Fluorchinolone: Gewebe schwach gebunden

16. Oktober 2015
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Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge treten unter Fluorchinolonen häufiger Aorten-Aneurysmen auf. Sehnenrupturen sind als Nebenwirkung schon länger bekannt. Der kleinste gemeinsame Nenner: ein Effekt auf das Bindegewebe.

Antibiotika stehen nicht nur wegen möglicher Resistenzen in der Kritik. Ärzte achten zu wenig auf unerwünschte Effekte. Dazu ein Blick auf Verordnungszahlen. Laut DAK-„Antibiotikareport 2014“ stehen das Aminopenicillin Amoxicillin (zwölf Prozent), das Cephalosporin Cefuroxim sowie das Fluorchinolon Ciprofloxacin (je elf Prozent) an der Spitze. Senioren erhalten besonders häufig Reserveantibiotika – auf jedem vierten Rezept standen Fluorchinolone.

Gefäße in Gefahr

Chien-Chang Lee, Taiwan, hat jetzt eine Million Daten von Krankenversicherungen ausgewertet. Darunter befanden sich 1.477 Patienten mit Aortendissektion (einer Aufspaltung der Wandschichten) oder Aortenaneurysma (einer Ausweitung des Gefäßes). Patienten, die Fluorchinolone einnahmen, hatten ein rund 2,5-fach höheres Risiko, aufgrund von Aneurysmen stationär behandelt zu werden. Im Artikel schreibt Lee weiter, die wachsende Zahl an tödlichen Rupturen könne mit steigenden Verschreibungszahlen entsprechender Wirkstoffe in Zusammenhang gebracht werden. Er führt rein rechnerisch zwischen 2,8 und 5,2 Prozent aller Fälle auf Fluorchinolone zurück, wobei es sich letztlich um eine Hypothese handelt. Absolut betrachtet ist das Risiko für den einzelnen Patienten verschwindend gering.

Bindehaut in Nöten

Doch wie kommt es biochemisch zu dem unerwünschten Effekt? Apotheker und Ärzte wissen schon lange, dass Fluorchinolone Entzündungen und Rupturen von Sehnen nach sich ziehen. Älteren Kohortenstudien zufolge beträgt die Inzidenz pro 10.000 Verordnungen für Sehnenerkrankungen 10 (Norfloxacin), 44 (Ciprofloxacin) und 96 Fälle (Ofloxacin). In der Literatur sind Hinweise auf Netzhautablösungen zu finden; andere Autoren konnten diesen Zusammenhang nicht bestätigen. Bei Fluorchinolonen werden zytotoxische und antiproliferative Effekte diskutiert. In vitro zeigten sich höhere Aktivitäten Kollagen-spaltender Metalloproteinasen. Alle erfassten Nebenwirkungen gehen mit Bindegewebsschwächen einher. Genau hier könnten Ärzte ansetzen – und Risikopatienten andere Wirkstoffe verordnen.

43 Wertungen (4.72 ø)

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15 Kommentare:

Rolf Hedderich
Rolf Hedderich

@Dr. Gabriele Gamboa

Obwohl ich die Schäden an den Achillessehnen nun schon seit 30 Jahren habe, bin ich ja erst seit ein paar Jahren durch Internetrecherche per Zufall auf den Zusammenhang mit den AB gekommen. In den Beipackzetteln wurde früher auf die Sehnenschädigungen ja nicht hingewiesen. Neuerdings, ich weiß nicht seit wann, wird aber in den Beipackzetteln unter Nebenwirkungen darauf hingewiesen.
Trotzdem scheint das keinen Arzt zu interessieren. Wenn ich bei einem Arztbesuch darauf hinweise, dass ich diese AB aus den genannten Gründen nicht mehr nehme will, werde ich belächelt und als Skeptiker bezeichnet.

Es ist doch auch bezeichnend, dass sich für dieses Thema hier kein Arzt, ausgenommen Sie Frau Dr. Gamboa, interessiert.
Eine Wahnsinnsbeteilung hier, die Pharmalobby scheint immer noch gut zu funktionieren.

Intreressant zu lesen:
http://www.aerzteblatt.de/archiv/24972/Unerwuenschte-Wirkungen-und-Risiken-von-Fluorchinolonen

http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Ausgaben/Langfassungen/Fluorchinolone.pdf

http://my-bewerbung.de/antibiotikum-ciprofloxacin-verursacht-achillessehnenrisse/

https://sisutraining.wordpress.com/2009/12/02/achillessehnenentzundung-nach-antibiotika-einnahme/

Und es gibt noch 100 weitere Berichte bei Google zu finden.

#15 |
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Gast
Gast

Ich habe das seltene Glück, eine Hausärztin zu haben, die mir glaubt und hinter mir steht. Bei mir lagen MRT Befunde mit eindeutigen Schäden vor, die auch schon zum Teil durch eine Operation gemildert wurden. Leider bin ich aber insgesamt noch nicht auf dem Weg der Besserung. Auch in meinem Fall wurden die Nebenwirkungen an das BfArM gemeldet.

#14 |
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Bibbi B.
Bibbi B.

Sehr geehrte Frau Dr. Gamboa,
jawohl, in meinem Fall habe ich dies dem BfArM gemeldet.
Mit meiner Ärztin habe ich darüber gesprochen – sie hat mir NICHT GEGLAUBT!!!!
DAS ist ein RIESENPROBLEM!! Wie unten einige KommentatorInnen bereits schrieben, die meisten ÄrztInnen/ ApothekerInnen sind sich der Gefahren, die von diesen Wirkstoffen ausgehen, einfach NICHT BEWUSST!!!! Und hinzu kommt der unten erwähnte Zeitfaktor. Oftmals treten die Nebenwirkungen stark Zeit verzögert auf. Wie soll man das nachweisen???
Meine Ärztin hat nichts unternommen. Sie hat sich nicht einmal meine mitgebrachten Informationen aus dem Internet auch nur angesehen!
Vielen Dank für Ihren gut gemeinten Rat!

#13 |
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Dr. med. vet. Gabriele Gamboa
Dr. med. vet. Gabriele Gamboa

Mich würde interessieren, ob alle hier mitgeteilten erlittenen Nebenwirkungen gemeldet wurden. Jeder Betroffene kann das selbst machen, oder den Apotheker oder den Arzt dazu auffordern – beide sind zu einer Weiterleitung der Meldung verpflichtet. Ein zeitlicher Zusammenhang von unerwünschter Wirkung und Einnahme des Medikaments reicht aus, um eine Meldung verpflichtend zu machen – wenn Arzt oder Apotheker davon erfährt. Ohne diese Meldungen jedes einzelnen Falls und auch von bekannten Nebenwirkungen ! – können die Zahlenangaben in den Beipackzetteln nicht stimmen.
Wünsche allen kranken und leidenden Menschen gute Besserung.

#12 |
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Gast
Gast

Es ist für mich sehr beeindruckend, wie zahlreich Ärzte und Apotheker
aus ihren Wissens- und Erfahrungsschätzen zu diesem Thema
hier mit diskutieren.

#11 |
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Bibbi B.
Bibbi B.

“Absolut betrachtet ist das Risiko für den einzelnen Patienten verschwindend gering.”
Selbst wenn es angeblich nur wenige % der Bevölkerung offiziell betrifft, die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher, da viele Schädigungen erst Zeit verzögert auftreten und DANN freilich nicht mehr mit dem AB in Verbindung gebracht werden.
Ich bin selbst (vermutlich mehrfach) “gefloxt” worden. Da die extremen Nebenwirkungen zuletzt schon während der Einnahme von Ciprofloxacin 250mg auftraten und ich zum Glück recht schnell das Antibiotikum als Auslöser erkannte, habe ich das Medikament sofort und eigenmächtig abgesetzt. Schon innerhalb 24h verschwanden die Schlafstörungen, Panikattacken, die starken Kopfschmerzen. Die Gelenk- und Sehnenschmerzen sowie die Gelenkversteifung gingen zurück. Leider habe ich Wochen später immer noch erhebliche Probleme mit meinen großen Gelenken (Knie-, Fuß-, Hand-, Ellbogengelenke) und den Achillessehen, ich leide unter Augentrockenheit und starken Depressionen. Schubweise kommen alle Nebenwirkungen über 1, 2 Tage zurück. Meine Hausärztin streitet alles ab. Das Medikament hätte mir m.M.n. wegen meiner banalen Erkrankung gar nicht gegeben werden müssen, da es als Reserveantibiotikum eingestuft ist. D.h., es wird empfohlen, wenn andere AB nicht mehr wirken (aufgrund von Resistenzen), nicht als AB der ersten Wahl!!! Durch Vernetzung mit anderen Flox-Opfern habe ich gelernt, worauf ich bei Ernährung und Lebensweise achten muss und welche Mineralien, Zusatzstoffe und Spurenelemente mir bei der langwierigen Heilung helfen können. Da sich kaum ein Arzt oder Homöopath damit auskennt, ist man als Geschädigter auf eigene Internetrecherche angewiesen.
Im Übrigen wurden einige AB’s der so genannten Fluorchinolongruppe bereits vom Markt genommen. Die anderen haben in den USA bereits ein “Black Box Warning” bekommen, sind also erwiesenermaßen wegen starker Nebenwirkungen mit Vorsicht zu “genießen”. Wichtig ist auch zu wissen, dass der Körper offensichtlich eine Art “Toleranzschwelle” für Fluorchinolone hat. D.h., man kann diese AB ein- oder mehrmals einnehmen, ohne Nebenwirkungen zu erleiden, aber beim zweiten oder wiederholten Male kann es dann ganz böse losgehen….
Diese Gruppe der Antibiotika gehört strikt reglementiert (für Schwerstkranke nach Nutzen-Risiko-Analyse EVENTUELL einsetzbar) oder besser gleich ganz verboten!!! Meine Meinung!
Allen Floxis wünsche ich gute Genesung und Besserung!

#10 |
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Rolf Hedderich
Rolf Hedderich

Floxgeschädigt, so oder ähnlich heißen die Blogs und Selbsthilfeforen im Internet, wo sich tausende von Geschädigten austauschen.
Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone bzw. Gyrasehemmer sind die Übeltäter für zahlreiche schlimme Nebenwirkungen bzw. Krankheiten.
Viele von diesen Präparaten sind in den USA schon lange verboten, doch in Deutschland werden die Schlimmsten dieser Vertreter noch fleißig verschrieben, denn die Ärzte wissen überhaupt nichts über diese Nebenwirkungen oder sie haben keine Vorstellungskraft darüber, wie diese Nebenwirkungen die Lebensqualität ruinieren können.
Seit 30 Jahren leide ich extrem unter den hervorgerufenen Schäden an meinen Achillessehnen. Achillodynie oder auch chronische Tendinitis an den Achillessehnen nannten die Orthopäden das. Einen Zusammenhang bei Sehnenschäden mit der Einnahme von Antibiotika war in den 80er und 90er Jahren völlig unbekannt und es gab und gibt keine Heilung, keine Therapie und kein Mittel was helfen könnte.
Wohl erst ab 2000 wurde die schädigende Wirkung der Antibiotika auf Sehnen und Teil- oder Ganzrupturen bekannt. Und nicht alle Nebenwirkungen treten sofort auf. Es können Monate oder sogar Jahre vergehen. Somit gibt es eine unvorstellbar hohe Anzahl an Geschädigte, die gar nicht wissen woher der Schaden kommt. Mittlerweile hat sich das zumindest in Leichtathletik- und Läuferkreisen ein wenig herumgesprochen.

Niemand, der jemals unter diesen unerträglichen Schmerzen beim Gehen gelitten hat, kann sich vorstellen, wie die gesamte Lebensqualität und auch die berufliche Entwicklung damit den Bach runter gehen.
Ich war früher und Leistungssportler und Fitnesstrainer. Mobilität und ein fitnessorientierter Lebensstil war und ist mir sehr wichtig. Doch leider ist die Schädigung an meinen Sehnen so stark, dass ich seit 30 Jahren nicht mehr Laufen darf. Eine Operation an einer A-Sehne hat nur wenig geholfen. Durch die Schmerzen gewöhnt man sich einen Schongang an, der dazu führt, dass andere Gelenke überbelastet werden und es kommt dann zu weiteren Schädigungen wie z.B. an meinen beiden Kniegelenken, die dann auch operiert werden mussten.

Ich kann aus eigener Erfahrung heraus nur jeden davor warnen, sich diese Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone verschreiben zu lassen. Im Notfall gibt es auch andere Antibiotika, aber auch bei diesen sollte man vorher genauestens recherchieren.

#9 |
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Andrea
Andrea

Ich bin sehr geschädigt durch ciprobay und mittlerweile arbeitsunfähig. Seit heute ist es amtlich. Ich habe schon in der Klinik bei der ersten 500 mg Infusionen mit Nebenwirkungen reagiert aber weder Arzt noch Schwestern konnten meine teils heftigen Beschwerden nicht dem Medikamenten zu ordnen. Starke Sehstörungen, Halluzinationen und Zuckungen die später zu Krämpfen führte. Erst am 4. Tag wurde dann endlich der Tropf entfernt. Mittlerweile kann ich vor extremen schmerzen nicht mehr schmerzfrei laufen geschweige denn als selbstständige Friseurin arbeiten. Es ist ein Trauerspiel was die Pharma Industrie mit solch teuflischen Medikamenten Menschen antut! Großes schweigen seitens der Ärzte und extremes Leid der Betroffenen :'(

#8 |
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Gast
Gast

Ich bin schon mehrfach wegen Harnwegsinfekten mit Ciprofloxacin behandelt worden, ohne das geprüft wurde, ob ein anderes Antibiotikum in Frage käme.
Hätte ich gewusst, dass Fluorchinolone Chemotherapeutikas sind, hätte ich derartige Medikamente niemals eingenommen.
Jetzt ist mein Bindegewebe so massiv geschädigt, dass ich arbeitsunfähig bin. Meine Sehnen und Muskeln sind teilweise so zerstört, dass Sehnen reißen und Muskeln atrophieren.
Ich habe seit einem Jahr Dauerschmerzen, in den Schultern, Ellenbogen, Handgelenken, Hüfte, Knie, Achillessehnen und und den Füßen, die nur mit starken Schmerzmitteln einigermaßen zu lindern sind. Ich musste mich bereits operieren lassen, um abgerissene Muskeln wieder annähen zu lassen. Ich werde Dauerschäden davontragen und in meinem Beruf als Zahntechniker nie wieder arbeiten können.
Ich finde es verantwortungs- und skrupellos, wie leichtfertig diese Medikamente von Ärzten verordnet werden, die einen Eid geschworen haben!!!

#7 |
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Gast
Gast

Aufgrund einer Nierenbeckenentzündung wurde mir per Telefon Ciprofloxacin 500mg verschieben. 3 Stunden nach Einnahme der ersten Tablette ging der Horror los: Sehstörungen, Herzrasen, Taubheitsgefühl in den Beinen, Panikattacken, Schnappen der Sehnen – unglaublich was eine einzige Tablette auslösen kann, Flourchinolone gehören verboten!!!!!!!!

#6 |
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Cori B.
Cori B.

Fluorochinolone ( inkl. Ohren- u. Augentropfen) machen erheblich mehr Nebenwirkungen als im Text erwåhnt, d.h. es wird jede Zelle in Mitleidenschaft gezogen und die mitochondriale DNA durch chemische Reaktion zerstört. Der Schaden setzt sich bei der Zellteilung fort. in der Folge kann es nicht nur zu permanenten Sehnenschäden kommen, sondern zu Ängsten, Depressionen, Psychosen, Gewaltausbrüchen, Selbstmord, Hirnschäden, Netzhautablösungen, Sehschäden, Herzinfarkt, Organschäden jeder Art, Neuropathien, chronischen Schmerzen, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Knochenschäden und Brüchen, Multipler Sklerose, Alzheimer, Krebs usw. Und alle diese unerwünschten Wirkungen sind in Studien – teilweise schon aus den 80’er Jahren oder frùher – belegt. Häufig folgen auf eine Flurochinolone Vergiftung dauerhafte Schwerbehinderung, Arbeitsunfähigkeit und ein zerstörtes Leben mit all seinen u.a. wirtschaftlichen Folgen. Wenn man von etwa 30 Mio verschriebenen Packungen pro Jahr alleine in Dtschl und ungefähr mind. 10% ( meist unwissentlich) Geschådigten ausgeht, ist es nur eine Frage der Zeit, wann das System kollabiert. Es gibt nur zwei Erklärungen, warum kaum ein Arzt die Wahrheit kennt, entweder wurde er seitens der Pharma Industrie oder des Aubildungssystems darauf getrimmt, mglichst wenig zu wissen,- oder er weiß von Haus aus nicht viel. Es mag auch solche geben, die die Auswirkungen kennen, aber die sind in der Regel nicht das Problem, weil sie FC”s kaum einsetzen. Übrigens werden weltweit Soldaten vom FC-verwandten Antimalariamittel Mefloquin hirngeschädigt, und Ebola-Überlebende werden ebenfalls mit FC’s dauergeschädigt (Post-Ebola-Syndrom).

#5 |
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Gast
Gast

Ich bin 2x mit Ciprofloxacin wissentlich behandelt worden und wusste zu diesem Zeitpunkt nichts überdies Nebenwirkungen. Auf allen Ebenen geschädigt worden und arbeitsunfähig. Jede Belastung ist so anstrengend, dass mit Atemnot reagiert wird.Von Kopf bis zum Fuss wechseln sich extreme Beschwerden in manchmal nicht auszuhaltenden Schmerzen ab. Und man wird von den Ärzten als Psycho abgestempelt. Warum tun Ärzte, Pharmaindustrie und Apotheker sowas und verschweigen diese extremen Nebenwirkungen, nur des Profit wegen.Geld regiert die Welt bei diesen Verantwortlichen.

#4 |
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Gast
Gast

Für den einzelnen Patienten scheint das Risiko gering zu sein,
wenn bei insgesamt 30 000 Verordnungen der oben genannten
3 Wirkstoffe „ nur“ 150 Menschen krank werden
-aber bei mehr als 12 geschluckten Tonnen 2014 in Deutschland ?

http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/antibiotika-verordnungen-ruecklaeufig/

#3 |
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Gast
Gast

Ich bin seit der unnötigen Einnahme von Levofloxacin physisch stark beeinträchigt und stehe kurz vor der Arbeitsunfähigkeit. Fluochinolone können sie Sehnenstrukturen nachhaltig schädigen und die meisten Ärzte stehen dabei vor grossen Fragezeichen. Oft sind die Nebenwirkungen gravierender als die zu behandelnde Krankheit. In meinem Fall wäre das Antibiotika gar nicht notwendig gewesen. Ich bin oder war der Schulmedizin gegenüber nicht kritisch eingestellt, aber mein Fall hat mir die Augen geöffnet. Deshalb mein Tipp an alle: Antibiotika nehmen nur bei Nachweis von Bakterien, und wenn, dann mit einem schwachen AB beginnen. Wa viele ÄRzte nicht wissen: Fluorchinolone gehören zu den Sekundärantibiotika und dürfen nur im absoluten Ernstfall verschrieben werden.

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Gast
Gast

Ach wirklich, wissen Ärzte und Apotheker das? Die meisten von denen man hört, streiten die z.T. extremen Nebenwirkungen von Fluorchinolonen auf Bindegewebsstrukturen vehement ab. Warum nur? Ist sonst die Provision der Pharma gefährdet?
Tatsache ist, dass nicht “nur” Bindegewebsstrukturen (Sehnen, Bänder, Knorpel, Netzhaut, Faszien,………………….. ) geschädigt werden- FC können auch schlimme Schmerzen auslösen, die Mitochondrien massiv schädigen und dadurch allerhand Folgeschäden auslösen. Die Blut- Hirn- Schranke wird durchschritten, was zu Brainfog, kognitiven Beeinträchtigungen aber auch Depressionen, Panik oder Psychosen führen kann. 3 Jahre Leiden und sein ganzes Geld für Nahrungsergänzungsmittel zur Kräftigung der Mitochondrien und zum Auffüllen von FC- bedingten Mängeln (insbesondere Magnesium, Vitamine, neueste Studie auch Eisen) und für alternative Mittel zum Stillen der Schmerzen ausgeben, ist wohl nur ein Durchschnittswert. Denn es gibt keine Heilung wenn der Körper erst mal drin ist im Prozess.
Hilfe findet man nur im Internet. Denn wie gesagt- die Ärzte und Apotheker wollen zum Großteil von all dem noch nie was gehört haben! Wenigstens in den USA bewegt sich langsam mal was- die dortigen Selbsthilfegruppen sind stark genug um in die oberen Schichten vorzudringen….

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