Multiple Sklerose: Der Kot ist aus dem Lot

26. Oktober 2015
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Es ist weiterhin unklar, welche Ereignisse zur MS-Genese führen. Umweltfaktoren und genetische Prädisposition scheinen jedoch eine Rolle zu spielen. Nun richtet sich das Auge der Forscher auf den Darm: Dessen Bakteriengemeinschaft könnte als MS-Trigger fungieren.

Einer im September dieses Jahres in PLOS ONE veröffentlichten Studie zufolge gibt es charakteristische Unterschiede in der bakteriellen Besiedlung des Darms (Mikrobiota) von Personen mit und ohne MS. Für ihre Analyse untersuchten die Forscher um Prof. Masahira Hattori von der Universität Tokio und Dr. Takashi Yamamura vom Nationalen Institut für Neurowissenschaften in Tokio (Japan) Stuhlproben japanischer MS-Patienten und gesunder Kontrollprobanden auf deren ribosomale 16S-rRNA. Die Proben unterschieden sich nur gering bezüglich der Artenvielfalt, die Forscher identifizierten jedoch 21 Bakterienarten, deren Häufigkeit sich bei MS-Patienten und gesunden Probanden unterschied: 2 (Streptococcus thermophilus und Eggerthella lenta) kamen häufiger und 19 seltener bei den MS-Patienten vor. Die unterrepräsentierten Spezies gehörten u. a. zu den Gattungen Faecalibacterium, Anaerostipes, Bacteroides, Clostridium und Prevotella.

Dem Trigger auf der Spur

Dass die veränderte Zusammensetzung der Darm-Mikrobiota nicht nur Folge, sondern sogar die Ursache von Multipler Sklerose sein könnte, davon ist auch Prof. Hartmut Wekerle vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in München überzeugt: „Den Mikrobiota kommt eine entscheidende Bedeutung als Trigger der Multiplen Sklerose zu.“ Hinweise darauf stammen bisher überwiegend aus Tierversuchen. Das am besten untersuchte MS-Tiermodell ist die experimentelle autoimmune Enzephalomyelitis (EAE). EAE-Mäuse entwickeln eine T-Zell-vermittelte, durch Demyelinisierung gekennzeichnete Autoimmunerkrankung. Ein Weg, um die Mäuse erkranken zu lassen, ist, ihnen Myelin-Antigene zu spritzen (induzierte EAE). Tötet man bei Mäusen durch Antibiotika-Behandlung einen Großteil der Darm-Mikrobiota ab, sind die Tiere resistenter gegen eine induzierte EAE-Erkrankung.

Eine andere Möglichkeit, EAE hervorzurufen, ist eine genetische Manipulation, bei der die Tiere Transgene tragen, die dazu führen, dass ihr Immunsystem einen abnorm hohen Anteil an Autoimmun-T-Zellen aufweist. Bei diesen Tieren ist die Wahrscheinlichkeit, spontan an EAE zu erkranken, von den hygienischen Bedingungen der Haltung abhängig [Paywall]: Je sauberer die Mäuse gehalten werden, umso geringer ist die Frequenz, mit der EAE in der Population auftritt. Komplett keimfreie, transgene Mäuse [Paywall] sind vor EAE geschützt, erkranken aber, sobald sie einer normalen Darmflora ausgesetzt sind. „Offensichtlich wird in diesem Modell die Autoimmunreaktion gegen Gewebe des zentralen Nervensystems von den Darm-Mikrobiota ferngesteuert“, erklärt Prof. Wekerle.

Guter Keim oder böser Keim? Eine Frage des Kontexts

Darm-Mikrobiota und Immunsystem beeinflussen sich gegenseitig auf vielfältige Weise, auf lokaler wie auch auf systemischer Ebene. Ständig gelangen mikrobielle Produkte durch Diffusion in die Blutbahn und können so die Immunantwort in der Peripherie modulieren. Dies erklärt, warum eine Breitbandantibiotika-Therapie beispielsweise zu einer Dämpfung der B- und T-Zell-Aktivität führt. Als Lehrer und Sparringspartner für das Immunsystem ist die Darm-Mikrobiota also gesundheitsförderlich, doch der Nutzen der Darmbesiedler hat seinen Preis: Beispielsweise besteht die Gefahr einer Kreuzreaktivität zwischen kommensalen und pathogenen Bakterien sowie körpereigenen Strukturen.

Da die Mikroorganismen des Darms und das Immunsystem so eng miteinander verwoben sind, stellt sich die Frage, welche Rolle die Nahrung bei diesem Prozess spielt. Für die „westliche“ Ernährungsweise in Industrieländern ist ein Mangel an Ballaststoffen in Form komplexer pflanzlicher Polysaccharide typisch. Dies hat fatale Folgen für das Immunsystem, denn normalerweise fermentieren Darmbakterien aus Ballaststoffen große Mengen an kurzkettigen Fettsäuren wie Butyrat, die wiederum anti-inflammatorische und immunsuppressive Eigenschaften [Paywall] besitzen. Bei Menschen mit einer Veranlagung zur Autoimmunität könnte daher unter solchen Bedingungen schon der basale inflammatorische Effekt bestimmter kommensaler Bakterien ausreichen, um das Immunsystem aus dem Ruder laufen zu lassen.

Außerdem hat die Nahrung einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung der Darm-Mikrobiota. Eine dadurch hervorgerufene Dysbiose könnte beispielsweise die Mengen an immunregulatorischen bakteriellen Molekülen im Darm vermindern. Tatsächlich haben Studien gezeigt, dass das vom kommensalen Darmbakterium Bacteroides fragilis gebildete Polysaccharid A (PSA) die Aktivierung und Proliferation von Immunzellen induzieren kann, und dass eine PSA-Behandlung zu prophylaktischen und therapeutischen Effekten im Maus-MS-Modell führt. Außerdem konnte belegt werden [Paywall], dass PSA intestinale afferente Neurone des enterischen Nervensystems – unseres „zweiten Gehirns“ – aktiviert. Dies zeigt, dass es eine enge Verknüpfung zwischen Mikrobiota, Darm und Nervensystem gibt.

Sauerkraut statt Spritze?

Für viele Industrieländer ist bekannt, dass die Inzidenzrate von Multipler Sklerose seit vielen Jahrzehnten ansteigt: In Norwegen hat sie sich seit 1953 mehr als vervierfacht, dieselbe Zunahme war in Japan [Paywall] innerhalb von nur 30 Jahren zu beobachten. Über die Ursache dafür konnte bisher nur spekuliert werden, neben einer verbesserten Diagnostik und einem erhöhten Bekanntheitsgrad der Erkrankung wurden aber auch Umweltfaktoren wie Sonnenexposition und ein damit verbundener Vitamin-D-Mangel diskutiert.

Dass eine veränderte Darm-Mikrobiota, möglicherweise bedingt durch einen urbaneren Lebensstil mit einer veränderten Ernährung, eine Schlüsselrolle spielen könnte, ist dagegen eine noch junge Erkenntnis. Doch welche neuen Therapieoptionen ergeben sich hieraus? Einerseits ist eine direkte Intervention über die Nahrung denkbar. Die italienischen Forscher Paolo Riccio und Rocco Rossano empfehlen deshalb Patienten mit Multipler Sklerose eine ballaststoffreiche Diät, die arm an proinflammatorischen Nahrungsbestandteilen wie gesättigten tierischen Fettsäuren, Transfetten, rotem Fleisch, Zucker und Salz ist. Ebenfalls denkbar ist, über Prä– und Probiotika oder Antibiotika in die Zusammensetzung der Darmflora einzugreifen, um damit die Funktion der Mikrobiota gezielt zu beeinflussen.

Eine radikalere Alternative sind sogenannte Stuhltransplantationen. Ihren therapeutischen Nutzen hat diese Methode bereits bei Darmerkrankungen wie Clostridium difficile-Infektionen bewiesen, doch auch bei Autoimmunerkrankungen wie MS könnte sie sich als nützlich erweisen. Zwar gibt es bisher keine systematischen Studien zu diesem Thema, doch in immerhin drei Fällen kam es bei MS-Patienten, die sich wegen Obstipation einer Stuhltransplantation unterzogen hatten, zu einer dauerhaften Verbesserung der MS-Symptomatik. Es könnte sich also lohnen, diesen Therapieansatz weiter zu erforschen. Bis aus der Forschung neue Therapien mit erwiesener Wirksamkeit und Sicherheit hervorgehen, wird allerdings wohl noch einige Zeit vergehen.

176 Wertungen (4.69 ø)

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18 Kommentare:

Dr. med. Heinz Joachim Mensing
Dr. med. Heinz Joachim Mensing

Meist wird das Lebenswerk von Prof. Gabriel Steiner (1883-1965) einfach ignoriert, so als ob er nie gelebt, geforscht und veröffenticht hätte.
Mitunter treten aber Leute auf, wie der “Prof.” Jürg Kesselring aus der Schweiz, der in seinem MS-Buch (4.Auflage 2005, S.18 rechts unten) einfach BEHAUPTET (= lügt, von wegen Professor), die “Hypothese” von G.Steiner sei “widerlegt”, ohne die Spur eines Argumentes, Beweises, einer Quelle!
Er verleumdet einen Toten (als unfähig, ?Fälscher oder was), der sich nicht wehren kann, eine absolut miese Tour.

Inzwischen hat SPRINGER das Buch in einer Weise ins Internet gestellt, daß man mit ein paar Mausklicks rund 1/5 der knapp 150 Seiten einsehen kann – ich habe unten den Weg aufgezeigt.

17 Seiten Literaturverzeichnis + Register am Ende lassen sich sogar als PDF abspeichern und ausdrucken, im Register sind (wer sich das ganze Buch nicht besorgen und studieren will) mehr als ein halbes Dutzend Beweise zu finden, die die bahnbrechenden Forschungsergebnisse des genialen G.Steiner bereits 1962 bestätigten.
Und dann kommt ein Schreiberling aus der Schweiz und glaubt, das in seinen Dreck ziehen zu könne? Pfui Teufel.

Ein Kindergartenkind kann den Weg weisen: wenn es eine schmerzende rote Stelle am Finger hat, dann schaut es genau hin und findet zB einen Splitter. Wird der herausgezogen, ist das Problem in aller Regel gelöst.
Wo also wird man die URSACHE der MS suchen? Im Darm? Am Himmel (Sonnenschein…)? Nein: man muß die Ursache IN den aktiven MS-Herden suchen, und da hat sie G.Steiner (damals Nervenklinik der Uni Heidelberg) bereits ab Ende der 20er Jahre nicht nur gesehen, sondern DOKUMENTIERT, nachzulesen in einer umfangreichen Übersichts-Arbeit von 1931, die beispielsweise Amazon für 50 Euro als Nachdruck anbietet. Dort ist “Blick ins Buch” möglich, auf der linken Seite sogar Suche im gesamten 200-Seiten-Buch.

Die glasklare Folgerung von G.Steiner bereits vor bald 100 Jahren (damals wurde die chronische Syphilis mit Salvarsan, dann Neosalvarsan zurückgedrängt…): Ein Mittel finden, daß die von ihm dokumentierten Erreger der MS möglichst selektiv schädigt, aussschaltet. (Leider hat er das Doxycyclin – ab Mitte der 60er Jahre – nicht mehr erlebt, sonst hätte die Geschichte in Sachen MS sicherlich einen anderen Lauf genommen.)

Wie lange soll es noch dauern, bis das alles von den Neurologen, Betroffenen, Medien (etwa doccheck), auch “der Politik” wahrgenommen wird?!? Ich schreibe mir dazu seit mehr als 10 Jahren “die Finger wund”…

2015 hat sich der Todestag des (aus Deutschland vertriebenen) Prof. Gabriel Steiner, geboren in Ulm (wie Albert Einstein…), zum 50.Mal gejährt. Und im DMSG-Forum behauptete eine Renate_S gerade erst wieder, er sei “widerlegt”, weigert sich auf mehrfache Nachfrage, ihre Behauptung (= Lüge) zu beweisen.

Haben wir immer noch nichts aus dem verheerenden Aderlaß gelernt, den die Nazis 1933 ff der deutschen Wissenschaft zugefügt haben? Selbst 82 Jahre nach dem Beginn dieser Barbarei noch Fußtritte gegen einen “Leuchtturm” der einstigen Spitzenwissenschaft in den Fußspuren von Robert Koch & Co?

#18 |
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Dr. med. Heinz Joachim Mensing
Dr. med. Heinz Joachim Mensing

Zitat aus dem Artikel: “Für viele Industrieländer ist bekannt, dass die Inzidenzrate von Multipler Sklerose seit vielen Jahrzehnten ansteigt: In Norwegen hat sie sich seit 1953 mehr als vervierfacht, dieselbe Zunahme war in Japan [Paywall] innerhalb von nur 30 Jahren zu beobachten. Über die Ursache dafür konnte bisher nur spekuliert werden, neben einer verbesserten Diagnostik und einem erhöhten Bekanntheitsgrad der Erkrankung wurden aber auch Umweltfaktoren wie Sonnenexposition und ein damit verbundener Vitamin-D-Mangel diskutiert.”

Ach: Die Sonneneinstrahlung in Norwegen oder Japan hat sich in wenigen Jahrzehnten drastisch verändert? Bitte das Denken einschalten!

Was ich vermisse: Der MS-Anstieg konzentriert sich auf die Frauen: Es ist absurd, da an Darmbakterien / Ernährung oder Vitamin D zu denken!

Die MS-Ursache ist seit bald einem Jahrhundert geklärt, wird aber ignoriert:
http://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-642-87571-7
Nach unten fahren, bei “Die Spirochaeta myelophthora” auf “Look inside” klicken und dort zur 2.Seite (S.37 im Buch) fahren: Voilá – da kann sich jeder die Ursache selbst in 4×4 = 16 Mikrofotos ansehen. (In dem zusammenfassenden Buch von 1962 noch viel mehr Abbildungen; die Spirochäten sind als Borrelien eingestuft, die G.Steiner-Forschungsergebnisse VIELFACH bestätigt, etwa Spirochäten-Anzucht aus MS-Liquor bereits 1958 an der renommierten Stanford-Univ., Newman et al., über PubMed zum Volltext.

Das alles wird seit ewig von eine “Autoimmun-Mafia” unterdrückt, Honi soit qui mal i pense…

Ich selbst habe Anfang 1996, also vor rund 2 Jahrzehnten, mit Doxycyclin angefangen und habe seither weitgehend Ruhe vor MS oder was sonst Entzündung, Narben usw. in meinem ZNS verursacht. (Ich war immer borreliose-“sero-negativ”!)

Daß Doxycyclin die Darmflora schädigt (Mikelina), ist – milde ausgedrückt – ein Ammenmärchen. Doxy ist lipophil, wird oben im Magen-Darm-Kanal resorbiert, wo Bakterien nichts verloren haben.

Herr, schmeiß Hirn ra…

#17 |
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Dr. med. Juergen Lindner
Dr. med. Juergen Lindner

Die Interaktion von Infektionserregern und deren Bruchstücke (z.B. im Form von Impfstoffen) und Autoimmunerkrankungen ist sicherlich noch ein ziemlich weißer Fleck in der Landkarte der Medizin.
Infektionen können im Tierexperiment nicht nur Autoimmunrkrankungen unterstützen sondern auch unterdrücken, z.B. über Fox P3 positive T-Zellen oder andere Mechnismen, dies wurde tierexperiemtell oft belegt.
Fast alle Erwachsenen sind mit EBV durchseucht. EBV enthält kreuzreaktive Proteine zu Myelin Basic Protein, einem Antigen, welchem eine Rolle bei MS zugeschrieben wird.
In einer klinischen Phase I Studie haben wir einmal die Viruslast von EBV im Blut als Parameter für eine Immunsuppression beobachtet. Überrascht waren wir insbesondere über extreme Schwankungen in der EBV Viruslast bei unbehandelten Probanden, ohne jeglichen Hinweis auf eine klinische Erkrankungen.
Ich würde nicht nur die Flora im Darm genauer Beobachten sondern auch sogenannte chronische Infektionen – ohne größere Pathologie-.
Viele dieser Erreger kennen wir wahrscheinlich noch nicht.
Ein weites Feld, nicht nur in Hinsicht, daß Infektionserreger Autoimmunerkrankungen auslösen sondern auch verhindern können.
Beide Rollen von Infektionserregern und deren Fragmente könnten interessante Therapieansätze liefern.
Vielleicht stehen in Zukunft Impfungen nicht nur im Verdacht Autoimmunerkrankungen auszulösen sondern auch davor zu schützen…..

#16 |
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Dr. med. Harald Bliesath
Dr. med. Harald Bliesath

Wie sagte schon Ex-Kanzler “Birne”: entscheidend ist was hinten dabei herauskommt…

#15 |
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Chirurg
Chirurg

Stuhltransplantation, ein sehr unpassender Begriff,
ist völlig nutzlos, wenn die Nahrungsaufmnahme sich nicht ändert.
Bakterien sind ein Ergebnis der “Nahrungsmillieus”. (Nur) Wenn das geändert wird, ändert sich auch die Zusammensetzung der Mikroflora.
Man muss sie sozusagen permanen füttern, um sie am Leben zu halten.
Gerade im Falle einer krankhaften Besiedlung (Enteritis) ist das “Aushungern”, also eine wirklich konsequente Nahrungskarenz für 3-4 Tage ein extrem wirksames Mittel.
Danach hat ein Neuaufbau einer Darmflora mit simplem Joghurt etc. die besten Bedingungen.
Bei MS hat man vermutlich Ursache und Wirkung verwechselt.

#14 |
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Weitere medizinische Berufe

Unser Darm ist heute den unterschiedlichsten “Belastungen” ausgesetzt, die früher überhaupt kein Thema waren. Ich bin überzeugt, dass die gesamte Nahrungsbelastung einen nicht unerheblichen Beitrag dazu leistet.
Allerdings möchte ich noch anmerken, dass eine Stuhltransplantation auch ihre “Tücken” haben kann.
Ich erinnere mich, dass hier über eine Veröffentlichung berichtet wurde, in der es zur Diskussion stand, ob die eingebrachten Bakterienstämme eventuell bei entsprechender “Belastung” zu Adipositas führen könnten. Leider habe ich diesen Artikel nicht mehr gefunden. So gesehen ergibt sich dann auch, dass jeder Mensch seine ganz eigene Darmflora hat und dies erst genauestens abgeklärt werden sollte – sonst züchtet man sich womöglich noch andere Geschichten heran.

#13 |
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Martin Bökenkamp
Martin Bökenkamp

Wieso ist eine “Stuhltransplantation” radikal? Sie ist vielleicht alles andere als eine schöne Vorstellung – wenn es aber hilft, warum nicht? Zumindest wird sie schon sehr lange angewendet, nämlich seit 1697.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stuhltransplantation

#12 |
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Gast
Gast

Zusammenfassend: die Überschrift ist Scheiße.

#11 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Sehr geehrte Frau Dr. Brachtel,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Es ist in der Tat so, dass die Überschriften von der Redaktion festgelegt werden, da es uns wichtig ist, den typischen DocCheck-Stil beizubehalten. Frau Aho-Ritter hat darauf also keinerlei Einfluss.

Viele Grüße
Die DocCheck News Redaktion

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Doc Belli
Doc Belli

@Dr.Brachtel ; sehr gerne. Viel Erfolg und gute Ideen

#9 |
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@ Doc Belli; danke für den Tipp!

#8 |
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Doc Belli
Doc Belli

“Allet jut” ;-), –

(aber altbackene Zeiten in der Medizin sind vorbei, und “anbiedernde Werbung” einer guten
Überschrift für ein stocktrockenes, früher todlangweiliges, Thema zu unterstellen,
ist schon harter Tobak.
Zur Abhärtung in Bezug auf kurzweiligen Medizinjournalismus mit grundseriösem Inhalt sei Ihnen das Buch von Guilia Enders empfohlen : “Darm mit Charme”.)
Eine falsche Darmflora kann übrigens auch depressiv machen, – aber das erfahren Sie in diesem Bestseller ;-)

#7 |
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Da bin ich wohl ein bisschen falsch verstanden worden. Hass und Zynismus sind meine Sache nicht. Und mit dem Inhalt stimme ich durchaus überein. Soory, war dann wohl ein Missverständnis

#6 |
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Doc Belli
Doc Belli

Sehr geehrte Frau Aha- Ritter,
eine Ernährungsumstellung in Richtung mehr Ballaststoffe, vor allem derer, die die Autorin von “Darm mit Charm” empfiehlt, kann nicht verkehrt sein, vor der Stuhltransplantation.

Frau Brachtel:
wenn es Positives zu berichten gibt, kann doch die Überschrift gerne originell sein.

Die Zeiten, wo im Vorwort des Deutschen Ärzteblattes manch erzkonservative Kollegen
Haß und Zynismus über naturheilkundliche Erkenntnisse in Bezug z. B. auf Ballaststoffe ausschütteten sind doch vorbei-oder?

#5 |
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Sehr geehrte Frau Annukka Aho-Ritter! Da ich annehme, dass Sie aus Finnland-Suomi stammen: Hyvä Annukka Aho- Ritter! Müssen diese Artikel immer so marktschreierisch angeboten werden? Oder haben Sie keinen Einfluss auf die Überschrift? Wenn ein Thema interessiert, liest man ihn doch auch ohne viel anbiedernde Werbung. Meine Meinung, minun mielipiteeni.
Dr. phil. Kirsti Brachtel, Ärztin

#4 |
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Dr. med. vet Bernd Dolzinski
Dr. med. vet Bernd Dolzinski

Ein interessanter Aspekt, vielleicht sogar ein passendes Mosaiksteinchen im MS-Puzzle. Die bisherigen Ansätze bei “MS-Diäten”, besonders diejenigen, die sich besonderen Fettsäuremustern der Nahrung widmen, könnten hier eine Schnittstelle haben, wenngleich vielleicht ganz anders als ursprünglich postuliert.

#3 |
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Mikkelina
Mikkelina

Einfach einmal 3 Wochen Doxycyclin nehmen und die Darmflora neu aufbauen.

#2 |
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Evi Wimberger
Evi Wimberger

Die Erforschung des Mikrobioms steht noch am Anfang. Umso wichtiger ist es, nicht voreilige Schlüsse zu ziehen. Stuhltransplantationen, Beeinflussung des Mikrobioms durch Lebensstil, Ernährung, individuelles lebenslanges Mikrobiommuster – wer weiß, wohin der Weg geht. Eine abwechslungsreiche, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, wenig Fleisch, tierische Produkte ist etwas, das schon seit Jahrzehnten, Jahrhunderten propagiert wird und ist bestimmt schon mal nicht verkehrt.

#1 |
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