Medizinzukunft: Der getrackte Patient

21. Oktober 2015
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Arzt und Unternehmer Daniel Kraft hat große Visionen für die medizinische Zukunft. Technische Innovationen werden immer günstiger, bei steigender Leistung. Ideale Voraussetzungen, um ein Startup auf dem Healthcare-Markt zu etablieren? Kraft stand im M.E.S.H-Interview Rede und Antwort.

In Zeiten rasanten technischen Fortschritts stellt sich die Frage, wie medizinische Behandlungen in der Zukunft aussehen mögen. Roboter, die Operationen durchführen, und Mobiltelefone, die Körperfunktionen überwachen, sind dabei nur der Anfang. Daniel Kraft, Arzt und Innovator, ewartet den technischen Fortschritt mit Optimismus. Er ist überzeugt, dass das interdisziplinäre Zusammenspiel verschiedener Forschungsbereiche und Technologien vieles in der Medizin vereinfachen und die Arzt-Patienten-Beziehung in fundamentaler Weise verändern wird.

Kraft spricht von einem Paradigmemwandel, der die Medizin partizipativer für den Patienten machen wird. Mithilfe der sogenannten „Exponential Medicine“ könnte sich der Patient in Zukunft vielleicht sogar den Gang zum Doktor sparen, stattdessen gäbe es dann Diagnosen übers Smartphone. Die Zukunft der medizinischen Innovationen sieht Kraft vor allem im Zusammenwirken verschiedener Technologien, die auf der einen Seite immer leistungsfähiger, auf der anderen Seite immer billiger werden. Daraus ließe sich der Healthcare-Markt revolutionieren. In Zukunft könnten beispielsweise Umweltfaktoren, denen man im Alltag ausgesetzt ist, noch stärker mittels technischer Unterstützung analysiert werden, wie Kraft bei einem Vortrag in den Niederlanden erläuerte. Idealerweise ließen sich durch die Sammlung verschiedener Datenpools, Krankheiten früh erkennen oder verhindern.

Der beständige Wandel im Healthcare-Markt bietet viel Raum für kreative Köpfe, die sich in der Startup-Szene ausprobieren wollen. Wer Innovationen entwickeln möchte, müsse, so Kraft, zu Beginn überlegen, welche Situationen überhaupt Optimierung erfordern. „Wer zuerst eine Lösung entwickelt und danach das Problem sucht, geht falsch an die Sache heran“, so Kraft. Was es sonst noch zu beachten gibt, wenn man sich als Startup auf im Gesundheitswesen etablieren möchte, erklärt Daniel Kraft im M.E.S.H.-Interview mit Dr. Frank Antwerpes.

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1 Kommentar:

Neurologe
Neurologe

“mensch-maschine” klingt irgendwie nach mächtigem Minderwertigkeitskomplex.
Davon hat Alt-Europa und besonders Deutschland wohl etwas zu viel.

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