WHO: Der große Fleisch-Käse

24. November 2015
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Dass Rauchen, Alkohol oder Luftverschmutzung Krebs hervorrufen können, ist bekannt. Dennoch wird weiter geraucht und getrunken. Doch dass der Genuss einer Wurstsemmel zu Darmkrebs führen kann, haben die Konsumenten bisher kaum in Betracht gezogen. Was nun?

Laut WHO starben 2012 weltweit 694.000 Menschen an Darmkrebs. „Das Darmkrebsrisiko steigt mit dem Alter, Männer sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen und entwickeln Darmkrebs auch früher“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Monika Ferlitsch, Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der Wiener Univ.-Klinik für Innere Medizin. Zudem seien Übergewicht, Diabetes, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, Fettleber, Leberzirrhose und wenig Schlaf bekannte Risikofaktoren für Darmkrebs. Außerdem steigt das Risiko für Darmkrebs in der Menopause, da der protektive Effekt der Östrogene wegfällt. Es gibt auch genetische Prädispositionen für den Darmkrebs, so Ferlitsch.

Rotes und verarbeitetes Fleisch im Rampenlicht

Nun sollen auch Wurst, Schinken, Schweinsbraten & Co gefährliche (Darm)-Krebserreger sein, wodurch so manchem Konsumenten seine Wurstsemmel oder Bratwurst sprichwörtlich im Hals stecken blieb bzw. den Appetit verdarb. Kein Wunder: Immerhin verspeisten die Deutschen im Vorjahr laut Fleischer-Verband 4,9 Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse wie Wurst und Schinken, was einem Durchschnittsverzehr von 60,3 Kilo/Person entspräche. Hintergrund der Angst ist eine wissenschaftliche Analyse [Paywall] von 800 bisher veröffentlichten Studien durch 22 Experten der IARC  (International Agency for Research on Cancer), einer WHO-Behörde. Darin warnt die IARC, dass durch den Konsum von je 50 Gramm verarbeitetem Fleisch (processed meat, das gepökelt oder geräuchert wurde) pro Tag die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, um 18 Prozent steigt. „Richtiger wäre es, zu schreiben, dass im Laufe ihres Lebens 5 von 100 Personen an Darmkrebs erkranken. Bei denjenigen, die 50 g verarbeitetes Fleisch pro Tag verzehren, sind es 6 von 100. Im Vergleich dazu erhöhen Fettleber, Übergwicht und Diabetes das Risiko für Vorstufen von Darmkrebs um fast 50 Prozent“, so Ferlitsch.

Die Expertengruppe setzte processed meat in die höchste Gefahrenklasse eins (für Menschen krebserregend) und damit auf dieselbe Stufe wie Asbest, Rauch und Alkohol. Rotes Fleisch wurde generell als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Dies führte zu großer Unsicherheit in der Bevölkerung. Um diese zu beseitigen, lud beispielsweise der österreichische Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter zu einer Speck- und Wurstjause ins Parlament: „Schinken auf dieselbe Stufe zu stellen wie Asbest, ist hanebüchener Unsinn und verunsichert nur die Menschen.“ Sein deutscher Amtskollege Christian Schmidt ergänzte: „Niemand muss Angst haben, wenn er mal eine Bratwurst isst.“ Etwas wissenschaftlicher argumentierte die Darmkrebsspezialistin Univ.-Prof. Irene Kührer von der MedUni Wien: „Die Leute fragen sich, ‚was darf ich noch essen?‘, verfallen in einen Nihilismus und nehmen dann gar nichts mehr ernst. Dabei sagt die WHO überhaupt nicht, dass wir jetzt nur Gemüse essen dürfen.“ Sie empfehle lediglich, die Menge an verarbeiteten Fleischprodukten am täglichen Speiseplan zu reduzieren. Dies bestätigt auch die IARC: „Das Risiko für Darmkrebs steigt mit der Menge des konsumierten Fleisches“, erläutert IARC-Abteilungsleiter Dr. Kurt Straif. Angesichts der Tatsache, dass sehr viele Menschen verarbeitetes Fleisch essen, habe dies weltweiten Einfluss für die öffentliche Gesundheit.

Fehlende Beweise für Studienergebnis

Die Reaktionen der Ärzteschaft und Interessensverbände reichten von „Die Ergebnisse sind keine Überraschung, wir sehen uns bestätigt“ über „Ergebnisse wurden falsch interpretiert“, „Risikofaktoren wurden nicht berücksichtigt“ bis „Beweise fehlen“. So warnt Medizinnobelpreisträger Harald zu Hausen vor Pauschalurteilen: „Aus unserer Sicht [Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ] bedarf die pauschale Aussage, dass rotes Fleisch und davon abgeleitete Fleischprodukte (wie etwa Wurstwaren) für das erhöhte Krebsrisiko verantwortlich sind, einer Revision und sie bedarf vor allem eingehender Analysen, inwieweit sich der epidemiologische Zusammenhang eines artspezifischen Faktors auch in anderen Studien stützen lässt.“ Auch Cochrane Österreich fehlen klare Beweise des Studienergebnisses. Wie in bisher veröffentlichten Studien wurden andere Risikofaktoren für die erhöhte Krebswahrscheinlichkeit wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und ballaststoffarme Ernährung nicht berücksichtigt. Immerhin würden weltweit durch Rauch und Alkohol 30 bzw. 18 mal mehr Krebstote verursacht als durch verarbeitete Fleischprodukte (rund 34.000). Sollte auch verarbeitetes Fleisch krebsfördernd sein, wären es insgesamt 50.000 Krebstote. Außerdem seien die veröffentlichten Zahlen irreführend. „Sie lassen glauben, dass durch den täglichen Verzehr dreier Semmeln á  50 g Wurst das Krebsrisiko um dreimal 18 Prozent höher sei als das eines Vegetariers“, kritisiert MMag. Bernd Kerschner, Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter im Department für Evidenzbasierte Medizin und klinische Epidemologie an der Donauuniversität Krems. Tatsächlich wurden aber keine Vegetarier untersucht, sondern Personen, die zum einen täglich 50 Gramm Fleisch essen, und solche Studienteilnehmer, die rund 200 Gramm verzehren.

Ohne Fleisch geht’s (auch) nicht

Die IACR bewertet nur, welche Stoffe krebserregend sind. Sie gibt grundsätzlich keine Ernährungsempfehlungen ab, sondern verweist auf die einzelnen Länder. Eine Verbrauchsobergrenze bei Fleisch und Wurst wurde aufgrund der vorliegenden Studie nicht festgelegt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, pro Woche nicht mehr als 300–600 Gramm fettarmes Fleisch zu essen. Das entspräche 31,2 kg Fleisch pro Jahr und Person. Mit einem geschätzten Pro-Kopf-Verbrauch von rund 60 kg liegen die Deutschen damit fast doppelt so hoch. Dies allein kann negative Gesundheitseffekte von rotem Fleisch nicht schlüssig und im Sinne einer Dosis-Wirkung-Abhängigkeit erklären. Im Prinzip würde die Einschätzung der Krebsforschungsagentur die vorliegenden Befunde unterstützen, so Harald zur Hausen. Allerdings werde in der Studie nicht erwähnt, dass es Länder mit hohem Fleischkonsum (Mongolei, Bolivien, Australien und Botswana) gibt, in denen die Dickdarmkrebsraten trotzdem sehr niedrig sind. Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass Fleisch unter anderem wichtige Vitamine und Eisen liefert. Wer auf Fleisch verzichtet, müsse sich die Nährstoffe auf andere Art und Weise besorgen. Sebastian Zösch, Geschäftsführer des Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU) kommentiert die Studie so: „Die Studienergebnisse überraschen uns nicht, bestätigen sie doch einmal mehr die negativen Folgen des Fleisch- und Wurstkonsums auf die eigene Gesundheit. Wir empfehlen – auch unabhängig von den neuen Ergebnissen – eine vegetarisch-vegane Ernährung als die beste Wahl für die Tiere, die eigene Gesundheit, das Klima und die Umwelt.“

Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nicht erklärbar

Wie immer in Ernährungsstudien stellt sich bei zwei Studien aus dem Jahr 2015 und 2004 die Frage nach Ursache und Wirkung. In einer Studie der MedUni Graz aus dem Jahr 2004 wurden die Daten von insgesamt 1.320 Personen ausgewertet. Die Grundlage bildete die österreichische Gesundheitsbefragung. Den 330 befragten Vegetariern wurden insgesamt drei Ess-Gruppen zu ebenfalls je 330 Personen gegenübergestellt. Gruppe 1: Mediterrane Kost mit hohem Obstanteil, Gruppe 2: Mediterrane Kost mit moderatem Fleischanteil und Gruppe 3: Mediterrane Kost mit hohem Fleischanteil. Insgesamt hatten die Vegetarier ein schlechteres subjektives Gesundheitsempfinden sowie vermehrt Einschränkungen aufgrund gesundheitlicher Probleme. Die Studie zeigt, dass Personen, die sich ausschließlich vegetarisch ernähren, häufiger unter Krebs, Allergien und psychischen Problemen leiden als Nicht-Vegetarier. „Ob Vegetarier aufgrund des Ernährungsverhaltens ein schlechteres Gesundheitsempfinden bzw. eine niedrigere Lebensqualität haben, oder auf Grund ihrer Gesundheit diese Ernährungsweise wählen, können die Studienergebnisse jedoch nicht zeigen“, erklärt Nathalie Burkert vom Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Med Uni Graz. „Wir können zwar keinen Kausalzusammenhang feststellen, aber gesicherte Erkenntnisse beschreiben“, so Burkert.

Die Meta-Studie aus dem Mai 2015 kam durch die Auswertung 27 unabhängiger Studien aus Amerika, Asien, Europa und Australien zum Ergebnis, dass „noch nicht einmal ein klarer Zusammenhang zwischen verzehrter Menge (Dosis-Wirkungs-Beziehung) von Rind,- Schweine- und Lammfleisch erkennbar ist“. Die Studien stammen aus den Jahren 1993 bis 2013 und wurden im Journal of the American College of Nutrition veröffentlicht. Die US-Forscher erklärten, dass es plausibel erscheine, dass rotes Fleisch ein vernachlässigbarer und unbedeutender Risikofaktor bei Dickdarmkrebs sei. Darüber hinaus wiesen die Studienautoren darauf hin, dass auch die Daten zu den vermuteten Mechanismen zwischen Darmkrebs und Fleischverzehr uneinheitlich seien. Ergänzend weisen die Studienleiter auf gravierende Grundsatzprobleme der Ernährungswissenschaften hin: zum einen ist es unmöglich, die „Wirkung“ einzelner Nahrungsfaktoren isoliert von der Gesamternährung und Lebensstilfaktoren zu analysieren. Zum anderen sind Ernährungsbeobachtungsstudien anfällig für Verzerrungen und bieten Forschern die Möglichkeit zur Manipulation.

Tatsache ist, dass die IARC ihre Ergebnisse noch nicht in vollem Umfang veröffentlicht hat und daher diese nicht gänzlich nachvollziehbar sind. Die Krebsforschungsagentur stützt ihre Risikoeinschätzung tatsächlich nicht nur auf epidemiologische Studien zu Krebs am Menschen, sondern auch auf etliche Tierstudien und Laborexperimente, die noch nicht vorliegen. Laut Auskunft der WHO wird die volle Risikobewertung als Monographie in den nächsten sechs Monaten veröffentlicht.

Originalpublikationen:

Carcinogenicity of consumption of red and processed meat [Paywall]
Véronique Bouvard et al.; The Lancet Oncology, doi: 10.1016/S1470-2045(15)00444-1; 2015

Red Meat and Colorectal Cancer: A Quantitative Update on the State of the Epidemiologic Science
Dominik D. Alexander et al.; Journal of the American College of Nutrition, doi: 10.1080/07315724.2014.992553; 2015

The Association between Eating Behavior and Various Health Parameters: A Matched Sample Study
Nathalie T. Burkert et al.; PLoS ONE, doi: 10.1371/journal.pone.0088278; 2014

84 Wertungen (4.2 ø)

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24 Kommentare:

Kleiner Nachtrag: Meine weiteren Recherchen sprechen dafür, dass der statistische Jahres-Pro-Kopf-Verzehr doch bei ca. 60kg und nicht bei “nur” 40kg liegt. Demnach erhöht sich die statistisch pro Tag von jedem einzelnen verzehrte Rotfleisch/Wurst-Menge auf rd. 164g – das sind >1,1kg pro Woche. Unter Berücksichtigung von Nicht- und Wenigfleischessern, Babies und “Wegwerfgesellschaft” dürften also etliche Deutsche gut das 2- bis 3-fache der als unbedenklich bewerteten 600g allwöchentlich verzehren. Dass solches inbesondere für “Bewegungsphobiker” ungesund ist, wissen wir lange, ob´s auch direkt Darmkrebs auslöst, kann die Metastudie auch nicht kären.

#24 |
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@Gäste 20+21: nachlesen hilft. Laut “Versorgungsbilanz der Bundesanstalt
für Landwirtschaft und Ernährung und
das Statistische Bundesamt Destatis”. liegt der Wert nicht bei 4,9 Tonnen, sondern von 4,9 MILLIONEN Tonnen Gesamtverbrauchsmenge (http://www.fleischerhandwerk.de/cms/upload/pdf/GB2015_Fleischverzehr.pdf.) Damit errechnet sich bei rd. 80Mio Deutschen tatsächlich ein statistischer Jahres-Prokopf-Anteil von etwa 60kg.
Davon sollen allerdingsl nur rd. zwei Drittel verspeist werden,
da “wesentliche Teile vom Schlachttierkörper [..] nicht Verzehr-geeignet sind oder als Fette und sonstige Rohstoffe zur Weiterverarbeitung in die chemische Industrie gehen.”
Demnach werden also statt 60 “nur” 40kg Fleisch/Wurst pro Kopf und Jahr gegessen. Das ergibt einen statistischen Tagesverzehr von knapp110g und 770g pro Woche. Das ist deutlich mehr als die von der DGE empfohlenen und als unbedenklich genannte Wochenration (300-600g)
Wenn ich bedenke, dass ich selbst und viele andere deutlich weniger als 770g pro Woche konsumieren, muss es etliche Leute geben, die unseren “Wenigfleischesser-Anteil” und zudem den von Vegetariern und Veganern mitverzehren. Damit verspeisen diese Vielesser also deutlich mehr als 770g allwöchentlich (xxl-restaurants bieten das heute in einer einzigen Mahlzeit!!). Dass eine solche (Un)Menge wenig gesundheitsförderlich ist, wussten wir schon lange vor der aktuellen Metastudie – sozusagen “altes Fleisch in neuer Verpackung”.

#23 |
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Lizzy
Lizzy

Wie immer gekonnt verfasst Herr Strausz

#22 |
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Gast
Gast

S.g. Gast!

Sie finden den Link im Absatz “Rotes und verarbeitetes Fleisch” vom Fleischereiverband. Bitte anklicken

Kein Wunder: Immerhin verspeisten die Deutschen im Vorjahr laut Fleischer-Verband 4,9 Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse wie Wurst und Schinken, was einem Durchschnittsverzehr von 60,3 Kilo/Person entspräche.

#21 |
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Gast
Gast

Lieber Herr Strausz, danke für Ihren Artikel. Bitte überprüfen Sie dennoch die angebenen Werte “4,9 Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse wie Wurst und Schinken” (4900 kg!) scheinen mir sehr wenig bei 80 Millionen Deutschen die angeblich 60kg/a verzehren sollen.
Danke.

#20 |
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Dietmar Brüning
Dietmar Brüning

Liebe Frau Dr. Habersetzer,

ich kann Ihnen in dem Punkt nicht zustimmen, dass wir am Ende Nahrungskette sind, – am Ende stehen die Mikroorganismen, die uns auch irgendwann mal “aufessen” werden.

Als Gutachter mache ich mir gerade Gedanken darüber, wie ein und derselbe Keim bei einem Intensivpatienten in Lunge und Blase sein kann.

Wollen wir uns nun nach dieser Studie Gedanken machen, wie viel weniger Jahre wir leben werden, wenn wir mit Menthol angereicherte Wurst ohne Filter rauchen?

Ist den in einer Praxis eigentlich schon ein MRSA Bakterium mit der Klage auf Laktoseintolerenz erschienen?

Wir müssen darauf achten, Profis zu sein, uns nicht ablenken zu lassen und die an uns Wendenden Angst zu nehmen anstatt sie zu verbreiten.

Dass beginnt nicht damit, wenn wir jetzt den Patienten sagen, Fleisch zu vermeiden, sondern wenn wir uns die Hände waschen.

Wir wollen doch nicht die uns essenden Maden Krank machen? Wir müssen sehen, wo beginnt – und wo endet unsere Verantwortung.

Aufgrund dieser Studie (deren Forschunsdisign nicht vorliegt) könnte es gelingen, mehr Menschen zur Darmkrebsvorsorge zu bringen, weil ja mal Fleisch gegessen wurde. Aber der WHO gelingt es nicht, eine Studie vorzulegen, was noch erlaubt ist und könnte hierfür auch keine Garantie geben.
Darum scheint es besser zu sein, die Menschen in Angst zu halten und dann eben die Angst zu behandeln…
Ich mache da nicht mit!

#19 |
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Robert Harsieber
Robert Harsieber

Wie ich mir Journalismus vorstelle. Verschiedene Sichtweisen einbeziehen, Studien nicht nur zu referieren, sondern auch infrage zu stellen. Dem Leser keine Meinung vorsetzen, ihm nicht die Denkarbeit abnehmen, sondern ihn zum Denken anregen. Was ja alles inzwischen aus mehreren Gründen sehr selten geworden ist.

#18 |
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Sarah Hiener, HP
Sarah Hiener, HP

Daß der überhöhte Konsum eines Nahrungsmittels negativen Einfluss auf unsre Gesundheit hat ist die eine längst bekannte Tatsache. Aber in dieser Studie wird überhaupt nicht die krankmachende Massentierhaltung berücksichtigt! Denn das ist kein Fleisch, das ist eine Chemiebombe, die auch noch mit den Stresshormonen dieser gequälten Tiere belastet ist. Was wir säen ernten wir! Dass solch ein fleisch krank macht, bedarf keiner komplizierten Studie! Diese Pauschalstudien erfassen in keiner Weise, worum es witklich geht!

#17 |
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Nichtmedizinische Berufe

Es ist schön bedauerlich, dass bei Nahrungsmitteln immer wieder Meldungen auftauchen, die Angst machen (sollen). Ausgewogene Ernährung im Einklang mit der Natur hilft, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Da ist weniger oft mehr. Wer immer nur auf “billig” achtet, darf sich nicht wundern, wenn der Mensch irgendwann als antibiotischer Sondermüll die Erde verlässt. KJL

#16 |
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Gast
Gast

Mir als gesundheitsbewußter Mensch gehen alle %-Zahlen wann ich sterbe, krank werde etc. langsam auf den Keks! Sicher ist die 100% Todesquote im Falle daß ich geboren werde.
Dazwischen möchte ich fröhlich, freundlich, friedvoll leben!!!

#15 |
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@13: Dr. med. Elena Habersetzer: …..aber das betrifft doch längst nicht mehr nur die Fleischproduktion.

Low carb, low fat, Gluten-, Laktose- und anderes “sinnfrei” ist langsam ausgelutscht. Da wird eine neue “S…” durchs Dorf getrieben. Neues bringt diese Metaanalyse nicht. Dass überbordender Fleischkonsum ebensowenig gesundheitsförderlich ist wie Totalverzicht auf ganze Nahrungsmittelklassen, ist ein alter Hut. In solch einer Metaanalyse findet jeder “Lobbyist” das, wonach er sucht. Es ist immer wieder erstaunlich wie kleine Randgrupen – ob Veganer, Frutarier, Paläos – aus solchen Studien Nahrung für ihren missionarischem Eifer ziehen. Da wird dann auf die Verpackung des bei seiner Einführung von allen “verprügelten” Analogkäses einfach “100% vegan” gedruckt und schon wird aus dem Ladenhüter ein Verkaufsschlager – zumindest innerhalb der “Randgruppe”. Und jetzt wird man versuchen mit 100% “Rotfleisch-frei” Geschäfte zu machen. Warum ist eigentlich sog. weißes Fleisch nicht krebserregend?? Ganz einfach: es wurde in der Metastudie nicht berüchsichtigt – noch nicht! Man braucht ja noch trockenes Pulver für zukünftige Kampagnen.
Letzendlich führen alle Wege nach Rom und Rom wird in puncto Ernährung immer die gute alte ausgewogenen “von-allem-etwas-Mischkost” sein –
und der Sonntagsbraten und wem´s schmeckt auch mal das Stück Kuchen richten da überhaupt keine Schaden an – zumal die Psyche mitisst!

#14 |
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Natrium nitrit, Phosphate, Hormone, Antibiotika in der Fleischproduktion machen krank. Die Tiere stehen am Ende der Nahrungskette, dann kommt nur der Mensch. Es ist kein Wunder, dass der ganze Mist im Menschen seine Wirkung voll und ganz entfalten kann. Die “Haxe des Bösen” ist die für 2 Euro im Discounter. Wer fürs Essen, Kleidung und Kultur nichts ausgeben möchte, ist tatsächlich ARM dran…

#13 |
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Die “Haxe des Bösen” sollte als Feindbild endlich ausgedient haben.
Mit gewisser Evidenz können wir belegen: Ohne Fleisch, Fisch, Früchte, Nüsse, Gemüse, Salat, Milch- und Körner-Produkte wäre die Menschheit schon lange vor der Steinzeit bereits mit der Entdeckung und Nutzung des Feuers in der Prähistorie ausgestorben. Eine Müsli-kauende, Vollwert-köstlich, vegetarisch bis Milch- und Ei-frei, vegan bzw. Rohkost verzehrende, evtl. Latzhosen tragende menschliche Spezies ist eine Erfindung der Neuzeit und genießt nur im Windschatten der post-industriellen Zivilisation mit jederzeit möglicher medizinisch-ärztlicher Intervention Artenschutz bzw. Respekt vor den individuellen Wünschen bei der Verwirklichung eigener Lebensentwürfe und moralisch-ethischen Überzeugungen. Wie alle anderen Lebensmittel auch (z. B. Cerealien, Öle, Nüsse, Backwaren, Obst, Gemüse, Fisch, Milch, Käse, “Sättgungsbeilagen” etc.), sollten Geflügel und Fleisch möglichst naturbelassen und frei von Konservierungs- und Zusatzstoffen sein.
Zur WHO-Kontroverse vgl. meinen Blogbeitrag: Haxe des Bösen: Folgenschwerer Fleischkonsum?
http://news.doccheck.com/de/blog/post/3153-haxe-des-boesen-3-0/

#12 |
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Mitarbeiter Industrie

Diese Studienergebnisse kommen der WHO sehr gelegen.
Da immer mehr Schwellenländer und wachsende Industieländer wie China, Indien oder Brasilien mehr Fleisch konsumieren und Rekordhalter wie USA und die westlichen EU-Staaten konstant zu viel davon verzehren und damit einen Beitrag zur exzessiven Massentierhaltung und Klimaerwärmung leisten, ist es sehr praktisch die Nachteile des übermäßigen Fleisch- und Wurstkonsums durch diese Schreckensbotschaften zu untermauern.
Gesunde Mischkost mit weniger Fleisch und nachhaltige Landwirtschaft mit weniger Pestiziden und Schwermetallen im Essen würde uns allen gut tuen. Dann müsste die WHO die Menschen nicht mit solchen Hiopsbotschaften erschrecken.

#11 |
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Gast
Gast

Ob verarbeitet oder nicht, die Menschen essen einfach zuviel Fleisch! Das Angebot ist gerade in Deutschland viel zu hoch. Da braucht sich doch keiner wundern, wenn er krank wird.

#10 |
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Tierärztin

Schön zu sehen, wie sich immer Gegenwehr bildet, wenn alltägliche Lebensgewohnheiten in Frage gestellt werden. Auch hier werden wieder die Studien und Ihre Auswertung negativ dargestellt werden. Studienergebnisse kann man doch meist unterschiedlich interpretieren noch dazu wenn es Studien zu Krankheiten sind, welche in Ihrer Entstehung recht unklar sind.
Hier wurde doch lediglich versucht eine Verbindung herzustellen zwischen Fleischkonsum und Krebsentstehung und ich denke in groben Zügen ist belegt, dass ein hoher Fleischkonsum das Krebsrisiko erhöht. Es wurde nicht gesagt, dass ausschließlich Fleisch zu Krebs führt und auch nie behauptet, dass man kein Fleisch mehr essen sollte.

#9 |
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Dr. med. Wolfgang Keiderling
Dr. med. Wolfgang Keiderling

Der zur Zeit übliche Blödsinn. Alles ist schlecht, alles führt zu Krebs.
Also: Nichts mehr essen und trinken. Keine kleinen Freuden mehr.
Genusslos durchs Leben. Haupsache wir werden möglichst steinalt,
wenn vielleicht auch freudlos oder altersdement.

#8 |
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Dr. med. dent. Joachim Gramsch
Dr. med. dent. Joachim Gramsch

Als die Meldung vor drei Wochen in allen (auch offentlich-rechtlichen) Radio- und Fernsehsendern in unterschiedlichstem Wortlaut marktschreierisch präsentiert wurde, wünschte ich mir eine seriöse und distanziert-kritische Interpretation.
Danke für diesen Artikel, der aller vorschnellen Wertung die Amplitude raubt.

Joachim Gramsch

#7 |
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Diätassistent

Zitat: „ballaststoffarme Ernährung nicht berücksichtigt“ Hätte man vielleicht mal tun sollen unter dem Aspekt einer Darmträgheit.
Wer täglich kann ist klar im Vorteil.

#6 |
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Dietmar Brüning
Dietmar Brüning

Ich habe mal gehört, dass Menschen auch sterben können, wenn sie gar nichts mehr essen. Anorganisches Arsen im Reis, genmanipuliertes Gemüse, unglückliche Bienen, Fische mit unserem Plastik in den Verdauungsorganen…..

Wäre ja vielleicht eine Lösung mehr Geld für Lebensmittel zu investieren?

Ein wirklich “wichtiger Beitrag” die Menschen auf Spannung zu halten und in Angst leben zu lassen. Dann gibts dann wieder Pillen gegen, was ja dann auch wem Nütze ist.

Manchmal kann ein vermeidlich kürzeres Leben gehaltvoller und glücklicher sein als ein möglichst langes (so lange es halt ohne Essen geht).

#5 |
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Gast
Gast

zu viel Phosphat als Bindemittel und zu viel Nitrit und Nitrat in Wurstwaren belasten diese nicht den Organismus? Bei einem geschätzten Pro-Kopf-Verbrauch von rund 60 kg Fleisch und Wurstwaren kommt da nicht einiges an Zusatzstoffen dazu was die menschlichen Organe möglicherweise überfordert?

#4 |
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Weitere medizinische Berufe

Nun wird wieder eine Dr.Human Sau durchs Dorf gejagt
Diese Wissenschaftler sind nicht in der Lage solche Ergebnis angemessen zu veröffentlichen.

#3 |
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Dr. Willi Bökemeier
Dr. Willi Bökemeier

Verarbeitetes Fleisch ist krebserregender als nichtverarbeitetes Fleisch. Wie ist der Unterschied bei Nicht-Fleisch, z.B. vegetarische Würstchen und ihre rohen Eiweißlieferanten Soja und Lupinen?

#2 |
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Gast
Gast

guter Artikel. Da Sie Bernd Kerschner zitieren, wäre es auch schön gewesen, die Quelle einzubauen: http://www.medizin-transparent.at/fleisch

#1 |
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