Nahrungsergänzung: Mittel mit 112-Effekt

10. November 2015
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Viele Menschen glauben, eine normale Ernährung reiche nicht aus, um den Körper mit allen lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Einer Studie zufolge führen Nahrungsergänzungsmittel aber zu einer Vielzahl von Notfallbehandlungen und Hospitalisierungen.

Für die im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie [Paywall] ließen die Wissenschaftler des Centers of Disease Control and Prevention (CDC) und der Food and Drug Administration (FDA) die Krankenakten von 63 US-amerikanischen Krankenhäusern aus dem Zeitraum 2004–2013 von speziell geschulten Abstraktoren sichten. Diese identifizierten 3.667 Fälle, in denen Besuche in der Notaufnahme direkt im Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln standen. Hochgerechnet auf alle Krankenhäuser im Land entspricht dies jährlich 23.005 Notfallbehandlungen und 2.154 Hospitalisierungen.

Ein Fünftel der Notfälle betraf Kinder, die unbeaufsichtigt Supplemente wie Multivitamine, Diätmittel, Schlafmittel oder Anxiolytika zu sich genommen hatten. Und auch sonst scheint das Problem eher Jüngere zu betreffen: Die meisten Notfälle betrafen Personen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren. Bei diesen waren insbesondere Diät- und Energiemittel für die Notfallbehandlungen verantwortlich, da diese Substanzen zu kardialen Symptomen wie Palpitationen, Brustschmerzen und Tachykardie führten. Auch zeigten sich in der Analyse geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei den Frauen machten fast doppelt so häufig wie bei den Männern Diätmittel den Weg in die Notaufnahme notwendig (30,4 % vs. 17,6 %), während Potenz- oder Bodybuilding-Produkte fast ausschließlich bei den Männern zu Notfällen führten (14,1 % aller männlichen Notaufnahme-Patienten).

Im Gegensatz dazu fand sich die höchste Rate der Hospitalisierungen bei den Personen über 65 Jahren. Bei diesen waren häufig Kalziumpräparate und Mittel zur Steigerung der kardiovaskulären Gesundheit für den Besuch in der Notaufnahme verantwortlich. Die Hauptursachen der Notfallbehandlung waren bei dieser Patientengruppe Verschlucken und durch Tabletten verursachte Dysphagie oder Globusgefühl.

Das Millionengeschäft boomt weiter

Die nun veröffentlichte Studie stammt zwar aus den USA, doch auch in Deutschland erfreuen sich Nahrungsergänzungsmittel ungebrochener Beliebtheit. Im Rahmen der Nationalen Verzehrsstudie (NVS) II gaben 27,6 % der befragten Deutschen an, Supplemente zu nehmen – die Mehrheit der Nutzer ist weiblich (60,2 %). Bei den Älteren [Paywall] sind es sogar deutlich mehr: Mehr als jede zweite Frau und jeder dritte Mann über 64 Jahre nimmt ergänzend Vitamine, Mineralstoffe oder sonstige Zusatzstoffe. Kein Wunder also, dass sich mit den Mittelchen viel Geld verdienen lässt: 2014 belief sich der Gesamtumsatz für Nahrungsergänzungsmittel auf 970 Millionen Euro, und sowohl die Anzahl der verkauften Packungen als auch der Umsatz stiegen im Vergleich zum Vorjahr um mehrere Prozent. Die Bestseller sind hierzulande Magnesiumpräparate, Multivitamine mit Mineralstoffen für Schwangere, Vitamin B-Kombinationen und Kalziumpräparate. Dieser Trend führt dazu, dass die Menschen zunehmend Gefahr laufen, überversorgt zu werden: Beispielsweise hat die NVS II ergeben, dass in der Allgemeinbevölkerung durch Supplemente die Referenzwerte für Vitamin B1, B2, B6 und Niacin überschritten werden. Bei den über 64-Jährigen [Paywall] überschreiten 20 % der Frauen und 33 % der Männer die empfohlene Maximalmenge für Magnesium, und 14 % nehmen zu viel Vitamin E.

Vitamine als Krankmacher

Dass viel nicht immer viel hilft, sondern unter Umständen durchaus auch Schaden kann, belegen zahlreiche Studien. Eine Überversorgung mit Vitamin E erhöht beispielsweise bei Männern das Risiko für Prostatakrebs. Niacin in hohen Dosierungen führt häufig zu Hautrötungen, Hitzegefühl, Pruritus und Urtikaria, es kann aber auch zu gastrointestinalen Beschwerden wie Diarrhö, Übelkeit und Erbrechen kommen. Im schlimmsten Fall treten Hepatitis und Leberschäden auf. Eisen wird gerne bei Müdigkeit und Erschöpfung eingesetzt, doch eine Überladung mit Eisen steht im Verdacht, das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs und Diabetes zu erhöhen. Außerdem könnte Eisen eine kausale Rolle bei der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen wie Morbus Alzheimer und Parkinson spielen. Und die Antioxidantien Beta-Karotin, Vitamin A und Vitamin E – vielfach als Wunderwaffe gegen das Altern angepriesen – stehen im Verdacht, bei chronischer Einnahme das Mortalitätsrisiko zu erhöhen.

Außen hui, innen pfui

Doch nicht nur die angegebenen Inhaltsstoffe können Nahrungsergänzungsmittel zu einem Gesundheitsrisiko machen. Immer wieder tauchen Berichte über Verunreinigungen und verbotene Zusätze auf: Egal, ob Sibutramin oder Amphetamine in Schlankheitsmitteln, anabole Steroide in Fitnessprodukten oder Sildenafil in angeblich natürlichen Kräuterextrakten zur Potenzsteigerung [Paywall] – es wird gepanscht und getäuscht, was das Zeug hält. Dabei sind nicht nur Produkte aus Fernost betroffen: Einer 2014 veröffentlichten US-amerikanischen Studie zufolge stammten 74 % der positiv getesteten Produkte von einheimischen Herstellern.

Kein Wunder also, dass die FDA jüngst Konsumenten erneut davor gewarnt hat, dass Produkte, die als so wirksam wie ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel beworben werden, wahrscheinlich mit eben solchen Arzneimitteln kontaminiert sind. „Für Konsumenten gibt es keinen Weg zu wissen, welche Wirkstoffe oder Bestandteile sich tatsächlich im Produkt befinden, wenn sie nur die Inhaltsstoffe auf dem Etikett lesen“, betont Gary Coody, Experte der FDA für Betrug im nationalen Gesundheitswesen. „Einige dieser Produkte enthalten bis zu sechs verschiedene Inhaltsstoffe, die in von der FDA genehmigten, verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten sind oder bei denen es sich um Analoga dieser Wirkstoffe handelt. Wir wissen nicht, welche Gefahr hiervon ausgeht, denn diese Kombinationen sind niemals getestet worden, bevor sie an nichtsahnende Konsumenten verkauft werden.“

Russisches Roulette

Das größte Problem bei undeklarierten Wirkstoffen sind jedoch potenziell gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Bestes Beispiel: Kontraindikationen für den Einsatz von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren wie Sildenafil, Vardenafil und Tadalafil sind eine gleichzeitige Therapie mit Nitraten oder Molsidomin. Außerdem darf diese Substanzklasse nicht eingesetzt werden, wenn beispielsweise eine koronare Herzkrankheit, arterielle Hypotonie oder Herzinsuffizienz besteht. „Wenn Konsumenten Produkte einnehmen, die undeklarierte Wirkstoffe enthalten, setzt dies Patienten einer Gefahr durch potenziell schwerwiegende Wechselwirkungen aus“, meint Dr. Daniel Dos Santos von der Abteilung für Nahrungsergänzungsmittelprogramme der FDA.

Verbraucher-„Schutz“ in Deutschland

Wie auch in den USA gelten Nahrungsergänzungsmittel hierzulande nicht als Arznei-, sondern als Lebensmittel und fallen daher unter die Regelungen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs. Seit 2004 sind erlaubte Vitamine und Mineralstoffe im Anhang zur Nahrungsergänzungsmittelverordnung aufgeführt – für sonstige Stoffe wie Pflanzenextrakte gibt es dagegen bisher keine Bestimmungen. Auch verbindliche Regelungen zu Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe finden sich weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene. Zudem müssen Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland lediglich beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit registriert werden, für die Sicherheit der Produkte sind jedoch allein die Hersteller und Vertreiber zuständig. Die Überwachung der auf dem Markt befindlichen Produkte erfolgt stichprobenartig und ist Ländersache.

Da Nahrungsergänzungsmittel zu den Lebensmitteln zählen, dürfen sie nicht dazu bestimmt sein, Krankheiten zu heilen oder zu verhüten. Welche Werbeaussagen erlaubt sind, ist in der Health Claims Verordnung geregelt – was aber viele Hersteller nicht davon abhält zu suggerieren, ihre Produkte seien so wirksam wie Medikamente. Beispielsweise werden Potenzmittel nicht explizit zur Behandlung der erektilen Dysfunktion empfohlen – stattdessen werden die Pillen damit beworben, die Lust und sexuelle Leistungsfähigkeit zu steigern und als natürliche Alternative zu Viagra und Co. dargestellt.

Versorgungslücke nur bei Risikogruppen wahrscheinlich

Obwohl man bei der schieren Fülle von angebotenen Nahrungsergänzungsmitteln den Eindruck gewinnen könnte, die meisten Menschen seien heute unterversorgt, sieht die Realität anders aus: Von einer großflächigen Mangelversorgung kann keine Rede sein. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, ist im Regelfall auch gut mit allen lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Nahrungsergänzungsmittel sind also normalerweise überflüssig. Es gibt jedoch einzelne Risikogruppen, wie zum Beispiel Schwangere, Ältere oder Personen mit einseitiger Ernährung, bei denen eine Versorgungslücke bezüglich bestimmter Nährstoffe bestehen könnte.

Dass sich eine ungesunde Ernährung einfach mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen lässt, ist dagegen ein Trugschluss. „In den 1980er- und 1990er-Jahren reduzierte man die positiven gesundheitlichen Effekte von Gemüse und Obst auf bestimmte Inhaltsstoffe, insbesondere Vitamine“, resümiert Prof. Bernhard Watzl vom Max-Rubner-Institut. „Heute wissen wir, dass vielmehr die Vielfalt biologisch aktiver Substanzen, die wir durch einen hohen Konsum von Gemüse und Obst aufnehmen, insgesamt positive Wirkungen auf die Gesundheit hat.“ Na dann: Guten Appetit!

Originalpublikation:

Emergency Department Visits for Adverse Events Related to Dietary Supplements [Paywall]
Andrew I. Geller et al.; N Engl J Med., doi: 10.1056/NEJMsa1504267; 2015

205 Wertungen (2.82 ø)

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48 Kommentare:

Ärztin

Guten Tag,
dieser Artikel ist sehr undifferenziert und schlecht differenziert.
Mikronährstoffe mit Diätmitteln, Anxiolytika und anderen “in einen Topf zu werfen” zeugt nicht von Kenntnis der Materie.
Als Allgemeinmedizinerin habe ich irgendwann mit Blutuntersuchungen begonnen, die mir zeigten, dass ich bei meinen Patienten oft starke Mangelzustände finde. Auch Menschen, die sich scheinbar gut ernähren, sind nicht immer ausgeschlossen davon.
Daher habe ich mich entschlossen, mich ausführlicher mit dem Thema zu beschäftigen und mehrere intensive Fortbildungen besucht. Oft sind banale Auslöser zu finden: unsere Senioren in den Pflegeheimen, die seit Jahren nur im Bett liegen, können nicht ausreichend Vitamin D haben, das aber viele Funktionen erfüllt, auch mit Lichtschutzfaktor 12 und höher wird es nicht mehr ausreichend gebildet. Die vielen Menschen mit Säurehemmern nehmen durch pH-Wert-Verschiebung schlicht zu wenig Vitamin B12 auf, auch wenn es mit der Nahrung zugeführt wird.
Pubmed ist voll mit zahlreichen guten Studien, die eine differenzierte Ergänzung in vielen Fällen als förderlich erwiesen haben. Auch meine Patienten sind zufrieden. Natürlich ist das Thema kompliziert, man sehe sich nur mal diverse Zyklen an, z.B. Zitronensäurezyklus. Man sollte sich immer gut überlegen, was wer benötigt. Wer sich nicht auskennt, kann Schaden anrichten, wie in jedem anderen Gebiet der Medizin auch.

#48 |
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Gast
Gast

Der schlechteste Artikel, den ich hier gelesen habe. Extrem einseitig und lückenhaft.

#47 |
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Volksverdummung

#46 |
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Rahel Kress
Rahel Kress

Frau Susanne Orth hat mit ihrer akribischen Darstellung des Status Quo den Vogel abgeschossen!

Ich kann nur ergänzen, selbst Jahrzehnte NEM zu substituieren weshalb ich z.b. heute, dank regelmäßiger Einahme von Vitamin E, mit Ende 60 wenig Hautalterung vorzuweisen habe.
Bezüglich Selenmangel und Tumorinzidenz gibt es laut Studien ebenfalls einen direkten Zusammenhang. In der Tumorpraxis in der ich vor zehn Jahren gearbeitet hatte wurde bei jedem Patienten der Selenspiegel gemessen. Generell war der Selenspiegel zvon 130µ zu niedrig.

#45 |
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Doc Belli
Doc Belli

Die zugegeben schöne Diskussion kann schnell beenden, indem man den Artikel kurz zusammengefasst :
“Aufgrund neuester Studienergebnisse – siehe soundso-werden hoffentlich in Zukunft sämtliche NEM auf der Verpackung mit frei zugänglichen Links versehen, die ausführlichst über mögliche Gefahren berichten. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie/n/Artikel etc. – soundso-sollten verkürzt auf der Verpackung (oder auch Röhrchen/Dose etc.) selbst vermerkt werden mit einem Gefahrenzeichen – Symbol”.
Da wir, sehr geehrte Frau Ritter, von der Diskussion alle etwas mitgenommen haben dürften, sollte dann noch vermerkt werden :
“Da die Ernährungssituation weltweit seit Aussterbens von Haushaltssklavinnen, genannt Mütter und Hausfrauen, sich arg verschlechtert hat, insbesondere was die sog. ausgewogene Ernährung betrifft, sind NEM eine nicht zu unterschätzende (in jeder Beziehung – Hilfe! :) ) Bereicherung des tgl. Lebens besonders als für bestimmte Gruppen anzusehen und als solche ggfs auch verordnungsfähig. Geldschneidern sollte somit rigoros das Handwerk gelegt gelegt werden. “

#44 |
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Diätassistent

Vielen Dank Anke Niggenaber, auch wenns nicht ihre Absicht war habe ich doch was gelernt.

#43 |
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Weitere medizinische Berufe

Dem Mensch Gerhard Wilhelm fehlt Deutschunterricht: es heißt dem Menschen!

#42 |
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Hallo liebe DocCheck-Redaktion,
vielen Dank für die prompte Reaktion. Das habe ich nicht auf dem “Schirm” gehabt – wenn quasi “jeder mitdiskutieren kann”, dann ist das natürlich auch schwer zu kontrollieren, dass stimmt.
Aber dass Sie sich hier melden zeigt, dass Sie das Thema ernst nehmen, und dafür gebührt Ihnen meine Anerkennung.
Beste Grüße

Dirk-Rüdiger Noschinski

#41 |
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BI Bernd Rathgeber
BI Bernd Rathgeber

Meine Anmerkungen:
1) ich würde Schlafmittel wie o.a. und weitere genannte Produkte nicht als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnen
2) Wenn ich nicht in der Lage bin Medikamente, NUGs .. etc. vor meinen Kindern zu sichern, so sind die Notfälle nicht Uhrsache der Medis sondern der Dummheit der Erwachsenen die ihr Zeug nicht vor ihren kindern sichern.
3) Was ist eine ausgewogene Ernährung ? Heute können gleiche Produkte (Gemüse, ..), nach dem Kochen, je nachdem wie gekocht wird, unterschiedliche Nährstoffinhalte haben.
4) Der Bedarf an Vitaminen und Mineralien und sonstigen NUGs kann je Person bedingt durch spezifische Lebensumstände (Stress, hohe Belastung, Stofwechsel, Krankheit …) unterschiedlich sein.
5) Gesunde Nahrung und auch NUGs und die neuen erkenntnisse der Medizin zu diesen Punkten, sind meiner Meinung nach Gründe dafür, dass wir Menschen länger leben, länger gesund sind, mehr leisten können…

Man sollte also mit solchen Artikeln, die auf einer einzigen Studie beruhen keine Panik verbreiten, sondern sich erst einmal ein Gesamtbild verschaffen bevor man Menschen die nicht in der Lage sind dies zu tun verunsichert (Großteil der Bevölkerung).

:)

#40 |
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Gast
Gast

wiviel € erhalten Sie von der Pharma-Industrie für diesen einseitigen, fast schon peinlich naiven Artikel?

#39 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Sehr geehrter Herr Noschinski,

Die redaktionelle Berichterstattung bei DocCheck ist – wie bei den anderen Fachmagazinen auch – generell nicht logingeschützt. Ein Loginschutz ist nur relevant bei Inhalten, die Nicht-Fachkreise aus HWG-relevanten Gründen wie Werbeinhalte oder für den Nichtfachkreis nicht “zu verarbeitenden Informationen” wie medizinisch explizite Darstellungen und Schilderungen.

Wir prüfen kontinuierlich die Kommentare zu allen Newsbeiträgen. Verstöße oder unsachliche Meldungen werden sofort entfernt. Eine freie und vielfältige Meinungsäußerung ist durchaus erwünscht.

Außerdem möchten wir an dieser Stelle alle Leser dazu aufrufen, die Netiquette zu beachten. Diskutieren Sie sachlich und themenbezogen. Nehmen Sie zudem von zu ausführlichen Schilderungen zu Einzelschicksalen Abstand.

Ihre DocCheck News Redaktion

#38 |
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Dr.med Klaus Schwarzmaier
Dr.med Klaus Schwarzmaier

grausig schlechter Artikel, dessen Begründungen am Thema vorbeigehen
(Anxiolytika sind NE?? oder Vitamine?? Globusgefühl ist “Typische” NW von NE???)

#37 |
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Gast
Gast

“…. Beispielsweise werden Potenzmittel nicht explizit zur Behandlung der erektilen Dysfunktion empfohlen – stattdessen werden die Pillen damit beworben, die Lust und sexuelle Leistungsfähigkeit zu steigern und als natürliche Alternative zu Viagra und Co. dargestellt…….”

Nun ich nehme schon lange Potenztabs24 als NEM, und das steigert sowohl meine Lust, als auch meine Potenz und mein allgemeines Wohlbefinden!

#36 |
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Gast
Gast

Interessant ist ja was dort als Nahrungsergänzungsmittel angesehen wird und für die Fallzahlen herhalten muss, Zitat:

“Ein Fünftel der Notfälle betraf Kinder, die unbeaufsichtigt Supplemente wie Multivitamine, Diätmittel, Schlafmittel oder Anxiolytika zu sich genommen hatten. Und auch sonst scheint das Problem eher Jüngere zu betreffen: Die meisten Notfälle betrafen Personen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren. Bei diesen waren insbesondere Diät- und Energiemittel für die Notfallbehandlungen verantwortlich, da diese Substanzen (????) zu kardialen Symptomen wie Palpitationen, Brustschmerzen und Tachykardie führten.”

oder

“Im Gegensatz dazu fand sich die höchste Rate der Hospitalisierungen bei den Personen über 65 Jahren. Bei diesen waren häufig Kalziumpräparate und Mittel zur Steigerung der kardiovaskulären Gesundheit für den Besuch in der Notaufnahme verantwortlich. Die Hauptursachen der Notfallbehandlung waren bei dieser Patientengruppe Verschlucken und durch Tabletten verursachte Dysphagie oder Globusgefühl.”

Man bedenke, mit dem einführenden Satz:
„Viele Menschen glauben, eine normale Ernährung reiche nicht aus, um den Körper mit allen lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen. Einer Studie zufolge führen Nahrungsergänzungsmittel aber zu einer Vielzahl von Notfallbehandlungen und Hospitalisierungen“
wird ein Bild aufgemacht, Vitamine usw., es werden erschreckende Zahlen genannt, dann kommen Fakten, die mit dem Bild nichts zu tun haben.
Das sind Mind-Control-Techniken.

Das fachliche Niveau dieses Artikel ist bei genauer Betrachtung unterirdisch.

#35 |
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Physiotherapeut

Schöner Artikel.
Zu #12: Ein Heilpraktiker darf keine Medikamente, Teemischungen, Nahrungsergänzungsmittel etc. in seiner Praxis verkaufen. Er darf diese bestenfalls umsonst mitgeben.

#34 |
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Ich untersuche seit über zwanzig Jahren unsere Patienten mittels validierter Laborverfahren in einem medizinischen Fachlabor auf ihren “Ist”-Zustand, was die Versorgung mit Mikronährstoffen angeht. In dieser Zeit sind viele hundert Untersuchungen durchgeführt worden, zusätzlich Kontrollen nach Substitution.
Ich kann Aussagen wie “eine ausgewogene Kost ist vollkommen ausreichend” absolut nicht nachvollziehen, denn statistisch gesehen sind Mangelzustände häufig anzutreffen, z.B. beim Vitamin D. Dies deckt sich auch mit zahlreichen Publikationen zu diesem Thema.

Zusätzlich bin ich bestürzt über das Niveau dieses Artikels, mehr kann man dazu einfach nicht sagen.

Last but not least finde ich es unerträglich, dass bei DocCheck immer noch anonyme Hater geduldet werden, die so die Plattform bekommen, fachlich unqualifizierten geistigen Unrat zu posten (siehe Nummer 12). Dies ist der Hauptgrund, mich nur noch sehr selten an den Diskussionen zu beteiligen.
Ich würde mir wünschen, dass man hier nur mit Klarnamen posten kann, dass wäre v.a. für die Nettique sehr hilfreich. Vielleicht nimmt das ja hier mal jemand von DocCheck auf….

Herzliche Grüße

Dirk-Rüdiger Noschinski

#33 |
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unglaublich schlechter Artikel!

#32 |
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Gast
Gast

So ein Schmarn:
Schlafmittel und Anxiolytika sollen Nahrungsergängungsmittel sein?!
Artikel lesen = Zeitverschwendung

#31 |
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Heilpraktikerin

Eine reißerisch / manipulative Überschrift, die einen “Artikel” ab-rundet …
Ich bin schlichtweg entsetzt, wie man – ich zitiere:

===Ein Fünftel der Notfälle betraf Kinder, die unbeaufsichtigt Supplemente wie Multivitamine, Diätmittel, Schlafmittel oder Anxiolytika zu sich genommen hatten. ===
Schlafmittel und Anxiolytika in einen Topf mit NEMS werfen kann…

Respekt für die Beiträge von Frau Orth. Sehr gut geschrieben!!

Unsere Nahrung ist schon lange kein LEBENSMITTEL mehr, seit Monsanto und Co. das Sagen haben!!

#30 |
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Dahl
Dahl

Sie haben ja so recht!!!!!

#29 |
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Ärztin

Nachtrag: wenn Sie die Kombination Prof. B. Watzl und ILSI im Internet eingeben erscheint folgender Link:http://www.ilsi.org/Europe/Documents/SAC%20Members%20website%2004oc12.pdf sehr aufschlussreich, auch die anderen Namen !!!
In der ILSI sind die wirklich Großen der Branche versammelt: Nestle, Danone, Kraft, Monsanto, Montelez, Südzucker etc. also all die Firmen die sich täglich und aufopfernd um eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung – besonders natürlich für unsere Kinder – sorgen. NEM passen denen unter anderem auch deshalb nicht ins Konzept, da sie demnächst noch seeeehr viel mehr Geld mit functional food zu verdienen gedenken.

#28 |
  0
Gast
Gast

Das ist unglaublich populistisch, die orthomolekulare Medizin in einen Topf mit dem Versuch von Hobby Bodybuildern, sich zu dopen,und die Bereitschaft von Frauen, jedes Gift was man sich nur ausdenken kann, zu sich zu nehmen, wenn man nur damit abnehmen kann, in einen Topf zu werfen. Natürlich ist es Schwachsinn, wenn der durchschnittliche Burger einfach so im Drogeriemarkt Nahrungsergänzungsmittel kauft, die bekanntlich nur verkauft werden dürfen, weil sie so niedrig dosiert sind, dass sie nachweislich keine Wirkung haben. Das Ganze geschieht natürlich ohne jeglichen Sinn und Verstand nur unter der Anleitung der Werbeaufdruck. Die Orthomolekulare Medizin ist jedoch näher an der evidenzbasierten Medizin als etwa Homöopathie ( wofür teilweise sogar gesetzliche Krankenkassen Geld aus dem Fenster werfen). Wer ernsthaft glaubst, Orthomolekulare Medizin sein nutzlos oder gar schädlich, der hat sich mit dem Thema in der Regel noch nicht ernsthaft (also mehr als ein paar Stunden) auseinandergesetzt. Manchmal genügt einfach der Blick ins Biochemie Lehrbuch. Und dann hilft immer das, was hilft, wenn noch niemand sich Geld davon versprochen hat, eine Studie aufzulegen: einfach mal ins Lehrbuch schauen und nachdenken. Das ist natürlich heutzutage völlig out, weil man einfach nur noch Statistiken und lernt keine Biochemie mehr, sich aber mit dummen Sprüchen, die eingeleitet werden mit “Die Studien sagen…” maßlos aufbläst. Und dann übernimmt man unkritisch irgendwelche Informationen aus Abstracts, die einem Risiken von Vitaminen suggerieren, damit die Hersteller der evidenzbasierten Medizin einem weiter die Reparaturmedizin verkaufen können. Ich empfinde es als großes Privileg, dass ich mich nicht dieser blödsinnigen Medizin unterwerfen muss und zumindestens mich selbst und meine nächsten Angehörigen noch mit einer Medizin, die über das reine auswerten von Statistiken hinausgeht, versorgen zu können. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel.

#27 |
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Herr Detlev Schurwanz
Herr Detlev Schurwanz

Negiere komplett.
Unsere Erfahrung mit NEM sind positiver Art. .. Zur Historie:
Tochter BNS-Epilepsie mit Shunt versorgtem Hydrocephalus, trotz harter Medikamente sauberes Blutbild (bei Gabe natürlicher NEM).
Grand Mal Anfall mit Sturz in Folge Hirnblutung .. Verweigerung Nahrungsaufnahme nach OP. Medikamente intravenös… Blutbild rauschte in Keller… NEM pulverisiert mit Flüssigkeit gegeben.
Blutbild wird wieder besser ..
Aussage der Ärzte .. das liegt nicht an NEM .. lachhaft !!! ..

#26 |
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Diätassistent

Dem Mensch fehlt B 12, dem Mensch fehlt Folsäure, dem Mensch fehlt Vitamin C, dem Mensch fehlt Kalzium, usw. der Mensch ist offensichtlich das einzige Lebewesen auf der Erde dem ständig was fehlt.
Aber was hat nur der Mensch? Geld! Na sowas!

Alles was wir essen muss verdaut werden auch das ungesunde und für unseren Körper nutzlose und verbraucht dabei Ressourcen, bringt die aufgenommene Nahrung die zur Verdauung notwendige „Zutaten“ nicht mit müssen diese dennoch vom Körper bereitgestellt werden und das kann schon ein Mangel verursachen.

Die richtige Essmenge mit einem Großteil unverarbeiteten Lebensmitteln sollte uns vor Defiziten schützen.

#25 |
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Heilpraktikerin

Eigentlich wollte ich mich an der Diskussion nicht beteiligen, aber danke Frau Dr.Orth!!! Sie sprechen genau das aus, was ich fast täglich mit Patienten erlebe.
Meine eigenen Erfahrungen zur natürlichen Aufnahme der notwendigen Vitamine/Mineralstoffe in den letzten Tagen: Bio-Kiwi blähten sich auf und begannen zu platzen, Bio-Apfelsinen, Schale hellgelb, bekamen braune Flecke, waren innerhalb von3-4 Tagen trocken-zu Saft verarbeitet qitsche sauer, Salat außen o.k., innen faule Blätter. Weitere Beispiele könnten folgen.

Es gibt unzählige Aussagen zum Mangel bei alten Menschen, Schwangeren (was sollen sie den Kindern mitgeben, wenn sie selbst unterversorgt sind?!), aber auch als generelles Problem bei allen Menschen. Ich will nicht weiter eingehen, wie unsere Ernährung heute aussieht. Wer ehrlich ist, das wissen Sie alle selbst und nicht jeder hat einen eigenen Garten.
Ich arbeite schon sehr lange mit natürlichen! Mikronährstoffen und damit spreche ich nicht von “Nahrungsergänzungsmitteln” und die braucht nach meinen Erfahrungen heute jeder, der längerfristig gesund bleiben/werden will.
Anfangs wollte ich es auch nicht glauben und war völlig verblüfft, was mit Menschen passiert, wenn man ihnen das Richtige wieder zuführt. Dann entfallen nämlich Symptome!
Man kann lange darüber diskutieren, man sollte es selbst erfahren, dann erübrigt sich das alles-wohlgemerkt, ich spreche von natürlichen Mitteln, nicht von Chemie, was immer wieder verwechselt wird. Wir sind nun mal keine Chemiefabrik!

#24 |
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Claudia Olson
Claudia Olson

Leider ein nicht sehr qualifizierter Beitrag.
Hut ab, Frau Orth!!

#23 |
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Ärztin

Insgesamt 82% der Männer und 91% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin D nicht.
48% der Männer und 49% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin E nicht. Diesbezüglich zeigt sich kein Alterseffekt.
21% der Männer und 32% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin B1 nicht.20% der Männer und 26% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin B2 nicht.
Zwölf Prozent der Männer und 13% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin B6 nicht.79% der Männer und 86% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Folat-Äquivalenten nicht (die D-A-CH Gesellschaften haben unlängst offiziell den Bedarf an Folsäure um satte 33% gesenkt, wodurch sich die Versorgungslage der Bevölkerung spontan dramatisch verbessert hat – ein Schelm, wer Böses dabei denkt (Koletzko & Pietrzik, 2013).
Acht Prozent der Männer und 26% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin B12 nicht. Dieser Anteil ist bei den Männern in allen Altersgruppen etwa gleich hoch. Bei den Frauen erreichen besonders viele junge Frauen die empfohlene Zufuhr für Vitamin B12 nicht (etwa 33% im Alter von 14-24 Jahren). 32% der Männer und 29% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von 100 mg Vitamin C nicht. 32% der Männer und 29% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von 100 mg Vitamin C nicht.
26% der Männer und 29% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Magnesium nicht. Die Anteile sind sowohl bei den jungen Erwachsenen als auch bei den älteren Personen höher als im mittleren Alter. Besonders auffallend ist der Anteil von 56% in der Gruppe der 14-18-jährigen Frauen, die die empfohlene Magnesiumzufuhr nicht erreichen. Insgesamt erreichen 14% der Männer und 58% der Frauen die empfohlene tägliche Zufuhr für Eisen nicht. Bis zum Alter von 50 Jahren sind hiervon über 75% der Frauen betroffen.
Ohne die Verwendung von jodiertem Speisesalz liegen 96% der Männer und 97% der Frauen unter der Empfehlung für die Jodzufuhr.32% der Männer und 21% der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr von Zink nicht.
Dies sind alles Originalzitate aud der NVS II !!! Frau Aho-Ritter, haben Sie die Studie überhaupt gelesen (600 Seiten, bes.der tabellarische Anhang ist sehr aufschlussreich. Die Empfehlungen der D-A-CH Gesellschaften sind tw. viel zu niedrig und die o.g. Anteile der Bevölkerung erreichen noch nicht einmal diese kläglichen DGE- Minimalforderungen. Die Beschwichtigungsformel, dass, wer sich “ausgewogen und abwechslungsreich” ernährt, keinerlei Mangel zu befürchten hat, ist angesichts der realen Ernährungsgewohnheiten eines Großteils der Bevölkerung nur noch als Zynismus zu bezeichnen.
Übrigens halten Pharmafirmen, Lebensmittelmultis und Tabakkonzerne (seitdem Kippen nicht mehr so sexy sind in den USA haben die sich massiv in Lebensmittel- und Pharma eingekauft; ihre Moral bringen sie gratis mit …) wechselseitig große Aktienpakete untereinander und den Einfluss, den Sie über Lobbyarbeit auf die Politik und Gesetzgebung ausüben, übertrifft alleVorstellungen.
Wer sich für die größte Lobby-Organisation der Welt interessiert soll mal über “ILSI” http://www.ilsi.org/Pages/HomePage.aspx forschen, d.h. wer dort Mitglied ist und – viel spannender: wer auf ihrer payrole steht !!

#22 |
  1
Heilpraktiker Berthold Rister
Heilpraktiker Berthold Rister

Wenn ich meine Nahrungsergänzung nur über künstlich hergestellte Vitamine und Mineralstoffe betreibe, weiß man eigentlich dass das ungesund ist. Da selbige gilt für Vitamin E wie oben beschrieben.
Solange ich mit Natürlichen Stoffen arbeite sind dies Beschwerden noch nicht aufgetreten.
Ich frag mich deshalb wer steckt hinter solchen Artikeln.

#21 |
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Nichtmedizinische Berufe

Das vertrauen auf das, was die Natur uns bietet, ist ungebrochen und bedarf keiner Nahrungsergänzung. KJL

#20 |
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Ein Sammelsurium, zu nichts nutze. Den Nutzen von Medikamenten, genauer gesagt Monopräparaten definierter Wirkstoffe, zu bestimmen, ist mit statistische Mitteln noch nie widerspruchsfrei gelungen. Wieviel schwerer dürfte es sein, den Nutzen von NEM zu bestimmen. Weder die Vielzahl der in der Regel als Mischpräparat angebotenen Wirksubstanzen in ihrer Gesamtheit noch ihr Effekt, qualifizierbar als irgendwie definierter Endpunkt einer Verlaufsstudie dürften jemals (!) zu einem Ergebnis führen, dass in konsistenten Studien wiederholt darstellbar wäre. Statistiken zu diesen Fragestellungen sind und bleiben wertlos.

#19 |
  0
Michael Odinius Ernährungsmediziner QUETHEB DAG BDEM
Michael Odinius Ernährungsmediziner QUETHEB DAG BDEM

….da heißt es: Es gibt jedoch “einzelne” Risikogruppen: Schwangere; Ältere oder Personen mit einseitiger Ernährung”
Na…, da haben wir doch fast die ganze Bevölkerung beisammen!
Ein anderer Schluss wäre, den Einsatz von NE in die Hände derer zu gegeben die genau diesen Missbrauch verhindern, sie zum Wohle und nicht zum Schaden einsetzen.
“Da werden Sie geholfen!”

#18 |
  1
Doc Belli
Doc Belli

Vorerst erst einmal herzlichen Dank für die Vorstellung, daß ein Bodybuilder, der sich vielleicht verschluckt hat, mit seiner Protein-Dose in der Notfall-Aufnahme einfindet!
Bitte auch um Entschuldigung bei möglichen Betroffenen, aber ich habe heute noch gar nicht gelacht an diesem November Tag, der auch mit der Nachricht vom Tode Helmut Schmidts nicht so zum lachen war.

Um sich ausgewogen zu ernähren, muß man laut einem kleinen Ernährungsratgeber-Buch, das ich einmal auf einem Wühltisch kaufte und recht anstrengend zu lesen ist, ungefähr 15 Stoffgruppen beachten, die – in sich wiederholenden Zyklen – streng regelmäßig einzunehmen sind, zusammen mit anderen bestimmten Stoffgruppen, die unter bestimmten ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten (u. a. Vitamine und Mineralstoffe betreffend) zusammen wirken und ebenfalls streng zu befolgen sind. (es handelt sich hier ausschließlich um Nahrungsmittel).
Seitdem ich versucht habe, das zu verstehen, habe ich großen Respekt vor ÖkotrophologInnen!
Der Ratgeber bezieht sich nur darauf, gesund zu bleiben!
Von kranken Menschen ist da noch gar keine Rede…
Aber es wird doch langsam Zeit, die Ernährungswissenschaften hauptschwerpunktmäßig in das Medizinstudium auf zunehmen.
Solange das nicht geschieht, wird der Nahrungsergänzungsmittel-Markt-Boom kein Ende finden.

#17 |
  3
Else Schnakenberg, HP
Else Schnakenberg, HP

[Kommentar wurde wegen werblichen Inhalts von der Redaktion gelöscht.]

#16 |
  2
Eva Kurzweil
Eva Kurzweil

@ 12
“Meine Migräne” sollte seinerzeit auch mit NEM behandelt werden, die der HAUSARZT natürlich selbst verkaufte und vor Einnahme keinesfalls überprüfen wollte.

Irritiert von so einem seltsamen Vorgehen besann mich eines besseren Weges und ging auf Ursachenforschung – mit Erfolg!!

#15 |
  2
Rolf Hedderich
Rolf Hedderich

Mal wieder so ein reißerischer Artikel gegen Ergänzungsmittel/Vitaminpillen.
Wer wohl so etwas sponsert?

Nun werden in diesem Artikel alle möglichen Medikamente, chemische Wirkstoffe etc. in einen Topf geworfen und kräftig mit Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpillen verrührt. Hinzu kommt noch eine hohe Prise von “versehentlich eingenommenen Pillen etc“. Fertig ist die Sauce mit anschließender Warnung und Empfehlung, die Finger davon zu lassen und sich lieber mit frischem Gemüse und Obst zu ernähren.
Aha, daher weht der Wind.

Eigentlich haben alle meine Vorredner schon genau das geschrieben, was dazu zu sagen ist. Deshalb spar ich mir eine Wiederholung.

Vielleicht noch eine Anmerkung:
Für die Volksgesundheit wäre es ein Gewinn mit solch einer Energie lieber verstärkt über die Gesundheitsgefahren durch Nikotin, Drogen, Alkohol und Zucker aufzuklären.

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Medizinischer Fachhändler

eintausend Gramm reif geerntetes regionales Saison Obst und Gemüse / Tag aufgenommen tragen dazu bei nicht krank zu werden.
Diese hier aufgeführen Ergänzungsmittel werden fast ausschlieslich syhntetisch hergestellt. Und das verträgt unser Körper ganz und gar nicht.
leider sind Studien völlig falsch wenn hier nicht unterschieden wird zwischen syntetisch hergestellten Vitaminen oder aus der Pflanze direkt extrahierten Vitaminen .

#13 |
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Gast
Gast

Erstaunlich, dass bei den Kommentaren die Heilpraktiker fast immer überproportional vertreten sind. Und immer gerne mit Oberlehrerattitüde.
Im Übrigen ist die Wirksamkeit der orthomolekularen Medizin nicht belegt. Es gibt keine empirischen Daten.
Gerade die orthomolekulere Medizin ist doch Geldmacherei. Sie kommt nur im pseudowissenschaftlichen Gewand daher.

Bekannt ist allerdings, dass viele Heilpraktiker sich als Distributor dieser Mittelchen, ein erkleckliches Zubrot verdienen. In mancher Heilpraktikerpraxis
sieht es aus wie in einem Nahrungsergänzungsmittelshop. Auch online bieten viele Heilpraktiker diverse Wunderwirkstoffe an.
Da wirkt der immer wieder wiederholte Vorwurf an die Schulmedizin, sie sei in weiten Bereichen nur ein Geschäft, ziemlich heuchlerich.

#12 |
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Dr. med. Susanne Bihlmaier
Dr. med. Susanne Bihlmaier

Gesundheitsaktive Vitalstoffversorgung ganz einfach: 1 Biokiwi am Tag ist eine Vitamin-“Bombe”. Winters Bio-Sauerkraut, natürlich nicht gegart oder gar aus der Dose. Eine rote Bio-Paprika, fein geraffelt auf ein Brot mit Aufstrich, megalecker. Kalziumbedarf wird in ganz Asien und halb Afrika mit Gomasio gedeckt, einen Würzmittel aus 10 Teilen kurz angerösteten Sesam, dann mit 1 Teil Salz vermahlen. Bio-Tomatenmark aufs Vollkornbrot mit Schnittlauch drauf, kann nachweislich sogar erhöhte PSA-Wert runterbringen. Mit nur ein klein wenig guten Willen (zumindest selektiver Bio-Einkauf, nachweislich vitalstoffreicher) ganz einfach, “den-Preis-wert”, z.B. laut DKFZ wirksamer und auch noch wohlschmeckender als jede Vitaminkapsel. Nur eben lobby-ärmer….

#11 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

Wäre es so einfach, sich gesund zu ernähren, hätten nicht so viele Menschen Probleme. Das fängt an mit Obst, welches unreif geerntet, über viele tausend Kilometer verschifft in den Regalen landen, Verpackungen, die Stoffe an den Inhalt abgeben und (Teil-)fertigprodukten, die Hefeextrakte und Glutamat in Mengen enthalten, die der Gesundheit abträglich sind. Dazu kommen Umweltbelastungen und in erheblichem Maße eine Arbeitswelt, die es quasi nicht mehr zulässt, dass mittags um 12:00 das frisch gerkochte Essen auf dem Tisch steht.
Ich selbst nehme diverse Präparate und es geht mir besser. Lactobazillen zum Aufbau der Darmflora, die durch chronische Entzündungen gestört war, Spirulina und Asthaxantin. Würden ähnliche Studien angestellt was iatrogene Schäden per Medikation angeht, würden die Gesundheitspolitiker vom Glauben abfallen. Milliarden werden für Cholesterinenker ausgegeben, dann blüht das geschäft mit Viagra auf. Wieviel Menschen erleiden ärztlich verursachte Intoxikationen? Als Verantwortlicher in einem Pflegedienst stellen wir immer wieder fest, dass die Rechte nicht weiß, was die Linke tut. Zwei Ärzte verordnen identische Wirkstoffe (mit unterschiedlichem Namen), einge Ärzte wissen gar nicht, was sie alles verordnet haben und rufen bei uns an, damit sie einen Medikamentenplan erhalten. Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, dass mit NEM alles gut wird und die böse Pharmaindustrie nur schlecht macht. Fakt ist doch, dass der niedergelassene Arzt kaum mal den Spiegel an Vit. D bestimmt, sich kein Glutathion anschaut oder mal nach einer Östrogendominanz forscht. Anti-Aging-Medizin ist Lifestylemedizin? Weshalb ist es verwerflich, den Körper zu unterstützen, wenn natürliche Regelmechanismen biologisch insuffizient werden? Konsequenter Weise müsste ich dann auch auf Pharmaka verzichten, die physiologische Vorgänge stabilisieren.
Manchmal richt es gewaltig nach Machtkampf Pharmaindustrie vs. Lebensmittelindustrie. Nur hat die Pharmaindustrie eine bessere Lobby. Und für die Ärzte ist es einfacher, schnell mal ein Cholesterinsenker zu verschreiben statt in der Diagnsotik weiter zu gehen um die Ursache für den Cholesterinanstieg zu finden. Die Ernährung ist da sicher nicht immer schuld. Es liegt wohl am Gesundheitssystem im Ganzen, dass das Pharmalobby und Ärztelobby so gut zusammen passen. Da kommen natürlich solche Studien gelegen.
Ich bin froh, sensibel geworden zu sein. Achtsam bei Substanzen, die kummulieren können, verantwortlich mit mir selbst.

#10 |
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Wie alle anderen Kommentatoren schon sagen: Der Artikel hat nichts mit Nahrungsergänzung oder gar orthomolekularer Medizin zu tun.
Mangelversorgung mit Vitalstoffen gibt es leider sehr verbreitet. Industriell erzeugte Nahrungsmittel verlieren viele Wirkstoffe (das beginnt schon beim Anbau, Düngung, geht weiter bei der Verarbeitung, Lagerung usw.). Viele Pflanzen produzieren “dank” Pestiziden und Insetiziden kaum noch die für den Menschen wertvollen Wirkstoffe, mit denen sie sich von Natur aus gegen Schädlinge aller Art schützen.
Aber auch ganz klar: eine vernünftige Supplementierung von Vitalstoffen (“Nahrungsergänzungen”) gehört in die Hand eines Fachmannes/Fachfrau.
Und die Wahl der Präparate auch (s. z.B. Vit. E, #4). Laborkontrollen sind absolut notwendig, v.a. bei Mineralstoffpräparaten, die wirklich nicht in den Supermarkt gehören. Auch die Werbung von etablierten Pharmafirmen, z.B. über Magnesium oder Kalzium ist bedenklich.

#9 |
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Weitere medizinische Berufe

Wurde der Artikel von bestimmten Interessengruppen bezahlt?

#8 |
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Heilpraktikerin

“Viele Menschen glauben, eine normale Ernährung reiche nicht aus, um den Körper mit allen lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen.”

Was ist denn “NORMAL”???

#7 |
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..immer der selbe unhaltbare Quatsch, der für USA zutreffen mag. Die deutsche Verzehrstudie zeigt auch nicht unerhebliche Mängel bei der Durchschnittsernährung auf. Sie basiert ja auch nur auf Befragungen und Rückschlüssen. Wir messen täglich und finden täglich Mangelversorgungen. Angefangen bei Vitamin D, bei Magnesium(wenn es im Vollblut gemessen wurde), bei EPA und DHA(Omega3Index),
bei den Neurotransmittern, bei den Geschlechtshormonen. Solange zunächst Defizite auf Basis präzise gemessener Ausgangswerte, eingebettet in das klinische Gesamtbild, ausgeglichen werden, können die o.g. Bedenken getrost entsorgt werden.

#6 |
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Heilpraktikerin Christiane Trettin
Heilpraktikerin Christiane Trettin

Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, das Thema erfordert Präzision und kein wildes Durcheinandermischen von Fakten, die zum Teil auch unvollständig wiedergegeben wurden. Leider in dieser Form ein ganz und gar entbehrlicher Artikel.

#5 |
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Heilpraktiker

Ich muß meinen Vor-Kommentatoren/-innen zustimmen: Vieles davon mag richtig sein oder aus irgendwelchen Gründen ein diskussionswürdiger Aspekt, aber hier werden tatsächlich etliche Dinge zusammengewürfelt und unter die irreführende Überschrift “Nahrungsergänzung = gefährlich” gestellt.

Nimmt man als Aspekt “Supplementierung von Mikronährstoffen (oder auch orthomolekularen Substanzen”, gehören folgende Themen überhaupt nicht dazu:

– unbeabsichtige Einnahme durch Kinder;
– Einnahme von frei verkäuflichen Arzneimitteln;
– Einnahme von Diätmitteln;
– Einnahme von anabolen Supplementen im Bereich Body Building, Potenz- oder Leistungssteigerung;
– Probleme beim Schlucken von Tabletten oder Kapseln;

Im weiteren Verlauf wird wieder auf den “riesigen” Markt für Nahrungsergänzungen verwiesen. Nimmt man raus, was da gar nicht hineingehört, ist der schon nicht mehr so riesig und im Vergleich zum restlichen Markt für Gesundheitsleistungen und Pharmaka eher winzig. Also was ist das Argument dabei? Hersteller von Nahrungsergänzungen sind Wirtschaftsunternehmen wie Pharmahersteller auch. Un beide versuchen ihren Umsatz zu steigern. Teils auch mit fragwürdigen Methoden, das gibt es in jedem Bereich.

Zum Thema Überversorgung sollte man wissen, daß in der NVS und den abgeleiteten Empfehlungen meines wissens von “Zufuhr” von Nährstofen gesprochen wird. Einzig interessant und von Bedeutung sind jedoch biologisch wirksame Spiegel im Blut und Gewebe. Eine Überschreitung der Zufuhr kann keineswegs 1:1 als Überversorgung interpretiert werden.

Ich bin im Übrigen durchaus der Meinung, daß niemand unkontrolliert und ohne fachkundige Beratung bzw. medizinische Betreuung einfach Mikronährstoffe einnehmen sollte. Das spricht aber nicht per se gegen eine Supplementierung im Bedarfsfalle oder auch präventiv, wenn das gezielt (und möglichst laborgestützt und auf der Basis von Erkenntnissen) erfolgt.

In diesem Zusammenhang ist dann natürlich klar, daß bei unkontrollierter Einnahme Überdosierung und tatsächliche Überversorgung vorkommen kann und entsprechende Nebenwirkungen produziert. Vorsicht ist aber geboten bei Aussagen wie “Vitamin E fördert Krebs”. Das ist nicht nur eine medienübliche Extremvereinfachung von Studienergebnissen. Bei solchen Studien hat sich bereits gelegentlich gezeigt, daß negative Ergebnisse gar nicht durch den Wirkstoff, sondern Zusatzstoffe verursacht wurden, oder daß schlicht der Wirkstoff der falsche war oder in falscher Form gegeben wurde. (Bei Vitamin E konkret z. B. auschließlich synthetisches Alpha-Tocopherol, während Vitamin E eigentlich eine Gruppe von 8 Stoffen bezeichnet, die physiologisch alle in entsprechender Mischung erforderlich sind.)

Ich bin durchaus dankbar, daß hier auf die Qualitätsfrage eingegangen und auf Verunreinigungen hingewiesen wird. Nicht nur durch absichtlich aber heimlich beigemischte, evtl. verschreibungspflichtige Wirkstoffe. Besonders “günstig” angebotene Präparate sind meines Erachtens möglicherweise (oder wahrscheinlich) aufgrund mangelnder Qualität von Ausgangsstoffen und Fertigungsprozessen mit unterschiedlichsten (Schad- oder Zusatz-)Stoffen kontaminiert.

Die Aussage “Von einer großflächigen Mangelversorgung kann keine Rede sein.” läßt sich nicht einmal aus den Ergebnissen der NVS herleiten. Selbst dort werden Probleme bei der Zufuhr an Mikronährstoffen offensichtlich. Die NVS und die abgeleiteten Empfehlungen sind aber nur theoretisch berechnete und mit Abfragedaten zur Ernährung zusammengeführte Daten, die – wie bereits angemerkt – nichts mit den tatsächlichen Konzentrationen der Nährstoffe im Körper zu tun haben. Und es gibt immer noch einen Unterschied zwischen den Aussagen “mindeststens nötig, um schwere Krankheiten zu verhindern” und “optimale Versorgung mit präventiver Wirkung”.

Natürlich ist die Sachlage bei den Risikogruppen schlechter als bei der Gesamtbevölkerung (ex Risikogruppen). Zählt man aber die Risikogruppen aber mal zusammen, wie ist dann das Zahlenverhältnis zum Rest?

Es ist völlig klar und ich stimme absolut zu, daß die Supplementierung von Mikronährstoffen auf keinen Fall eine gesunde, ausgewogene und natürliche Ernährung ersetzen knnn, alleine aufgrund der Nährstoffvielfalt in richtigem Essen, die wir bisher noch kaum überschauen können. Aber unser Lebensstil verhindert m. E. in weiten Teilen ver Bevölkerung eine solche gute Ernährung und die Belastungen aus eben diesem Lebensstil und der dadurch veränderten Umwelt bedingen einen höheren Bedarf an Nährstoffen, so daß die Schere hier auseinandergehen kann.

Daher sollte es inbesondere bei allen chronisch Kranken zum Standard gehören, nach einer Optimierung der Ernährung und der Lebensumstände den Mikronähsrtoffstatus festzustellen und ebenfalls zu normaisieren oder besser zu optimieren, soweit wir dazu Erkenntnisse und Möglichkeiten haben. Und das gehört in fachkundige Hände, nicht in den Supermarkt.

#4 |
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Gast
Gast

Diätmittel, Schlafmittel oder Anxiolytika die Kinder in Gefahr gebracht haben ,
zählen in Deutschland eher nicht zu den Nahrungsergänzungsmitteln.
Diätmittel, Potenz- oder Bodybuilding-Produkte auch nicht.
Den amerikanischen Senioren hätten auch andere Pillen im Hals hängen bleiben können .
Wenn man diese Fälle von der Rechnung abzieht, bleibt so viel gar nicht mehr übrig.

Wenn alle Leute „vorschriftmäßig“ essen würden, was sie aber nicht tun, wäre der Mangel an Mikronährstoffen weniger verbreitet und die von dem Verein DGE als ausreichend erachtete Versorgung mit Vitaminen und Mineralien könnte von mehr Menschen erreicht werden.

http://www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/EV/Lebensmittelverzehr_N%C3%A4hrstoffzufuhr_24h-recalls.pdf

Die Verzehrsstudie lässt jedoch keine Rückschlüsse auf die individuelle Versorgung zu, die z. B. durch Medikamente erheblich reduziert sein kann

http://news.doccheck.com/de/1390/mikronahrstoffe-immer-auf-die-kleinen/

#3 |
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Gast
Gast

Bei “einzelnen Risikogruppen” wie “Schwangeren, Älteren und Personen mit einseitiger Versorgung” könnte eine Versorgungslücke bestehen? Da sind wir mittendrin in den Hauptgruppen – Ältere und Personen mit einseitiger Versorgung (zum Bsp. Fast Food etc.), also ein großer Teil der Menschen!
Die Aussagen zu den “Notfällen ” haben in den genannten Beispielen nur im Allerentferntesten etwas mit den “Üblichen Nahrungsergänzungsmitteln” zu tun, also bitte etwas mehr Objektivität. Und Globusgefühl durch Verschlucken und (wohl versehentliche) Einnahme bei Kindern sowie Diätpillen – man kann doch nicht alles über einen Kamm scheren! Das hat doch mit gezielter Ergänzung bestimmter Vitalstoffe nichts zu tun!

#2 |
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Heilpraktikerin

Sorry, aber hier werden Äpfel mit Birnen gemischt und als Orangen verkauft.

Aus einer amerikanischen Studie, also aus einem Land mit einem völlig anderem Gesundheitssystem. werden Schlussfolgerungen für Deutschland suggeriert.
Probleme gibt es dort laut Artikel hauptsächlich aufgrund Diätmitteln, Schlafmitteln, Anxiolytika, Potenzmitteln und Bodybuilding-Mittel (und auch Vitamine, die Kinder unbeaufsichtigt schluckten).
Diese Fälle haben m.E. nichts mit Nahrungsergänzung zu tun bzw. nicht mit der ordnungsgemäßen EInnahme solcher. Die die Erwachsenenfälle betreffenden Mittel wären wohl zum großen Teil in Deutschland nciht einmal legal ohne Verschreibung zu erwerben.

Bei den älteren Menschen: Kalziumpräparate. Ja, diese werden oft auch von Ärzten wegen der Osteoporosegefahr empfohlen und entsprechende Blutserumkontrollen werden zu wenig durchgeführt. Der Fehler liegt sowohl auf der Seite des mediinischen Personals als auch der Patienten, so meine Erfahrung.
Höchste Notfallursache: Dysphagie – hat nichts mit Nahrungsergänzung zu tun, sondern betrifft Medikamente allgemein.
Ein Abstellen auf die Einnahmeempfehlungen als Wertungskriterium finde ich zu unkritisch. Wer sich mit dem Thema ernsthaft beschäftigt, weiss das es bei Laborkontrollen für Patienten im Regelfall Mangelzustände zu berichten gibt. Die Serumtests aus der klinischen Chemie / Elektrolyte sind aber hier oft nicht aussagefähig.
Die Aussage “Versorgungslücken nur bei Risikogruppen” ist einfach falsch. Mittlwerweile gibt es auch genug Literatur, Studien etc. zu diesem Thema.
Nahrungsergänzungen können sinnvoll sein, wenn sie mit Sachkenntnis empfohlen werden. Nicht nur für Risikogruppen, sondern auch für Patienten allgemein.

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