Kindesmisshandlung: Kein Fall für Dr. Schweigestill

19. November 2015
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Der dreijährige Alessio, die 18-monatige Emily und die zweijährige Zoe sind gestorben – durch Gewalt im Elternhaus. Während Bekannte oder Nachbarn oft wegsehen, sollten Pädiater eingreifen. Doch das ist leichter gesagt als getan.

Im letzten Jahr wurden bundesweit 108 Kinder getötet und 4.204 misshandelt, heißt es in der polizeilichen Kriminalitätsstatistik. Wie hoch die Dunkelziffer tatsächlich ist, wagt niemand zu schätzen. Pädiatern kommt eine besondere Verantwortung zu. Ihr Dilemma: Sind bestimmte Verletzungen tatsächlich – wie von Eltern behauptet – auf einen Unfall zurückzuführen? Oder handelt es sich vielmehr um Anzeichen häuslicher Gewalt?

Verdächtige Verletzungen

Daniel M. Lindberg und Desmond K. Runyan aus Denver, Colorado, zeigen Kollegen, worauf sie achten sollten. Basis ihrer Studie waren Daten aus 18 US-amerikanischen Klinken. Insgesamt wurden 4,1 Millionen Kinder behandelt. Bei 30.355 Patienten unter 24 Monaten fanden sie sogenannte „sentinel injuries“, also „Wächter-Verletzungen“, die auf häusliche Gewalt hindeuten können. Im Alter von weniger als sechs Monaten waren nasopharyngeale Verletzungen in 17 Prozent aller Fälle Zeichen einer Misshandlung, während Verbrennungen (3,5 Prozent) oder Prellungen (8,3 Prozent) seltener damit in Verbindung standen. Deutlicher wird die Assoziation bei Kindern unter zwölf Monaten. Hier gelten intrakranielle Blutungen (Misshandlungsquote 26,3 Prozent), Radius-, Ulna-, Tibia– oder Fibula-Frakturen (18,9 Prozent) sowie Femur– und Humerus-Frakturen (18,9 Prozent) als auffällig. Hatten Kinder isolierte Schädelfrakturen, war dies lediglich in 4,3 Prozent aller Fälle auf Gewalt durch Dritte zurückzuführen. Lindberg und Runyan zeigten auch, welche Verletzungen bei Kindern unter 24 Monaten Hinweise geben können. Hier gelten Rippenbrüche als besonders aussagekräftig im negativen Sinne (56,1 Prozent), gefolgt von Abdominaltraumata (24,5 Prozent), Verletzungen der Genitalien (12,3 Prozent) und subkonjunktivalen Blutungen (8,6 Prozent).

Tiefer gebohrt

Diagnostizieren Ärzte „Sentinel-Verletzungen“, sollten sie hellhörig werden und weitere Untersuchungen durchführen. Innerhalb aller Kliniken mit Beteiligung an der Studie schwankte die Bereitschaft stark – abhängig vom Verletzungsmuster, aber auch vom Arzt. Grund genug für die Autoren, im Zweifelsfall einen Röntgen-Skelett-Status zu fordern. Als weitere Verdachtsmomente gelten Dr. Bernd Herrmann zufolge [Paywall] wenig plausible Erklärungen der Erziehungsberechtigten, ein häufiger Arztwechsel, Spuren älterer Verletzungen und verspätete Praxisbesuche trotz schwerwiegender Leiden. Doch was sollten Kollegen unternehmen, falls sich Fakten nicht mehr leugnen lassen?

Reden ist Gold

Bei Verdacht auf Vernachlässigung oder Misshandlung können Berufsgruppen mit Schweigepflicht laut Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG), Paragraph 4, Jugendämter einschalten. Im stationären Bereich fungieren Kinderschutzgruppen als Schnittstelle zwischen Ärzten und Behörden. „Jede Kinderklinik soll ein strukturiertes und verbindliches Interventionskonzept vorweisen, das die lokalen Gegebenheiten berücksichtigt, und von den Leitern aller beteiligten kindermedizinischen Abteilungen und der Geschäftsführung getragen werden soll“, empfehlen die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) und die Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin (AG KiM). Interdisziplinäre Teams mit Kollegen aus der Allgemein-, Sozial- oder Neuropädiatrie, der Kinderchirurgie, der Kinder-/Jugendpsychiatrie, der Kinder- und Jugendpsychotherapie, des Sozialdienstes und der Pflege beraten verantwortliche Oberärzte. Rechtsmedizin, Gynäkologie und Radiologie kommen gegebenenfalls mit hinzu. Gemeinsam versuchen sie, Gewalt zu verhindern, Spuren zu sichern, das weitere Vorgehen zu planen und Familien zu beraten.

Strafanzeige „in wohlüberlegten Einzelfällen“

Von drastischeren Maßnahmen raten beide Fachgesellschaften jedoch ab: „Strafanzeige sollte nur in wohlüberlegten Einzelfällen erfolgen.“ Ihre Begründung: „Das Strafrecht fokussiert auf die Bestrafung des Täters und nicht primär auf den Schutz des Opfers. Die Strafanzeige befriedigt die Rechtsbedürfnisse der Gesellschaft und verfolgt somit andere Ziele als der Kinderschutz.“ Standesorganisationen schränken sich weniger ein. „Aufgrund der Garantenpflicht gegenüber dem Kind ist der Arzt bei ausreichend konkreten Hinweisen, die den Verdacht einer Misshandlung des Kindes rechtfertigen, sogar verpflichtet die Polizei oder das Jugendamt zu informieren, um mögliche künftige Misshandlungen zu verhindern“, schreibt die Ärztekammer Berlin in einem Merkblatt. Brechen Ärzte ihre Schweigepflicht, handelt es sich immer um tiefgreifende Einzelfallentscheidungen. Das Strafgesetzbuch (StGB) ebnet einen Weg über den „rechtfertigenden Notstand”, sollten Gefahren für Leib und Leben drohen. Eine Verpflichtung zur Anzeige entsprechend Paragraph 138 StGB besteht aber nicht. Gleichzeitig können sich Kollegen laut Strafprozessordnung (StPO), Paragraph § 53, auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berufen.

Wenn Ämter kapitulieren

Bleibt als Haken, dass Jugendämter mancherorts ihrer Arbeit kaum noch nachkommen. Ein Beispiel: Angestellte aus Berlin verfassten in 2014 etliche Überlastungsanzeigen und hissten auch in 2015 bildlich die weiße Fahne. Bleibt als politische Forderung von Ärzten, einen Kinderbeauftragten im Bundestag zu verankern. Das kann noch dauern.

81 Wertungen (4.77 ø)

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20 Kommentare:

Mitarbeiter von DocCheck

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare.

Bitte beachten Sie in Ihren Beiträgen jedoch die Netiquette und nehmen Sie von zu ausführlichen Schilderungen zu Einzelschicksalen Abstand.

Ihre DocCheck News Redaktion

#20 |
  0

Es darf darüber spekuliert werden, ob ein “Kollege”, der sich so primitiv über erschöpfte Eltern auslässt, wohl auch selber Kinder hat?! Oder musste sich die Ehefrau durch diese anstrengende Zeit alleine quälen. Nach wochen-und monatelanger Zeit mit nur 1,5-2h Schlaf am Stück, wird fast jede(r) verrückt und wehe, wenn keine Oma in der Nähe sind und mithelfen kann um das Kind zeitweise abzunehmen, damit man wieder zu Kräften kommt. Da soll keine Entschuldigung für Kindermisshandlung sein, jedoch wäre eine solche Hilfe für solche Extremfälle der Überlastung ein sehr gute Idee, egal ob vom Staat oder von der Krankenkasse organisiert. Von den vielen Alleinerziehenden mit ihrer Belastungsituation ganz zu schweigen….. Frau Dr. Dobler stimme ich voll zu, die Hebammen spielen eine enorm große Rolle in der Betreuung der Schwangeren, Stillenden und auch des Neugeborenen. So viele wertvolle Tipps wie von Ihnen, kriegt man von kaum einem Kinderarzt. Daher wäre eine möglichst lange Betreuung durchaus sinnvoll.

#19 |
  1

Auch bei uns in Österreich gibt es genung diesbezügliche Fragen, die in unzähligen Diskussionen,meist ohne befriedigendes Ergebnis wieder “schubladiert” werden.
Besonders besorgniserregend sind Fälle von “Psychischer Kindesmißhandlung”, die mangels Sachkenntnis vieler “Sachverständiger” , Gerichten und Sozialarbeitern nicht aufgedeckt werden und so zu irreversiblen psychischen Problemen für das weitere Leben der Betroffenen führen.( Im Interesse der bessseren Lesbarkeit gilt dieser Beitrag für beide Geschlechter!)

#18 |
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Gast
Gast

Ich empfehle nachdrücklichst allen, die es betrifft, die einzelnen Normen nochmal selbst nachzulesen (oder besser einen qualifizierten Rechtsrat einzuholen), denn die Ausführungen hier im Artikel sind mehr als fehlerhaft: Ein Schweigepflichtsbruch in Form einer direkten Strafanzeige in “wohlüberlegten Einzelfällen” ist mitunter nicht nach § 4 KKG gerechtfertigt, da dieser keine carte blanche zum Schweigepflichstbruch darstellt, sondern ein genaues 3-stufiges Vorgehen exklusiv gegenüber dem Jugendamt vorschreibt.

Ebenso rechtfertigt § 34 StGB den Schutz eines JEDEN Rechtsgutes (nach einer Rechtsgüterabwägung und anderen Überlegungen vorab!!!), nicht nur Leib und Leben (und Freiheit); das wäre § 35 StGB (der auch “nur” einen Entschuldigungs- und keinen Rechtfertigungsgrund darstellt), der jedoch im ärztlichen Berufsleben grds. keine Anwendung findet, da hier nur Gefahren für den Täter, seine Angehörigen und Nahestehenden beschreiben sind (also nicht für seine Patienten). Darüberhinaus entsteht in Kombination mit der Garantenstellung (nach § 13 StGB) aus § 34 in manchen Fällen eine Handlungspflicht; er ist als quasi womöglich keine kann- sondern eine MUSS-Regelung (s.a. OLG Frankfurt, 08.07.1999 – 8 U 67/99).
Und bzgl. § 138 StGB ist die Anzeigepflicht bei Ärzten keineswegs hinfällig, sondern lediglich durch § 139 StGB unter ganz bestimmten Umständen eingeschränkt. Manche Nichtanzeigen sind jedoch sogar im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit nicht durch § 139 gerechtfertigt, sondern strafbar!

#17 |
  0
Nichtmedizinische Berufe

Wenn es im Vorfeld mehr Fachkompetenz, besonders bei den Behörden, gäbe. brauchen wir keinen Kinderbeauftragten. Das kostet aber, da ist Wegschauen manchmal einfacher. Kjl

#16 |
  1
Mitarbeiter von DocCheck

Liebe Leser,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Kommentare und die angeregte Diskussion.

Wir möchten an dieser Stelle dennoch dazu aufrufen, die Netiquette zu beachten und vor allem sachlich und themenbezogen zu diskutieren.

Ihre DocCheck News Redaktion

#15 |
  1
Elke Gliem
Elke Gliem

Pardon, und einfach nochmal:
Ich stimme Herrn Dr. med Jens Freiburg kommentarlos zu!

#14 |
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Elke Gliem
Elke Gliem

Ich stimme Herrn Dr. Jens Freitag kommentarlos zu!

#13 |
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Beatrice Göbel
Beatrice Göbel

Es ist sehr wichtig, als Netzwerk zu funktionieren. Kinderärzte, unsere 2 Familien-Beratungsstellen und das Jugendamt in seiner Wächterfunktion für das Kindeswohl sowie viele, viele weitere Fachkräfte (z.B. unsere Familienhebammmen mit dem Projekt “Willkommen im Leben”) arbeiten jeden Tag daran, Gewalt an Kindern zu unterbinden und deren körperliche Unversehrtheit sicher zu stellen. Jeder bedürftige Mensch hat das Recht, beim Jugendamt Hilfen zur Erziehung zu beantragen. Die Angst, dass Kinder aus der Familie gerissen werden, wenn man Hilfsbedarf anmeldet, ist unbegründet. Ganz im Gegenteil. Eine Einzelfallhilfe in der Familie ist wesentlich kostengünstiger, als ein Kind im Heim unterzubringen. Viel Unterstützung gibt es durch die Familienberatungsstellen, die nicht nur Verhaltensalternativen zum Hauen und anderer Gewalt aufzeigen können, sondern auch Mittler und Wegbereiter zum Jugendamt sein können, um entsprechende Hilfen zu bekommen. Vieles ist einfach nicht genug bekannt. Ich mache Mut, diese entsprechenden Stellen zu kontaktieren und endlich weg vom Klischee-Denken zu kommen, dass Hilfen zur Erziehung nur was für “Assoziale ” – man verzeihe mir bitte dieses Wort- sind. Auch der Otto-Normalbürger kommt immer mehr an eigene und erzieherische Grenzen, nicht zu vergessen das eigene kindliche Erleben, dass ihm die wöchentliche “Dresche” ja schließlich auch nicht geschadet habe.

#12 |
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Gast
Gast

unglaublich!

#11 |
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Herr Freiburg, Ihnen gehört die Zulassung entzogen, SOFORT!!!!

#10 |
  10
Dr. Wenzeslaw Betow
Dr. Wenzeslaw Betow

On der Familie selbst ist der Hebel anzusetzen, anstatt eine “pflegevericherung ” für die gesammte Gesellschaft zu fordern. Insofern ist die Ablehnung des Kinderbetreuungsgelds auch eintotal falscher Schritt…. dieses Geld sollte den Familien direkt ausgezahlt werden, damit ma und opa ihre kleine Rente ausbessern können, die Enke können sich dann bei Bedürftigkeit m ihre Großelter kümmern, viel kostengünstiger und vor allem produktiver als das heutige sozialistische Staaterziehngs-und Pflegesystem mt hochbezahlten nd steuerzahlenden Spezialkräften

#9 |
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Dr. Wenzeslaw Betow
Dr. Wenzeslaw Betow

die allgemeine Verdummng und der vorzug eigener interessen vor denen der Knder spielt whl eher eine Rolle. Wor hatten noch nie so viele Hebammen und so lange Klnkaufenthalte, wie heute. Wie lange war der Klinkaufnthalt 1945? teilweise 0 Auch 1950, 60 und 70 der 80 weniger als heute… aber damals hat man noch mt den Großeltern kommniziert, wurde auch von ihnen vorbereitet, bzw. sie halfen bei der Erziehng. Seit den 70 er jahren hat man einen schrittweisn Untergang der interfamiliären Erziehng, was sollen die machen, die selber wenig erzogen wurden?

#8 |
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Heilpraktikerin

Frühzeitiger Rausschmiß der Mütter aus der Klinik, keine Hebammen mehr da (weil man diesen successive alle erforderlichen Grundlagen ihrer hochkompetenten Berufsausübung, sowie eine angemessene Vergütung weiterhin systematisch entzieht -Haftpflicht über 5000€ gleicht einem Berufsverbot (s.a. die mehr als
500 000 !!! Petitionen aus der Bevölkerung für den Erhalt der “Hebammen”, bis heute ignoriert und beispiellos in der BRD) Wo bleibt danach die fachliche und medizinische Hilfe z u H a u s e, solange n o t w e n d i g -(mindestens die ersten 6-8 Wochen post partum), selbstverständlich stets im Kontext mit dem Kinderarzt.Weiterhin regelmäßige Kontrollbesuche der “Hebamme” bei Bedarf bis zu 2 Jahren, insbesondere bei V.a. Gefährdung des Kindeswohls,,warum eigentlich nicht? Junge Eltern wären zumeist froh und dankbar hierfür. Seit mehr als 20 Jahren fordert man die Etablierung der “Familienhebammen” vehement innerhalb des BDH, es gab und gibt erfolgreiche Modellversuche.Warum sind Jugendämter häufig überfordert-für die medizinische Überwachung eines Kleinkindes weder ausgebildet noch zuständig! Die “Hebamme” als “Geburtswissenschfatlerin”- und “Familienärztin” – zu etablieren -auch zur Entlastung der Hausärzte, warum denn (noch immer) nicht ??? Vor gut 60 Jahren erhielten ehemalige “Dentisten” ihre gleichermaßen überfällige Zulassung zum Studium, was wären wir heute ohne den Zahnarzt?
Stattdessen läßt man Geburtsvorbereiter/innen, Stillberater/innen, und jetzt auch noch “Doulas”- an die Mütter ran – kostet den Staat ja nichts = nicht approbierte “Laienhelfer”, die eine medizinisch qualifizierte Person mit staatl. Examen nicht ersetzen können!Wer erfüllt seit alters her alle diese Kompetenzen in einer Person -wer hat uns allen denn bisher auf die Welt geholfen und den Müttern in den ersten Wochen die notwendige Hilfe -bisher (noch) staatlich geschützt bzw.unterstützt – geleistet ? Bleibt uns diese Garantie überhaupt und wie lange noch?
Die hierzulande so vielen vernachlässigten, oder getöteten Säuglinge und Kleinkinder -innerhalb der letzten 10 Jahre in erschreckendem Ausmaß – schreien einfach zum Himmel, wann hat es sowas je bei uns gegeben!!?? “Wissenschaft” und sonstige (zumeist)überflüssige Analysen, treten an die Stelle von herzzerreißendem Mitleid mit den zunehmend alleingelassenen Familien !!!

#7 |
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Dr. Nathaly Kraus
Dr. Nathaly Kraus

Ich hoffe Sie gehen mit Ihren Patienten etwas niveau- und respektvoller und mit weniger Vorurteilen behaftet um, Herr Freiburg. Sonst dürfte Ihr Wartezimmer bald leer sein.

#6 |
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Wieder mal wird komplett am Thema vorbei diskutiert. Der durchaus gute Artikel vermittelt Informationen über den rechtlichen Rahmen im Umgang mit der Kindesmishandlung in einer Arztpraxis. Es ist nicht das Thema des Artikels, wie man die Welt verändern kann. Wenn jeder an seiner Stelle seine Pflichten wahrnehmen würde, wäre schon einiges getan. Die akademische Ausbildung schützt nicht vor Torheit, Ignoranz und Niveaulosigkeit, wie man hier unten bestätigt bekommt. Bei manch einem “Kollegen” fragt man sich, was in der Kindheit so massiv schief gelaufen sein könnte. “Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Sterne, Blumen und Kinder”. Dante

#5 |
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Dagmar Boecker
Dagmar Boecker

Herr Dr.med.Jens Freiberg! Sie sollten sich schämen, bei einem so ernsten Thema so einen niveaulosen Unsinn zu schreiben.

#4 |
  6

Sehr geehrter Herr Freiburg,
sie argumentieren deutlich unter der Gürtellinie. Auch Eltern von mehr als ein oder 2 Kindern können sich sehr wohl verantwortungsbewusst und geplant für jedes einzelne Kind entscheiden! Ich habe 5 Kinder und jedes einzelne Kind war gewollt und geplant! Es ist wundervoll, mehrere knder aufzuziehen, aber es gibt Zeiten, da ist dies sehr anstrengend. Wenn die Kinder oder man selbst krank ist, wenn es Probleme mit Lehrern in der Schule gibt, man beruflich gerade überlastet ist, dann kommen die besten Eltern an ihre Grenzen und bräuchten dringend Hilfe. Da gebe ich Herrn Broghammer voll und ganz recht. Übrigens kann man auch mit einem Kind schon völlig überfordert sein…Und gerade Großfamilien werden über Gebühr steuerlich belastet, das Pro-Kopf-Einkommen ist meist unterhalb der Armutsgrenze!!! Auch das belastet sehr.

#3 |
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Dr. med. Jens Freiburg
Dr. med. Jens Freiburg

Erst poppen ohne Ende, von Verhütung wohl noch nie was gehört und sich dann beschweren, wenn es kein Geld vom Amt gibt. TsTsTs.

#2 |
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Mitarbeiter Industrie

Habe selbst vier kleine Kinder zu Hause und wenn man wochenlang/ monatelang mit 3 – 4 Stunden Schlaf auskommen muss, sind die Eltern irgendwann überfordert bzw. überlastet. Keine Omas und Opas in Sicht und das Jugendamt, wenn es denn trotz Scham eingeschaltet wird, hat kein Geld bzw. keine Kapazität der Familie eine Unterstützung in Form von Haushaltshilfe, Familienberatung etc. zu bewilligen. Hilfreich wäre z.B. eine Art Nachtdienst der junge Familien in irgend einer Form nächtens unterstützt. Denn wenn die Eltern ausgeruht sind, dann sind sie auch entspannter im Umgang mit ihren Kleinen und schreien und schlagen ihre Kleinen vielleicht weniger. Jemand der gereizt und mit den Nerven am Ende ist, kann einfach nicht mehr deeskalierend auf seine Kinder bzw. seinen Partner einwirken.

#1 |
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