser, basteln sich die Scheinerklärung zurecht, die Ihnen am besten gefällt.
Mit Naturwissenschaft hat das nichts zu tun.
Denn echte Naturwissenschaft macht vor allem eines: Falsifizierbare Vorhersagen für Experimente. Und genau das fehlt in den homöopathischen Papers. Und genau deshalb handelt es sich nicht um echte wissenschaftliche Arbeiten.

Den Homöopathen ist es sehr, sehr recht, alle möglichen gerade aktuellen Erkenntnisse der Physik für ihre Zwecke einzuspannen. Wenn Physiker dann aber auch die Widersprüche hinweisen – dann ist die Physik auf einmal nicht mehr zuständig für die Homöopathie.

An Inkonsequenz darf man sich in einer esoterischen Disziplin nicht stoßen.

#141 |
  1
Dr. Thomas Kaus
Dr. Thomas Kaus

Steuergelder oder Gelder aus Krankenkassenbeiträgen sollten nur für nachgewiesen wirksame Behandlungsmethoden ausgegeben werden und nicht für reine Placeboanwendungen wie Homöopathie, Reiki, Beten in der Christian Science Kirche, Kolonspülung, Detox Fussbädern, Ohrkerzen und ähnlichem. Man kann nur hoffen, dass die britische Vorgehensweise auch in Deutschland Schule macht!
Bei jeder effektiven Behandlungsmethode erhält man immer zusätzlich auch einen Placeboeffekt – ohne Aufpreis!

#140 |
  1
Heilpraktiker

Liebe Frau Parsch,

ich mach es mal kurz an der Stelle:

-> “Ich kann Ihnen gerne noch weitere Professoren der Physik verlinken, die ebenfalls dasselbe sagen. ”

Ich kenne eine ganze Reihe Physiker persönlich, die hier zwischenzeitlich anderer Ansichten sind. Freilich werden Sie in selbstüberschätzendem Hochmut auch auf Namen wie Illobrand von Ludwiger und Kollegen, sowie insbesondere Burkhard Heim – wenig geben.

Fakt ist, das alle bisherigen Versuche Ihresgleichen, die ART und die Quantenmechanik unter einen Hut zu bringen, fehlgeschlagen sind. Und da ist jetzt schon viel Zeit vergangen, seit daran gearbeitet wird.

Die einzige ernst zu nehmende Theorie, die das Problem tatsächlich lösen könnte, ist zum aktuellen Zeitpunkt die einheitliche Feldtheorie nach Burkhard Heim. Falls sie die nicht kennen sollten kann ich Ihnen nur empfehlen, sich dazu mit informierten Kollegen in Verbindung zu setzen. Leider lehnen ja immer noch eine Menge Ihrer dazu weniger informierten Mitstreiter Heims Arbeit rundweg ab (weshalb sie auch hier eigene Beschäftigung und Prüfung und damit Erwerb echter Kompetenz ablehnen) – weil er die Frechheit besaß, nicht direkt in Fachblättern zu veröffentlichen.

Nur ein wenig Beschäftigung mit Heims Arbeit wird Ihre vergleichsweise seichten, dafür aber schön gewohnten wissenschaftlichen Zukunftsprognosen nach nichts anderem als tatsächlich nur Zuckerguss aussehen lassen ;)
Ich bin kein Physiker, aber ganz gut gebildet und erfreue mich dem Phänomen eines hervorragenden “Bauchgefühls”. Und dieses sagt mir: Mit Ihren Thesen kommen Sie nicht weiter- soviel mal zu meiner Zukunftsprognose für Sie, wenn wir schon soweit sind. Am Ende des Universums findet sich eben kein vernagelter Bretterzaun.

-> “Wir haben über Messergebnisse aber handfeste Daten in der Hand, die uns sagen, wo ein Modell die Natur bestens beschreibt.”

kenntnisloses Geschwafel.
Der GWUP-Link passt ja nun hervorragend dazu: DIE Kardinalgesellschaft der ideologischen Skeptiker schlecht hin.
Kennen Sie den Unterscheid zwischen einem echten und einem ideologischen Skeptiker? Nein? Nun: Echte Skeptiker sind ernst zu nehmen ;)

#139 |
  12
Vampirella
Vampirella

@Röpti:

” (Du meine Güte, wo bin ich hie reigentlich ”

Da, wo Sie mit kenntnislosem Geschwafel nicht punkten können – also nicht in Ihrer Praxis.

@C. Macarico:

” aber Sie hat auch noch keinen meiner Patienten ins Grab gebracht .”

Da haben Ihre Patienten aber Glück gehabt:

http://blog.gwup.net/2015/10/02/pseudomedizin-die-schaden-sind-vielfaltig-und-verheerend/

#138 |
  1
Heilpraktiker

Liebe “Vampirella” (Du meine Güte, wo bin ich hie reigentlich :o) ),

-> “Nonsens.

Wenn eine Methodik schon allein aufgrund der Naturgesetze, die sich zu jeder Minute in jedem Bereich unseres alltäglichen Lebens bestens bewähren, unmöglich funktionieren kann, braucht niemand sich mit dem “Regelwerk” dieser Methode zu beschäftigen.”

#137 |
  8

Verstehen kann Ich zwar recht nicht wie Homöpathie ” funktioniert ” , aber Sie hat auch noch keinen meiner Patienten ins Grab gebracht ( nicht das ich darauf warte ) . Ich erinnere mich an einen Satz meines Prof der da lautete : Der schlimmste Feind eines Arztes ist die Ignoranz . Hat was an sich ….Personönlich hab ich nichts gegen die Homöpathie , nur gegen unverantwortliche Therapeuten , aber ich wünsche mir , nicht nur um meine personöniche Neugierde zu befriedigen aber auch zum Allgemeinwohl , eines Tages zu verstehen , wie sie den nun ” funktioniert ” , die Homöopathie insbesondere diese Hochpotenzgeschichte ….frohe Weihnachten :)

#136 |
  3
Nichtmedizinische Berufe

Herr Röpti,

# 98

Sie: Nun ist es so, dass die Physik der “letzten 100 Jahre” mindestens eine weitere Theorie entwickelt hat, die heute als erwiesen gilt: Neben der Relativitätstheorie und der durch sie postulierten Raumzeit haben wir als weitere physikalische Spezialität die Quantentheorie. Das große Problem ist (nach Professor Lesch), dass “beide stimmen – doch sich gegeneinander ausschließen”.

Richtig ist, dass Physiker wissen, dass die ART nicht die endgültige Theorie der Gravitation ist, weil sie nicht gequantelt ist.
Wir behaupten das auch nicht.
Wir behaupten das übrigens von keiner unserer Theorien.

Wir haben über Messergebnisse aber handfeste Daten in der Hand, die uns sagen, wo ein Modell die Natur bestens beschreibt. Sowohl die ART als auch die Quantenphysik tun das in ihrem Wertebereich ganz hervorragend.

Leider ist nun Ihr Spekulieren auf eine zu suchende Quantengravitation völlig umsonst. Auch die wird im Widerspruch zur Homöopathie stehen.
Denn unsere heutigen bestätigten Theorien werden von zukünftigen umschlossen. Die Aussagen der heutigen Quantenphysik werden überall dort, wo sich diese in der Praxis bewährt hat, in einer zu suchenden Quantengravitation enthalten sein müssen. Denn diese Randbedingung gibt uns die Natur über die mit der Quantenphysik übereinstimmenden Messergebnisse vor.

Die Quantenphysik steht aber im Widerspruch zur Wirksamkeit in Abwesenheit. Gleichartige Atome sind ununterscheidbar. Das ist bestens bestätigt. Über die Boltzmanninterpretation der Entropie in der Thermodynamik – für die der Mann mal den Nobelpreis bekommen hat.

Und all diese Erkenntnisse, die im Widerspruch zu den Aussagen der Homöopathie stehen, werden – weil sie an der Natur bestätigt sind – auch in jeder zukünftigen Theorie einer Quantengravitation enthalten sein. Mit einer zukünftigen Theorie werden Sie Bestätigtes nicht mehr los.

Übrigens, wenn Sie schon Lesch zitieren, hören Sie sich mal an, was der Mann zur Homöopathie sagt:

https://www.youtube.com/watch?v=J_jBnLw6_h4

Nur die ersten 5 Minuten.
Besser könnte man nicht zusammenfassen, worum es in obigem Artikel geht.
Nichts ist sinnloser, als staatlich über gesetzliche Sonderregelungen die Behauptung zu fördern, homöopathische Hochpotenzen seien mehr als Placebos.

Ich kann Ihnen gerne noch weitere Professoren der Physik verlinken, die ebenfalls dasselbe sagen.

__Ich__ bin nicht Ihr Problem.

#135 |
  1
Vampirella
Vampirella

@Röpti:

” nein, Matthias “muss” hier gar nichts erklären. Wenn SIE hier mit diskutieren wollen sind SIE zunächst mal in der Pflicht, sich in das Regelwerk klassischer Homöopathie erstens einzulesen und dieses zweitens dann nach den entsprechenden Vorgaben (also den Regeln der Homöopathie und nicht ausschließlich denen Ihrer Grundschulphysik) zu prüfen.”

Nonsens.

Wenn eine Methodik schon allein aufgrund der Naturgesetze, die sich zu jeder Minute in jedem Bereich unseres alltäglichen Lebens bestens bewähren, unmöglich funktionieren kann, braucht niemand sich mit dem “Regelwerk” dieser Methode zu beschäftigen.

Unsinn bleibt auch dann Unsinn, wenn Sie “Regeln” dafür aufstellen und den betreffenden Unsinn nach diesen Regeln durchdeklinieren.

Die “Regeln” der Homöopathie setzen nicht die Naturgesetze und auch nicht unser gesamtes aktuelles Wissen über die Welt und wie sie funktioniert außer Kraft.

Sie können sich auch Ihr Leben lang mit sämtlichen “Regeln” und “Schulen” der Astrologie beschäftigen – trotzdem wird Astrologie dadurch nicht richtiger/wirksamer, ebensowenig wie die Homöopathie.

#134 |
  2
Heilpraktiker

[Kommentar von der Redaktion gekürzt.]

Genau.
Facharzt- und KH Überweisung sind zwar ein wesentlicher Teil ärztlicher Praxis – trotzdem fehlen hier die Berührungspunkte zu meinen Aussagen. Denn ich verwies hier deutlich auf naturheilkundliche Spezialisten, ganz gleich ob Arzt oder Heilpraktiker: “entsprechend ausgebildete Therapeuten”.

Und jetzt bin ich es im Übrigen leid, mir von Ihren Borniertheiten Zeit rauben zu lassen. Selbst unter selbst ernannten Debunkern ist das Niveau normalerweise deutlich höher. Haben Sie eine schöne Zeit.

MfG
Röpti

#133 |
  7
vollkorn
vollkorn

röpi:
“Es ist schwer gute Ärzte zu finden, die auch ihre eigenen Kompetenzgrenzen anerkennen und ggf. mit entsprechend ausgebildeten Therapeuten zusammen arbeiten.”
Vollkorn :
–sie hantieren mal wieder mit Strohmännern. Den Arzt der behauptet alles zu können und zu wissen gibts nicht. Praktisch jeder Hausarzt überweist an den Fachazrt bzw. ins Krankenhaus wenns nötig ist.–
Röpi:
“Diese Aussage hat keinerlei Berührungspunkte mit meinen vorgebrachten Argumenten”.

#132 |
  1
Heilpraktiker

Liebes Vollkorn,

“Aber wenn ich die Wahl habe zwischen einem HP mit halbjähriger Ausbildung und einm Abschluss als multiple choice test gegenüber einem guten Abiturienten der 12 Jahre in Uni und Klinik ausgebildet wurde und dabei halbjährlich min 4-6 Klausuren seine Kennnisse nachweisen muss, gehe ich natürlich zum Arzt.”

-> Das ist gern Ihnen überlassen. Es ist ja Ihre Gesundheit, selbst denken und eigene Entscheidung nimmt Ihnen nun mal niemand ab. Auch das recht auf Fehlentscheidungen sei Ihnen vergönnt.
Könnnen auch Sie – ohne Vorurteile, sich lustig machen (“Glaubuli”) und dergleichen Unreifheiten – Menschen, die andere Erfahrungen als Sie gemacht haben, ihre Entscheidungen überlassen? Ich habe nicht den Eindruck.

Zum – wie Sie es nennen – “Abschluß” (der genau genommen nur ein Anfang ist, wie schon dargestellt, aber interessiert Sie ja nicht, Sie verfolgen lieber stur Ihre Schiene, ohne auf Argumente eingehen zu können) ist außerdem eine mündliche Prüfung hinzu zu fügen. Da sie auf auf dem “nur Multiple-Choice”-Geseiere beharren: haben Sie sich überhaupt schon JEMALS wirklich mal mit dem Berufsbild des Heilpraktikers beschäftigt? Allmählich kommen mir da selbst bezüglich dieser einfachen Forderungen erhebliche Zweifel an Ihrer Integrität!

“sie hantieren mal wieder mit Strohmännern. Den Arzt der behauptet alles zu können und zu wissen gibts nicht. Praktisch jeder Hausarzt überweist an den Fachazrt bzw. ins Krankenhaus wenns nötig ist.”

-> Diese Aussage hat keinerlei Berührungspunkte mit meinen vorgebrachten Argumenten.

MfG
Röpti

#131 |
  8
Gast
Gast

Vielleicht täten wir besser daran, uns um das Wohl unserer Patienten zu kümmern, als kostbare Zeit mit sinnlosen Streitereien zu verbringen. Interessant finde ich immer wieder, wie viel Angst manche “Heilkünstler” vor einem “Placebo Effekt” haben. Man könnte ein solches Heilpotenzial für kranke Menschen erschließen – wenn man es ernst meinte.

#130 |
  0
vollkorn
vollkorn

ach Herr Röpti,
sie hantieren mal wieder mit Strohmännern. Den Arzt der behauptet alles zu können und zu wissen gibts nicht. Praktisch jeder Hausarzt überweist an den Fachazrt bzw. ins Krankenhaus wenns nötig ist.
Aber wenn ich die Wahl habe zwischen einem HP mit halbjähriger Ausbildung und einm Abschluss als multiple choice test gegenüber einem guten Abiturienten der 12 Jahre in Uni und Klinik ausgebildet wurde und dabei halbjährlich min 4-6 Klausuren seine Kennnisse nachweisen muss, gehe ich natürlich zum Arzt.
Einen Absolutheitsanspruch finde ich am ehesten in den hom. Repertorien die für absolut jedes Sympton ein Glaubuli anpreisen.

#129 |
  2
Heilpraktiker

“Herr Eckart von Hirschhausen hat einmal eine, wie ich finde, wundervolle Antwort auf Ihre Frage gegeben.

“Zum Arzt gehen Sie, wenn Sie was haben – zum Heilpraktiker, wenn Ihnen was fehlt.””

-> :D Herr Hirschhausen ist nun wirklich die allerletzte Person, die irgendwie ernstzunehmend in dieses Thema eingebunden werden sollte. Der soll mal schön Kabaret machen und die Medizin den Fachleuten überlassen. Selbst als Entertainer finde ich persönlich ihn übrigens ausgesprochen fad.

“Es gibt ___keine__ Indikation, bei der ein Placeboverfahren angezeigt ist. Wo immer ein Placebo genügt, wäre es auch ohne gegangen.”

-> Da wir aber über den Placeboeffekt an sich nur sehr wenig bis nichts wirklich wissen, ist es geradezu lächerlich, das Phänomen fundamental mit “Heilpraktikerei” (*lol* Du meine Güte, wie borniert kann man sein!?) gleich zu setzen. Genau so lächerlich ist es so zu tun, als ob wir ganz genau wüssten, welche Mechanismen letztlich wirklich hinter Placebo steckten.
Merken Sie was? Solche Aussagen sind nicht mal mehr wissenschaftlich, naturwissenschaftlich schon gleich zwei mal nicht. DAS ist genau genommen “Geschwurbel” – wie Sie unten so schön formulierten. Es ist GAR NICHTS. Es ist nicht wahr und genau genommen ist es nicht mal falsch.

mfG
Röpti

#128 |
  11
Heilpraktiker

Frau Parsch,

“Wenn ich hier Herrn Röptis hanebüchenen Quantenschwurbel lese, dann ist das ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sehr die Homöopathie mit ihren scheinwissenschaftlichen Aussagen die echte Naturwissenschaft missbraucht und als willkürlich, unzulänglich, dogmatisch oder reduktionistisch darstellt. ”

-> So ein Unsinn: “Missbrauch echter Naturwissenschaft durch Homöopathie”.
Die einzige Person, die dies tut – Naturwissenschaft missbrauchen – sind Sie. Sie benutzen ihre grundschulphysikalischen Thesen als Kontraargument gegen Homöopathie.
Ich habe klargestellt, dass es hier zunächst keine absolutistische Zuständigkeit gibt. Jedem muss sofort klar werden, wo hier missbraucht wird!

Ich frage Sie ansonsten direkt heraus: stimmt irgendwas an dem, was ich über das grundlegende Problem der Physik – zwei sich widersteitende Theorien – gesagt habe nicht?

Eben.

MfG
Röpti

#127 |
  9
Nichtmedizinische Berufe

# 124 Medizinischer Laie

Herr Eckart von Hirschhausen hat einmal eine, wie ich finde, wundervolle Antwort auf Ihre Frage gegeben.

“Zum Arzt gehen Sie, wenn Sie was haben – zum Heilpraktiker, wenn Ihnen was fehlt.”

Wenn Sie sich nett unterhalten wollen und ein wenig Wellness brauchen, gönnen Sie sich eine Mußestunde beim Heilpraktiker. Wenn eine Diagnose zu machen ist, weil Sie eine Krankheit haben, sind Sie in der Medizin am besten aufgehoben.

Es gibt ___keine__ Indikation, bei der ein Placeboverfahren angezeigt ist. Wo immer ein Placebo genügt, wäre es auch ohne gegangen.

#126 |
  3
Heilpraktiker

@ “Medizinischer Laie” – nein, eine solche Liste gibt es nicht. Wenn doch würde ich einen großen Bogen darum machen.

Ihr Problem ist ein anderes, denke ich. Es ist schwer gute Ärzte zu finden, die auch ihre eigenen Kompetenzgrenzen anerkennen und ggf. mit entsprechend ausgebildeten Therapeuten zusammen arbeiten. Das Gleiche gilt andersrum für Heilpraktiker. Wobei letztere sehr viel häufiger Schulmedizin als Option hinzuziehen: Klare Konsequenz echter Ganzheitlichkeit.

Vielleicht suchen Sie “einfach” nach einem solchen Arzt/Heilpraktiker. Es liegt in deren Verantwortung, fachgerechte Diagnosen zu stellen und darauf basierende Empfehlungen auszusprechen. Sie als Laie können dafür nicht verantwortlich gemacht werden.
Nun ist der vorgeschlagene Weg natürlich schwierig. Eine Hilfestellung kann ich aber auf jeden Fall geben: Meiden Sie Absolutisten ;)

MfG
Röpti

#125 |
  8
Nichtmedizinische Berufe

Matthias,

Sie: “Die Kontrollgruppe besteht ja schon in der Gruppe selbst, die ohne Kenntnis voneinander entweder ein bestimmtes Symptom zu einer bestimmtenZeit produziert – oder nicht.
Etwas völlig anderes ist es, wenn man bei einem Medikament, welches z.B. gegen Depressionen wirken soll, den Placebo-Effekt herausrechnen muß.”

Sorry, das stimmt halt nicht. Sie müssen sich mal anschauen, was für Symptome die Placeboteilnehmer in den sauberen Studien entwickelten.

Natürlich stellt man bei so einem Test andauernd irgendetwas an sich fest. Nehmen wir zum Beispiel die Studie einer doppelverblindeten Arzneimittelprüfung von Möllinger
Er fand, ich zitiere:
“Placebo: 19 different symptoms in total
– Feeling of dizziness, sleepy, dazed, difficulties in listening
– Sad, sensitive toward critique, feeling of senselessness
– Mentally absent, irritable, aggressive voice without being angry
– Grumpy, criticizing family
– Dull headache, mental exhaustion
– Images of dancing masks shortly before falling asleep
– Sharp pain in left groin, substance dropped
– Hot feet, has to doff shoes during a presentation
– Pungent pain in left eye lid”
Man nennt das den “Nocebo”-Effekt, der sich einstellt, wenn man ein Mittel nimmt, von dem man Symptome erwartet.

Sie: “Außerdem gibt es andere Wege der Verifizierung – und Tausende von Kasuistiken gehören mit Sicherheit dazu.”

Kasuistiken ohne Vergleichsdaten eben nicht.
Wenn ich grüne Gummibärchen bei Erkältung verordne, so werde ich in kürzester Zeit tausende Kasustiken vor mir liegen haben, die berichten, dass die Erkältung nur wenige Tage nach Gabe der grünen Gummibärchen abklang.
Belegt das nun, dass grüne Gummibärchen Erkältungen heilen?
Eben.

Sie: “Sie dürfen gerne die Homöopathie ablehnen”

Ich lehne sie nicht ab. Ich beurteile sie nur realistisch.
Die Homöopathie ist ein Placeboverfahren ergänzt um ritualisierte Gespräche.

Sie: “Zum Weiteren – Sie wissen mir mit den Gründen, die scheinbar gegen die Homöopathie sprechen, für einen nichtmedizinischen Beruf etwas zu gut Bescheid. So tief geht man in die Materie nicht als Hobby hinein, und ich frage mich etwas, was Sie als Ihre Aufgabe betrachten.”

;-) Jetzt kommt wieder die alte Unterstellung, ich wäre ein bezahlter Schreiberling?
Nein, leider nicht.
Ich bin Physiker.
Von daher hinterfrage ich Dinge. Und da gehört es eben auch dazu, mich mit den Argumenten zu beschäftigen, die von der Homöopathieseite kommen.
Von daher lese ich tatsächlich die Studien zur Homöopathie als Hobby, ja.

Ich kenne die hanebüchenen Fehler in den Homöopathiestudien, die pseudowissenschaftlichen Schutzbehauptungen, die esoterischen Abhandlungen.

Und mein Interesse?

Der Geschädigte am scheinwissenschaftlichen Homöopathiebetrieb ist ja nicht nur der Patient, dem die tatsächliche Faktenlage zur Homöopathie nicht genannt wird.

Der Geschädigte ist auch die echte Wissenschaft, auch die Naturwissenschaft und mein Fachgebiet, die Physik.

Wenn ich hier Herrn Röptis hanebüchenen Quantenschwurbel lese, dann ist das ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sehr die Homöopathie mit ihren scheinwissenschaftlichen Aussagen die echte Naturwissenschaft missbraucht und als willkürlich, unzulänglich, dogmatisch oder reduktionistisch darstellt.

Spätestens mit den jüngsten Bemühungen der Homöopathie, sich mit einem Bachelor of Science zu schmücken, hört bei mir der Spaß auf. Unser naturwissenschaftliches Wissen hat sich die Menschheit hart erarbeitet. Und man sollte es nicht verunglimpfen, nur damit man Patienten weiterhin vorgaukeln kann, das Placeboverfahren der Homöopathie wäre naturwissenschaftlich nicht längst abschließend beantwortet.

Wir brauchen in Deutschland endlich wieder etwas mehr Ehrlichkeit im Umgang mit der Faktenlage zur Homöopathie und etwas weniger Einflussnahme der Homöopathen auf die Politik. Und zum Glück äußern sich in letzter Zeit immer mehr Naturwissenschaftler in diese Richtung.

Sie: “Nur für diejenigen, welche es interessiert, eine Information über Wassergedächtnis – im übrigen ein faszinierendes Gebiet.”

War ich also mit Kröplin richtig gelegen… ;-)
Erzählt er denn auch in dem von Ihnen verlinkten Video, dass das Aussehen seiner getrockneten Tropfen alles andere als reproduzierbar war?

P.S.: Vielleicht sollten Sie einmal über die tiefere Bedeutung meines Vornamens nachdenken…

#124 |
  1
Heilpraktiker

Frau Parsch,

-> nein, Matthias “muss” hier gar nichts erklären. Wenn SIE hier mit diskutieren wollen sind SIE zunächst mal in der Pflicht, sich in das Regelwerk klassischer Homöopathie erstens einzulesen und dieses zweitens dann nach den entsprechenden Vorgaben (also den Regeln der Homöopathie und nicht ausschließlich denen Ihrer Grundschulphysik) zu prüfen.
Ein Großteil Ihrer hier rethorisch gestellten Fragen wäre dann beantwortet.
Das angesprochene “Wassergedächtnis” ist nicht mehr als eine mögliche Arbeitshypothese, über die man mal nachdenken kann. Sie aber verbeißen sich darin. Das aber hat noch niemanden näher an irgendwelche Wahrheiten gebracht.
————
“– Globuli enthalten kein Wasser. Sie bräuchten dann noch ein Zuckergedächtnis;
– Sie müssten erklären, warum sich das Wasser nur die gewünschten Eigenschaften der Stoffe merkt, nicht die Nebenwirkungen;
– Sie müssten erklären, warum sich das Wasser nicht die Eigenschaften der Gefäßwände merkt;
– Sie müssten erklären, warum es sich nicht die Eigenschaften der Verunreinigungen merkt (die beizeiten die Konzentration der Wirkstoffe überschreiten);
– Sie müssten erklären, warum bei der Herstellung der Homöopathika die wertvollen “Erinnerungen” zu 90 bis 99% pro Potenzierungsschritt in den Ausguss gekippt werden und was daran effektiv sein soll;
– Sie müssten erklären, warum diese Erinnerungen in den Ausguss gekippt werden dürfen und geschütteltes Wasser ganz allgemein kein Sondermüll ist;
– Sie müssten erklären, warum sich das Wasser nicht überall in der Natur bei allen munter vor sich hinplätschernden Bächlein alle möglichen Erinnerungen einfängt;
– Sie müssten erklären, warum überhaupt gezielte Stoffwechselprozesse möglich sind, wenn im Wasser immer und überall alle möglichen abwesenden Stoffe am Wirken sind, weil es sich an sie erinnert – und damit letztlich, wie Leben an sich möglich sein kann mit so einem Wasser…”

MfG
Röpti

#123 |
  12
Medizinischer Laie
Medizinischer Laie

An die Fachleute:
ich bin wie gesagt medizinischer Laie, leider etwas hypochondrisch veranlagt, aber durchaus an einer ganzheitlichen natürlichen Medizin ohne Nebenwirkungen interessiert (wer eigtl nicht?).
Nun weiss ich nie, bei welchen Krankheiten ich zum Hausarzt (=lange Wartezeiten) gehen soll und wann zum Heilpraktiker(=hohe Rechnungen)?
Nun meine Frage: Gibt es irgendwo im Internet oder sonstwo eine Liste, wo drauf steht, bei welcher Krankheit helfen die Globuli besser und bei welcher Krankheit heilt die Schulmedizin oder das Krankenhaus(=lange Anfahrt) besser.
Meine Erfahrungen bisher: mein Hausarzt hält nichts von dem Heilpraktiker und der Heilpraktiker nichts vom Hausarzt (Schulmediziner).
Vielen Dank für Ihre Antworten.

#122 |
  0
Heilpraktiker

Herr Hajnoczi,

“Sehr geehrte Kollegen, nochmal zum Thema Naturheilverfahren. Nach Alfred Brauchle dem bedeutendsten Alternativmediziner (Chefartzt des Rudolf-Heß Krankenhaus für Naturheilkunde und Mitbegründer “Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde” ) der Neuzeit sind die Klassischen Naturheilverfahren : …”

Das ist eine (bzw. Ihre) Meinung, die darf man stehen lassen.
Jetzt frage ich Sie: Wer entscheidet, dass es sich bei Herrn Brauchle um “den bedeutendsten Alternativmediziner” handelt?
Ich bin schon hier anderer Ansicht. Auch Brauchles absolutistischer Definitionsversuch der Naturheilkunde ist in deren Kontext unvollständiger Humbug.

Der Ausdruck “Alternativmedizin” sollte im Übrigen endlich mal zum Unwort des Jahres nominiert werden. Aber dies nur am Rande.

MfG
Röpti

#121 |
  8
Heilpraktiker

Liebe Norepinephrins und Vollkörner ;)

Sie beide sind doch gar nicht in der Lage, echte Diskussionen auf Augenhöhe mit cleveren Argumenten zu führen. Außer Allgemein-Aussagen auf niedrigem Niveau kommt da nicht mehr viel. Mit getätigten Aussagen umzugehen – dazu scheinen Sie gar nicht in der Lage zu sein.

Stattdessen wählen Sie z.B., Herr oder Frau Epinephrin – der Name ist Programm nicht wahr? – den persönlichen Übergriff als Provokationsversuch per Schuss ins Blaue.
Doch, ich kann sehr wohl eine BGA befunden. Wie ich auch sonst recht fit bin, was grundlegende Labordiagnostik angeht. Das ist einer der kleinen aber feinen Unterschiede, den mir die meisten meiner “Kontradiskutanten” schuldig bleiben: Ich habe ein sehr umfangreiches schulmedizinisches Wissen. Dies empfinde ich als Bereicherung und Grundvoraussetzung in meinem Berufsbild.
Sie hingegen haben nicht mal den Hauch einer Ahnung, was echte Naturheilkunde angeht. Da brauche ich Sie nicht persönlich zu kennen für diese Annahme: Sie beweisen das mit bisher nahezu jeder Ihrer Zeilen.
Traurig macht mich allerdings, dass dieses Nichtwissen durch persönliche Übergriffigkeiten kompensiert wird. Sehr schwach…

Lieber Herr oder Frau Vollkorn,

“Vielleicht sind sie auf eine journalistische Inszenierung hereingefallen.
Und wie war nochmals der Bezug zur angeblichen Wirksamkeit der hom. ?”

-> Trifft Aussage Eins nicht eventuell eher für Sie zu? Sollte man dem noch inszenierte Lehrmeinungen hinzufügen? Das, was Ihr Allgemeingültigkeit beanspruchendes Weltbild bestimmt, beruht auf einem Phänomen, dem wir Menschen auf Grund Denksweise und Sozialisierung nur all zu bereitwillig anheim fallen. Ich nenne es “auf den Leim gehen”.
Den Bezug zur Homöopathie finden Sie auf jeden Fall in der Empirie. Wer lesen kann ist nach wie vor klar im Vorteil.
Nun bedeutet ernstgenommene Empirie, tatsächlich auch zu prüfen. Was weder Sie noch viele Ihrer Mitdiskutanten jemals wirklich getan haben in Bezug auf die Homöopathie.
Nun könnten Sie natürlich den Vorwurf “auf den Leim gehen” genau so gegen mich verwenden. Da gibt es nur einen kleinen Haken: Ich schätze die Empirie, die eigene, kontrollierte Wahrnehmung. Nebenbei ist sie glücklicherweise ein effizientes Werkzeug gegen die klebrigen Konstrukte theoretisch vermittelter Lehrmeinungen.

Ich wünsche hiermit einen guten Abend und: Bleiben Sie nicht zu lange kleben. Das ist zumindest für die Psyche langfristig ungesund.

Alles Gute
Röpti

#120 |
  8
Oliver Kuss
Oliver Kuss

“wenn von 10 Menschen auf ein unbekanntes Mittel 8 Kopfweh um, sagen wir, 15 Uhr bekommen, wenn das reproduzierbar ist, dann braucht man keine Placebo-Kontrollgruppe dazu. Das sagt schon die Logik. Die Kontrollgruppe besteht ja schon in der Gruppe selbst, die ohne Kenntnis voneinander entweder ein bestimmtes Symptom zu einer bestimmtenZeit produziert – oder nicht.”

Woher wollen Sie denn ohne Kontrollgruppe wissen, ob das Mittel dafür verantwortlich ist und nicht z.B. die Stromleitung über dem Krankenhausdach, die jeden Tag um 15:00 das Wasser aus dem Tal- wieder in das Bergbecken pumpt?

#119 |
  0
Oliver Kuss
Oliver Kuss

Frau Deutschbein und andere,

seit Jahren trinke ich gerne mal ein oder mehrere Gläser einheimischen Weines aus äh gesundheitlichen Gründen. Ich war seitdem nicht mehr krank. Nie mehr! Und wenn, dann wurde ich ganz offensichtlich von meinen schulmedizinisch verseuchten Mitmenschen angesteckt. Aber nach ein paar Tagen konnte ich diese Krankheiten stets erfolgreich mit meiner Arznei bekämpfen. Diese Erfolge aufgrund meiner guten Erfahrungen sind der unumstößliche Beweis der Wirksamkeit meiner Arznei.

Daher verlange ich, dass auch diese von meiner Krankenversicherung bezahlt wird! Immerhin sind meine Arzneien mit ca. 4 Euro pro Liter viel billiger als die Produkte der beiden geldgierigen Pharmamafien. Oder zählt das Selbstbestimmungsrecht des Patienten hierzulande nun gar nichts mehr? Dass man hier die Glaubulimafia ungerechtfertigterweise vorzieht, ist ungerecht und diskriminierend! Schließlich wirken meine Arzneien ganzheitlich und bekämpfen nicht nur Symptome, wie die Homöos.

PS: Man kann übrigens sämtliche dieser Arzneien kostengünstig bei geselliger Atmosphäre beim jeweiligen Hersteller einer Arzneimittelprüfung unterziehen.

#118 |
  1
Matthias
Matthias

Herr Parsch,

nein – wenn von 10 Menschen auf ein unbekanntes Mittel 8 Kopfweh um, sagen wir, 15 Uhr bekommen, wenn das reproduzierbar ist, dann braucht man keine Placebo-Kontrollgruppe dazu. Das sagt schon die Logik. Die Kontrollgruppe besteht ja schon in der Gruppe selbst, die ohne Kenntnis voneinander entweder ein bestimmtes Symptom zu einer bestimmtenZeit produziert – oder nicht.
Etwas völlig anderes ist es, wenn man bei einem Medikament, welches z.B. gegen Depressionen wirken soll, den Placebo-Effekt herausrechnen muß. Dies kann man wirklich nur durch Vergleiche mit einer Placebo-Kontrollgruppe.

Außerdem gibt es andere Wege der Verifizierung – und Tausende von Kasuistiken gehören mit Sicherheit dazu.

Sie dürfen gerne die Homöopathie ablehnen – leider gaben Sie mir, da Sie sehr kostenbewußt erscheinen, keine Antwort auf das Mittel Revlimid, wo eine Tablettenschachtel einen Kleinwagen kostet. Und seltsam erscheint mir einfach, wenn unbequeme Fragen übergangen werden. Warum schreibt niemand, wie man es verantworten kann, daß ein Contergan-Abkömmling Tausende von Euro kostet?

Zum Weiteren – Sie wissen mir mit den Gründen, die scheinbar gegen die Homöopathie sprechen, für einen nichtmedizinischen Beruf etwas zu gut Bescheid. So tief geht man in die Materie nicht als Hobby hinein, und ich frage mich etwas, was Sie als Ihre Aufgabe betrachten. Die Welt vor uns Scharlatanen, den Heilpraktikern zu retten? Oder sind andere Interessen im Spiel? Sind sich einige Kommentatoren eigentlich bewußt, daß die Kommentare hart an die Verunglimpfung eines Berufsstandes heranreichen?

Nur für diejenigen, welche es interessiert, eine Information über Wassergedächtnis – im übrigen ein faszinierendes Gebiet.
youtube.com/watch?v=hD6QdvZn2kI

Aber gut, meinetwegen – ich kann die Welt nicht ändern, vielleicht schaffen es ja andere.

#117 |
  12
Ergotherapeut

Sehr geehrte Kollegen, nochmal zum Thema Naturheilverfahren. Nach Alfred Brauchle dem bedeutendsten Alternativmediziner (Chefartzt des Rudolf-Heß Krankenhaus für Naturheilkunde und Mitbegründer “Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkunde” ) der Neuzeit sind die Klassischen Naturheilverfahren :

– Phytotherapie
– Balneotherapie
– Bewegungstherapie
– Diätik
– Ordnungstherapie

Diese Disziplinen werden durch heutzutage eigene Berufsbilder abgedeckt bis auf die Ausnahme der Phytotherapie welche durch die moderne Pharmakologie ersetzt worden ist und der Ausnahme der Physiotherapie welche sowohl die Balneotherapie als auch Bewegungstherapie durchführt.

Wenn die wischi waschi Definition lauten soll, “Naturheilkunde umfasst jegliche Therapieverfahren, welche die körpereigenen Heilungsprozesse aktivieren”, wäre ja jedes zweite Medikament ein Naturheilverfahren….

#116 |
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Nichtmedizinische Berufe

#115 Matthias

Sie: “Ich habe solche Photos von unterschiedlichen Strukturen bei verschiedenen Homöopathika, und in dem Buch: „Welt im Tropfen“ (weltimtropfen.de), herausgegeben von Professoren einer Universität in Stuttgart sind genau die Beweise drin, daß das Wasser ein Gedächtnis hat.”

Ist das nicht Kröplin?

Da stellt sich natürlich wieder einmal die Frage: Was sagt es über Kröplins Arbeiten aus, wenn er sie in bunten Bilderbücher an Konsumenten verhökert – anstatt seine Ergebnisse einem Fachpublikum vorzustellen.

Das erfolgt nämlich nicht.
Er hat schlicht nichts Handfestes vorzuweisen. Genau wie Emoto. Bilder können immer passend gewählt werden und Papier ist geduldig.

Ein wenig sollte man sich schon in der Fachpresse bemerkbar machen und seine Arbeiten von Kollegen prüfen lassen, bevor man belegt hat, dass immer und immer wieder im Alltag bewährende Erkenntnisse der Physik fundamental falsch sind. Denn wir müssten uns in diesem Falle schon sehr, sehr wundern, dass sämtliche technischen Anwendungen unseres Alltags bestens funktionieren, obwohl sie auf der Basis völlig falscher Erkenntnisse konstruiert wurden (das Atommodell und die Quantenmechanik und die Thermodynamik müssen Sie mindestens komplett wegwerfen)

Das Hauptproblem ist aber, dass selbst ein nachgewiesenes Wassergedächtnis der Homöopathie kein bisschen weiterhilft, denn :
– Globuli enthalten kein Wasser. Sie bräuchten dann noch ein Zuckergedächtnis;
– Sie müssten erklären, warum sich das Wasser nur die gewünschten Eigenschaften der Stoffe merkt, nicht die Nebenwirkungen;
– Sie müssten erklären, warum sich das Wasser nicht die Eigenschaften der Gefäßwände merkt;
– Sie müssten erklären, warum es sich nicht die Eigenschaften der Verunreinigungen merkt (die beizeiten die Konzentration der Wirkstoffe überschreiten);
– Sie müssten erklären, warum bei der Herstellung der Homöopathika die wertvollen “Erinnerungen” zu 90 bis 99% pro Potenzierungsschritt in den Ausguss gekippt werden und was daran effektiv sein soll;
– Sie müssten erklären, warum diese Erinnerungen in den Ausguss gekippt werden dürfen und geschütteltes Wasser ganz allgemein kein Sondermüll ist;
– Sie müssten erklären, warum sich das Wasser nicht überall in der Natur bei allen munter vor sich hinplätschernden Bächlein alle möglichen Erinnerungen einfängt;
– Sie müssten erklären, warum überhaupt gezielte Stoffwechselprozesse möglich sind, wenn im Wasser immer und überall alle möglichen abwesenden Stoffe am Wirken sind, weil es sich an sie erinnert – und damit letztlich, wie Leben an sich möglich sein kann mit so einem Wasser…

Ein “Wassergedächtnis” wirkt, wenn es solches gäbe, nicht nur so, wie von der Homöopathie gewünscht, sondern überall. Mit katastrophalen Folgen.

Ein Wassergedächtnis allein bietet keinerlei Erklärung dafür, dass sich verschiedene Hochpotenzen unterscheiden können. Und es ist in keiner Weise ein Beleg für die Richtigkeit der unendlich langen Arzneimittelbilder, die die Homöopathie behauptet.

Bunte Bildchen sind schön. Und das Wassergedächtnis taucht in esoterischen Kreisen immer wieder mal auf. Echte Belege dafür gibt es nicht. Sie sind auch nicht zu erwarten. Der Homöopathie wirklich helfen würde das allein aber nicht.

Sie: “es existieren zehntausende von Kasuistiken, wo genauestens Krankheitsverläufe und ihre Beeinflussung durch Homöopathika niedergelegt sind. Und das alles nichts wert? Tausende von Ärzten, die sich geirrt haben, trotz genauester Beobachtung und Dokumentation?”

Ja, leider. So niederschmetternd das ist.
Wenn vergleichbare Kasuistiken auch ohne homöopathische Behandlung vorliegen, dann sagt das über die Homöopathie nichts aus.
Die Geschichte der Medizin ist leider voll von dem Beleg dafür, wie sehr man sich durch Kasuistiken allein doch täuschen lassen kann.

Bestes Beispiel wäre der Aderlass, dessen schädliche Wirkung durch Kasuistiken nicht erkannt wurde. Die positive Wirkung des Händewaschens übrigens auch nicht.

Sie: “vor der Antibiotikaära war die Homöopathie in Amerika an den Universitäten (Philadelphia) weit verbreitet,…”

Es ist leicht, mit einem Placeboverfahren zu trumpfen, wenn man mit der Medizin längst vergangener Zeit vergleicht. Hahnemanns Zeitgenossen waren oft noch der 4-Säfte-Lehre verhaftet und schadeten dem Patienten nicht selten. Cholera wurde falsch behandelt.

Ein Placebo mag besser sein als eine falsche Behandlung. Ein Argument für die Homöopathie oder gar ihre Verklärung ist das aber nicht.

#115 |
  2
Nichtmedizinische Berufe

#115 Matthias,

Sie: “Kurz zu den Arzneimittelprüfungen, aus denen die Arzneimittelbilder entstanden sind (…) So entstehen die Auslistungen, welches Mittel was bewirkt – sogar doppelblind, denn die Prüflinge wissen nicht, welche Substanz sie bekommen, (…) Hier ist schon bewiesen, daß eine Substanz sogar jenseits der Atomgrenze wirkt – die Mittelprüfungen sind reproduzierbar.”

Matthias, sorry, aber genau das ist falsch.

Die HAMP erfolgt in aller Regel nicht verblindet, weil ohne Placebogruppe. Wenn es eine Placebogruppe gibt, dann werden in aller Regel die Ergebnisse dieser Gruppe nicht ausgewertet.

Weil das gar so schön erbärmlich ist, ein Beispiel:

http://www.provings.info/pruefungen/wattwurm-d.pdf

Die “Auswertung” der Placebogruppe findet sich auf Seite 51. Und sie besteht aus diesem Satz:

“Drei Prüferinnen nahmen arzneilose Milchzuckerglobuli ein und brachten Symptome und Träume hervor, die den Symptomen der Prüferinnen und Prüfer entsprachen. Dies ist für mich eine Erfahrung um die ich sehr dankbar
bin. ”

Also: Die berichten dasselbe. Vergleichbare Symptome. Konsequenz: Fehlanzeige.

Erfolgen HAMP tatsächlich sauber verblindet mit Kontrollgruppe, dann scheitern die Medikamente.

Bekannt ist die HAMP zu Okoubaka. Die Carstens Stiftung schreibt: “Die Studie glänzt durch das gute Studiendesign und die klare Beschreibung der Ergebnisse. Das Ergebnis ist ernüchternd für Homöopathieanwender und wird sicher Fragen nach sich ziehen.” (Teut M, Dahler J, Hirschberg U, Lüdtke R, Albrecht H, CM. Witt. Homeopathic drug proving of okoubaka aubrevillei: a randomized placebo-controlled trial. Trials 2013; 14(1):96)

Oder hier zu einem der häufig eingesetzten Homöopathika: Belladonna:
Ultramolecular homeopathy has no observable clinical effects. A randomized, double-blind, placebo-controlled proving trial of Belladonna 30C, Brien/Lewitt/Bryant

“No significant group differences in proving rates were observed [Belladonna provers N = 14 (13.9%); placebo provers N = 15 (14.3%); mean difference − 0.4%, 95% confidence interval − 9.3, 10.1] based on intention to treat analysis.”

Oder noch mal Belladonna:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1296951/pdf/jrsocmed00019-0023.pdf
Die Autoren schreiben:

“We were unable to distinguish between Belladonna C30 and placebo (…). This pilot study does not demonstrate a clear proving reaction for Belladonna C30 versus placebo,…”

Also: Macht man es sauber, verschwinden die Effekte. Von Beleg keine Spur.

#114 |
  0
vollkorn
vollkorn

Herr Röpti,
der postulierte Widerspruch ist ein Strohmann dem sie mit viel elan die Rübe abgehauen haben, für die Beteiligten ist es eher eine Lücke, die veilleicht einmal geschlossen wird.
Vielleicht sind sie auf eine journalistische Inszenierung hereingefallen.
Und wie war nochmals der Bezug zur angeblichen Wirksamkeit der hom. ?

#113 |
  0
Matthias
Matthias

Herr Parsch und andere,
fast muß ich lachen, mit welchem Engagement teilweise versucht wird, die Menschheit vor Scharlatanen und der 100%igen Placebohomöopathie zu bewahren…
Kurz zu den Arzneimittelprüfungen, aus denen die Arzneimittelbilder entstanden sind: Es wird einer Gruppe von gesunden Menschen mehrmals täglich die Gabe eines Stoffes in C30 gegeben (was bedeutet, daß sich kein Molekül des Ausgangsstoffes mehr darin befindet). Dann werden die Symptome, welche bei den Prüflingen auftauchen, katalogisiert – tritt das Symptom bei fast allen auf, nur bei wenigen, zu welcher Zeit etc.
So entstehen die Auslistungen, welches Mittel was bewirkt – sogar doppelblind, denn die Prüflinge wissen nicht, welche Substanz sie bekommen, und der Prüfer weiß bei einem neuen Mittel nicht, was es bewirken wird.
Hier ist schon bewiesen, daß eine Substanz sogar jenseits der Atomgrenze wirkt – die Mittelprüfungen sind reproduzierbar. Ich habe jedoch Verständnis für die Hardcore-Skeptiker, es ist auch gut so, man soll nicht alles glauben. Nur sollte man offen für Dinge sein, die sich dem jetzigen Wissen noch entziehen.
Ich selbst brauchte drei Jahre, um mich eindeutig von den Wirkungen der Homöopathie – weit jenseits des Placeboeffektes – zu überzeugen. Immer wieder dachte ich, selbst sehr technik- und naturwissenschaftlich interessiert, das kann doch garnicht sein.
Noch kurz zu der Aussage von Herrn Parsch:
„Kurz: Die Homöopathie kommt ohne ein postuliertes Stoffgedächtnis nicht aus. Wassergedächtnis, Zuckergedächtnis, egal. Aber ohne ist nicht.
Und, so leid es mir tut, ein solches Gedächtnis ist mit den Erkenntnissen der Physik aus den letzten gut 100 Jahren im Widerspruch. Gleichartige Atome sind ununterscheidbar. Atome haben kein Gedächtnis. Eigenzustände einer Sorte Atom sind nicht auf eine andere übertragbar. Cluster halten nicht lange genug und sind in den Globuli ohnehin nicht mehr enthalten.“
Herr Parsch, genau das stimmt nicht. Ich habe solche Photos von unterschiedlichen Strukturen bei verschiedenen Homöopathika, und in dem Buch: „Welt im Tropfen“ (weltimtropfen.de), herausgegeben von Professoren einer Universität in Stuttgart sind genau die Beweise drin, daß das Wasser ein Gedächtnis hat.
Als letztes vielleicht noch – vor der Antibiotikaära war die Homöopathie in Amerika an den Universitäten (Philadelphia) weit verbreitet, es existieren zehntausende von Kasuistiken, wo genauestens Krankheitsverläufe und ihre Beeinflussung durch Homöopathika niedergelegt sind. Und das alles nichts wert? Tausende von Ärzten, die sich geirrt haben, trotz genauester Beobachtung und Dokumentation?
Ich bin weit davon entfernt zu behaupten, man könne mit Homöopathie alles heilen, bei manchen Dingen ist die Schulmedizin unverzichtbar. Nur sollte man sich einmal überlegen, daß die Schulmedizin reine Akutmedizin ist – man kann nicht eine chronische Krankheit damit heilen. Aber mit einigen „Außenseitermethoden“ – womit ich nicht nur Homöopathie meine – gelingt das erstaunlich oft.

Soweit noch mein Beitrag. Wenn man diskutiert ist oft die Frage, dient es dazu, um hinzuzulernen, kritisch die Argumente des Anderen zu prüfen oder darum, dem Anderen seine Meinung aufzudrücken. Wirkliche Diskussionen gibt es leider kaum mehr. Ich meine, selbst als Homöopathiegegner müßte man eingestehen, daß zumindest die Arzneimittelprüfungen, wo im Großen und Ganzen immer dieselben Symptome auftreten, für eine Wirksamkeit der Homöopathie sprechen.

#112 |
  8
Norepinephrin
Norepinephrin

Die Heilpraktikerprüfung ist weder vom Umfang, noch vom Anspruch mit dem Physikum auch nur Ansatzweise vergleichbar. Das ist, als würde man eine Brockhaus-Enzyklopädie mit einem Mickeymausheft vergleichen.
Zudem ist das Vorklinik.
Verstehe ich Sie richtig? Ich soll Ihnen Geld dafür geben, dass SIe mir eine BGA interpretieren? Ich kann das selber, mache das täglich, Sie hingegen können das sehr wahrscheinlich gar nicht.

#111 |
  3

‘111: Upps, sorry: Falscher Einwurf

Da hat mich wohl einer letzter Beiträge etwas verwirrt.

Bitte Löschen.

#110 |
  0
Gast
Gast

Ich habe vor kurzem meine Krankenkasse angefragt ob diese die Kosten für eine Behandlung bei einem Heilpraktiker übernimmt. Gott sei dank ist dies nicht der Fall – ansonsten wäre das ein Grund gewesen, die Krankenkasse zu wechseln….

#109 |
  4
Heilpraktiker

Liebes Norepinephrin,

“Ich finde es immernoch erschreckend, dass die Heilpraktiker in ihrer “Prüfung” bzw. durch diese eine Legitimation sehen.”

-> Die Prüfung stellt keine “Legitimation” für irgendwas dar. Das Bestehen der HP-Prüfung – die übrigens aus einem komplexen schriftlichen und vor allem einem wesentlichen mündlichen Teil besteht – führt lediglich zur Berechtigung der Ausübung der Heilkunde. Dies mit der Begründung, dass der Prüfling nachgewiesen hat, keine Gefahr für die Volksgesundheit darzustellen. Das ist zunächst mal alles.

Echte Berufslegitimation resultiert aus der persönlichen naturheilkundlichen Ausbildung, Erfahrung und Befähigung. Die Qualität ist unterschiedlich verteilt, keine Frage. Das ist aber bei Ärzten nichts anderes. Die HP Prüfung hat damit nicht mehr zu tun als das Physikum des Arztes mit seinem späteren Beruf. Eine Grundlage – aber eben nur eine von vielen.

“Ich würde ihr gerne mal einen gewöhnlichen Ausdruck einer BGA in die Hand geben, die sie dann interpretieren darf. Ich wäre sehr gespannt…”

-> Wie die Kollegin damit umgehen würde kann ich natürlich nicht sagen. Mir können Sie gern eine Blutgasanalyse von sich vorlegen. Vorausgesetzt Sie vergüten meinen Aufwand entsprechend meiner Hornorar-Grundsätze.
Ich bezweifle allerdings, dass eine derartige Analyse ihre selbstgewisse Übergriffigkeit auf alles, was nicht Schulmedizin ist oder “Heilpraktiker” als Berufsbezeichnung führt, erklären könnte. Da würden wir wohl doch einen Blick auf die psychosozialen Verhältnisse werfen müssen ;)

MfG
Röpti

#108 |
  5
Heilpraktikerin

… jetzt wirds persönlich …

Wie kann jemand, der die entsprechenden ärztlichen ! Fortbildungen zu den Themen nicht besucht hat, aus eigener Unkenntnis heraus über Laborparameter urteilen wollen?
Wenn Sie mit mir die Fortbildungen besucht hätten, dann dürften Sie mit mir darüber streiten.

Mit der Homoöpathiefalle hat es bei mir wohl nicht funktioniert, jetzt versucht man mir angeblich sinnlose Labortests (die bei einem akkreditierten, schulmedizinisch orientierten Labor durchgeführt werden) als Unvermögen anzulasten. Hauptsache draufhauen. Schau,schau …

Ich werde mich auf fachliche Diskussionen hier mit anonymen Haßpredigern nicht einlassen.

#107 |
  4
Heilpraktiker

Liebes Vollkorn,

wenn Sie sich noch mal die Mühe machen wollen, meine Ausführungen bezüglich Quantenphysik nachzulesen: dort steht deutlich, dass ich NICHT behaupte, dass die Quantenmechanik Homöopathie erklären könne. Sie verdeutlicht zunächst nur einen eklatanten Widerspruch unserer zwei führenden physikalischen Theorien.
Das zumindest sollte ideologischen Skeptikern bezüglich ihres geliebten objektiven Stoffbezugs zu denken geben.
Was es natürlich nicht tut, denn dann käme es möglicherweise zu einem Wandel vom ideologischen zum prüfenden Skeptiker.

Auf die Aussage des Herrn Dr Krüger erspare ich mir an dieser Stelle, einzugehen. Irgendwann werde sicher auch ich medizinische Leistungen in Anspruch nehmen müssen. Da werde ich allerdings die Konsultation eines echten Arztes vorziehen.

#106 |
  4
Norepinephrin
Norepinephrin

Zitat der Seite… “Säure-Basen-Haushalt nach Jörgensen”…

Ich würde ihr gerne mal einen gewöhnlichen Ausdruck einer BGA in die Hand geben, die sie dann interpretieren darf. Ich wäre sehr gespannt…

#105 |
  1

#94 #97 Sie heißt wirklich so und ihre Website spricht für sich. Besonders schön ist die Laborseite, auf der eine wilde Mischung aus evtl. sinnvollen und höchst fragwürdigen Laboruntersuchungen mit pseudowissenschaftlichem Schmuh (“Burn-Out: Neurotransmitter mit Cortisol-Tagesprofil, CFS (chronic fatigue): Neurotransmitter-balance, Fibromyalgie: Mitochondrien-Funktionstests, Nitrosativer Streß”) angeboten wird, die anscheinend dazu dient, von psychosomatischen Störungen betroffenen Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen. Das ganze wird dann garniert mit einem Photo, auf dem jemand ohne Handschuhe Blut abnimmt…

#104 |
  2
Norepinephrin
Norepinephrin

Ich finde es immernoch erschreckend, dass die Heilpraktiker in ihrer “Prüfung” bzw. durch diese eine Legitimation sehen. Die Prüfungsfragen sind zum Teil online einsehbar. Da kann sich jeder selber einen Überblick über diese “Prüfung” und die Aussagekraft, die aus ihrem Bestehen erwächst verschaffen.

#103 |
  3

Herrlich, immer wieder das gleiche, putzige Gezänk. Aber Herr Röpti sollte sich wirklich mal untersuchen lassen.

#102 |
  2
vollkorn
vollkorn

Herr Röpti ,
im Studium musste ich auch durch die Quantenphysik durchbeissen, aber ich kann nirgends eine Spur davon finden die Ansatzweise eine reziproke Dosis- Wirkungsbeziehung möglich macht.
Sebst die jüngste Enwicklung, die Dichtefunktionaltheorie, mit der man die physikalischen Eigenschaftenvon einzelnen Molekülen berechnen kann, lässt keinen Spielraum für unlogische Hypothesen.
Zum Rest ihres Beitrags: ” Über Begriffe lässts sich trefflich streiten ” sagt schon Goethe

#101 |
  1
vollkorn
vollkorn

@ Dr. Windsheimer
der Blick über den medizinschen Teller gibts schon 200 jahre. Allmählich sollte der letzte Verfechter der Nichtmedizin homöopathie erkennen dass er ein totes Pferd reitet, wenns auch Gewinn abwirft.
Im 3. Reich hatte die hom als Steckenpferd Görings alle Möglichkeiten. Erfolge Keine . Lesen sie den Donner- Bericht
Bemerkungen zu der Überprüfung der Homöopathie durch das Reichsgesundheitsamt 1936 bis 1939
verfasst 1961 von einem der führend Beteiligten.

@Prof. Dr. Dr. Rüdiger
Jemanden Unkenntnis in Pharmakologie vorwerfen und gleichzeitig eine Therapie verkaufen bei der die Wirkung generell sich bei abnehmender Dosis potentieren soll, ist belustigend.
Dieser Logik folgend wäre man nach dem Konsum einer Flasche alkoholfreiem Bier bei einer homöopathischen Potenz Ethanol d = 0,5 alkoholvergiftet.
Anscheinend haben die körpereigenen Rezeptoren keine Ahnung was von ihnen in der Homöopathie erwartet wird.

#100 |
  2
Heilpraktiker

Lieber Herr Hajnoczi,

die Beurteilung der Allgemeingefährlichkeit des Heilpraktikers sollten Sie besser mal den dafür zuständigen Stellen überlassen. Die bestandene HP-Prüfung soll genau dafür ein hohes Maß an Sicherheit bieten: Allgemeingefährlichkeit auszuschließen. Punkt.
Weder Ärzte noch Ergoltherapeuten noch sonstige medizinische Berufe müssen solch einen Nachweis übrigens erbringen, soweit ich weiß. Was eigentlich dringend überarbeitungswürdig wäre, wie ein Blick auf die durchaus nicht ungefährliche schulmedizinische Realität zeigt.

“Diese Globuli haben keine Wirkung und können Ihnen Schaden zufügen” – müssen Sie nicht insgeheim über sich selbst etwas lachen?

Als “Ergotherapuet” überschreiten Sie meiner Ansicht nach an dieser Stelle Ihre Kompetenzen erheblich. Überlassen Sie die Diskussion und die Qualifikationsfrage besser den Fachleuten, die hie rbesseren Einblick haben.

Freundliche Grüße
Röpti

“Es MUSS auf jedem Globuli-Fläschchen wie auf der Zigarettenpackung draufstehen “Diese Zuckerkugeln haben keine Wirkung und können ihnen gegebenenfalls Schaden zufügen”. Es kann nicht sein das ein absolut unqualifizierter Heilpraktiker (ich bin selbst Ergotherapeut und sehe natürlich ein das (m)eine medizinische Behandlung ohne Ärztliche Übersicht nicht funktionieren kann) dem Patienten das Gefühl vermittelt das Homeopathie eine medizinische Behandlung ersetzten kann, das ist ALLGEMEINGEFÄHRLICH. “

#99 |
  8
Heilpraktiker

Liebe Frau Parsch,

“Man kann es nur immer wieder betonen: Die Homöopathie ist kein Naturheilverfahren, denn sie beruht nicht auf den natürlichen Wirksamkeiten der Stoffe.”

-> Nein, schon an diesem Punkt haben Sie den Ausdruck “Naturheilkunde” falsch verstanden. Ein häufiges Problem: Auch hier wird ein (pseudo)wissenschaftlicher Definitionsanspruch projiziert. Nämlich, was der Ausdruck “Natur” denn nun bedeuten mag. Ich möchte Sie zunächst einmal bitten, hierzu den Duden zu konsultieren, der erwartungsgemäß mehrere kontextabhängige Interpretationen ins Feld führt.
Ihrer (vermutlich naturwissenschaftlich motivierten) Annahme nach sei eine (physikalische) Wildnis oder die “Natur des Physikalischen” gemeint.
“Natur” im Kontext sogenannter “ganzheitlicher Heilkunde” meint jedoch eher die “Natur einer Sache”: deren Gesamtheit, Wesen und Ursprung.
Damit gehören natürlich auch “Akupunktur, Kinesiologie…u.s.w.” in den Fachbereich der Naturheilkunde. Und übrigens auch naturwissenschaftliche Medizin. Das ist eine Konsequenz ganzheitlichen Denkens.

“Nein.
Die Homöopathie behauptet eine gezielte Wirksamkeit von Stoffen in ihrer Abwesenheit.”

-> Selbst “nein” :)
Homöopathie behauptet eine Wirksamkeit des “potenzierten Wesen eines Stoffes”. Verstehen Sie den Unterschied? Ihr Verständnis der Homöoapthie ist ein rein mechanisches und hier tatsächlich “grundschul”physikalisches. Deshalb fixieren Sie auf den “Stoff”, mit anderen Worten die Materie.

“Jede einzelne Aussage setzt voraus, dass es innerhalb der Natur – und damit im Gegenstandsbereich der Naturwissenschaften – einen Mechanismus gibt, der Eigenschaften eines Stoffes in dessen Abwesenheit auf andere Stoffe überträgt. ”

-> Hier bezeichnen Sie sogar die Basis Ihres Denkens selbst: sie ist ausschließlich “mechanisch”.
Der Zuständigkeitsbereich der Naturwissenschaft liegt derzeit selbsterklärt AUSSCHLIESSLICH in der stofflichen = objektiven und damit kausal mechanistisch verstandenen Wirklichkeit. Das bedeutet nicht, dass hier ein “Alleinzuständigkeitsanspruch” gegeben ist.

“Kurz: Die Homöopathie kommt ohne ein postuliertes Stoffgedächtnis nicht aus. Wassergedächtnis, Zuckergedächtnis, egal. Aber ohne ist nicht. ”

-> Das “Stoffgedächtnis” ist eine Forderung die SIE stellen. Ob dies in Wirklichkeit tatsächlich als Erklärungsmodell taugen kann, wissen wir schlicht nicht. Anders gesagt: “Sie MUSS ein Stoffgedächtnis haben” ist reine Spekulation, um Homöopathie in IHR Paradigma zu zwingen.

“Und, so leid es mir tut, ein solches Gedächtnis ist mit den Erkenntnissen der Physik aus den letzten gut 100 Jahren im Widerspruch. Gleichartige Atome sind ununterscheidbar. Atome haben kein Gedächtnis.”

-> Molekular- und Atomphysik sind für die objektiv untersuchbare Materie zuständig. Wenn Sie sich damit also an der Homöopathie versuchen wollen bleibt ihnen nur, die Struktur von Zucker, Wasser und Alkohol zu untersuchen.
Daher kommt er ja auch, der Vorwurf “ist nur Zucker”. Aus Sicht molekularer Physik ist das so.
Nun ist es so, dass die Physik der “letzten 100 Jahre” mindestens eine weitere Theorie entwickelt hat, die heute als erwiesen gilt: Neben der Relativitätstheorie und der durch sie postulierten Raumzeit haben wir als weitere physikalische Spezialität die Quantentheorie. Das große Problem ist (nach Professor Lesch), dass “beide stimmen – doch sich gegeneinander ausschließen”.
Ich behaupte hier nicht, dass Quantenmechanik die Homöopathie vollständig erklären könne. Interessanter in dem Zusammenhang wird es, wenn die Physik ihr derzeitiges Hauptziel erreicht haben wird. Eine Theorie zu entwickeln und zu prüfen, die die Widersprüche zwischen den beiden Errungenschaften des letzten Jahrhunderts erklären wird.
Worauf ich hinaus will: IHR ausschließlich stoffliches physikalisches Verständnis (Atome, Atome, noch mals Atome) hinkt hinter der schon jetzt wahrnehmbaren Wirklichkeit her.

“Die Physik sagt klar: Beim Verdünnen vergeht etwas. Schütteln kann das nicht verhindern. Wir befinden uns mitten im Gegenstandsbereich der Physik. ”

-> Nein, das tun wir nicht und die Aussage wird nicht wahrer, je öfter man sie wiederholt. Schon gleich gar nicht befinden wir uns ausschließlich im Zuständigkeitsbereich der physikalischen Spezialisierung, die Ihr gesamtes Physikverständnis auszumachen scheint (nämlich der ausschließlich molekular-atomaren).

“Nein, verzeihen Sie. Die Philosophie überlässt die Beschreibung von Vorgängen in der Natur sehr wohl den Naturwissenschaften. ”

-> Eine Behauptung, die nicht weiter von der Realität entfernt sein könnte.
Wiederum ist es die Frage, welche Kontextdefinition des Ausdrucks “Natur” verwendet wird. Sodann beruht Naturwissenschaft auf den Grundprämissen der Philosophie. Philosophisches Denken ist also immer mit dabei, ohne das geht es gar nicht, gäbe es also auch keine Naturwissenschaft.
Das Naturverständnis, welches wir benötigen, um über Homöopathie zu sprechen, liegt eindeutig mehr im philosophischen als rein naturwissenschaftlichen Zuständigkeitsbereich.
WÄRE Homöopathie ausschließlich durch IHR Naturverständnis erfasst – ja, dann hätten Sie natürlich recht. Dem ist aber nicht so, wie gezeigt.

“Sie bemerken den inneren Widerspruch dieses Satzes?
Metaphysik ist von ihrem Wesen her nicht empirisch testbar. ”

-> Da findet sich kein Widerspruch. Die Auswirkungen “metaphysischer” Phänomene sind sehr wohl beobachtbar und damit der Empirie zugänglich.
Lediglich der kausale Allzuständigkeitsanspruch, den Laien der Naturwissenschaft unterstellen, gerät hier an seine Grenzen.

“Sie benutzen in Ihrem Text die Worte “Metaphysik” und “Geisteswissenschaft” als Synonym für Esoterik.”

-> Sie möchten aber jetzt nicht wirklich mit mir auch noch über “Esoterik” sprechen? :D Lassen Sie mich soviel dazu sagen: Die Esoterik, die sie kennen, hat nichts mit tatsächlicher “Esoterik” in ihrer usprünglichen Bedeutung gemein.

“Alles, was Ihnen gelingt, ist aber die pseudowissenschaftliche Natur homöopathischer Behauptungen zu entlarven.”

-> Jetzt versuchen Sie aber, persönlich zu werden, nicht wahr? Möchten Sie meine Glaubwürdigkeit untergraben? Nun, das ist natürlich Ihnen belassen, jedoch fürchte ich, handelt es sich genau genommen dabei um kindisches Gezänk. Ich denke jeder, der meinen Ausführungen bis hierher gefolgt ist kann nun deutlich sehen, wo die tatsächlichen Pseudowissenschaftlichkeiten zu suchen sind. Sogar auch aus Sich der Naturwissenschaft, mehr noch aber aus der der Wissenschaft.

Mfg
Röpti

#98 |
  9

Endlich ein richtiger Schritt, das wäre in Deutschland längst überfällig!
Aber dann wären Tausende arbeitslos, ein unmögliches Unterfangen und ein
wunderbares Gesprächsthema weniger, abwegig an sowas wie Objektivität
zu denken! Ob das bei unseren Wohlstandsbürgern ankommt?

#97 |
  0
Ergotherapeut

@ Norepinephrin du kämpfst auf der Seite der Vernunft und wirst dementsprechend angegriffen von unrationalen Menschen welche glauben ein Gefühl ist genau so bedeutend wie ein rationaler beweis.

#96 |
  3
Norepinephrin
Norepinephrin

Und ich verstecke mich nicht hinter meinem Namen, sondern ich diskutiere hier unter einem Nickname. Oder heißen Sie Eva Li mit vollständigem Klarnamen?

#95 |
  1
Norepinephrin
Norepinephrin

Heilpraktiker sind KEIN Alternativangebot, weil sie keine gleichwertige Alternative sind.
Mein Ziel ist Klarstellung und Transparenz gegebener Sachverhalte, statt Verschleierung und gleiche Regeln für alle. Sonst nichts.

#94 |
  1
Ergotherapeut

@ 92 Es geht nicht darum die Entscheidungsfreiheit der Menschen zu rauben, sondern LÜGEN zu unterbinden.

Es MUSS auf jedem Globuli-Fläschchen wie auf der Zigarettenpackung draufstehen “Diese Zuckerkugeln haben keine Wirkung und können ihnen gegebenenfalls Schaden zufügen”. Es kann nicht sein das ein absolut unqualifizierter Heilpraktiker (ich bin selbst Ergotherapeut und sehe natürlich ein das (m)eine medizinische Behandlung ohne Ärztliche Übersicht nicht funktionieren kann) dem Patienten das Gefühl vermittelt das Homeopathie eine medizinische Behandlung ersetzten kann, das ist ALLGEMEINGEFÄHRLICH.
[Kommentar von der Redaktion gekürzt.]

#93 |
  3
Heilpraktikerin

#86 Danke für diese Klarstellung.!
Hier zeigt sich das wahre Ziel des Kommentators, der sich hinter dem Namen Norepinephrin versteckt.
Es geht einfach mal wieder nicht um Sachargumente, sondern darum, Andersdenkenden “eine reinzudrehen”.
Entmündigung der Menshcen durch Entziehung von Alternativangeboten. Cui bono …

#92 |
  5

@#91: Klasse!

#91 |
  0
Zahnarzt Burkhard Wittje
Zahnarzt Burkhard Wittje

Mich wundert, welche Ängste immer wieder herauskommen. Wer keine Homöopathie und keine Heilpraktiker möchte, der geht eben nicht hin. Das in Zeiten knapper Gelder die Homöopathie nicht erstattet wird – so sei es. Die Pharmaindustrie hätte längst dieses Pferd gesattelt, wenn man damit viel Geld verdienen könnte. Die gleichen Zulassungsverfahren zu fordern klingt ja gut. Doch wenn ich meinen Starkstromelektriker an meinen Computer messen lass, so wäre das Ergebnis wohl diskussionswürdig. Die Mär von der Evidenz kann ich schon nicht mehr hören, ich höre da immer nur Moneten, Moneten …. Für eine richtige Evidenz benötigen wir eine genormte Basis. Also entweder wir eliminieren alle Menschen, welche nicht in das evidente System passen oder wir akzeptieren die Vielfalt der Lebensvorgänge in aller Bandbreite. mfG

#90 |
  3
Ergotherapeut

An alle Heilpraktiker die so naiv sind zu glauben, dass die Homöopathie keine Pharmamafia ist -> http://www.sueddeutsche.de/wissen/homoeopathie-lobby-im-netz-schmutzige-methoden-der-sanften-medizin-1.1397617 (Rufmord, Lobbying, bewusste Verbreitung von Fehlinformationen zum Thema)
[Kommentar von der Redaktion gekürzt.]

#89 |
  5
Gast
Gast

Getroffene Hunde heulen.
Es wird höchste Zeit, dass auch für die homöopathischen Mittel(chen) wissenschaftliche Standards ( z.B. Zulassungsverfahren mit entsprechenden Studien und Wirksamkeitsnachweise ) eingeführt werden.
Aber das wird mehrheitlich von Heilpraktikern (m/w) und Homoöpathen (m/w)
abgelehnt. Warum nur???

#88 |
  1

Sehr geehrte Frau Parsch,
Sie machen sich die Mühe, sich, ohne persönlich verletzend zu werden, mit einzelnen genannten Argumenten Punkt für Punkt auseinanderzusetzen. Ich empfinde dies als äußerst wohltuend und beispielhaft für eine gute Diskussionskultur.
Danke!

#87 |
  0
Mitarbeiter von DocCheck

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.

Bitte beachten Sie in Ihren Beiträgen jedoch die Netiquette und diskutieren Sie sachlich und themenbezogen. Nehmen Sie zudem von zu ausführlichen Schilderungen zu Einzelschicksalen Abstand.

Ihre DocCheck News Redaktion

#86 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

#85 Von welcher Krise reden SIe bitte?
Wenn ich mir die medizinische Entwicklung der letzten 100 Jahre ansehe ist Krise das letzte, was mir einfällt.
-eklatant gesteigerte Lebenserwartung
-eklatant reduzierte Kindersterblichkeit
-Ausrottung der Pocken
-Möglichkeit die Masern auszurotten
-generell Impfungen
-Intensivmedizin
-Notfallmedizin
-komplexeste Bildgebung
-Operationen
-Organersatzverfahren
-Prothesen

man könnte ewig so weitermachen. Allein die Entwicklungen im Bereich der Pharmakologie, Identifizierung immer weiterer Prozesse, Reduzierung von Invasivität, bei gleichzeitiger Effektivitätssteigerung.

Ja, das ist schon eine schwere Krise…

#85 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Ich bin ebenfalls für die Abschaffung oder Reduzierung der Zweiklassenmedizin und ich hätte da konkrete Vorschläge:

-1. regelrechte Zulassungsverfahren auch für Homöopathika, Bachblüten etc.
-2. Abschaffung der Heilpraktiker, weil es nicht sein kann, dass es einen “Beruf” mit Ähnlichen Befugnissen gibt, wie sie Mediziner haben, ohne dass man zur Ausübung dieses Berufes im Vorfeld nennenswerte Hürden nehmen muss und keinerlei praktische Erfahrung noch solides Wissen benötigt. Und ausgerechnet die bezeichnen “uns” als “SCHUL”-Mediziner und sich selbst als “ERFAHRUNGS”-Mediziner. Da geht die Verarschung des Patienten doch schon los.
Außerdem:
-Homöopathie ist KEINE Naturheilkunde. Ich weiß nicht, wie oft das noch gesagt werden muss.
-Die Quantenphysik bestätigt hier gar nix. Ein guter Freund ist promovierter Physiker und der fasst sich regelmäßig an den Kopf, wenn er sieht, was in esoterischen Kreisen aus der Quantenphysik gemacht wird.
-Es ist egal, was schon alles vom Markt genommen werden musste, weil das die Homöopathie nicht wirksamer macht. Im Gegenteil, dass hier etwas vom Markt genommen wird zeigt, dass die Medizin in der Lage ist sich selbst zu kontrollieren und auf Fehlentwicklungen zu reagieren. Etwas, was man in der Paramedizin nicht findet. Oder wurde da jemals irgendwas zurückgezogen und wenn ja, von wem?
-Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Wenn etwas keine Nebenwirkungen hat darf der denkende Mensch davon ausgehen, dass es auch keine Primärwirkung gibt.
-Das mit dem “Gewöhnungseffekt” stimmt so pauschal nicht.
-Was sind denn die richtigen Stellen, um zu graben?
-auf meiner Uhr ist es nicht 5 vor 12, sondern erst 20 nach 11

#84 |
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@83 Es ist bestimmt kein Unfug, das Thema Schamanen und Wunderheiler hier auszuklammern. Man muss nur mit der Diffamierung aufhören wollen. Und ansonsten müssten Mediziner viel tun, um jedem einzelnen Patienten den Glauben an ihre Fähigkeit, gesund zu werden, wieder zu geben. Weil das nicht stattfindet, sondern der Glaube an die Effektivität und Effizienz medizinischer Interventionen hochgehalten wird, ist die Medizin trotz allem medizinischem Fortschritt seit über hundert Jahren in der Krise.

#83 |
  3
Gast
Gast

Wenn man so diskutiert, dann sollte dem Bürger auch wieder frei gestellt werden, ob und bei welchem Anbieter er sich Kranken-versichert. Wenn man darüber diskutieren möchte, offen und ehrlich!, sollten diese grundsätzlich guten Menschen doch erst einmal an der Abschaffung der Zwei-Klassen-Medizin interessiert sein-wenn denn wirklich nach guten Lösungen für alle Einzahler gesucht wird!.Immerhin ist es in erster Linie die Private Krankenversicherung, die vorrangig zahlt, was der Patient wünscht oder er kann hier zumindest unter wirklich verschiedenen Angeboten wählen. Wieso soll es dieser eher wohlhabenden Schicht vorbehalten sein sich für oder gegen Naturheilkunde/Homöopathie entscheiden zu dürfen, den anderen aber nicht? Das stimmt doch nachdenklich. Im übrigen wird gerade durch die Quantenphysik die Wirkung von Einflüssen nachweisbar, die bisher niemand für solche gahalten hat. Diese oft mechanistische Denkweise in der Medizin gerät jedenfalls sehr oft an ihre Grenzen. Was schon alles vom Markt genommen werden musste, obwohl es vorher als das Non + Ultra erklärt wurde, sollte ebenfalls zum Nachdenken anregen. Die Medikamente haben meist enorme Nebenwirkungen und die wenigsten Patienten kommen niemals wieder davon los_so wird es jedenfalls vermittelt. Andereseits weiss man ja, dass über lange Zeit eingenommene Medikamente keine Wirkung mehr haben können, da ein Gewöhnungseffekt eintritt. So wird ein steter und steigender Medikamenteneinsatz mit entsprechenden Nebenwirkungen gesichert. Das alles ist viel bedenklicher und teurer als die nHomöopathie, selbst wenn sie nur einen Placebo-Effekt hätte. Fangt doch mal an an den richtigen Stellen zu graben, es ist kurz vor 12! Die Auswirkungen der vielen verordneten ( und extrem überteuerten! ) Medikamente hat nämlich auch extreme Auswirkung auf unsere Umwelt, Rückstände im Trinkwasser lassen sich kaum noch beseitigen. Habt ihr alle keine Kinder, interessiert euch das wirklich nicht? Keiner kann sich etwas mitnehmen!

#82 |
  4
Norepinephrin
Norepinephrin

Das ist Unsinn. Dann würde das Selbstbestimmungsrecht des Patienten auch dadurch negiert werden, wenn die GKVen keine Schamanen, Wunderheiler etc. bezahlen, wenn der Patient es wünscht, weil er glaubt, dass es ihm helfe.

#81 |
  0

Es geht doch hier nur um das Selbstbestimmungsrecht des Patienten, das negiert wird, und nichts anderes. Wenn jemand mit Homopathie behandelt werden soll, und der Arzt kann es verantworten, warum dann nicht ? Und dagegen läuft die Pharmaindustrie Sturm.
Es gilt:
“Hat der Proband bzw. der Patient rechtswirksam in die Möglichkeit der Teilnahme in der Kontrollgruppe mit Placeboeinsatz eingewilligt, so entfällt eine Strafbarkeit.”
http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/Placebo_LF_1_17012011.pdf

Ansonsten sollten die offenen Fragen diskutiert werden:
“Da der Placeboeffekt auch bei jeder, auch bei einer Standardtherapie auftritt, hält es die Arbeitsgruppe für absolut notwendig und dringlich, Ärztinnen und Ärzten bereits in der Ausbildung sowie in der Fort- und Weiterbildung Kenntnisse der Placeboforschung zu vermitteln, um Arzneimittelwirkungen zu maximieren, unerwünschte Wirkungen von Medikamenten zu verringern und Kosten im Gesundheitswesen zu sparen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an den Aphorismus des Hippokrates (ca. 460–ca. 370):

„Der Arzt muss nicht nur bereit sein, selber seine Pflicht zu tun, er muss sich auch die Mitwirkung des Kranken, der Gehilfen und der Umstände sichern“.

Außerdem müssten zukünftig noch folgende offene Fragen in der Placeboforschung beantwortet werden:
D Treten Placeboeffekte bei unterschiedlichen Indikationen bzw. Krankheiten verschieden häufig auf?
D Wie klinisch bedeutsam sind die verschiedenen Placeboeffekte hinsichtlich Größe und Dauer?
D Lassen sich Placeboresponder bezüglich besonderer psychologischer Funktionsprofile unterscheiden (z. B. hinsichtlich der Selbstregulation) und im Voraus erkennen?
D Nivellieren überkritische Ärzte die Wirkung und Verträglichkeit spezifischer Therapien durch unbeabsichtigtes Auslösen des Noceboeffekts?
D Ist der Placeboeffekt in der therapeutischen Praxis größer als in klinischen Studien?
D Entspricht der Verum-Effekt im kontrollierten Versuch demjenigen in der therapeutischen Praxis?
D Wie ist die Erfolgsrate von Placebo-Anwendungen bei Ärztinnen und Ärzten verteilt und welche Eigenschaften weisen die Erfolgreichsten unter ihnen auf?”
Quelle : ebd.

#80 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

#80: TOLLER BEITRAG!

#79 |
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Einfach herrlich, bei dem Thema ist mehr oder weniger gute Unterhaltung vorprogrammiert. Super Überschrift, ein paar Sprengsätze, schon tobt die Auseinandersetzung. Im Beitrag #1 geht’s gleich um die “Kampagne gegen die Homöopathie”, vor lauter Aufregung schon mit Tippfehlern, im Beitrag #2 um die böse Pharmaindustrie, dann kommt – anscheinend wirklich ernst gemeint – eine, die erzählt, dass Arnika D3577 ihrer Tochter auch schon mal geholfen habe…
Noch schlimmer als die Finanzierung nachweislich wirkstofffreier und unwirksamer Zuckerkügelchen (vielleicht sollte man mal die Inzidenz von Diabetes mellitus oder Karies bei regelmäßigen Globuliusern untersuchen) durch gesetzliche und private Krankenkassen finde ich, wenn die ganzen selbsternannten Heiler, Gurus und Quacksalber ohne vollwertige Behandlungslizenz auch noch aus diesem System bezahlt und genährt werden. Wenn es nicht für viele Patienten so traurig wäre, könnte man sich fast daran erfreuen, dass wir uns in Deutschland diese seltsame Paramedizin als Sammelbecken für Profilneurotiker, anderweitig gescheiterte oder Ideologen leisten, allein schon wegen der lustigen und oft für beide Seiten entlarvenden Diskussionen auf DocCheck. Immerhin schärft aber doch die Auseinandersetzung mit diesen Leuten das Bewusstsein für und auch den selbstkritischen Umgang mit der eigenen Profession und zwingt uns Ärzte, unser Verhalten, unsere Methoden und Gepflogenheiten immer wieder zu überprüfen, aus unseren Fehlern zu lernen und die Qualität unserer Behandlungsmethoden, weit über die Pharmakotherapie hinaus, stetig zu verbessern.

#78 |
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Heilpraktiker

Ich verstehe nicht, wieso manche Homöopathie-Befürworter so aggressiv und missionarisch schreiben.
Ich kenne ganze Familien, die sich seit Jahrzehnten ausschließlich vom Klassischen Homöopathen behandeln lassen (abgesehen von Zahnarzt und U-Untersuchungen beim Kinderarzt). Einige von ihnen (ich weiß nicht wie viele) bekommen keinen Cent der Kosten erstattet, freuen sich aber einfach an der Gesundheit bzw. den Therapieerfolgen und haben längst aufgehört, mit Homöopathiehassern zu diskutieren.
Ich finde sogar, dass diese Therapie maximal zu 50% erstattet werden sollte (oder gar nicht), um den Erfolgsdruck auf die Klassischen Homöopathen und die Compliance beim Patienten aufrecht zu erhalten und Missbrauch zu vermeiden.
Ich persönlich sehe auch nicht den Grund wieso man sich zwischen konventioneller Medizin oder Klassischer Homöopathie entscheiden muss – wenn eines meiner Kinder konventionelle Medizin braucht (sei es Karies (eines meiner Kinder brauchte leider zwei Füllungen im Milchgebiss) oder wenn mal eine anderer Zustand eintreten sollte, den wir bei uns homöopathisch nicht gut hinkriegen) dann ist es wunderbar, einen fähigen Vertreter der konventionellen Medizin um Hilfe bitten zu können.
Für mich und meine Familie funktionieren die wirkstoffreien Globuli der Homöopathie seit Jahrzehnten sehr gut. Warum sollte ich diese Placebowirkung nicht nutzen? Ich bin seither viel gesünder, und meine Kinder haben in ihrem Leben erst ein anerkanntes Medikament bekommen: ein Lokalanästhetikum beim Zahnarzt. Sie fehlen nur ein paar tage pro Jahr in der Schule wegen hochfieberhaften Infekten oder akuten Gastroenteritiden, die meisten Krankmeldungszettel verstauben bei uns. DAS ist es doch, worauf es wirklich ankommt, und nicht, ob und wie viel erstattet wird, obwohl ich den Ärger sehr gut verstehe, wenn man die horrenden Krankenversicherungsbeiträge entrichten muss und seine Therapien aus eigener Tasche zahlt. Ist halt so. Besser als krank bleiben.

#77 |
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Die Deutschen werden als Nation der Dichter und Denker bezeichnet, anders gesagt ist die Intuition und der Verstand wohl ausgeprägt. Liebe Kollegen, bleiben wir dabei. Mein früherer Chef (Uniklinik), der in der Forschung eine der führenden Positionen hatte und auch eine ganze Menge von den beiden Eigenschaften, hatte bei einer Visite folgendes gesagt: Wenn ein Arzt bei seinem Patienten keinen Praceboeffekt erzielen kann, hat er die Berufswahl verfehlt.

#76 |
  0
Norepinephrin
Norepinephrin

Aber genau darum geht es doch bei Studien in der Medizin (Schulmedizin gibt es nicht), von denen wir ach so wenig verstehen: Wirkt etwas über Placebo hinaus. Tut es das nicht, dann wirkt es selber gar nicht! Placebo bedeutet, dass da die Rahmenbedingungen und zwar ausschließlich diese wirken.

#75 |
  1
Naturwissenschaftler

Zwar kann niemand irgendeinen Mechanismus angeben, wie Homöopathie und manche andere alternative Therapien wirken, aber daß Homöopathie bei manchen Erkrankungen wirksam ist wurde längst bewiesen, und zwar durch Statistik, von der “Schulmediziner” wiederum i.d.R. nichts verstehen.
Meinetwegen als Placebo. Na und? Wenn es hilft!

#74 |
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Nichtmedizinische Berufe

#72 Herr Röpti,

Ihr Beitrag zeigt im Wesentlichen die Nähe der Homöopathie zur Esoterik sehr schön auf.

Sie:”Heilpraktikers – der grundlegend in Deutschland auch der Bewahrer und Spezialist der Naturheilkunde in all ihren Facetten ist”

Man kann es nur immer wieder betonen: Die Homöopathie ist kein Naturheilverfahren, denn sie beruht nicht auf den natürlichen Wirksamkeiten der Stoffe.

Wie übrigens Anthroposophie, Akupunktur, Reiki, Kinesiologie, Bioresonanz,… auch nicht. Nur allzu oft sind Heilpraktiker eher die Bewahrer dieser Verfahren denn der Naturheilkunde.

Sie: “Nun reicht Homöopathie in ihren Grundannahmen weit über das rein physische Modell der Wirklichkeit hinaus. Auch die tatsächlichen Arbeitsschritte, die auf diesen Grundannahmen beruhen, haben bestenfalls nur noch Schnittmengen mit dem physischen Wirklichkeitsmodell. Dann nämlich wenn Wirkungen beobachtet werden können.”

Nein.
Die Homöopathie behauptet eine gezielte Wirksamkeit von Stoffen in ihrer Abwesenheit.
Die Homöopathie behauptet, dass es verschiedene Formen der Abwesenheit eines Stoffes gibt (C30/C200).
Die Homöopathie behauptet, dass es einen Unterschied für die Wirksamkeit macht, welcher Stoff abwesend ist (Arsenicum C30/sulfur C30).

Jede einzelne Aussage setzt voraus, dass es innerhalb der Natur – und damit im Gegenstandsbereich der Naturwissenschaften – einen Mechanismus gibt, der Eigenschaften eines Stoffes in dessen Abwesenheit auf andere Stoffe überträgt.

Kurz: Die Homöopathie kommt ohne ein postuliertes Stoffgedächtnis nicht aus. Wassergedächtnis, Zuckergedächtnis, egal. Aber ohne ist nicht.

Und, so leid es mir tut, ein solches Gedächtnis ist mit den Erkenntnissen der Physik aus den letzten gut 100 Jahren im Widerspruch. Gleichartige Atome sind ununterscheidbar. Atome haben kein Gedächtnis. Eigenzustände einer Sorte Atom sind nicht auf eine andere übertragbar. Cluster halten nicht lange genug und sind in den Globuli ohnehin nicht mehr enthalten.

Diese Aussage der Physik steckt tief in vielen technischen Anwendungen – und bewährt sich im Alltag bestens. Wir bemerken im Alltag an keiner Stelle, dass wir sämtliche technischen Anwendungen mit einer Physik aufbauen, die die Atome komplett und grundlegend falsch verstanden hat.

Jeder Versuch, dem auszuweichen, ist nichts als Augenwischerei.

Die Homöopathie beruht auf einem naturwissenschaftlichen Wissensstand der napoleonischen Zeit. Zur damaligen Zeit waren Hahnemanns Annahmen noch mit dem damaligen Wissen vereinbar. Unser sich tagtäglich bestätigendes Wissen heute steht im direkten Widerspruch zu den Aussagen der Homöopathie.

Die Physik sagt klar: Beim Verdünnen vergeht etwas. Schütteln kann das nicht verhindern. Wir befinden uns mitten im Gegenstandsbereich der Physik.

Nicht vergessen sollte man, dass ein so oft postuliertes Wassergedächtnis der Homöopathie mehr Erklärungsprobleme einbringen würde, als ihr weiter zu helfen: Würden Homöopathika in irgendeiner Weise ein Wassergedächtnis ausnutzen, sie müssten gänzlich anders hergestellt werden. Denn nichts wäre mehr kontraproduktiv als die mühsam erschüttelten “Informationen” zu 99% in den Ausguss zu kippen. (Über die nötigen Sondermüllverordnungen dieses Abwassers ganz zu schweigen.)

Nein, wir haben mit einer solchen Argumentation ein esoterisches Ausweichmanöver vor uns. Die Physik stellt sogar ein sehr ernstes Problem der Homöopathie dar. Chemie, Biologie und Pharmakologie nicht weniger.

Sie: “”die Philosophie.
Die ist es, die per Definition im Homöopathiebereich sehr viel mehr Mitspracherecht hat.””

Nein, verzeihen Sie. Die Philosophie überlässt die Beschreibung von Vorgängen in der Natur sehr wohl den Naturwissenschaften.

Sie: “Denn Homöopathie beruht auf “metaphysischen”, nichts desto Trotz aber logischen und obendrein EMPIRISCH PRÜFBAREN Grundannahmen.”

Sie bemerken den inneren Widerspruch dieses Satzes?
Metaphysik ist von ihrem Wesen her nicht empirisch testbar.

Sie benutzen in Ihrem Text die Worte “Metaphysik” und “Geisteswissenschaft” als Synonym für Esoterik. Das sind beide Begriffe aber nicht. Alles, was Ihnen gelingt, ist aber die pseudowissenschaftliche Natur homöopathischer Behauptungen zu entlarven.

#73 |
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Otto Re.
Otto Re.

Lehnen Sie auch die Schulmedizin ab. Kein Bock auf unmenschliche Apparatemedizin? Keine Lust darauf, nur Versuchskaninchen der PharmaMafiA zu sein? Entkomme den geldgierigen Schulmedizinern, die deine bisherige Krankenkasse nur mit ihren Quartalspauschalen finanziell aussaugen wollen!
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#72 |
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Die wirtschaftlichen Interessen sind erdrückend.

#71 |
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Heilpraktiker

Ohne an dieser Stelle auf Einzelargumente einzugehen (mit anderen Worten: Gestreit und Gezänk zu unterstützen, egal ob Pro oder Kontra Homöopathie) -> an dieser Stelle kurz meine Meinung.
1. Ich bin der Ansicht, dass Erstattungsleistungen für Homöopathie und andere Leistungen nichts in der GKV zu suchen haben. Dies aber nicht auf Grund der “fehlenden Evidenz” – zu der ich gleich noch was zu sagen habe – sondern aus dem Gedanken heraus, dass die GKV in erster Linie unabdingbare Medizin (Grundversorgung wenigstens) für jedermann finanzieren muss. Außerdem gibt es einen unfairen Wettbewerbsvorteil. Dann nämlich, wenn Homöopathie-Leistungen (und ähnliches) erstattet werden, die Leistungen des Heilpraktikers – der grundlegend in Deutschland auch der Bewahrer und Spezialist der Naturheilkunde in all ihren Facetten ist – aber nicht.

2. Evidenz – Naturwissenschaft – Wissenschaft
Zunächst mal muss wieder einmal klar gestellt werden, dass “Wissenschaft” nicht gleich Naturwissenschaft ist. Wissenschaft ist grundlegend das Werkzeug bzw. die Basis der NATURwissenschaften. Diskutanten, die nicht mal diese Feinheit erfassen können, ganz gleich ob Arzt oder Heilpraktiker – nun, sollten sich wenigstens mal darüber Gedanken machen, bevor sie entsprechende Ausdrücke großspurig ins Diskussionsfeld führen.
NATURWISSENSCHAFT – die verlangt zu Recht Evidenz für Methoden, die ihrem Zuständigkeitsbereich unterliegen. Dieser kann sich maximal auf die physische Wirklichkeit beziehen – weshalb die Kardinaldisziplin der Naturwissenschaft -> “Physik” genannt wird (und übrigens nicht etwa “Schulmedizin” – Nebenschauplatz, aber auch nicht unwichtig ;) ).
Nun reicht Homöopathie in ihren Grundannahmen weit über das rein physische Modell der Wirklichkeit hinaus. Auch die tatsächlichen Arbeitsschritte, die auf diesen Grundannahmen beruhen, haben bestenfalls nur noch Schnittmengen mit dem physischen Wirklichkeitsmodell. Dann nämlich wenn Wirkungen beobachtet werden können.
Da es sich also nicht um ein rein physisches Therapiemodell handelt, sondern eben eines, welches von Arbeitsthesen ausgeht, die jenseits dessen liegen – hat Naturwissenschaft hier genau genommen keine Zuständigkeit. Deren primär physikalischer Ansatz macht sich ja auch genau dann bemerkbar, wenn sogenannte naturwissenschaftlich orientierte Diskutanten sich über die “Milchzuckerverschreibungen” lustig machen. Das kann ich niemanden verdenken, eine “Arzneikraft” wird nun mal nicht durch Naturwissenschaft erfasst.

Fraglich ist nun, ob es besonders wissenschaftlich sein kann, wenn Naturwissenschaft – trotz ihrer selbst gewählten Beschränkung (auf die Materie, siehe gallileischer Verzicht) – missbraucht wird, um ein Therapieverfahren zu beurteilen, welches sie gar nicht beurteilen kann.
Nein – das ist natürlich nicht wissenschaftlich und genau genommen ist es nicht mal naturwissenschaftliches Verhalten. Meiner Ansicht nach disqualifiziert sich jeder, der diesem Argumentationsschema folgt, selbst. Weil die Grundprämissen der eigenen Argumentationsgrundlage offensichtlich nicht begriffen wurden. (Nicht wahr, Herr Heinz Oberhummer?)

All das heißt jedoch nicht, dass Homöopathie nicht wissenschaftlich sein kann. Das muss hier noch erwähnt werden. Denn Naturwissenschaft ist eben NICHT die einzig relevante Form der Wissenschaft. Die zweite, die in unserem Kulturkreis lange Tradition hat – und nebenbei eine wesentliche Grundlage moderner Naturwissenschaft darstellt – ist die GEISTESWISSENSCHAFT, namentlich auch die Philosophie.
Die ist es, die per Definition im Homöopathiebereich sehr viel mehr Mitspracherecht hat. Denn Homöopathie beruht auf “metaphysischen”, nichts desto Trotz aber logischen und obendrein EMPIRISCH PRÜFBAREN Grundannahmen.

Damit ist von meiner Seite her alles gesagt: 1. Nein, Homöopathie gehört nicht zwingend ins GKV System, es gibt viele Gründe dafür, der wichtigste ist, dass hier naturwissenschaftlich basierte Medizin den Vorzug haben soll.
2. Jedoch nein, damit ist nichts aber auch absolut gar nichts über Sinn und Unsinn der Homöopathie ausgesagt. Sinn und Unsinn zu beurteilen, das wollen wir doch den Fachleuten überlassen. Das sind die entsprechenden Praktiker, die durch jahrelanges theoretisches Studium und praktische Erfahrungen nach logisch-empirischen Regeln, diese Kunst gelernt haben. Das sind in der Regel nicht Naturwissenschaftler oder gar solche, die sich dafür halten. (Ausnahmen gibt es natürlich, denn auch hier finden sich Menschen, die sowohl naturwissenschaftlich als auch geisteswissenschaftlich stark ausgebildet und leistungsfähig sind. Darum gehts hier aber nicht.)

MfG

#70 |
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Nichtmedizinische Berufe

#68 Herr Deutschbein,

nur um etwas Zeit zu sparen:

Sie: “der behauptete Placeboeffekt – es gibt Untersuchungen, wo er ausgeschlossen wird”

Mir ist gerade in einem anderen Forum hier aufgefallen, dass Sie Baumgartners Arbeiten mit Weizenkeimen hiermit meinen – zumindest im anderen Forum.

Und nein. Diese Arbeiten sind nicht reproduzierbar.

http://www.homeopathyjournal.net/article/S1475-4916%2809%2900097-6/abstract

“Two experimental studies on wheat preintoxicated with Arsenic trioxide yielded a significant shoot growth increase after an isopathic application of Ars-alb 45x. One independent reproduction trial however, yielded an effect inversion: wheat shoot growth was significantly decreased after application of Ars-alb 45x. (…) We did not observe any shoot growth increase after a treatment with Ars-alb 45x in any of the newly performed experiments.”

Also: Die Unterschiede gehen mal in die eine, mal in die andere Richtung, mal sind sie gar nicht da. Das ist exakt das Ergebnis, das man mit einem Placebo kriegt.

#69 |
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Nichtmedizinische Berufe

#68 Herr Deutschbein,

Sie: “Sie nennen Zahlen der Hersteller von Homöopathika, aber unterlassen es, mit den Zahlen der Pharma zu vergleichen.”

Sie wissen, was ein “Tu-Quoque-Fehlschluss” ist?

Man sollte sicherlich alle Kassenleistungen immer wieder hinterfragen.
Das ergibt aber schlicht kein Argument dafür, nicht zu fordern, dass die gesetzlichen Sonderregelungen, die die Homöopathie überhaupt erst in den Leistungskatalog gebracht haben, wieder abgeschafft werden.
Nur, weil es notwendig ist, alle Leistungen immer wieder zu prüfen, folgt daraus nicht, dass man das Bezahlen eines Placeboverfahrens nicht kritisieren darf.

Sie: “Soso, der Patient hat keinen Anspruch auf eine Leistung, von der er überzeugt ist?”

Zumindest nicht deshalb, weil er davon überzeugt ist. Das ist eben kein Grund für eine Übernahme der Kosten. Wie auch übrigens im Protokoll des 100. Deutschen Ärztetages festgehalten. Ich zitiere:

“”In letzter Minute in das Gesetzgebungsverfahren eingebrachte Veränderungen ermöglichen sämtlichen Gruppierungen unkonventioneller Heilverfahren auf der Ebene der von ihnen reklamierten ”Binnenanerkennung” in großem Umfang diagnostische und therapeutische Verfahren den Leistungen des Sozialversicherungssystems zugänglich zu machen. Diese Verfahren halten einer Prüfung auf Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit nicht stand und sprengen somit die Grenzen des ohnehin bis an den Rand der Leistungsfähigkeit strapazierten Sozialversicherungssystems.
Es wird nicht verkannt, daß ein Teil der Bevölkerung sich zu dieser Art Diagnostik und Therapie hingezogen fühlt. Die Finanzierung dieser Wünsche kann jedoch nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung gehen, wenn man nicht die Grundlagen einer wissenschaftlich orientierten Medizin in Frage stellen will.
Die deutsche Ärzteschaft fordert daher die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, die (….) in letzter Minute in das Gesetzgebungsverfahren eingebrachten Veränderungen im SGB V ersatzlos zu streichen””

Um nichts anderes als diese Forderung geht es noch immer.

Sie: “Erstens ist der behauptete Placeboeffekt – es gibt Untersuchungen, wo er ausgeschlossen wird – nur minimal an der Wirkung der Homöopathie beteiligt. ”

Nein. Das behaupten Lobbyverbände immer wieder. Aber die gesamte Studienlage ergibt keine abgesicherte Evidenz für eine Placeboüberlegenheit der Homöopathie.
Wie gesagt (#58): Bei weitem nicht das einzige Argument in der Homöopathiekritik. Nur ein Baustein von mehreren, die zusammen ein sehr stimmiges Bild ergeben.

Sie: “wir wissen beide genau, daß ein Praktiker, der jahrzehnte lang Heilungen erfährt, nie von der Homöopathie Abstand nehmen wird”

Daran erkennt man den wahren Dogmatiker: Der, der sich durch keine vorgelegte Evidenz überzeugen lässt.
Genau hier liegt eine unmittelbare Gefahr für den Patienten.
Wenn Therapeuten nicht mehr bereit sind, sich selbst zu hinterfragen und ihr Wissen immer wieder neu an der Evidenz zu überprüfen und anzupassen.

Der Patient muss im Mittelpunkt stehen. Nicht das Verklären eines längst vom Wissensfortschritt ausgemusterten 200 Jahre alten Verfahrens.

Sie: ” Die Tendenz der Pharma ist sowieso, alles, woran sie nicht verdient, verbieten zu lassen…”
Wie bereits betont: Homöopathiehersteller gehören zur Pharma. Und die verdienen an der Homöopathie sehr wohl.

Sie: “Es ist einfach nur erbärmlich, wie noch versucht wird, die im Vergleich geringen Summen (es SIND geringe) aus der Kassenleistung herauszunehmen.”

Es geht nur einerseits um die Kosten. Es geht mindestens ebenso sehr um das falsche Signal an Patienten und Therapeuten. (Wenn es übernommen wird, muss doch was dran sein.)

Und nein. Die Kosten sind erheblich. Kann es sein, dass Sie mit der Studienlage dazu nicht vertraut sind?

Can Additional Homeopathic Treatment Save Costs? A Retrospective Cost-Analysis Based on 44500 Insured Persons: Ostermann/Reinhold/Witt

“Data from 44,550 patients (67.3% females) were available for analysis. From the societal perspective, total costs after 18 months were higher in the homeopathy group (adj. mean: EUR 7,207.72 [95% CI 7,001.14–7,414.29]) than in the control group (….) Compared with usual care, additional homeopathic treatment was associated with significantly higher costs. These analyses did not confirm previously observed cost savings resulting from the use of homeopathy in the health care system.”

#68 |
  4
Nichtmedizinische Berufe

# 64 Herr Windsheimer,

Sie: ” Einfach einmal über den Tellerrand sehen und mit einer anderen Denkweise beschäftigen.”

Ist es so erstaunlich, wenn ich von meinem Arzt nicht entgegen dem bestmöglichen Wissen und Gewissen behandelt werden möchte?

Ja, Studien sind fehlerhaft. Manches muss später revidiert werden.
Ja. Wissen entwickelt sich weiter. Es kann passieren, dass wir heute angewendete Verfahren zukünftig als doch nicht so empfehlenswert einschätzen müssen, wie zunächst gedacht.
Ja. Es menschelt und es passieren auch schlicht Fehler.

Mit allen diesen Dingen muss ich als Patient immer leben.
Dennoch wünsche ich mir als Patient einen Arzt, der sich zumindest darum bemüht, mich nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln.

Ich will keinen Arzt, der beim empfohlenen Behandlungsverfahren ignoriert und verschweigt, dass schon die gesamte Naturwissenschaft der letzten 100 Jahre voll daneben liegen muss, damit seine Arzneien mehr wären als Placebos.

Tut mir leid, wenn ich mich als Patient mit so einer Denkweise nicht so recht anfreunden kann.

Auf der anderen Seite: Warum sollte ich?

#67 |
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Heilpraktiker

Gut, Herr Parsch. Sie nennen Zahlen der Hersteller von Homöopathika, aber unterlassen es, mit den Zahlen der Pharma zu vergleichen.
Sie kommentieren auch nicht den Preis eines Mittels von 7912,21€, wo der Herstellungspreis nur ein paar Euro beträgt – jeder Chemiestudent könnte das Mittel in der Waschküche herstellen. Forschungskosten fielen auch kaum an, da meiner Erinnerung nach nur eine H – Atom durch eine OH-Brücke ersetzt wurde.

Soso, der Patient hat keinen Anspruch auf eine Leistung, von der er überzeugt ist? Erstens ist der behauptete Placeboeffekt – es gibt Untersuchungen, wo er ausgeschlossen wird – nur minimal an der Wirkung der Homöopathie beteiligt. Zweiten – Sie haben insofern recht, daß tatsächlich die Kassen ziemlich diktatorisch bestimmen, wer für welche Leistung was bekommt. Höchste Zeit, daß sich das ändert – ich plädiere sowieso für eine Krankenkasse mit Wahlleistungen. Sie dürfen gerne die Therapien nehmen, welche Sie für richtig halten, überlassen Sie anderen auch die Wahl.

Alles andere ist Bevormundung mit dem Anpruch, die alleinige Wahrheit – in diesem Fall die Wahrheit der Schulmedizin – zu postulieren. Ich weiß, viele nehmen sich das Recht heraus, ohne auch nur eine Ahnung von dem Gebiet, über welches sie schreiben, zu haben.

Eine Ahnung haben die Praktiker, die über Jahrzehnte solch’ eine Therapie praktizieren – die Theoretiker, welche glauben, sie wüßten, wie das Universum funktioniert und von daher glauben, sie könnten Homöopathie nur aufgrund ihres Wissens über die Lochschmidt´sche Zahl verdammen, stellen sich nur selbst ein Zeugnis aus, daß ihr Vorstellungsbereich sich auf eine Konstante beschränkt, ohne zu berücksichtigen, daß sich der Trägerstoff in der Homöopathie verändert. Die Photos existieren und sind wiederholbar.

Aber was schreibe ich…. wir wissen beide genau, daß ein Praktiker, der jahrzehnte lang Heilungen erfährt, nie von der Homöopathie Abstand nehmen wird, während die Theoretiker meistens dagegen sein werden. Die Tendenz der Pharma ist sowieso, alles, woran sie nicht verdient, verbieten zu lassen, und wir wissen ja, wie diese Lobbyisten im Bundestag ein- und ausgehen. Homöopatische Mittel werden sowieso seit vielen Jahren nicht mehr erstattet. Es ist einfach nur erbärmlich, wie noch versucht wird, die im Vergleich geringen Summen (es SIND geringe) aus der Kassenleistung herauszunehmen.

#66 |
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Nur meine Meinung
Nur meine Meinung

wieso entwickeln die Firmen, die Homoöpathische Medikamente herstellen, nicht einfach ein homöopathisches Globuli von mir aus auch ein Getränk mit Bachblüten in Alkohol, das den Blutdruck, sagen wir mal um 20, senkt? Da könnten doch alle nur davon profitieren. Die Patienten nehmen die 1-3 Globuli am Tag, und haben mit 1-3 Kügelchen einen normalen Blutdruck ohne Nebenwirkungen, die Kassen sparen ein Haufen Geld, weil die globuli fast nichts kosten, die Ärzte haben zufriedene Patienten, indie Krankenhäuser kann man Personal und Betten und Geld einsparen udn es gibt viel weniger Herzinfakt und Schlaganfall. Wenn der Blutdruck nicht genug niedrig ist, müsste man nur die Globuli nochmal vieleicht 10mal schütteln und schwupp geht der Blutdruck nochmal 10 stärker runter.
Ich sag euch was: das wird alles von einer Geheimorganisation der Heilpraktikermafia verhindert , weil dann keiner mehr für teures Geld zum Heilpraktiker gehen würde und dort die Globuli und Bachblüten kaufen würde, weil dann gäbs die ja umsonst auf rezept in der Apotheke. (unterstützt wird die Heilpraktikermafia vom Rentenministerium, weil dann viel länger Rente bezahlt werden müsste wenn man nicht mehr so schnell stirbt)
Habt ihr euch schon mal gefragt, warum es die Heilpraktiker nur in deutschland gibt? Genau deswegen! Die Deutschen sollen absichtlich nicht von ausgebildeten Ärtzten behandelt werden wie in allen anderen Ländern der Welt üblich, um uns all auszulöschen (Wer hat Interesse an einem Bevölkerungsrückgang der Deutschen? Denkt mal schnell nach! Der Post wird sicher gleich von DENEN gelöscht werden. Das ist keine Verschwörungs-THEORIE, sondern bereits Praxis. Die Bevölkerung schrumpft bereits!!!1111

#65 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Was hat das denn bitte mit über den Tellerrand zu tun? Das ist nicht Tellerrand, das ist Phantasialand.
Die Bundesärztekammer hat auch Stellungnahmen zur Homöopathie herausgegeben, die sehr kritisch sind. Warum eigentlich? Was ist das denn für eine Argumentation?
Wie kommen Sie dazu Dogmatismus zu unterstellen? In den ersten Pharmakologievorlesungen des Medizinstudiums wurde u.A. die Homöopatie als dogmatische Lehre angerissen. Warum eigentlich? Ist Ihnen die BEdeutung des Wortes “Dogma” geläufig? Sonst empfehle ich mal nachzuschlagen und zu prüfen, ob es sinnvoll Anwendung finden kann, wie Sie es verwenden.

#64 |
  1
Gast
Gast

Sehr amüsant: dieser Vermeintlich große Anteil von 5,7 Mio.€ gemessen an den Gesamtausgaben für Medikamente dürfte allenfalls als homöopathische Dosis durchgehen .. Sagen wir mal d30?!

Kleiner Spaß am Rande Freunde der heißen Diskussionen! Kühlt eure Köpfe mit einem coolpack sonst steigt der Hirndruck!

Man muss das Thema diskutieren dürfen.
Ich finde ein Großteil der Argumente haben etwas gutes! Wad mich immer stört an diesen endlosen Diskussionen ist dass man nur die Fehler des gegenüber zählt und nur darauf wartet ihn fertig zu machen… Das ist das traurige an Diskussionen – wir sind einfach alle zu blöd dafür!

#63 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Top-Beitrag, Frau Parsch. Ich habe mir bei dem Kommentar, den Sie aufgegriffen haben nur an den Kopf gefasst.

#62 |
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Nichtmedizinische Berufe

#60 Herr Deutschbein,

Sie: “In den Streit Homöopathie und Gegner möchte ich garnicht eingreifen – sondern nur den offensichtlichen Fakt nochmals darlegen, daß die Pharma so ziemlich alles tut, um Therapien, an denen sie nicht verdient, zu diskriminieren.”

1) Ihnen ist aber schon klar, zu welcher Branche die Hersteller der Globuli zählen?

Richtig: Da sie nach deutschem Recht (Sonderregelungen!!) nun mal Arzneien herstellen, zählen sie zur Pharma.
Und sie verdienen nicht schlecht.
DHU und Heel im 3 stelligen Millionenbereich. Pro Jahr.
Boiron über einer halben Milliarde. Pro Jahr.
Mit Placebos….
Der Geldeinsatz für die Homöopathie ist alles andere als minimal. Die Deutschen allein geben pro Jahr über 200 Millionen Euro für Homöopathie aus. Anamnesegespräche fallen mit Gebühren zu Buche, von denen jeder Arzt nur träumen kann, wenn er seinen Kassensatz von wenigen Euro pro Quartal/Fall/Patient abrechnet.

Sie: “Wie fanatisch müssen die Gegner der Homöopathie sein, um auch noch diese paar Euro aus der Kassenleistung zu entfernen?”

Das hat mit Fanatismus nichts zu tun. Sondern einfach mit dem Protest gegen die “Zweiklassenevidenz”. Es geht darum, dass gesetzliche Sonderregelungen geschaffen wurden, die den Homöopathen einen Wirksamkeitsnachweis ersparen.

Dass Homöopathika so in Apotheken stehen und von Kassen bezahlt werden, gaukelt dem Patienten eine Gleichwertigkeit vor, die nicht gegeben ist.

Nein. Mit seinem Kassenbeitrag hat man keinen Anspruch auf eine Kostenübernahme des esoterischen Wunschverfahrens seiner Wahl. Wenn wir das wollen, dann müssen wir konsequent auch jede Chakrenheilerin auf Kasse abrechnen lassen. Mehr als dem gesicherten Wissen widersprechen kann ihre Methode auch nicht.

#61 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

@Dr. rer.nat. Walter Brockes

Genau so sieht es aus, wie Sie es sagen.
Fakt ist aber, dass die Homöopathie bei sauberen Untersuchungen nicht besser, als Placebo abschneidet.
Mehr noch, in meinen Augen befindet sich die Homöopathie auf einem “Stand”, bei dem solche Studien sogar verfrüht sind. Die Homöopathie ist besher gar nicht würdig, einem solchen Aufwand unterzogen zu werden. Die Prinzipien, auf denen die Homöopathie beruht widersprechen gesicherten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Eine plausible Erklärung für einen Wirkmechanismus fehlt völlig. Kein Hersteller würde auf dieser Grundlage RCTs überhaupt durchführen, weil man so, völlig egal, wie die RCTs hinterher ausgehen in jedem Fall keine Zulassung für sein Medikament erhält.
Wenn man die Homöopathie nur ernst nimmt verbietet sich eigentlich ihr Einsatz, weil überhaupt kein Nebenwirkungsprofil bekannt ist. Wo Wirkung ist ist aber immer auch Nebenwirkung.
Homöopathie hat den Eigenanspruch wirkungsvolle Therapeutika zu nutzen. Dann ist es aber im Umkehrschluss nicht vermessen, sondern nur logisch zu fordern, dass sie auch behandelt werden, wie andere Pharmaka. Also ein ordentliches Zulassungsverfahren durchlaufen etc.

#60 |
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Heilpraktiker

Zum ersten – aus Sicht der Patienten, welche eher naturheilkundlich orientiert sind, erhebt sich die Frage, wie man einerseits den minimalen Geldeinsatz bei Globuli kritisieren kann, aber andererseits Mittel wie Revlimid ohne jeden Kritkpunkt hinnimmt (21 Hartkps. (N1) 25 mg 7912,21€ !!!) Das Mittel ist ein Conterganabkömmling, welches durch minimale Veränderungen als neues Medikament deklariert werden konnte. Herstellungs- und Entwicklungskosten – minimal. Seltsamerweise wird dieses Geschäftsgebaren nie angekreidet – aber bei den paar Euro für Globuli regelmäßig.

In den Streit Homöopathie und Gegner möchte ich garnicht eingreifen – sondern nur den offensichtlichen Fakt nochmals darlegen, daß die Pharma so ziemlich alles tut, um Therapien, an denen sie nicht verdient, zu diskriminieren. Dies ist keine Verschwörungstheorie, sondern sind x-fach belegte Fakten. Ein Hauptkommisar verglich die Pharma mit mafiaähnlichen Strukturen.

Wie fanatisch müssen die Gegner der Homöopathie sein, um auch noch diese paar Euro aus der Kassenleistung zu entfernen? Zahlen die Homöopathieanhänger nicht auch ihre Beiträge? Sind sie von daher nicht berechtigt VON IHREM EIGENEN GELD Leistungen der Kassen zu beanspruchen, egal, ob wirksam oder nicht? Die Anhänger der Naturheilkunde müssen ja auch die teilweise irrsinnigen Leistungen – siehe oben über Revlimid – mittragen – haben die sich jemals beschwert? Wobei es allerdings Zeit würde…

Aber die Artikel von Michael van den Heuvel sind ja in ihrer pharmafreundlichen Auslegung inzwischen bekannt… leider muß man sich trotz der Zeitverschwendung, solche Anschauungen zu kommentieren, gegen diese systematische Zerstörung der Erfahrungsheilkunde wehren.

#59 |
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Norepinephrin
Norepinephrin

Diese Diskussion hier ist zu weiten Teilen beschämend!
Dabei ist es ganz einfach. Man braucht keine Ideologie und nix.

Verfahren, die nicht evident sind, gehören nicht in den Leistungskatalog der GKVen. In einem, bis an seine Belastungsgrenzen gespannten Gesundheitssystem sollte kein Geld für Therapien aufgebracht werden, deren Wirkung weder wissenschaftlich plausibel noch evident sind.

Wer das unbedingt möchte, soll solche Therapien gerne in Anspruch nehmen. Aber dann bitte auf eigene Kosten und nicht auf Kosten der Allgemeinheit.

#58 |
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Nichtmedizinische Berufe

#53 Frau Kellner-Goodwin,

Sie: ” Und das soll einen Placeboeffekt bei Tieren belegen? Wohl eher bei den Haltern. Wie bei den meisten Studien so auch hier: Der Fehler ist bereits in der Fragestellung.”

Bitte beschäftigen Sie sich dorch erst einmal ausführlich mit dem Placeboeffekt.
Ja, ganz richtig: Ein großer Teilm des Effektes entsteht beim Besitzer. Der Fachausdruck wäre dann “Placebo by Proxy”.

Der Besitzer wird ruhiger – das überträgt sich auf das Tier. Die Wahrnehmung der Symptome verschiebt sich.

Danaben zählen zu den Kontexteffekten – von denen der Placebo nur einer, wenn auch der wichtigste ist – auch Effekte, die beim Tier ebenfalls greifen.

Die natürliche Genesung zum Beispiel. Und der Faktor Zeit.
Ja, auch beim Tier kommt es vor, dass Beschwerden ausheilen, nachdem man Placebos gegeben hat. Auch beim Tier vehindern Placebos keine Gesesungen.

#55

Sie: “Unzählige Studien sind bestenfalls fehlerhaft. Nicht wenige getürkt. Die evidenzbasierte Medizin bewegt sich deshalb insgesamt auf morschem Untergrund.”

Sicher. Wie heißt der bekannte Spruch?
__RCT-Studien sind die schlechteste Methode, die Wirksamkeit von Verfahren zu testen – ABGESEHEN von allen anderen Methoden, die man versucht hat.__

RCT-Studien sind ein statistisches Verfahren – und damit fehleranfällig. Sie sind dennoch der Weg zu den bestmöglichen Daten.

In jedem Falle – und das belegt die Geschichte der Medizin schmerzhaft – sind sie besser als Anekdoten, persönliche Eindrücke oder unhinterfragte Behauptungen.

Zum Glück aber sind wir bei der Bewertung der Homöopathie nicht auf Studien allein angewiesen. Wir haben Daten, die darüber hinaus gehen.
Wir haben explizite Widersprüche in der Physik, der Chemie und der Pharmakologie zur Behauptung, Stoffe würden in Abwesenheit wirken, nur weil man etwas schüttelt.

Wir haben bei der Homöopathie außerdem alle typischen Merkmale eines Placeboverfahrens:
– Mehrere nebeneinander existierende Varianten, die einander widersprechende Aussagen beinhalten
– Unwille zu testen
– Unhinterfragbarer Guru (Hahnemann) und seine Bibel (Organon)
– Kein durch Belege gesichertes Wissen
– Kein disziplinimmanenntes Verfahren, gesichertes Wissen zu erhalten und Falschaussagen auszumustern

Wir haben eine Homöopathiekritik, die aus 3 gesicherten und ineinandergreifenden Standbeinen besteht: Den Studien plus dem naturwissenschaftlichen Wissen plus den inneren Widersprüchen der Homöopathie.

Sie: ” Jeder Arzt, der ein, zwei Jahrzehnte gearbeitet hat, hat aus seiner klinischen Erfahrung wertvollere Erfahrungswerte zur Hand.”

Ich denke, es gibt genug Ärzte, die auch heute noch wissen, dass ihre eigenen Erfahrungen zwar wertvoll sind, aber keine stärkere Evidenz besitzen als eine stimmige Gesamtstudienlage und die letzten 150 Jahre Naturwissenschaft zusammen. Und das ist auch gut so.

#57 |
  5

So emotional wurde selten ein Thema diskutiert, dabei geht leider alles durcheinander. Ausdrücklich ist in obigem Artikel von Globuli die Rede, nicht von Naturheilmitteln, was von vielen Kommentatoren offenbar nicht unterschieden werden kann. Wenn zumindest in der Tiermedizin die Verabreichung von Globuli so hochwirksam ist, wie hier selbst Medizinprofessoren behaupten, dann sind ja die Bedingungen für eine Doppelblindstudie geradezu ideal und es müßte ein Leichtes sein, die Evidenz zu belegen. Einzelne Fälle von Spontanheilung belegen leider nichts.
Das Argument, das viele Pharmaka nichts bringen und erhebliche Nebenwirkungen haben, ist kein Argument für die Wirksamkeit von Globuli. Nicht alles wirkt bei jedem gut, aber wenn ein Medikament nicht besser wirkt, als ein Placebo, dann reicht auch ein Placebo.

#56 |
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Otto Re.
Otto Re.

@Dr. Komp:
Der Gipfel der Unverschämtheit, mir ungefragt Globuli zur Therapie einer mir von Ihnen online gestellten Diagnose einer Neuropathie anzubieten?
Ist Ihnen eigentlich nichts peinlich? Ich mache hier auch keine Wortspiele mit Ihrem Nachnamen. Also unterlassen Sie das in Zukunft, wenn Sie ernstgenommen werden wollen.
Zum Thema:
Hat heute abend eigentlich irgendein Homöopathie-Anhänger noch etwas Konstruktives zu obigen Artikel anzumerken ohne sich ad-hominem zu abzureagieren?

Es scheint, dass die hier versammelten Homöopathen an den Aussagen von Prof. Schmacke am Ende des Artikels nichts auszusetzen haben, da es für einige interessanter zu sein scheint, mich persönlich zu beleidigen (gerne weiter, wenn’s euch Spass macht.
Besteht also Einigkeit bzgl: „Der Glaube an die Wirkung von Globuli reicht nicht“?
Alle einverstanden mit den Kritikpunkten von Prof. Schmacke?
1. ungerechtfertigter Schutz der Homöopathie als besonderes Therapieverfahren durch den Gesetzgeber
2. ungerechtfertigte Legitimation einer Therapieform lediglich aufgrund einer “Nachfrage” von Patientenseite und einer Art Selbstgenehmigung durch sog. Binnenkonsens infolge systematischer Lobbyarbeit
3. fehlende Aufklärung darüber, dass Homöopathie ausschließlich Placeboeffekte nutzt (maximal laienhafte “Mini-Psychotherapie” im Rahmen überdimensionierter Erstanamnesen; vgl. N. Grams 2015)
– ungerechtfertigte Heilversprechen bei schweren Erkrankungen z.B. bei Krebs (Jens Wurster ist KEIN Einzelfall). Die “Homöopathen ohne (SCHAM)Grenzen” wollten Ebola mit Globuli therapieren!

Vielen Dank an Michael van den Heuvel und Prof. Norbert Schmacke für die klaren Worte. Hundertmal besser als das niveaulose Schwurbeltheater hier.

#55 |
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Ulrike Kellner-Goodwin
Ulrike Kellner-Goodwin

# 52 Leider sind Studien nicht das, was Sie sich von ihnen erhoffen, verlässliche Fakten. Unzählige Studien sind bestenfalls fehlerhaft. Nicht wenige getürkt. Die evidenzbasierte Medizin bewegt sich deshalb insgesamt auf morschem Untergrund. Welcher Studie vertrauen, welcher nicht? Jeder Arzt, der ein, zwei Jahrzehnte gearbeitet hat, hat aus seiner klinischen Erfahrung wertvollere Erfahrungswerte zur Hand.

#54 |
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Psychotherapeut

Um es gleich deutlich zu sagen: ich habe an sich mit Homöopathie “nix am Hut”, aber: wenn man ein wenig Ahnung hat über die weitreichenden Wirkungen von Hypnotherapie nicht nur bei funktionellen Störungen und Schmerzbelastungen, kann man doch ganz gut verstehen, wie auch “substanzlose Substanzen” durchaus sehr wirkmächtig sein können!
Die sehr ausführliche Anamnese im Gespräch mit sicherlich vielen Affirmationen und das Gefühl verstärkend, dass sich endlich mal einer Zeit nimmt und zuhört, das ist sozusagen eine umfassende Induktion der Hypnose, der dann die eigentlich substanzgebundene Hypnose in Form von Globuli etc. folgt – bekannt als Ablationshypnose, die sehr wirksam sein kann. Und das geht über das allgemeine Verständnis dessen, was Placebo ist, doch noch noch weit hinaus.

Andererseits: wie steht es denn um die Nachweise der Wirksamkeit von Chemotherapautika bei onkologischen PatientInnen? – Auch hier gibt es ja – aus ethischen Gründen – keine Doppelblindstudien, die echte Wirksamkeitsnachweise erbringen könnten.
Bei einer 30-jährigen Frau nach Tumorentfernung würde ich wohl unbedingt zu einer Chemotherapie raten, aber bei Menschen über 70-80 doch eher nicht mehr. Denn man kann schon oft ins Grübeln darüber kommen, ob die Chemotherapien mit ihren zumeist schweren Nebenwirkungen wirklich helfen und Leben verlängern – oder ob sie nicht nur die Lebensqualität massiv senken für einen relativ kleinen Nutzen.

Die Heilpraktiker füllen eine Lücke aus, die die Medizin selbst immer neu schafft, weil sie nur noch total durchökonomisiert funktioniert, dh für Gespräche ist kaum Zeit da, denn das bringt kein Geld.

Das Wissen von z.B. Onkologen und z.B. Psychiatern über die von ihnen angewandten Pharmaka ist im übrigen oft nicht weniger nebulös wie das der Homöopathen und beruht auch wesentlich auf Konventionen und hypothetischen Annahmen, die von den Pharmariesen sehr geschickt mit dem Touch der Wissenschaftlichkeit gesteuert werden.

Wenn man dann noch die Kosten einer oder mehrerer Chemotherapien bedenkt, dann kommt man noch mehr ins Nachdenken….

Gleiches gilt auch in der Psychiatrie: mehrfach gab es schon Studien, die den weithin gebräuchlichen SSRI kaum mehr Wirkungen zusprechen als Placebo. In 20 Jahren wird man darüber vielleicht mal sehr den Kopf schütteln, was wir jetzt alles so machen.

Vernünftig wären Studien darüber, welche Wirkfaktoren es doch so vielen Menschen besser gehen läßt mit Homöopathie als mit harten Chemos! Die Globuli allein sind es sicherlich nicht!

Ich denke, dazu könnte man jenseits allen magischen Denkens sehr viel Vernünftiges und Hilfreiches zu Tage bringen.

#53 |
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Ulrike Kellner-Goodwin
Ulrike Kellner-Goodwin

#47 Otto Re: Wer hat das Verhalten der Hunde beurteilt? Richtig: Herrchen oder Frauchen. Und das soll einen Placeboeffekt bei Tieren belegen? Wohl eher bei den Haltern. Wie bei den meisten Studien so auch hier: Der Fehler ist bereits in der Fragestellung.

#52 |
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Nichtmedizinische Berufe

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich ein paar Kommentare, die hier von angeblich studierten Medizinern abgegeben wurden, als Patient schwer erschüttern.

Wenn ich bei #48 zum Beispiel lese

“Dieses Evidenzgefasel steht gegen die unerschütterliche Überzeugung homöopathischer ÄRZTE…”

dann muss ich mich ernsthaft fragen, ob man heute im Medizinstudium nicht mehr den Sinn und Zweck sauberer Evidenz beigebracht bekommt. Lernt man heute vielmehr, dass stures Beharren auf widerlegten Behauptungen gleichwertig mit sauberer Evidenz ist?

Darf ich klipp und klar sagen, dass ich hoffe, als Patient niemals aus Versehen in einer Praxis zu landen, in der ein Arzt sitzt, der die Notwendigkeit zum Belegen von Behauptungen als unnötiges Evidenzgefasel abtut?

Andere Ärzte erzählen uns hier ihre Anekdoten. Lernt man denn im Medizinstudium nicht mehr, dass und warum derartige Anekdoten nichts belegen?

Lernt man denn nicht genug über die Natur des Placeboeffektes, dass wir uns solch erbärmliche Kommentare wie die Behauptung, es gäbe bei Tieren keine Kontexteffekte, in diesem Forum ersparen können?

Wenn ich hier sehe, wie studierte Ärzte über plumpe Ad Homina nicht hinauskommen (#50), dann ist das ein Armutszeugnis für Deutschlands Medizin.

Wer hat von den Mitdiskutierenden denn das hervorragende Buch von Norbert Schmacke gelesen?

Er fordert darin doch endlich wieder das Wohl des Patienten in den Mittelpunkt zu rücken und nicht das Verklären eines Verfahrens, von dem wir längst wissen, dass seine Hochpotenzen reine Placebos sind.

Professor Schmacke fordert in diesem Buch dazu auf, endlich die Konsequenzen aus unserem Wissen zu ziehen. Aus dem Wissen der Naturwissenschaften (die im klaren Widerspruch zur Placeboüberlegenheit stehen), aus dem Wissen aus den vorhandenen Studien (siehe z.B. “NHMRC DRAFT INFORMATION PAPER [APRIL 2014]”) und aus dem Wissen, dass den Krankenkassen enorme Mehrkosten entstehen (“Can Additional Homeopathic Treatment Save Costs? A Retrospective Cost-Analysis Based on 44500 Insured Persons” von Ostermann/Reinhold/Witt). Nicht zu vergessen, dass die Kassenübernahme ein völlig falsches Signal an den Patienten schickt: Wenn die Kasse zahlt, wird schon was dran sein.

Ja. Anhaltende Nachfrage nach der Homöopathie hat ihren Grund: Gezielte Fehlinformation, Lobbyarbeit, gesetzliche Sonderregelungen und ein Teufelskreislauf aus sich selbst verstärkenden Irrtümern.

Norbert Schmacke zeigt das in dem Buch sehr gut auf. Und er fordert, endlich die bisherige “Homöopathieforschung” einzustellen, die nur dem Zwecke dient, das Deckmäntelchen des “noch nicht nachweisbar endlos auszudehnen. Und stattdessen endlich, endlich Studien zu machen, die untersuchen, was denn dem Patient wirklich hilft.
Wir brauchen Studien, die die Anamnesegespräche und die psychologischen Effekte darin genauer untersuchen. Wir müssen die vertrauensbildenden Gespräche in die Medizin zurückholen.

Aber wir brauchen keine gesetzlichen Sonderregelungen für Esoterik im Gesundheitswesen. Die Folgen solchen Tuns sehe ich mit Schrecken in den Kommentaren mancher Mediziner hier.

Viele Grüße – in Erwartung Ihrer Ad Homina

Ute Parsch

#51 |
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Gast
Gast

Die Phänomene in der Medizin sind so vielfältig, dass vieles (noch) nicht verstanden wird. Jeder ernsthafte Mediziner, egal ob Hp oder Arzt hat vor Rätseln gestanden, die trotz genauer Anamnese und Untersuchung nicht gelöst wurden. Manch eine evidenzbasierte Methode hat versagt – ohne zu erklären warum und manch eine Methode von uns “Scharlatanen” – ich bin auch Hp hat geholfen, oft auch ohne Klarheit warum.
Mir ist lieber ein Placebo ohne Evidenz und Nebenwirkungen als eine evidenzbasierte Therapiemaßnahme mit vielen Nebenwirkungen (z.B. Contergan). Wir sollten vorurteilsarm miteinander diskutieren und der täglichen Erfahrung Raum geben – gleichberechtigt neben klaren Forschungsdaten.

#50 |
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Irgendetwas muss Ihnen, Herr Re. (Rex ? , Regularius ? Rectus ?) im Leben arg mitgespielt haben – sonst würden Sie sich nicht so ereifern und sich so langsam zum “Torschützen-König” der Kommentare hochschießen wollen.
Möge Ihre “wissenschaftliche” (?) Seele irgendwann zur Ruhe kommen – wenn nicht – auch für neuropathische Fragestellungen gibt es “GLOBULI” !
Ich bitte um Entschuldigung, aber Ihre Kommentare und Einwürfe sind nur so noch zu ertragen und hinzunehmen.

#49 |
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Otto Re.
Otto Re.

Solange die Homöopathie (Medizin würde ich dies nicht nennen) nicht an Wirksamkeitsnachweisen interessiert ist und in ihrem blöden Starrsinn verharrt, ist zu wünschen, dass der Kontakt zwischen wissenschaftlicher Medizin und PatientIn so wirksam erhalten bleibt!

#48 |
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Bei solchen Artikeln wird mir immer gleich übel! Zum Glück gehen viele deutsche Kassen immer noch den vernünftigeren Weg und zahlen für homöopathische Arzneimittel! Dieses Evidenzgefasel steht gegen die unerschütterliche Überzeugung homöopathischer ÄRZTE, dass sie richtig handeln, wohl wissend, dass ihre PatientInnen ihnen freiwillig folgen und sie damit schwere evidente Medikantennebenwirkungen der Schulmedizin vermeiden! Solange die Schulmedizin nicht an Wirksamkeitsnachweisen der homöopathischen Medizin interessiert ist und in ihrem blöden Starrsinn verharrt, ist zu wünschen, dass der Kontakt zwischen Kassen und PatientIn so wirksam erhalten bleibt!
Dr. med. J. Lyncker

#47 |
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Otto Re.
Otto Re.

Liebe Homöopathen und Heilpraktiker:
1. Mit euren fortgesetzten ad-hominem-Angriffen auf den Autor, die homoöpathie-kritischen Kommentatoren und auch mich (#26 und #28) diqualifiziert ihr euch als ernstzunehmende Diskussionspartner.(S.a. Punkt 5)
2. Bitte verschont die Leser mit euren unaufgefordert geschilderten persönlichen Erfahrungen mit irgendwelchen Globuli. Diese sowieso unglaubwürdigen Anekdoten interessieren niemanden. Machen Sie das doch in Ihrem Globuli-Forum bei Facebook. Ich schreib ja auch nicht, wie toll die letzte Aspirintablette bei mir gewirkt hat.
3. Für diejenigen, die einfach mal wieder keine Ahnung haben: Selbstverständlich gibt es einen Placebo-Effekt bei Tieren.
Hier bitte lesen: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=1072 mit weiteren Links zu den Originalpubikationen.
Auch ein Placebo-by-proxy-Effekt existiert.
Das Placebo-Buch der Bundesärztekämmer steht komplett online im Netz. Lesen bildet.
4. Bisher vermisse ich weiterhin eine sachbezogen Argumentation, warum Globuli, also sauteure Placebos, von der Allgemeinheit bezahlt werden
sollten. Weil es nur 0,1 Prozent der Gesamtausaben sind? Okay, wo seht ihr die Grenze? Bei 1% oder bei 10%, wo hört der Placebo-Spass auf? Nur weil Placebos helfen? Warum nicht über den Placebo-Effekt hinaus heilen? Warum sich mit dem bloßen Placebo-Effekt begnügen? (Übrigens: Recht hat der, der BEWEISEN kann, dass er heilt, und nicht der, der das nur behauptet!)
PS: 5. off Topic: Und wisst ihr was mir am meisten bei euch Homöopathen und selbsternannten Heilern und sonstigen Heilpraktikanten stört: das permanente Schlechtreden der wissenschaftlichen Medizin, natürlich auch der Impfungen.

#46 |
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Kirsten Osbahr
Kirsten Osbahr

DocCheck polarisiert gerne und recherchiert lückenhaft. Geworben wird mit reißerischen Überschriften. Ich denke, es ist die “Bildzeitung” der so genannten Schulmedizin. Ein ernsthafter, gleichberechtigter und wertschätzender Austausch, gerade auch im Forum (!), liest sich anders. Er ist auch nicht gewollt. Argumente und Erfahrungen zählen nicht und deshalb lohnt die ganze Aufregung sich nicht. Mit manchen Menschen zu streiten ist, wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.

#45 |
  7
Micha Do
Micha Do

Weil das hier auch wieder durch die Zeilen geistert: Homoeopathie hat NICHTS, aber auch GAR NICHTS Mit Naturheilkunde zu tun.

#44 |
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@42 Prof Dr. Lauterbach kam vor einigen Jahren auf eine ähnliche Rechnung, die ihn aber nicht davon abgehalten hat, gegen die Kostenübernahme für homöopathische Mittel zu votieren. Deutschland, deine Lobbyisten ….
Ds reale weitverbreitete Problem ist doch aber: Die Nebenwirkungen der klassichen Medikamente. Meiner 93-jährigen Nachbarin geht es besser, wenn sie ihren Betablocker gegen den Rat ihres Kardiologen weglässt, als wenn sie ihn nimmt. Wann werden die Kosten für Medikamente grundsätzlich breit thematisiert, deren Nebenwirkungen die gewünschte Hauptwirkungen überwiegen und konterkarieren?

#43 |
  4
Martina Brüstle
Martina Brüstle

Mir hat bei zwei Krankheitsbildern zu verschiedenen Zeiten individuell geholfen: Sepia LM-Tinktur; Dulcamara C30 Globuli; kein Arzt hatte das geschafft.
Meiner Tochter half nach 1/2jährigem Leiden und etlichen erfolglos gebliebenen allopathischen Therapie- und Heilversuchen Arnika C30 Globuli.
Eine intensive Kenntnis des Patienten ist Voraussetzung zur Findung des geeigneten homöopathischen Mittels.
Also ich bin von der Homöopathie überzeugt – ich “glaube” an ihre Wirksamkeit, denn ich “weiß”, sie hat bei mir und meiner Tochter gewirkt.

#42 |
  9
Gast
Gast

Die Einsparungen liegen dann bei 0,00004 % der Gesamtausgaben, das wird dann jedes Problem lösen
Im Jahr 2010 wurden 102 Milliarden britische Pfund für die nationale Gesundheitsversorgung in England ausgegeben.

#41 |
  4
Dr. med. Dieter Mehlhorn
Dr. med. Dieter Mehlhorn

Es mag sein, daß Globuli und Verdünnungen über 10 hoch 24 bei entsprechenden Patienten ohne gravierende Erkrankung helfen können! Aber diese besondere Therapieform sollte aus der eigenen Schatulle beglichen werden! Dann hilft sie auch besser! Einer akuten Blinddarmentzündung, einem Beinbruch oder einer Streptokokkeninfektion mit anschl. Erkrankungen ist mit derartiger Behandlung nicht beizukommen. Cavete Placebos!
Die entsprechenden Erkrankungsausgänge, z.T. letal, können jedoch keine Folgen haben, da sie ja nicht von einem Arzt veranlaßt wurden!

#40 |
  6
Eva Ewald
Eva Ewald

Ich behandle Tiere mit Naturheilkunde, meine Patienten kennen den Placebo-Effekt nicht und welch Wunder es hilft trotzdem. ;-)

#39 |
  17
Dr. med. Hans-Georg Aberle
Dr. med. Hans-Georg Aberle

Homöopathie=größter Betrug der Medizin, erfunden von einem Quacksalber geeignet für “Halbkranke” (oder Halbgesunde?)
Bitte Globuli-Therapie nicht in die Naturmedizin einordnen, die ist etwas ganz anderes und sinnvoller!

#38 |
  19
Heilpraktikerin

Das wird die royale Familie in Great Britan nicht freuen :((((, aber die können sich ja zum Glück ihre homöopathische Behandlung auch ohne GKV-Leistung leisten. Warum nur immer dieser harsche, niederschmetternde und böse Ton wenn es um Homöopathie geht. Jeder zweite hat schon mal homöopathische Mittel benutzt und es gibt etliche Wiederholungstäter, warum wohl. Diese “never ending and boaring story” hängt mir echt zum Halse heraus. Ein bisschen Frieden wäre auch in dieser Angelegenheit ein schöner Zug.

#37 |
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Herr Mathias Eifried
Herr Mathias Eifried

Das ist kein seriöser Journalsimus, sondern nur einseitige Berichterstattung.
Wann werden Journalisten wieder ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht:
Alle Seiten hören, vorurteilsfrei recherchieren und dann veröffentlichen.
Der Zweck dieses Artikels ist leicht zu durchschauen.

#36 |
  13
Christine Osiw
Christine Osiw

Ist ja schon seltsam, dass nach angeblich wissenschaftlicher Evidenz Homöopathie ausschließlich auf Placeboeffekte zurückzuführen sein soll, wenn gerade Ärzte, die vielleicht mehr als Otto-Normalpatient über Wirkung und Nebenwirkungen der allopathischen Medikamente vorzugsweise auf Homöopathie zurückgreifen, besonders, wenn die “Leitlinien-konforme” Behandlung mal wieder nichts gebracht hat.

Ist der Medizinbetrieb so krank, dass die Evidenz der Heilungserfolge nichts zählt (auch bei sehr kritischen Patienten), selbst wenn ein pharmakologischer Wirkstoff nicht in bombastischer Menge nachgewiesen werden kann?

Gilt wirklich nur als “gesichert”, was den Interessen der Pharmaindustrie ins Geschäft passt? Sie finanzieren ja die “Studien”.

Wie viele teure Medikamente werden tagtäglich verordnet, die das eine Leiden ein kleines bisschen lindern, und dafür viel größeren Leiden die Tür öffnen?

Sorry, für Ihren Artikel habe ich kein Verständnis.

#35 |
  8
Bernhard aus der Denkerei
Bernhard aus der Denkerei

Was für eine wundervolle Schlammschlacht:-)

Vorschlag:
1. Grundsätzlich kann man homöopathische Präparate mit akzeptierten Studiendesigns testen.
2. Wenn das mal jemand ernsthaft versuchen würde und damit belegen, dass Homöopathie tatsächlich wirksam ist, wären die paar Millionen Euro wunderbar inverstiertes Geld, weil das die Akzeptanz von Homöopathie erheblich steigern würde – und die Erträge auch.

Liebe Homöopathen, wäre das nicht ein versöhnlicher Vorschlag? Und Ihr würdet auch viel mehr Geld verdienen…..

#34 |
  2
Medizintechniker

In der Veterinärmedizin werden Globuli mit großem Erfolg eingesetzt.
Nachweislich bei Pferden und Hunden, die wir in der Familie besitzen.
Da hier kein Placeboeffekt impliziert werden kann, sollten die Fachleute auch diesen medizinischen Bereich bei der neutralen Beurteilung mit einbeziehen.

#33 |
  8
Jochen Hoffmann
Jochen Hoffmann

Ich erinnere mich über eine sehr große Metastudie in der Schweiz zur Frage der Homöopathie gelesen zu haben. Frage: zahlen oder nicht zahlen?
Es wurden an die 5.000 Studien ausgewertet, von denen letztlich nur 50 – oder so – als valide eingestuft wurden. Der Rest wurde wegen systemischer Mängel, zu geringen Fallzahlen etc. verworfen.
Nach Auswertung der “high 50” war das Ergebnis: Homöopathie bringt nichts.

Doch die Entscheidung nach zahlen oder nicht zahlen war eine andere: zahlen!

Begründung: Wer es (zunächst) mit Homöopathie versucht, gibt seinem Körper Zeit sich selbst zu heilen. Er nimmt seine Gesundheit bzw. dessen Widerherstellung als seine eigene Verantwortung war und ernst.
Das Einsparpotential im Bereich der konservativen Medizin hierdurch wurde um Größenordnungen höher als die Kosten für die Übernahme der homöopathischen Behandlungen eingeschätzt.

Eine sehr vernünftige Sichtweise wie ich finde.

Wer Globuli gegen Schlaganfall und Krebs als alleinige Therapeutikum nimmt, glaubt auch Wahrsager, Glaskugeln und Tarrot-Karten und sucht sich seine Therapie an die er glauben möchte eh nach anderen als weltlichen Gesichtspunkten aus. Diese Menschen wird es immer geben. Unabhängig von der Kostenübernahme durch die GKVn.

#32 |
  5
Gast
Gast

Micha Do

Nur so als humorvoller Beleg für den Unfug der Homoeopathie:
“Die Globulisierungsfalle”

http://youtu.be/FT6qT9_Tzf4

#31 |
  6
Gast
Gast

Also ich denke , dass man keiner Studie glauben sollte, die man nicht selbst gefälscht hat. Das ist nicht neu. Genauso wie : Derjenige der heilen kann ist im Recht. Und wenn ein Placebo dieses bewirken kann ist dass doch großartig. Wenn ich an die vielen Nebenwirkungen von vielen Medikamenten denke, die dann wieder mit noch mehr Medikamenten behandelt werden kann einem schlecht werden. Wir sollten uns wirklich mehr Gedankenübertragung den Kosten und Nutzeneffekt machen und immer im Hinterkopf haben, dass die Pharmaindustrie ein riesiges Geschäft ist.

#30 |
  4
Gast
Gast

#26
Frustrierte Wunderheilern?

#29 |
  3

Warum muss es einfach immer zu diesen ideologischen Grabenkämpfen kommen – diesen überheblich besserwisserischen Auftrittsweisen (Kommentar 17) ? Man sollte doch davon ausgehen, dass jeder Mensch zu eigenen Entscheidungen und Urteilen fähig ist und damit auch selbstbelassen entscheiden darf, welcher Heilmethode er sich anvertraut. Sowohl die sog. “Schulmedizin” hat ihre Berechtigung wie auch die “sog. alternativen” Methoden , die eigentlich gar keine Alternative darstellen, sondern gleichberechtigt ihre Indikationen haben oder aber auch nicht. Dies gilt für sämtliche im Alltag angewandten Heilwege.
Davon unabhängig bestehen in hohem Masse Interessen der verschiedenen Gruppen von Arzneimittelherstellern, die unter primär ökonomischen Gesichtspunkten um ihr Terrain kämpfen bzw. vermeintliche “Konkurrenten” auszubooten versuchen. Pharmazeutische Firmen sind meist weniger an kranken Menschen interessiert, sondern viel mehr an der eigen wirtschaftlichen Prosperität – es geht nicht um Heilen, sondern um Verdienen. Und hier wird mit Haken und Ösen gekämpft – lauter oder unlauter.
Dass hier insbesondere die Methoden angegriffen werden, die den mündigen Patienten voraussetzen bzw. ansprechen – und nicht den nicht nachfragenden “Schluck-Specht”, ist eine nicht unerhebliche Facette unseres Gesundheitssystem. Denn der mündige Patient (oft zitiert, selten gewünscht) hat sich natürlich nachdem zu richten, was die vermeintlichen Gutmenschen (Gesundheitspolitiken. Pharmalobbyisten etc.) sich überlegt und ausgedacht haben. Dies ist dann allerdings auch unwidersprochen hinzunehmen.
Ich weiß nicht, welches traumatische Erlebnis Herrn Otto Re. umtreibt, bzw. welch negative Erfahrungen ihn in einer so vehement emotionalen und auch irrationalen Weise agieren lässt ? Mir kommt diese Haltung aus den End-60er Jahren bzw. dem Anfang der 70er-Jahre so bekannt vor, als sich allmählich ein Bewusstsein und eine Erkenntnis für die schädliche Seite der damals erfolgsverwöhnten Pharmaindustrie entwickelte (Contergan nur als ein Hinweis dafür) und diese die immer mehr aufkommenden Bedürfnisse nach einem neuen Medizinverständnis (Öffnung der Psychiatrien) und neuen Therapieansätzen eine Morgenröte neuer Heilweisen erscheinen ließ. Die damals zu erlebenden (geifernd) (hasserfüllten) “Vernichtungsversuche und deren Scheitern sind mir noch lebhaft in Erinnerung. Auch mein ärztlicher Weg war ein Weg vom “Saulus zum Paulus” – und ich bin nach vierzigjähriger ärztlicher Tätigkeit dankbar für die über das in meinem Studium hinaus Gelernte (bzw. Nicht- und Nie-Gelernte) eine Vielzahl zusätzlicher Diagnose- und Therapie-Möglichkeiten kennengelernt und angewandt zu haben.
Und wir haben – dies sei zum Schluss noch gesagt – es den Heilpraktikern (bei aller notwendigen Distanz) und den damals so erlebten ärztlichen “Waldschraten” und “Barfußaposteln” zu verdanken, dass sie für uns heute alle diese Methoden ins heute herübergerettet und bewahrt haben.

#28 |
  3
Gast
Gast

Oh je…
Wieder ein Beitrag bei dem die Esoterik-Anhänger auf die Barikaden gehen…
Wie wärs mit Astrologie auf Rezept…

#27 |
  18
Heilpraktikerin

Zu Otto Re und der Fraktion der hier scharenweise gegen Homöopathie mobil machenden Ärzte.
Ich hab hier noch kein Argument gelesen, weshalb man Millionen Euro/Pfund für eine schulmedizinische Therapie ausgeben sollte, deren Wirksamkeit mehr als zweifelhaft oder überhaupt nicht gegeben ist und doch wird genau das massenweise getan.
Interessieren würde mich auch, welcher der hier anwesenden und sich gegen Homöopathie aufplusternden Kommentatoren auch nur den Hauch einer Ahnung von Homöopathie oder anderen Naturheilverfahren hat, geschweige denn eine fundierte Ausbildung diesbezüglich. Es ist davon auszugehen, dass diese Zahl gegen Null geht, denn das zeigt der Nonsens der hier verbreitet wird und auch dieser wird nicht sinnhafter und wahrer durch gebetsmühlenartigen Repetitionen und die Mehrzahl von Anekdoten, die so gerne über Naturheilverfahren verbreitet werden, um Ihre Worte zu gebrauchen, lieber und werter Herr Dr.Weissenbach #18

Verehrtester Otto Re, aus manchen Kommentaren zu diesem Artikel schaut auch nicht “die Angst der Globulisten heraus, dass man ihnen die Erlaubnis entziehen könnte, sich mit teuren und wirkungslosen Kügelchen an echten Krankheiten zu versuchen oder gar einen Wirkungsnachweis zu vorlegen zu müssen.”
Was für einen erschreckenden Unsinn Sie da von sich geben, der nur Ihre fundamentale Inkompetenz zeigt. Die Homöopathie wird nicht sterben, auch wenn Sie sich das noch so sehr wünschen, sie ist ebenso wie viele andere Naturheilverfahren viel zu erfolgreich. Sie ist auch nicht abhängig von der Erstattung der Krankenkassen, denn die Mehrzahl der Patienten (und das sind wahrlich nicht wenige) bezahlen Behandlung und Medikamente selbst und erhalten dafür eine Leistung, von der selbst Privatpatienten bei den meisten Ärzten nur träumen können.
Wahr ist allerdings, dass es immer schon überaus unwissende, inkompetente und ignorante Menschen gab und weiter geben wird, die Ihre Sicht der Welt anderen überstülpen wollen und wenn das nicht gelingt, versuchen eine Vernichtungsmaschinerie in Gang zu setzen mit Argumenten, die keine sind und sich in Ihrer Absurdität selbst entlarven.
Ein Rat an diese Menschen: behandeln Sie einfach Ihre rein schulmedizinisch orientierte und ach so wissenschaftliche Anhängerschaft und blamieren Sie sich nicht weiter mit einem Vortrag polemischer Unwissenheit hinsichtlich Naturheilkunde.

Es gibt übrigens auch einen Gott, aber meines Wissens ist es bisher noch keinem Halbgott in Weiß gelungen, diesen wissenschaftlich -am besten mit einer Doppelblindstudie- nachzuweisen.

Es grüßt Sie herzlichst Marianne Koch
Juristin und Heilpraktikerin

#26 |
  19
Dr.K.Kempf
Dr.K.Kempf

Ist dem Autor bekannt, ob es sich korrekterweise um Untersuchungen zur Äquivalenz bzw. Non-Inferiority handelt oder ob ,statistisch nicht korrekt, aus RAndomized Control Studien mit nicht erreichen der Signifikanz der Fehler 1.Art geschlossen wurde.
Ich bin der Homöopathie offen, allerdings evidenz basierter konservativer Schulmediziner.

#25 |
  2
Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

@9
Erst mal die Zuzahlung von Yoga absetzen (alle paar Monate ein paar Wochen Yoga ist ein Witz!!!) .Da ist Homöopathie wesentlich wirksamer.

Wenn sie das nicht wäre würde sich so mancher der nichts davon versteht nicht so aufregen, DANKE für die wiederkehrende Werbung und Bewusstmachung.
Sich ein wenig mit moderner Physik befassen würde nicht schaden…..alles ist Schwingung!
Meinen Weihnachtsbaum schmücke ich dieses Jahr mit Globuli…aus Dankbarkeit dass es sie gibt. Schöne Adventszeit!

#24 |
  11
Prof.Dr.Dr. Rüdiger
Prof.Dr.Dr. Rüdiger

Wer so etwas schreibt, ist dumm oder er will sich in den Vordergrund spielen, jedenfalls von Medizin und Pharmakologie keine Ahnung!
Wie geht das bitt, das man in der Veterinärmedizin guter Erfolge erreichen kann? Placebo bei Tieren.. Also wie dumm ist der Mensch und wie Intelligent das Tier oder der Veterinär als Guru?
Wir sollten alle Wege nutzen dem Erkrankten zu helfen, falsche Versprechungen sollten immer unterbleiben. Denken sie an die Worte: Medicus curat et Deus sanat!!
Wieviel Leid haben diese Schreiberlinge uns schon gebracht??

#23 |
  13
Otto Re.
Otto Re.

zu 21: “Lobbyarbeit”:
Die Lobbyarbeit der Homöopathie-Industrie wird belohnt durch fortgesetzten Verzicht auf Zulassungsstudien und weitehin nicht erforderlichen Nachweis einer Wirksamkeit von Globulis – über den Placeboeffekt hinaus!
Klar, jetzt werden auch noch Impfungen schlechtgeredet, hab schon darauf gewartet.
Nochmal: Macht das Globuli wirksamer?
Wo bleiben die Argumente pro Globuli? Weiter Fehlanzeige.

#22 |
  22
Gast
Gast

.dass die amerik FDA alles zum Wohle des Pat reguliert und kontrolliert ist doch nur ein frommer Wunsch- ähnlich wie bei unserer BfArM wird Lobbyarbeit belohnt durch Zulassung teilweise schädlicher bis unwirksamer Medikamente wie z.B die letzte Griippeimpfung zeigte oder wie die Imfung gegen Gebärmutrerhalskrebs immer mehr zu Tage treten lässt !

#21 |
  8
Otto Re.
Otto Re.

zu 19:
Natürlich wird mit zweierlei Maß gemessen.
Stellen sie sich doch mal vor, es gäbe so was wie einen Binnenkonsens bei der Pharmaindustrie! Kein Wirkungsnachweis erforderlich, lediglich die Selbstauskunft: Ich kenn einen, bei dem hats -glaub ich- geholfen.

#20 |
  19
Dr. Richard Doerr
Dr. Richard Doerr

Klar ist, dass Deutschland im internationalen Vergleich eine Rolle als Hochburg der Homöopathie spielt. Völlig klar ist, dass die Wirksamkeit dieser Kügelchen aus wissenschaftlicher Sicht nahe am Plazebo ist. Sonnenklar ist auch, dass z.B. Spaziergänge in der Natur bei guter Luft die Menschen schneller genesen lässt. Aber eines verstehe ich dann nicht: warum unterstützen Krankenkassen das Spazierengehen an der Luft nicht mit unseren Krankenkassen-Beiträgen? Wird hier mit unterschiedlichem Maßstab gemessen?
Fazit: wer glaubt, ernste Krankeiten mithilfe homöopathischer Produkte lindern bzw. heilen zu können, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

#19 |
  28
Dr. med. Tom Weissenbach
Dr. med. Tom Weissenbach

“Wirft man einen Knebel in ein Rudel Säue, dann quieken diejenigen, die getroffen werden.” …. Es werden keine Gegenargumente zum Artikel geäussert, sondern plakativ die Leier angestimmt, die man immer hört, wenn eine kritische Stellungnahme zur “magischen Medizin” publiziert wird. Die bemühenden Entgegnungen werden nicht wahrer durch ihre gebetsmühleartigen Repetitionen und die Mehrzahl von Anekdote ist nicht wissenschaftliche Daten.

#18 |
  18
Otto Re.
Otto Re.

Zitat Kommentar Nr.2: “aus diesem Artikel schaut doch schon wieder die Angst der Pharmaindustrie heraus, daß irgend jemand Krankheiten ohne patentierte und damit teure und gewinnbringende Medikamente heilen könnte.”

Aus den Kommentaren zu diesem Artikel schaut doch schon wieder die Angst der Globulisten heraus, dass man ihnen die Erlaubnis entziehen könnte, sich mit teuren und wirkungslosen Kügelchen an echten Krankheiten zu versuchen oder gar einen Wirkungsnachweis zu vorlegen zu müssen.

Auch das wiederholte Schlechtreden der wissenschaftlichen und evidenzbasierten Medizin und persönliche Anfeindungen des Autors durch die hier scharenweise auftretende Heilpraktiker-Fraktion machen Globuli nicht wirksamer. Ich hab hier noch kein Argument gelesen, weshalb man Millionen Euro/Pfund für eine Placebotherapie ausgeben sollte, wenn das Geld selbst für etablierte unds nachweislich erfolgreiche Therapien nicht ausreicht.

Höchste Zeit, diesem Spuk ein Ende zu setzen.

#17 |
  28
Elisabeth Ramsperger-Frech
Elisabeth Ramsperger-Frech

Homöopathie wirkt, genau das ist das Problem! Wieviel Geld wird jährlich für Allopathie ausgegeben? Bezahlte Studien?

#16 |
  18
Apotheker

5,7 Millionen Euro für homöopathische Präparate und Krankenhäuser sind natürlich eine für das System geradezu existentielle Grösse. Ich müsste jetzt nachschauen, über welches Gesamtvolumen wir in England reden – bei uns sind es rund 30 Milliarden Euro nur für Medikamente zu Lasten der GKV. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass es viele Patienten gibt, die dank der “Placebos” Kosten für oft deutlich teurere “schulmedizinische” Präparate sparen können, könnte die “black list” ein fulminanter Schuss ins berüchtigte Knie werden. Mannomann … Evidenz ist sicher wichtig, und Scharlatanerie muss zwingend entgegengewirkt werden. Aber statt dieses neuen Feldzuges gegen die Homöopathie könnte an ganz anderen Stellen im Gesundheitssystem viel mehr Greld eingespart werden. Aber es ist wie momentan überall in der Gesellschaft: Marginalien werden bis ins Detail zerredet. Ablenkungsmanöver, Nebelkerzen. Und die riesigen Probleme allüberall bleiben ungelöst.

#15 |
  12
Gast
Gast

Placebo ist Bestandteil wissenschaftlicher Studien ! Auch Pharmazeutika wirken dort zu hohen Prozentanteilen wie Placebo. Wir haben noch nicht erforscht worin das Geheimnis besteht den Körper zu veranlassen sich zu heilen. Bis dahin ist jedes Mittel Recht. Das Richtige Werkzeug in falschen Händen ist leider an der Tagesordnung. Ohne eine einheitliche gleichwertige Ausbildung der Heilpraktiker (wie Ärzte, erst mal 1 Jahr ins Praktikum) geschehen da draussen üble Dinge. Ich habe den Beruf HP selbst gelernt und bin lebenslang auf eigene Initiative in Fortbildung. Die Homöopathie als alleinige Therapie ist veraltet weil der Erfolg von den Bedingungen abhängig ist in denen Menschen leben. Diese haben sich in den letzten 100 Jahren erheblich verändert. Zu Hahnemanns Zeiten reichte es Signale zu setzen bestimmte Stoffe wieder vermehrt (Baustoffe) aufzunehmen weil ein Grossteil der Nahrung noch frisch vom Feld kam. Heute ist vieles so verändert das die Homöopathie als Add On immer noch gute Dienste leistet. Ich schäme mich jedoch vor den Kollegen die hingehen und Stein auf Bein schwören schwerkranken Menschen die Medikamente abzusetzen und zuz versprechen alleine die Globuli würden das schon richten. Geht es den Patienten dann elend heisst es das seien Erstverschlimmerungen oder Reinigungs und Entgiftungseffekte. Alles Ausreden für stümperhafte Diagnostik und Therapie. Die Kassenerstattung ist hier nicht das Problem. Wir werden eines Tages in Deutschland anderen Ländern folgen und den Beruf abschaffen wenn das so weiter geht. Alles ist Placebo, die ganze Welt ist ein Placebo. Warum ist eine organisierte Zusammenarbeit von Ärzten und Heilpraktikern verboten ? Weil man keine Heilpraktiker im Land haben will. Würde man sie zusammen arbeiten lassen kämen die Mittel auch alle zusammen in rechte Hände und würden letztlich dem Patienten und damit uns allen nutzen. In diesem System zahle ich auch nur ein weil ich gezwungen werde. Meine Behandlungen mache ich seit 20 Jahren selbst weil die Verfahren die ich nutze ohnehin keine Kasse zahlen würde. Also wofür zahle ich ? Für arme Menschen die hilflos ausgeliefert sind und denen angewandter Unsinn (IGEL Leistungen) verkauft werden damit man als Arzt neben dem Praxiskomplex auch noch was zu Beissen hat. Wir müssen Umdenken im ganzen System nicht streiten was die GKV übernimmt und was nicht.

#14 |
  8
Gast
Gast

Immer wieder interessant ist es zu lesen, dass die größten Kritiker der Homöopathie nie oder erfolglos mit Homöopathie therapieren.

#13 |
  11
ulf gebhardt
ulf gebhardt

Es war wohl mal wieder an der Zeit, was gegen die Homöopathie zu schreiben. DocCheck ist wohl hauptsächlich von der Pharmaindustrie finanziert ;-) ..

#12 |
  19
Dipl.Kfm. Kurt Maier
Dipl.Kfm. Kurt Maier

Placebo warum nicht. In Studien haben simulierte Miniskus OP’s den selben Effekt gehabt wie tatsächlich durchgeführte OP’s. Erstaunlich genug. Doch egal. Die Selbstheilungskräfte mobilisieren kann mit Globuli preiswerter sein als mit Pharmaka. Das spart auch an meinem KV Beitrag.

#11 |
  6
Gast
Gast

Dann doch lieber Heilung durch Placebo als krank durch Nebenwirkungen. Allein in Deutschland gibt es ca 45.000 Todesfälle pro Jahr durch unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten. Die Behandlung bis dahin natürlich von Krankenkassen bezahlt…

#10 |
  15
Tina E. L. Dyck
Tina E. L. Dyck

Wer will soll ruhig seine Globuli schlucken, nur soll er nicht erwarten, dass solches über meinen Krankenkassenbeitrag mitfinanziert wird.

#9 |
  30
Gast
Gast

Wieso tauscht man nicht mal heimlich alle Globuli in den Praxen der Homöopathen gegen andere -auch- wirkstofffreie Kügelchen aus? Nach einem Jahr kann man den Austausch dann zugeben. Vielleicht begreifen Homöopathen dann, mit Rückblick auf das -nicht weniger als andere- erfolgreiche vergangene Jahr, ihren Irrglauben.

#8 |
  36
Gast
Gast

Zur Zeit läuft anscheinend wieder eine Petition zum Thema:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_03/_26/Petition_58168.html

War nicht vor Jahren schon mal eine Petition gescheitert, mit der Antwort, Homöopathika dürften bereits jetzt nicht von den GKVn erstattet werden?

#7 |
  9
Gast
Gast

Wenn ein Nutzen durch Placeboeffekt – also auch ohne Nebenwirkungen – erreicht wird, ist das dann nicht trotzdem als Erfolg anzusehen?

#6 |
  7
Heilpraktikerin

Da muss ich mich meiner Vorrednerin Eva Li anschließen. Drücken Sie sich lieber Herr van den Heuvel doch mal klarer aus.
Wenn Homöopathen Heilung bei Krebs versprechen, dann sind das Ärzte mit eben dieser Zusatzbezeichnung. Und auch nur dann werden, zumindest von den gesetzlichen Kassen, die Leistungen bezahlt.
Haben die Ärzte diese Behandlungsweise nur dazugenommen, weil damit viel Geld zu verdienen ist………….oder doch eher, weil es wirkt?

#5 |
  14
Homöopathie TV
Homöopathie TV

[Kommentar wegen werblichen Inhalts von der Redaktion gelöscht.]

#4 |
  8
Ärztin

….ach schon wieder einmal. Sie können es wohl nicht lassen

#3 |
  12
Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

aus diesem Artikel schaut doch schon wieder die Angst der Pharmaindustrie heraus, daß irgend jemand Krankheiten ohne patentierte und damit teure und gewinnbringende Medikamente heilen könnte.
Und die “Evidenz” konventioneller Medizin / Studien der Pharmaindustrie ist ja auch gerade mal wieder sehr unter Beschuß.
Im Zeitalter der beginnenden Quantenbiologie sollten möglichst alle Wege offen gehalten werden, um entsprechende Erfahrungen sammeln zu können.
Vielleicht urteilen wir dann in 20 Jahren ganz anders darüber.

Denn es ist ja so, daß es die alternative Medizin schon lange gibt, und die Krankenkassen sie in den letzten Jahren eher ( notgedrungen ) teilweise akzeptiert haben. Und nicht, daß früher mal alle Leistungen der alternativen Medizin bezahlt wurden und sich die Krankenkassen jetzt von diesen Leistungen verabschieden.

#2 |
  21
Heilpraktikerin

1. Die Kampagnen gegen dei Homöopathie in GB sind nicht neu. Das ist “Kalter Kaffee von Gestern”. Daraus lässt sich nichts schließen. (Quelle: regelmäßiger Konsum britischer Medien)
2. “Homöopathen versprachen sogar Heilungserfolge … bei Krebs …” ist völliger Unsinn, weil a) Homöopath keine Berufsbezeichnung oder sonstwas ist und damit keinerlei personellen Bezug hat und b) bei einem solchen Heilversprechen spätestens bei einem Misserfolg ein Meeting beim Richter angesagt wäre.
Was ist das Fazit des Artikels??

Herr van den Heuvel, Sie schreiben mitunter wirklich hervorragende Artikel. Warum lassen sie sich damit wiederholt auf ein so dünnes Brett ein? Sie lieben diese Diskussionen, nicht wahr?

#1 |
  23
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