Assistierter Suizid: Harakiri im Bundestag

12. Oktober 2015
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Anfang November will der Deutsche Bundestag ein Gesetz zur Suizidbeihilfe verabschieden. Es liegen vier Entwürfe vor, die vom völligen Verbot bis zur weitgehenden Freigabe reichen. Auch die Ärzte sind sich uneins, ob die Suizidassistenz mit ihrem Berufsethos vereinbar ist.

Für Hippokrates war die Sache noch klar: „Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht, wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten.“ So steht es im Eid des Hippokrates, den zwar heute niemand mehr leisten muss, der aber immer noch gerne als ethische Richtlinie herangezogen wird. Dass die ärztliche Beihilfe zum Freitod ein komplexes Thema ist, zu dem sich sehr unterschiedlich Stellung beziehen lässt, zeigt die aktuelle Bundestagsdebatte um ein Gesetz zur Suizidbeihilfe. Die vier zur Abstimmung stehenden Gesetzesentwürfe spiegeln verschiedene Positionen wider.

Strafrecht verschärfen

Im „Entwurf eines Gesetzes über die Strafbarkeit der Teilnahme an der Selbsttötung“ fordert die Abgeordnetengruppe um Dr. Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger (beide CDU), das Strafrecht zu verschärfen, um sowohl die Anstiftung als auch die Beihilfe zum Suizid unter Strafe zu stellen. Ausnahmen für Ärzte oder Angehörige soll es nicht geben. 35 Abgeordnete unterstützen diesen restriktivsten der vier Gesetzesentwürfe.

Geschäftsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung verhindern

Der fraktionsübergreifende „Entwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ der Abgeordnetengruppe um Michael Brand (CDU/CSU) und Kerstin Griese (SPD) zielt darauf, die geschäftsmäßige, d. h. auf Wiederholung angelegte Beihilfe zur Selbsttötung zu verhindern. Betroffen wären sowohl Vereine und Organisationen wie „Sterbehilfe Deutschland“ als auch Einzelpersonen, die mit oder ohne gewerbsmäßige Absicht Suizidbeihilfe anbieten. Der Gesetzesentwurf hat 200 Unterstützer, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Auch der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) sprechen sich für diesen Gesetzesentwurf aus. Allerdings hat der Wissenschaftliche Dienst (WD) des Bundestages verfassungsrechtliche Bedenken am Begriff „Geschäftsmäßigkeit“ geäußert: Insbesondere sei nicht klar, ob sich „in einer dem Bestimmtheitsgebot genügenden Weise zweifelsfrei ergibt, ob und unter welchen Voraussetzungen sich Ärzte, die im Rahmen ihrer Berufstätigkeit Sterbehilfe leisten, strafbar machen“.

Zivilrechtliche Regelung der ärztlichen Suizidbeihilfe

Beim „Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der ärztlich begleiteten Lebensbeendigung (Suizidhilfegesetz)“ von der Abgeordnetengruppe um Peter Hintze (CDU/CSU), Dr. Carola Reimann (SPD) und Dr. Karl Lauterbach (SPD) geht es um eine zivilrechtliche Regelung der ärztlichen Suizidbeihilfe. Hierzu soll im Bürgerlichen Gesetzbuch ein grundsätzliches Verbot der Suizidbeihilfe verankert werden, Ärzten soll sie aber unter bestimmten Bedingungen ausdrücklich erlaubt sein. Dazu gehört, dass der volljährige Patient an einer unheilbaren, tödlichen Krankheit leidet und zuvor über alternative, insbesondere palliativmedizinische Möglichkeiten aufgeklärt wurde. 107 Abgeordnete unterstützen diesen Gesetzesentwurf. Auch in diesem Fall hat der WD Kritik geübt, und zwar hinsichtlich der Bundesgesetzgebung: Es gebe nämlich keine verfassungsrechtliche Grundlage dafür, dass das geplante Gesetz in die landesrechtlichen Berufsausübungsregelungen für Ärzte eingreife.

Nur die kommerzielle Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe stellen

Der liberalste Vorschlag mit dem Titel „Entwurf eines Gesetzes über die Straffreiheit der Hilfe zur Selbsttötung“ stammt von der Abgeordnetengruppe um Renate Künast (Grüne) und Dr. Petra Sitte (Linke). Der Gesetzesentwurf sieht vor, nur die kommerzielle Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen, ansonsten soll die Suizidassistenz aber straffrei bleiben. Vereine und Organisationen sollen demnach Suizidbeihilfe leisten dürfen, wenn sie nicht gewerbsmäßig handeln. Der Gesetzesentwurf hat 53 Unterstützer. Die Gutachter des WD geben allerdings zu bedenken, dass sich bei diesem Entwurf „bereits durch die allgemeine ärztliche Vergütung ein gewerbsmäßiges Handeln einer dann auch daran anschließenden (strafbaren) Suizidhilfe der Ärzte ergeben könnte“.

Sinn und Unsinn einer gesetzlichen Neuregelung

Während die Parlamentarier sich in den folgenden Wochen intensiv mit den vier Entwürfen befassen werden, hat auch die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) zu den einzelnen Positionen Stellung bezogen – und unterstützt schlussendlich keinen der Vorschläge. Vielmehr sei eine Strafrechtsänderung aus Sicht des DGHO-Vorstands gar nicht wünschenswert, denn mit einem neuen Gesetz würde Ärzten und Patienten gemeinsamer Freiraum genommen: „Bei der ärztlich assistierten Selbsttötung ist es gut, wenn der Staat in einer so individuellen und mit Not behafteten Situation den Raum für Gewissensentscheidungen offen lässt. Wir haben großes Vertrauen, dass die Ärzte hier verantwortlich handeln“, erläutert Prof. Mathias Freund, geschäftsführender Vorsitzender der DGHO.

Aus diesem Grund fordert die DGHO, sich auf drängendere Aspekte der Sterbebegleitung zu konzentrieren. Dazu gehören beispielsweise eine Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung und ein Ausbau der Hospize sowie mehr Hilfestellungen für Ärzte bezüglich des Umgangs mit Extremsituationen am Lebensende. Zudem dürfen nach Meinung der DGHO Ärzte nicht zur Hilfestellung bei der Selbsttötung verpflichtet werden – ein solcher Akt solle immer eine individuelle Gewissensentscheidung sein. Außerdem sei es notwendig, das berufsrechtliche Verbot der ärztlichen Hilfe zur Selbsttötung an das geltende Strafrecht anzupassen.

Strafrecht vs. Berufsrecht

Gerade das Verbot des assistierten Suizids im ärztlichen Berufsrecht spaltet jedoch die Ärzteschaft. Dem Strafrecht nach ist die Lage klar: Beihilfe zur Selbsttötung ist ebenso wie der Suizid selbst nicht strafbar – weder bei Ärzten noch bei jedem anderen Bürger. Trotzdem sieht die Musterberufsordnung der BÄK ein Verbot vor. Dieses ist aber nur in 10 der 17 Landesärztekammern umgesetzt, sodass es in diesen 10 Kammerbezirken Ärzten berufsrechtlich verboten ist, Hilfe zur Selbsttötung zu leisten.

Angesichts eines solchen rechtlichen Flickenteppichs ist es kein Wunder, dass auch unter den Ärzten keine einhellige Meinung herrscht: In einem im Mai veröffentlichten offenen Brief kritisierten 180 Ärzte unter der Führung von Dr. Uwe-Christian Arnold – der kürzlich für DocCheck an einer Diskussion zum Thema „Assistierter Suizid“ teilgenommen hatte – die Bevormundung durch BÄK-Präsident Montgomery in ethischen Entscheidungen und äußerten die Meinung, dass die Freitodbegleitung keineswegs dem ärztlichen Berufsethos widerspricht. Es sei vielmehr „nicht nur ethisch vertretbar, sondern hilfreich und human, einen schwerstleidenden Patienten nicht im Stich zu lassen, der sich wohlinformiert zum Suizid entschlossen hat“.

Ein offener Brief kommt selten allein

Als Reaktion initiierten Dr. Eckhard Piegsa und Prof. Paul Cullen einen weiteren offenen Brief, den bisher mehr als 350 Ärzte unterzeichnet haben. Darin stellen sich die Verfasser klar hinter BÄK-Präsident Montgomery und das von ihm vertretene ärztliche Selbstverständnis, dass Beihilfe zum Suizid keine ärztliche Aufgabe sei. Vielmehr bestehe die Aufgabe der Ärzte darin, „das Leid unserer Patienten zu lindern und ihnen mitmenschlichen Beistand, Zuwendung und Fürsorge entgegenzubringen. Auf keinen Fall dürfen wir uns dafür hergeben, Leidende zu beseitigen, indem wir Beihilfe zum Suizid leisten“.

Bis der Bundestag im November eine Entscheidung getroffen hat, wird sich am ärztlichen Berufsrecht auch nichts ändern. Montgomery erklärte hierzu: „Das werden wir hinterher machen, wenn wir die endgültige Gesetzesfassung kennen. Möglicherweise ergibt sich daraus auch noch anderer Handlungsbedarf für uns.“ Bis dahin gibt es noch reichlich Diskussionsbedarf – unter Abgeordneten wie Ärzten.

Während man sich hierzulande noch gegenseitig beharkt, blüht in Schweizer Gefilden derweilen ein regelrechter Suizid-Tourismus.

50 Wertungen (4.56 ø)

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27 Kommentare:

Gast
Gast

#26, richtig “Selbstbestimmung” einem Fremden sollte dagegen das Töten verboten sein.

#27 |
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Dr. med. V… Stigge
Dr. med. V… Stigge

Könnte es sein, dass es hier allein um das religiöse Prinzip geht, einem Gott nicht in die Parade zu fahren?
Klar, dass streng religiöse Menschen beanspruchen, die Ethik für sich gepachtet zu haben. Aber gegen den Widerstand der Kirchen wurden die Menschenrechte durchgesetzt – und damit auch das Recht auf Selbstbestimmung, auch eine Kategorie der Ethik.

#26 |
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Arzt
Arzt

@Gast#23, Sie haben völlig recht, diese “modernen” Patientenverfügungen können schnell zum Bumerang werden und zum Freibrief einen Patient unnötig sterben zu lassen. Das wird sehr unterschiedlich gehandhabt und in Einzelfällen, je nach dominierendem “Chef” einer Anästesie (Intensivtherapie), wird gerade der alte Risikopatient geradezu abgeschreckt, sich noch lebensrettend operieren zu lassen.
Eine Operation in Vollnarkose ist nun mal nicht ohne Beatmung möglich. Ich habe es in einer Abteilung erlebt, dass dem op-willigen Patient eine solche “Verfügung” geradezu aufgedrängt wurde, obwohl er vom Tod nun absolut nichts hören wollte.
Wer will das schon.

#25 |
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Thomas Friedrich
Thomas Friedrich

An den User “Arzt” (von dem ich inständig hoffe, dass er keiner ist): Lesen Sie doch einfach den folgenden Artikel:

http://www.zeit.de/2015/31/sterbehilfe-beihilfe-selbstmord-schnell

Und vermutlich hatte dieser Mann sogar außergewöhnliches Glück, dass er die Psychiatrie relativ schnell wieder verlassen konnte. Viele andere Psychiater hätten nicht so feinsinnig zwischen Depression und Lebensmüdigkeit unterschieden und den Mann wochenlang dort behalten.

“Wenn ich schon das Geschwätz von “Recht auf” bis zum Grundgesetz dauern höre, das passt für das Recht auf Leben viel besser, kein Arzt tastet das an!!!”

Zum Recht auf Selbstbestimmung gehört beides: Das Recht auf Leben und das Recht, das eigene Leben beenden zu könenn, wenn man es nicht mehr aushält. Und wer keine perverse Freude an eintausend Schienensuiziden pro Jahr hat, sowieso an zigtausend Suizidversuchen, die zum Teil mit schrecklichen Folgeschäden überlebt werden, der sollte an einer professionellen Suizidbegleitung interessiert sein.

#24 |
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Gast
Gast

Ich weiß nicht wieviele von Ihnen schon bei Patienten die Beatmungsmaschine auf eine Sauerstoffsättigung entsprechend der Raumluft runterfahren mussten und jedwede weitere Therapie einstellen mussten – mir ist es in meiner Zeit als Assistenzärztin auf einer Intensivstation so ergangen. Klar lag eine Patientenverfügung vor, klar gab es ein “Ethikkonsil”, klar waren alle Angehörigen dafür (eine davon war selber Intensivschwester) – aber ich konnte das nicht vertreten. Zwar hatte ich dann einen Oberarzt, welcher die aben genannte Therapie entsprechend zurückfuhr, aber mir geht das heute noch nach – meiner Meinung nach war der Patient nicht austherapiert und es bestand durchaus noch Hoffnung auf eine Besserung/Gesundung.
Gerade in dem Abhängigkeitsverhältnis, das in Krankenhäusern nunmal einfach besteht werden durch ein dementsprechendes Gesetz zur Suizidbeihilfe viele (v.a. junge) Ärzte “gezwungen” werden, gegen ihre Überzeugung zu handeln – in deren Haut möchte ich nicht stecken!

#23 |
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Nichtmedizinische Berufe

Wer gegen ein Recht auf einen selbst bestimmten und schmerzfreien, sicheren und friedlichen Tod ist, der weiß wohl nicht aus eigener Erfahrung wie sehr einen so manch eine Erkrankung Quälen kann!
Was soll man als Patient mit einer nicht tödlichen, aber quälenden, das gesamte Leben einnehmenden Erkrankung denn dann tun? Sich einfach in sein Schicksal ergeben? Sich auf eine der üblichen martialischen Arten versuchen das Leben zu nehmen, mit ungewissem Ausgang? Was wenn es keine Therapien oder Medikamente gibt? Oder wenn alles nichts hilft, wenn nichts anschlägt, nichts Besserung oder Linderung bringt? Was wenn man als “austherapiert” gilt und man keine Kraft und keine Lust mehr hat? Ist man dazu gezwungen 20,30,40,50 oder sogar 60 Jahre auszuharren, damit zu “leben”, selbst wenn es sich eher nach vegetieren anfühlt, und sich permanent diesen Qualen auszusetzen? Und ich rede nicht nur von körperlichen Schmerzen, gegen die es mehr oder weniger potente Medikamente gibt, sondern auch von seelischem und psychischen Schmerz von Leiden im Gesamten, von solchen Leiden die einen das Leben als nicht lebenswert empfinden lassen.
Was für ein Mensch würde sein unheilbar krankes, leidendes geliebtes Haustier denn eher auf eine Autobahn aussetzen (in der Hoffnung, das es vielleicht überfahren und erlöst wird) als es friedlich einschlafen zu lassen? Hoffentlich keiner!
Warum scheint es uns Menschen bei den Tieren, die wir überhaupt nicht nach ihrem eigenen Willen fragen können, als humaner sie einzuschläfern und bei unseres gleichen steht der Schutz und Erhalt des Lebens und damit häufig das Verlängern von Leid, an erster Stelle. Warum soll ein Mensch nicht das Recht haben sicher, schmerzfrei und selbst bestimmt zu sterben, wenn das Leben ihm nur noch Leid und Qual zu bieten hat gegen die alle Medizin der Welt nicht hilft?
Ich denke es sollte in der Debatte nicht immer nur ausschließlich um tot Kranke gehen, nicht tot krank zu sein und mit einer Erkrankung Jahrzehnte lang leben zu müssen oder auf eine medizinische Sensation warten zu müssen ist auch eine unerträgliche Qual (vielleicht sogar die schlimmer, da sie wesentlich länger andauern wird) und das auch bei Erkrankungen gegen die es eigentlich Therapien gibt, wenn die alle nicht helfen.
Wer nach all diese Gedanken immer noch gegen ein Recht auf Sterben ist, den möchte ich nochmal sprechen wenn es ihn selbst erwischt hat und er 10 Jahre alles mögliche und unmögliche ausprobiert hat.

#22 |
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Arzt
Arzt

Wenn ich schon das Geschwätz von “Recht auf” bis zum Grundgesetz dauern höre,
das passt für das Recht auf Leben viel besser, kein Arzt tastet das an!!!
Es sind doch Märchen aus 1000 und eine Nacht, dass ein alter Mensch in die Psychiatrie eingewiesen würde, wenn er vom Sterben spricht.
Bei einem jungen Mensch sieht das schon etwas anders aus.
Und ich hab noch nie gehört, dass ein alter Mensch aus dem Fenster springt, dass sind eher die Jungen. Und wer sich wirklich damit etwas auskennt, weis, dass hier der Anteil an echten Psychosen sehr hoch ist.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, aber bitte nicht durch Fremdsevice.

Und lassen Sie gefälligst Montgomerie in Ruhe, der ist mit Mehrheit gewählt worden und vertritt mich ganz ausgezeichnet. Das ist auch sein Auftrag.
Im übrigen kann er keine Gesetze machen.

#21 |
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Dr.Walter Weiß
Dr.Walter Weiß

Dr.Walter Weiß
Das ganze Problem ist ein gesellschaftliches.
1. Herr Kollege Montgomery hat nicht das Recht eine Zwangsmeinung-seine- durchzusetzen, nur weil er Vorsitzender einer Zwangsorganisation ist. Zu Recht wurde auf die Schwangerschaftsunterbrechungen hingewiesen.
Wenn Kollege Montgomery gegen ärtztliche Hilfe beim Sterben ist – sofortiges Verbot duch seinen Zwangsverein der medizinisch durchgeführten Schwangerschaftsunterbrechung.
2. Der mündige Bürger muß das Recht auf Beendigung seines Lebens haben- es ist Teil seines verbrieften Rechtes im Grundgesetz. Er kann es wahrnehmen- er muß es nicht.
3. Wie ausgeführt darf es nicht sein, daß man dieses Recht nicht auf einem gesitteden Weg durchsetzen kann. Vor den Zug werfen? Aufhängen? Nahrungsaufnahme verweigern? Autounfall?
Der geliebte Hund, die geliebte Katze darf- betreut vom Frauchen oder Herrchen-mit Hilfe einer Spritze einschlafen. Warum darf Herchen oder Frauchen nicht auch solches Erleben. Nicht eine Spritze sondern ein Getränk.
Aber: Irgendjemand muß das Mittel – so wie es in der Schweiz gehandhabt wird -besorgen. Wenn die Zwangsorganistion Ärztekammer dieses verbietet- vielleicht übernehmen die Apotheker dann diese Aufgabe.

#20 |
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Thomas Friedrich
Thomas Friedrich

@Elvira Braukmann: Es gibt keinen “Selbstmord”. Der Begriff stammt aus Zeiten, in denen Masturbation als “Selbstschändung” bezeichnet wurde. In Wirklichkeit kann man sich selbst weder schänden noch morden. Und wissen Sie warum? Weil jeder Mensch sich selbst gehört.

Dass der Suizid nicht verboten ist, stimmt juristisch. Allerdings muss selbst ein Schwerkranker, der einen Suizid in Erwägung zieht und davon spricht, mit der Zwangseinweisung in eine Psychiatrie rechnen. Davon abgesehen ist ein menschenwürdiger Freitod ohne geeignete Mittel schwer bis unmöglich. In ihrer Not werfen sich Menschen vor den Zug oder springen aus dem Fenster. Beim Bau von Altersheimen wird inzwischen sogar darauf geachtet, dass der Sprung aus dem Fenster so schwer wie möglich ist, weil es so oft vorkommt. Sind das erhaltenswerte Zustände?

#19 |
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Elvira Braukmann
Elvira Braukmann

@Thomas Friedrich, wer bitte will ihnen das Sterben verbieten, auch der Selbstmord ist nicht verboten.
Ich persönlich will keinesfalls in eine fremde Palliativ-Klinik,
sondern nach alter Väter Sitte friedlich zu hause Sterben.
Was geht das den braven Dr. an?
Der WUNSCH zu sterben ist eher unnatürlich und tritt wie
Frau @Dr. med. Elena Habersetzer richtig beschrieben hat, durch soziale “Isolierung” auf, um das so neutral wie möglich auszudrücken.
Dazu gehört auch die Abschiebung in ein Altersheim, Pflegeheim, Palliativstation.

#18 |
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Thomas Friedrich
Thomas Friedrich

@Birgit Roth:

“Niemand will sterben, wenn eine gute schmerz- & paliativmedizinische Versorgung gegeben ist!”

In den Niederlanden und in der Schweiz gibt es eine ausgezeichnete palliativmedizinische Versorgung und trotzdem entscheiden sich einige Menschen für ein selbstbestimmtes Ende. Auch Gunter Sachs und Udo Reiter konnten die beste ärztliche Betreuung in Anspruch nehmen und entschieden sich gegen das Weiterleben. Waren das auch nur Verrückte oder Depressive, die man zu ihrem “Glück”, also einem unfreiwilligen Weiterleben, hätte zwingen sollen?

In Wirklichkeit ist die Behauptung, man könne durch Palliativmedizin jedes Leid beheben, schlichtweg eine Lüge. Dafür muss man nur “Arbeit und Struktur” von Herrndorf lesen oder sich mit dem Leidensweg von Brittany Maynard beschäftigen. Und was ist, wenn ich Alzheimer habe und das Miterleben meiner eigenen Verblödung und Entmenschlichung als menschenunwürdige Zumutung empfinde? Mit welchem Recht nötigt mich der Staat zu einem Weiterleben unter Bedingungen, die ich als menschenunwürdig empfinde?

Im Übrigen: Wäre der Tod mit Hospiz und Palliativmedizin so schön, dass niemand sich diesen Spaß entgehen lassen würde, dann gäbe es keinen Grund, die Alternative zu verbieten. Dann könnte man den assistierten Suizid weiterhin erlauben im Vertrauen darauf, dass praktisch niemand davon Gebrauch macht. Die Tatsache, dass man es nötig hat, Menschen zu ihrem “Glück” zu zwingen, indem man jede Alternative unmöglich macht, ist immer ein schlechtes Zeichen. Das gilt für das Verbot der Sterbehilfe ebenso wie für den Mauerbau der DDR.

“Wer bewusst und freiwillig den Suizid sucht, geht wohl kaum zum Arzt.”

Natürlich nicht. Weil er weiß, dass er bei den heutigen Ärzten auf taube Ohren stoßen oder sogar die Einweisung in die Psychiatrie riskieren würde. Gerade deshalb ist die Tatsache, dass die meisten heutigen Ärzte nicht mit diesem Wunsch konfrontiert werden, ohne jede Aussagekraft.

#17 |
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@Dr. Lorenz. Wenn Sie nicht möchten, dass man von den Tieren liest, schreiben Sie es nicht. Ich verstehe nicht, was Sie unter Priming meinen. Meine Klientel besteht aus ganz nochmalen Menschen. In meinem Beitrag greife ich nicht Sie persönlich an, sondern Ihre Haltung. Ich denke, daß vergleichbar wenige Menschen hier im Forum diskutieren, weil sie das Thema indiskutabel finden. Wenn Sie nicht möchten, dass ich Sie missverstehe, können Sie hier einfach kurz umschreiben, wie die Palliativmedizin in Ihrer Praxis / Klinik funktioniert und was wäre Ihre konkrete Lösung beim assistierten Suizid.

Liebe Frau @Stenzel, die Menschen stürzen freiwillig aus dem Fenster, da es eine große Entfremdung auch innerhalb der Familien gibt. Es gibt viele soziale Probleme, als Arzt oder Psychotherapeut wird man diese niemals zufriedenstellend lösen können. Wir tun, was wir können. Soziale Missstände, Einsamkeit und Entfremdung sollten nicht dazu führen, noch obendrauf menschenverachtende Gesetze zu verabschieden.

#16 |
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Arzthelferin

Dem ist so @Peter Suntheim, danke für die offenen Worte. Kann das nach vielen Jahre Tätigkeit nur bestätigen. Niemand will sterben, wenn eine gute schmerz- & paliativmedizinische Versorgung gegeben ist! Wer bewusst und freiwillig den Suizid sucht, geht wohl kaum zum Arzt. Sollen Verhältnisse wie in Holland entstehen, Alte und schwer Kranke “freiwillig” in den Tod gedrängt werden, um Gesellschaft und Angehörige von ihrer Existenz zu befreien. Mir fallen hier konkret die Morde der T4 Aktion der Nazidiktatur ein. Damals baten auch Familienangehörige Adolf Hitler in Briefen, ihre kranken und behinderten Kinder zu “entsorgen”. Eine Schande für die deutsche Humanmedizin bis heute!

B. Roth
Arztfachhelferin

#15 |
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Ich kann zu diesem Thema nachdrücklichst jedem die Lektüre dieses Beitrages von Prof. Thomas Fischer, dem Vorsitzenden des 2ten Senates für Strafsachen am BGH, empfehlen:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-09/bundestag-gesetzentwuerfe-sterbehilfe

#14 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

Liebe Frau Elvira Braukmann,

Sie haben mich gründlich mißverstanden! Hier geht es keineswegs um Ärztbashing. Nein, es geht um den Mut, der Natur ihren freien Lauf zu lassen. Es gibt gute Gründe, warum Menschen aufhören, zu essen und zu trinken. Wir haben die Schwelle zum Tod schon längst überschritten.
Gehen Sie doch bitte mal in ein Altenheim oder in die Häuslichkeit und schauen sich an, wie Gequälte Kreaturen in ihren Betten mit schweren Kontrakturen und Dekubiti dahin vegitieren und das sind nicht nur Pflegefehler aus Faulheilt, es sind weder Manpower noch Mittel da, dem Leiden eine entsprechende Hilfe gegenüberzustellen.
Die Patientenverfügung hat ebensowenig die Gesellschaft durchdrungen wie die Vorsorgevollmacht.
Das vieles die Ärzte ethisch trifft, liegt nicht zuletzt an der Tatsache, daß die Behandlungshoheit bei den Ärzten liegt. Im KH wird es langsam – sehr langsam besser, weil immer mehr Ärzte den Umstand artikulieren können, daß therapeutisch irgendwann das Ende der Möglichkeiten erreicht ist. Es geht nicht um Hilfe zum Suizid, sondern um Hilfe bei einem qualitativ möglichst schmerzfreien und hochwertigen Sterben.
Allein, daß die Qualität der Versorgung mit einer möglichst geringen Zahl an Todesfällen gemessen wird, ist letztlich eine Fehlentwicklung, wenn nicht genug Plätze und Mitarbeiter für eine angemessene Palliativversorgung zur Verfügung stehen. Der Kostendruck ist heute so groß in den Krankenhäusern, daß das Pflegepersonal der Palliativstationen für Normalstation abgezogen wird, um dort den Regelbetrieb aufrecht erhalten zu können.

#13 |
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Studentin

An der Heftigkeit, mit der dieses Thema binnem kurzen hier diskutiert wird, sieht man, wie sehr es die Breite beschäftigt, selbst wenn es, wie ein anderer Beitrag behauptet, “ausgelutscht” ist.
Ich achte und ehre Ihrer beider Ansichten, Fr. Habersetzer, Herr Lorenz, aber letztlich unbetreut und ohne Hilfe bleibt auch dabei der Teil von Sterbewilligen, die schlicht sterben WOLLEN; ich rede von Bilanzsuizid, schwersten Depressionen, .. und ich spreche aus einer Position der sanften Demut, ich bitte also nicht gleich zuzuschlagen ;)
Was macht man mit einem Lebens-Müden, der physisch gesund genug wäre, aber schlicht aus seiner Sicht genug gelebt hat, dem das Leben nichts mehr gibt (warum auch immer), der auch keine Psychotherapie will, eben weil er NICHT leben will?
Muss man nicht auch diese Einstellung, diesen Patientenwunsch ernst nehmen?
Seien Sie so freundlich, nicht auf Psychotherapiemöglichkeiten zu verweisen, wir wissen alle, wie miserabel dieses System in D funktioniert.
Ist es eine Lösung, diese Leute letztlich zum .. sagen wir Sturz aus dem 10. Stock, Geisterfahrt, einem halben Pfund ASS zu zwingen, weil sie es nicht besser wissen?
À la Montgomery: Sollen sie zum Klempner gehen, aber nicht zu mir?
Wurscht wie blutig, wurscht wie brutal, wie schmerzhaft dessen Ende dann ist: Hauptsache, ich als Arzt hatte damit nichts zu tun?
Ich verstehe, dass diese Situation den Arzt hilflos macht – aber an wen soll sich der nicht-Kundige denn sonst wenden, wenn nicht an einen Arzt seines Vertrauens? Zum Obi, Pflanzen”schutz”ecke? Stiehlt man sich als Arzt mit solcher Einstellung und Verhalten nicht erst recht aus der Verantwortung?

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@ Frau Habersetzer:
Wenn ich richtig geschrieben habe, sprach ich nicht von Ihrer Klientel, die aufgrund von evtl. entsprechendem Priming sich lieber ergibt. Ich weiß nicht, was sich bei mir mal ergeben könnte. Davon, daß ich gerne “erlöse”, davon habe ich kein Wort geschrieben, sondern über Tiere, die wir allzugenrne allzu “menschlich” behandeln, da muß man schon das lesen wollen, was man lesen will. [Kommentar wurde von der Redaktion gekürzt.]

#11 |
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@Dr. Bayerl: Sehr guter Beitrag, nichts hinzuzufügen
@Dr. Lorenz: Wenn Sie gerne “erlösen”, ist es ein anderer Beruf. Ich nehme am Bereitschaftsdienst teil und führe selbst eine Allgemeinarztpraxis, ich habe auch von den schwerst erkranken onkologischen Patienten keinen Wunsch nach der Tötung vernommen, jedoch die Hoffnung bis zum letzten Atemzug. Ich kenne auch keinen einzigen Kollegen, der aktiv notärztlich oder allgemeinärztlich tätig ist, und “erlösen” möchte. Das sind die “Horden”, die Sie vermissen. Haben Sie etwas von der Palliativmedizin gehört? “Die Endlichkeit des Lebens anzuerkennen würde schon reichen” schreibt Herr Suntheim in seinem Beitrag. Also gehen Sie in die Arbeit und versuchen zu helfen.

#10 |
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@ Herrn Bayerl
Es kann ja sein, daß mir in meinem Urlaub vor 1 1/2 Wochen wichtige Sachen entgangen sind, aber als gesundheitspolitisch interessiertem Menschen sind mir keine “Tötungen” von Menschen gegen ihren Willen bekannt, tausendfach aber von Tieren, weil wir als “mitleidig” gelten. Die Hunde, die Katzen, die Leiden haben, von denen wir beschließen, daß sie nicht “menschlich” sind, werden “erlöst”, nicht aber “ermordet”. Daß es bösartige Verwandte gibt, die am liebsten wollen, daß der Erbonkel / die Erbtante das Zeitliche segnen, dürfte auch bekannt sein. Das ist aber nicht, was ich meine. In der Bibel steht, Herr Bayerle, leider eine Menge dummes Zeug wie “Auge um Auge”. Wir sollten uns daher nicht über andere Glaubensrichtungen erheben. Ich kenne niemanden, der fremd über das Leben von terminalen Menschen verfügen wollte, außer gierige Nachfahren.
Daß die Todesstrafe der größte Widerspruch der menschlichen Ethik ist, steht außer Frage, wer das vermixt, steht für mich außerhalb jeglicher Diskussion. Ich stehe nur auf dem Standpunkt: wer Gynäkologen erlaubt, Embryonen, ja fast Babies zu töten, sollte sich nicht auf so einen moralischen Standpunkt stellen. Keine Ahnung, was in solchen Ärzten und in Nicht-Ärzten vorgeht, die kontrollierte Selbsttötung unter welchen Bedingungen auch immer verhindern wollen, vorgeht, wenn Abtreibung erlaubt ist. Damit ist über Abtreibung kein Stab gebrochen. Nur das eine MIT dem anderen kann es nicht geben.

#9 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Mich wundert nicht, dass dieses abgelutscht Thema keinen mehr vom Hocker reißt,
bei dem wiedermal von den Ärzten was “gefordert” wird.
Das mit dem “Babies, die man ungefragt töten darf” ist übrigens ein guter Vergleich,
denn der Blick über die Grenze zeigt, dass man auch alte Menschen gegen ihren Willen tötet. GEGEN ihren Willen. Darauf wird es letztlich hinauslaufen.
Ich habe in meinem Leben als Arzt schon etliche lieben Verwandten schockiert, damit, dass ich alten Menschen geholfen habe, wieder auf die Beine zu kommen,
das gilt sowohl für die Onkologie wie für die Traumatologie.
Es sollte Grenzen der Fremdverfügbarkeit über menschliches Leben geben,
das steht sowohl in der Biebel wie im noch älteren Eid des Hypokrates.
Auch für die Abschaffung der Todesstrafe war ein wesentliches Argument der Missbrauch und der Justitzirrtum, der nicht mehr korrigierbar ist.
Wenn dieser magische Damm einmal gebrochen ist,
wie geht es dann weiter bei der ärztlichen Einstellung beim Suizid, der nur deshalb misslingt, weil der Betroffene rechtzeitig ins Krankenhaus eingelieferet wird?
Ich habe in einer solchen Station ca. 3 Monate gearbeitet,
TÄGLICH viele neue Suizid-Kandidaten, die fast alle gerettet wurden.
Herr Montgommeri vertritt selbstverständlich die große Mehrheit der Ärzte, das hat die letzte Wahl gezeigt.

#8 |
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Mich wundert ja, daß dieses Thema nicht Horden von Ärzten und sonstigen medizinischen Berufen in diesem Blog auf den Plan ruft.
Als ich mit ca. 16 Jahren erstmals den hipprokratischen Eid gelesen hatte, maß ich ihm quasi neutestamentarische Bedeutung zu. Sicherlich ist das immer noch ein beachtenswertes Werk, und ich will nicht seine Bedeutung relativieren. Allerdings ist die Abtreibung heute gang und gäbe – und die verbietet dieser Eid auch. Ebenso ist mir niemand bekannt, der heute folgendermaßen verfährt: “Ich werde den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleich meinen Eltern achten, ihn an meinem Unterricht teilnehmen lassen, ihm, wenn er in Not gerät, von dem Meinigen abgeben, seine Nachkommen gleich meinen Brüdern halten und sie diese Kunst lehren, wenn sie sie zu lernen verlangen, ohne Entgelt und Vertrag”.
Der Eid ist ein bißchen in die Jahre gekommen. Und wenn ich Babies medikamentös oder mechanisch töten darf, dann muß auch erlaubt sein, darüber nachzudenken, ob nicht terminal Kranke oder andere Personen, wie von Herrn Suntheim zitiert, neu überdacht werden müssen. Der Eid des Hippokrates ist so ehrwürdig, aber auch so alt, daß damit zu rechnen ist, daß 400 Jahre v. Chr. keine nennenswerten Zahlen an terminal Tumorkranken, ALS-Kranken usw. existiert haben, weil sie nicht alt genug werden konnten. Also muß man uns schon in die Antike zurückbomben, um Argumente der absoluten Gegner des assistierten (nicht gewerbsmäßigen) Freitodes logisch werden zu lassen. Allerdings muß man dann auch mit der Tatsache fertig werden, daß der Wissenszuwachs in ähnliche Sphären zurückgebombt wird, denn so richtig “schlau” wird man erst in der Regel in einem Lebensabschnitt, den zu diesen Zeiten fast niemand erreicht hat. Sinnvoll wäre ein Verfahren, das einen Wunsch nach assistierter Selbsttötung (bitte nicht von “Mord” sprechen, wenn jemand sich selbst des Lebens berauben will!) auf freiwilliger Basis (des Arztes), nach ausführlicher und unverschnörkelter Beratung des Patienten auf dessen erklärten Wunsch und am besten mit seinen Angehörigen und evtl. noch unter Einschaltung weiterer Ärzte ähnlich wie in einer Tumorkonferenz, mit klarer und unmißverständlicher Willensbekundung des Patienten feststellen und evtl. dann durchführen würde. Wer die assistierte Selbsttötung als Teufel an die Wand malt, ist ungefähr so realistisch wie die damaligen Gegner von Herrn Semmelweis. Und wenn wir uns richtig erinnern, haben diese damals reihenweise Wöchnerinnen “umgebracht”. Herr Montgomery mag ja jede Menge kluge Sachen sagen (als Radiologe geht das ja gar nicht anders:-) ), aber in diesem Punkt hat er m.E.ins Unreine gesprochen. Jedenfalls spricht er sicher nicht im Namen der gesamten Ärzteschaft.

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Elvira Braukmann
Elvira Braukmann

@Peter Suntheim Thema verfehlt, hier geht es nicht um Ärztbashing.

#6 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

Es geht selbstverständlich nicht nur um “Ärzte”, man kann nicht Moral an der Garderobe abgeben.
Ein zivilisiertes Volk hat auch die Todesstrafe abgeschaft.

#5 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

Der hippokratische Eid wird immer nur dann aus dem Hut gezaubert, wenn es gerade ins Konzept paßt. Genauso verwerflich ist es, das Leiden unendlich zu verlängern. Im Sterbeprozeß ist es weder nötig, unablässig zu gastroskopieren, diagnostisch fast 100-jährige dem Herzkatheter zuzuführen oder grottendementen einen Herzschrittmacher und eine PEG einzusetzen. Die Endlichkeit des Lebens anzuerkennen würde schon reichen. Aber man kann so gut Geld mit solch unlauteren “Geschäften” verdienen. Aber es verdienen so fast alle Bereiche des Gesundheits- und Sozialwesens fleißig mit. Leider ist somit die Angst vor dem hohen Alter, Krankheit und Sichtum alles andere als unbegründet.
Die Palliativmedizin gehört endlich vernünftig gelehrt und ausgebaut. Aber es wird mitgenommen, was noch aus dem Patienten herauszuholen ist. Das nennt man dann ärztliche Ethik!

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Prof. Dr. Wolfgang Klosterhalfen
Prof. Dr. Wolfgang Klosterhalfen

Das Brand-Griese-Gesetz würde auch meiner Meinung nach mehr schaden als nützen: http://www.reimbibel.de/217.htm .

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Bitte das Thema hier kurzfristig weiterbegleiten… – ohne solche Fehler..

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Bitte das Thema hier kurzfristig weiterbekleiden…

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