Impfskeptiker: Es juckt am C

15. September 2015
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Das Medizinjournal „Vaccine“ widmete sich jüngst mit einer Sonderausgabe dem Thema Impfskepsis. Darin fordern Experten der WHO, dass sich Immunisierungsprogramme systematisch mit kritischen Stimmen zum Impfen auseinandersetzen – und zwar von Anfang an.

Der Berliner Masern-Ausbruch im Frühjahr dieses Jahres dürfte den meisten Ärzten noch lebhaft in Erinnerung sein. Dass das Thema Impfen und Impfskepsis nicht nur dann eine Erwähnung wert ist, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Krise ihren Lauf genommen hat, zeigt die aktuelle Sonderausgabe von „Vaccine“. Dort beleuchten Experten beispielsweise, welche Rolle Impfskepsis bei der Limitierung von Durchimpfungsraten spielt.

„Vakzine können nur dann die Gesundheit verbessern und Todesfälle verhindern, wenn sie auch genutzt werden“, erklärt Dr. Philippe Duclos, leitender Gesundheitsberater der WHO und Gast-Editor der Sonderausgabe. „Immunisierungsprogramme müssen hohe Durchimpfungsraten erreichen und halten. Impfskepsis ist ein Aspekt, dessen Einfluss zunehmend an Bedeutung für landesweite Impfprogramme gewinnt.“ Doch in der Sonderausgabe geht es nicht nur darum, die Tragweite des Problems zu erfassen, sondern vor allem darum, Lösungen zu finden.

Strategie der WHO: Prävention statt Behandlung

Im Vorwort zur „Vaccine“-Sonderausgabe fassen die Autoren zusammen, welche Maßnahmen ihrer Meinung nach nötig sind, um dem Problem der Impfskepsis zu begegnen:

  • Proaktive Vorbereitung und schnelle Reaktionen, indem „Hotspot“-Gebiete für Impfskepsis erkannt, beurteilt und angegangen werden
  • Dauerhafte Einbeziehung von gesellschaftlichen Akteuren (Medien, Meinungsbildner), welche die öffentliche Wahrnehmung zu Risiken und zur Sicherheit von Impfstoffen beeinflussen
  • Vordefinierte Rollen, im Vorfeld bereitgestellte Ressourcen und Krisenbewältigungspläne, die ausgelöst werden können, um Gerüchten und Fehlinformationen zu begegnen, bevor sie die Impfraten beeinträchtigen

„Wie die jüngste Ebola-Krise tragisch gezeigt hat, ist der Dreh-und Angelpunkt von Erfolgen im Gesundheitswesen, Gemeinschaften einzubeziehen und Individuen davon zu überzeugen, ihre Gewohnheiten und ihr Verhalten zu ändern“, so die Autoren des Vorworts. „Dasselbe gilt für den Kampf gegen die Impfskepsis.“

Die drei Cs der Impfskepsis

Die Frage nach der Sicherheit von Impfstoffen kann nach Ansicht der WHO-Experten zwar eine wichtige Rolle bei der Impfskepsis spielen, doch ist es bei weitem nicht der einzige Einflussfaktor. Ein beliebtes Modell, um die Gründe für Impfskepsis zu untersuchen, ist das Drei-C-Modell: Hierin werden die möglichen Gründe für Impfskepsis einer von drei Kategorien zugeordnet – confidence, complacency und convenience. Zuversicht (confidence) bedeutet nicht nur, Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit eines Vakzins zu haben, sondern auch in das Gesundheitssystem und dessen Mitarbeiter sowie in die Entscheidungsträger, die über die notwendigen Vakzine urteilen.

Selbstzufriedenheit (complacency) besteht dann, wenn das vermeintliche Risiko für durch Impfschutz vermeidbare Krankheiten gering ist und eine Impfung als unnötige Schutzmaßnahme angesehen wird. Gerade erfolgreiche Impfprogramme können zu erhöhter Nachlässigkeit beim Impfen führen, da Individuen die Risiken eines Vakzins gegenüber dem Risiko abwägen, an einer dann nicht mehr häufigen Krankheit zu erkranken.

Convenience wiederum wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, beispielsweise durch Verfügbarkeit, Erschwinglichkeit, Erreichbarkeit und wie hoch die Bereitschaft ist, für den Impfstoff zu bezahlen. Auch die Qualität der Leistung sowie Zeitpunkt, Ort und kultureller Kontext, in dem eine Impfung verabreicht wird, wirken sich auf die Impfentscheidung aus und können so zu Impfskepsis führen.

Und hierzulande?

Die drei Cs sind nicht nur abstrakte Konzepte aus einem WHO-Bericht, sondern spielen auch in Deutschland eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung. Der 2012 veröffentlichten Infektionsschutzstudie der BZgA zufolge hat etwa ein Drittel (31 %) der befragten Deutschen zumindest teilweise Vorbehalte gegenüber dem Impfen, 8 % stehen dem Impfen eher ablehnend gegenüber – in Westdeutschland ist der Anteil der Impfskeptiker übrigens doppelt so hoch wie in Ostdeutschland.

Als Gründe gegen eine Impfung gaben 48 % an, dass sie die Krankheit, gegen die sie geimpft werden sollten, als nicht besonders schwer einschätzten (complacency). 35 % verzichteten aus mangelndem Vertrauen in die Wirksamkeit auf eine Impfung, 33 % fürchteten sich vor Nebenwirkungen und ein Viertel der Befragten gab an, aufgrund von impfkritischen Medienberichten von einer Impfung abgesehen zu haben (confidence). 23 % war es einfach zu zeitaufwändig, extra für die Impfung einen Arzt aufzusuchen (convenience).

Fels in der Informationsflut

Da die Gründe für Impfskepsis vielfältig sind, gibt es auch keine Wunderwaffe gegen das Phänomen. Eine effektive Kommunikation ist aber eine Schlüsselmaßnahme, um Ängste abzubauen, Sorgen anzusprechen und die Akzeptanz von Impfungen zu erhöhen. Dass der Ärzteschaft hierbei eine entscheidende Rolle zukommt, zeigt ein Blick auf die 2011 veröffentlichte Elternbefragung der BZgA zum Thema „Impfen im Kindesalter“. In dieser bundesweiten repräsentativen Befragung von Eltern mit Kindern von 0 bis 13 Jahren gaben 35 % der Eltern an, einzelne Impfungen aufgrund von Vorbehalten abzulehnen („impfskeptische Einstellung“). Die Hauptinformationsquelle der Eltern waren Ärztinnen und Ärzte (93 %). Als weitere Informationsquellen folgten Printmedien wie Informationsbroschüren und Flyer (63 %), Gespräche mit anderen Eltern (41 %) oder mit einer medizinischen Fachkraft (40 %). Nur 26 % gaben damals das Internet als Informationsquelle an – der Anteil dürfte heute, 5 Jahre später, deutlich höher liegen.

Doch Informationen können nur dann wirken, wenn sie auch gehört werden. Das Problem: Die Infektionsschutzstudie der BZgA hat gezeigt, dass Menschen, die dem Impfen generell eher ablehnend gegenüberstehen, auch mehrheitlich (94 %) kein Interesse an weiteren Informationen zum Thema haben. Trotzdem: Den Impfgegnern kampflos das Feld zu überlassen, kann und darf keine Lösung sein.

146 Wertungen (2.95 ø)

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57 Kommentare:

Gast
Gast

Das Zeitalter der Infektionskrankheiten ist also auch für die verwöhnten nicht geschichtsbewussten “westlichen” Länder NICHT vorbei und bei Ebola hat man ja erst vernünftig reagiert, als die ersten Toten auch im Westen auftauchten. Bei der Verbreitung vom Mikroorganismen, insbesondere von Viren, gegen die “Antibiotika” bekanntlich wirkungslos sind, bleibt eigentlich nur die Impfung. Hierbei bedeuten “Impfskeptiker” eine ernsthafte Gefahr, Masern wären ohne sie vielleicht schon ausgerottet, wie das bei den natürlich viel gefährlicheren Pocken und der IMPFPFLICHT ja gelungen ist.

#57 |
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Arzt
Arzt
#56 |
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Arzt
Arzt

Vermutlich haben all die Impfskeptiker gejubelt, dass es KEINEN impfstoff gegen Ebola gegeben hat.

#55 |
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Arzt
Arzt

@Peter Peschel, Sie wiederholen sich, was wollen Sie dem Leser nun genau mitteilen.
Wissen überhaupt etwas sachliches über die Schweinegrippe, gegen die auch heute noch geimpft wird, siehe #49, H1N1

#54 |
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Gast
Gast

Liebe @gudrun Hölz, Impfungen werden nicht von der “Pharmaindustrie” empfohlen,
sondern vom Arzt.
Und wie bitte begründen Sie denn ihr “sollte jeder selbst entscheiden” bei einer ansteckenden Erkrankung???

#53 |
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Wirtschaftswissenschaftler

Schweinegrippe Impfungen- auch empfohlen durchs RKI… der grosse Betrugsskandal…? Hier nun mal eine Lesprobe, vielleicht mit ein paar mehr Fakten als nur eintönige Wiederholungen, zum Nachdenken. Die Erde war früher ja auch eine Scheibe und trotzdem ist keiner runtergefallen. Semmelweiss wurde mit seiner Hygienetheorie massiv ignoriert, wer vor ca. 30 Jahren erklärte das Beatmung ohne Intubation (NIV) funktionierte wurde als Spinner und Laie abgetan…

SCHÖNHÖFER, P. S. und H. SCHULTE-SASSE: Nachbetrachtungen zur Schweinegrippe- Pandemie. Ablauf, Fehler, Lehren Arzneimittel-, Therapie-Kritik & Medizin und Umwelt (2012/Folge 3) Hans Marseille Verlag GmbH München Nachbetrachtungen zur Schweinegrippe-Pandemie Ablauf, Fehler, Lehren P. S. SCHÖNHÖFER, Bremen, und H. SCHULTE-SASSE, Bremen Schweinegrippe-Pandemie – erfundene Erkrankung – Panikmache – Interessenkonflikte – Abwehrstrategien Strategien des Pharmamarketings zur Zeit der Schweinegrippe. Wahrheitswidrige und auch kriminelle Marketingpraktiken der Warenanbieter fallen im Pharmabereich zunehmend häufiger auf…
Nachbetrachtungen zur – Hans Marseille Verlag
[Kommentar wurde von der Redaktion gekürzt]

#52 |
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gudrun Hölz
gudrun Hölz

Es sollte Jeder selber entscheiden, was er bei sich impfen lassen möchte. Sicherlich gibt es Impfungen, die sehr sinnvoll sind, aber nicht jede Impfung, die von den Pharmakonzernen uns als notwendig vorgegeben wird, ist auch notwendig! Eine Pflicht für die Impfungen wäre nur Geldeintreiberei für diese konzerne! Jeder muss beim Nichtimpfen Vorteile als auch die Nachteile gegenüberstellen u. abwägen, was er für notwendig u. machbar hält! Dies sollte auch so bleiben! Niemand sollte zu etwas gezwungen werden, auch nichnt für Geld o. Androhungen der Konzerne/ Kassen, die sich oft das große Geld daraus erhoffen!

#51 |
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@Dr.Bayerl #49: Vielen Dank für diesen hervorragenden Beitrag. Genau so muss meines Erachtens Impfaufklärung aussehen: nach Risiken und Krankheiten differenziert, logisch in der Begründung und allgemein verständlich.Wenn man Überzeugungsarbeit leisten will, dann genau so. Impfskeptiker nur als “bescheuert” abzustempeln schafft Blockaden, ist kontraprodukiv.

#50 |
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Dr.Bayerl
Dr.Bayerl

@Herr Mike Dietze, nein das was Sie sagen genügt nicht.
1) und 2) ist falsch und unlogisch
Sie dürfen erstens nicht alle Impfungen in einen Topf werfen.
Und zweitens ist eine Impfung natürlich nur bei wahrscheinlichem Ansteckungsrisiko sinnvoll.
Selbstverständlich ist ein Impfrisiko EXSTREM niedriger als ein Infektionsrisiko. Hierin liegt die einzige Begründung für Impfungen.
Bei Tollwut, einer Virus-Infektion sterben Sie SICHER ohne Impfung, nur die Impfung kann ihr Leben retten. Hier ist das Infektionsrisiko so selten, dass man nicht prophylaktisch impft. Wir haben hier den großen Ausnahmefall, das die Zeit zwischen Ansteckung und Erkrankung zur Impfung noch reicht.
Bei Tetanus, einer bakteriellen Infektion reicht die Zeit absolut nicht, hier genügen unbeachtete Bagatellverletzungen, sie aber fast identisch mit der Gefährlichkeit, es gibt hier im Notfall noch das Antiserum, ich habe ein ungeimpftes Kind daran sterben sehen trotz Antiserum in höchste Dosen, aber das Infektionsrisiko ist so hoch, dass man hier unbedingt prophylaktisch impfen muss. Die Clostridien gibt es überall.
Was Sie mit 3) sagen ist falsch, das Gegenteil ist richtig!
Ein Organismus ohne immunologisches Training, das betrifft auch das Impfen, ist besser und nicht schlechter auf eine Infektion vorbereitet. Das ist bei Kindern sogar mit der Häufigkeit von Leukämien nachweisbar, die sind beimehrfach geimpften Kindern tatsächlich seltener.
zu 4) bringen Sie hierzu einfach eine wissenschaftliche Arbeit über die man diskutieren kann. Ich kenne keine.
Im übrigen korreliert auch die Zahl der psychischen Erkrankungen mit der Zahl der Psychologen.
Und schließlich ist auch in der aktuellen Grippeimpfung 2015/16 noch der H1N1-like Typ dabei, bekannt unter dem Namen Schweinegrippe.
Diese wütet schon etliche Zeit in Indien mit vielen 100 Toten 2015, besonders jüngere Menschen. Bei “Virusgrippe” (Influenza) ist wegen der genetischen “Fluktuation” und der Zahl unterschiedlicher Erreger-Typen die Impfung weniger sicher, genaueres finden Sie auf der RKI-Seite.
Die üblichen “saisonalen” behaupteten Todeszahlen für Grippe halte ich allerdings für falsch, viel zu hoch. Hier kann man sich eher am statistischen Bundesamt bei Todesursachen orientieren.
Alles aber keine seriösen Gründe für eine Impfgegnerschaft.

#49 |
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@Schweinegrippe-Impfung: Einige vorangehende Komentatoren haben die Schweinigrippe-Impfung in den Fokus der Diskussion gestellt. Ich finde dieses Beispiel recht unpassend gewählt, um sich über die prinzipielle Sinnhaftigkeit des Impfens auszutauschen. Bei der Schweinegrippe ist in meinem Empfinden einiges recht unglücklich gelaufen, was viele Menschen verärget und impfablehnend gemacht hat, obwohl es weniger um objektive Impfrisiken ging. Ich kreide das zum großen Teil der Politik und einschlägigen Massenmedien an, die mit dem Hochkochen der Diskussion um Impfstoffe 1. und 2. Klasse (unterschiedliche Adjuvantien) Unfrieden gestiftet haben. Mitglieder der Staatsrepräsentanz, Polizei und Feuerwehr wurden angeblich (ich weiß nicht, ob es so wahr) mit dem”Nobelimpfstoff” versorgt, das “niedere” Volk mit dem vermeintlich minderwertigen. EInige heroische Politiker haben sich dann freundlich in die Kamera lächern mit dem “Volksserum” impfen lassen – Wahlkampf ist schließlich immer. Selbst Ärzte haben sich damals von der Wirrwarr verunsichern lassen. Jedenfalls halte ich diese Schweinegrippe-Story aufgrund dieser äußeren Umstände wenig geeignet, um über medizinisches Pro und Kontra von Impfungen zu diskutieren. Schweinegrippe ist ein Thema für gutte/schlechte Aufklärungsarbeit, politischen Wahlkampf und mediale Sensationslust.

#48 |
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@46 Sehr geehrter Herr Dietze: 100% Garantien gibt es nie in der Medizin, aber es geht um Risikoabwägung. Und die Risiken bei Impfverweigerung sind ungleich höher als bei Compliance. Natrlich gibt es immer individuelle Ausschlussindikationen. Aber gerade, um solche Menschen mit zu schützen, ist Impfen wichtig. Und das beantwortet Ihre Frage, “warum soll sich jemand impfen lassen, wenn keine Garantie für die Wirksamkeit besteht, aber man sich zusätzlichen Risiken aussetzt.” Er soll es tun, um sich und ANDERE zu schützen, um Epidemien zu vermeiden. Es geht also auch um gesellschaftliche Verantwortung. Dass geimpfte Kinder im (seltenen) Infektionsfall schwerere Verläufe zeigen, halte ich für eine gewagte These. Habe kürzlich das genaue Gegenteil bei einem 5-Jährigen erlebt, bei dem sich Windpockenimpfung und Ansteckung überschnitten. Die Krankheit verlief beim ihm sehr moderat und der gute Kinderarzt sagte, das entspräche auch seinen Erfahrungen.
Dass sie nun ausgerechnet wieder den möglichen Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus bemühen, finde ich unglücklich. Der Wakefield-Skandal liegt mehr als 10 Jahre zurück – der korrupte Mr. Wakefiled ist seine Approbation los und trotzdem wird seine damalige “Autismus durch Impfen”-Fiktion noch immer von Impfgegnern instrumentalisiert. Zur Erinnerung: 1998 behauptete der Arzt Andrew Wakefield, dass die MMR-Impfung bei Kindern Autismus auslösen könne. Seine These stützte er auf Untersuchung von gerade 12 Kindern. Zahlreiche spätere Studien haben das widerlegt und 10 der 13 Studienautoren haben sich 2004 von Wakefields im “The Lancet” veröffentlichten Thesen distanziert. Im gleichen Jahr wurde bekannt, dass Wakefield von Anwälten, die Eltern autistischer Kinder vertraten, mit 55.000 britischen Pfund “geschmiert” worden war. Diese Winkeladvokaten “brauchten” Verbindungen zwischen Autismus und Impfung, um Impfstoff-Hersteller zu verklagen.
Wakefield und Kumpanen sind heute entehrt in der Versenkung verschwunden – nur seine “korrupte These” hat überlebt.

#47 |
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Herr Mike Dietze
Herr Mike Dietze

Die Frage #42 beantworte ich gern. Hier einige Gründe: 1) Es gibt keine Garantie, dass eine Impfung die Infektionskrankheit verhindert. 2) Es gibt keine Garantie, dass Nebenwirkungen und Impfschäden ausgeschlossen werden können. Die beiden ersten Gründe sollten jeden logisch denkenden Menschen die Frage stellen lassen, warum soll sich jemand impfen lassen, wenn keine Garantie für die Wirksamkeit besteht, aber man sich zusätzlichen Risiken aussetzt. 3) Nicht geimpfte Kinder (gegen nichts geimpft!) zeigen in der Regel bei einer Infektion leichtere Krankheitsverläufe, als geimpfte Kinder. 4) Es ist noch nicht geklärt, ob Impfungen (insbesondere Mehrfachimpfungen) für bestimmte Krankheiten (mit)verantwortlich sind (z.B. Autismus), die immer mehr „auf dem Vormarsch“ sind. Genügt das?

#46 |
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Gast
Gast

@Herr Mike Dietze kaufen Sie sich auch kein Auto, weil das von der Autolobby hergestellt wird?
Übrigens ist das RKI KEIN Medikamentenhersteller und schreibt leicht verständlich auch für Laien. Hier gibt es kaum offene Fragen frür JEDEN Impfgegner.
Man muss nur lesen können.

#45 |
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Arzt
Arzt

@Herr Mike Dietze mäßigen Sie sich und zeigen Sie uns lieber eine solche “Studie”,
die simple Frage von #43 können Sie nicht beantworten???

#44 |
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Herr Mike Dietze
Herr Mike Dietze

Das ist eine dreiste Lüge: “… Die Infektionsschutzstudie der BZgA hat gezeigt, dass Menschen, die dem Impfen generell eher ablehnend gegenüberstehen, auch mehrheitlich (94 %) kein Interesse an weiteren Informationen zum Thema haben…” Es ist genau umgekehrt! Die meisten Impfkritiker setzen sich intensiv mit dem Thema auseinander, sie studieren die Argumente für und gegen Impfungen und auch alle Risiken. Die meisten Impfbefürworter haben ihr scheinbares Wissen hingegen nur von den großangelegten Propagandafeldzügen der Pharmalobby. Wenn sich die Impfbefürworter nur mal die Mühe machen würden, die Studien der Impfkritiker zu lesen, würde es wohl noch mehr Impfkritiker geben.

#43 |
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Gast
Gast

mich würde ehrlich interessioeren,
warum die Impfgegner eine Infektionskrankheit besser finden als eine Impfung.

#42 |
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Gast
Gast

@Peter Peschel was war denn bitte der “Betrug” bei der Schweinegrippe???
Es gab doch wirklich genug Tote in der ganzen Welt, in Europa ca. 3000.
Historisch war das übrigens das erste mal, dass die Impfung in einigen Ländern früher da war als der Virus, ich habe mich auch dagegen impfen lassen.
Den Virus gibt es immer noch und er wird deshalb bei den saisonalen Grippeimpfungen seither weiter berücksichtigt.
Schätze das wissen Sie alles nicht.

#41 |
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Arzt
Arzt

@Peter Peschel, Impfschäden sind nicht unmöglich und werden gesetzlich recht großzügig behandelt auch ohne sicheren Nachweis.
Sie werden keine Falschbehauptung im RKI finden!
Ihr logisches Defizit liegt im ignorieren von vermeidbaren Toten durch Infektionen.
Dass es bei der Schweinegrippe ausgerechnet in Deutschland nur rel. wenig Tote gab, die Sie ignorieren, ist ein nicht vorhersehbarer Glücksfall für uns gewesen, andere Länder hatten weniger Glück mit der Schweinegrippe.
Die Anti-Impfhysterie war zweifellos eine Deutsche Blamage
SSP nach Masern ignorieren Sie auch trotz Wink mit dem Zauhnpfahl durch #28?
Berlin ist noch nicht vorbei!

#40 |
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Peter Peschel
Peter Peschel

Lieber Gast die Ignoranz und Obrigkeitshörigkeit stirbt eben nicht aus…nur weil das RKI etwas schreibt bedeutet das noch lange nicht das alles richtig ist… . Das zitierte Urteil ist Fakt welches Sie schlicht übergehen. Die Ausrufung der Pandemie im Zusammenhang der Schweinegrippe war ein scheinbar gosser Betrug. Wo ist der Beweis von Berlin wg. des letalen Ausgangs bezgl. der Masern, oder waren andere Erkrankungen der Grund…

PS wo sind den nun die emanzipierten D…

#39 |
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Gast
Gast

Die Argumente der Impfgegner hier zeigen, dass hier “Rationalitat” ein Fremdword ist. “Skepsis” bedeutet hier ja nichts theoretisches, sondern gemeinschaftsschädliches Handeln.
@Peter Peschel vor einer “Diskussion” sollte man schlicht Fakten kennen, z.B. ein Blick in die Infos des Robert Koch Instituts (RKI).
was sagen Sie denn als Laie zu einem erfahrenen Kinderarzt #28 ?
Einfach ignorieren? Tote überzeugen Sie nicht,
was soll Sie denn dann noch überzeugen?
Deshalb hat #1 und #27 völlig recht.
Es geht um die Sache und nicht um Menschen die irgend etwas glauben.
Über Naturwissenschaft kann man nicht “demokratisch” abstimmen.
Deutschland hat sich schon bei der Schweinegrippe blamiert,
und die Berliner bei Masen.
Emanzipation der Doofen.

#38 |
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Dr. med. Walter Müller
Dr. med. Walter Müller

Vielen Dank für den Hinweis auf die Animation zur Herdenimmunität.
Ranga Yogeshwar hatte vor einigen Jahren das Phänomen mit Mausefallen und Ping-Pongbällen in WDR 3 dargestellt.

#37 |
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Hallo Herr Dr. Gries, ist wirklich eine schwierige Aufgabe.
Mir gefallen die Animationen, der Simulator mit variierbarer Impfquote sowie die visuellen Darstellungen auf folgenden Seiten ganz gut:

http://www.impfen-info.de/cv/wissenswertes/herdenimmunitaet/

https://www.impfen-info.de/fileadmin/impfen-info.de/Downloads/ii_Infografik-Herdenimmunitaet-farbe.pdf

Beste Grüße

#36 |
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Naturwissenschaftler

Hallo Herr Dr. Graf,
Sie hatten unten erwähnt:
“So ist es schwer, den Leuten begreiflich zu machen, dass eine Durchimpfungsrate von 95% einen deutlichen Mehrwert gegenüber “nur” 92% bedeutet. ”
Da fehlen mir oft auch die Worte in Diskussionen mit Impfskeptikern.
Haben Sie viell. eine Quelle mit guter, i.e. überzeugender Darstellung dieses Sachverhalts?
(Sorry für über diesen Weg, kann Sie leider nicht direct anschreiben),
Danke!

#35 |
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Lieber Herr Dr. Dietrich. Ich kann Ihre Argumente nachvollziehen. Aber das “sich Luft machen” finde ich nur auf sachlicher Ebene und unter Wahrung gewisser Umgangsformen akzeptabel. Ich wurde selbst schon mehrfach auf diesem Portal sehr persönlich mit Unterstellungen und Diffamierungen (mir wurden z. B. Lügen meine berufliche Tätigkeit betreffend unterstellt) angegriffen – ausnahmslos von anonymen Kommentatoren. Mit sachbezogener Kritik gehe ich sehr gern um und hinter solcher braucht sich auch niemand zu verstecken.
Freundliche Grüße

#34 |
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Mitarbeiter Industrie

Sehr geehrter Herr Dr. Graf, manche abhängig Beschäftigte können sich nicht frei unter Ihrem Namen äußern und schon garnicht Meinungen vertreten die von der Ihres Arbeitgebers oder vom Mainstream abweichen. Auch für andere Positionen in Gesellschaft oder Politik sind vom Mainstream abweichende Meinungen mittlerweile extrem gefährlich. Ich kann also sehr gut nachvollziehen, daß gerade diejenigen die sich mal Luft machen wollen oder auch die Whistleblower nur unter Pseudonym oder als Gast auftreten. Darüberhinaus hat auch nicht jeder Lust sich von Kommentaren mancher hier öffentlich diskreditieren und als Unwissender bezeichnen zu lassen…..

#33 |
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@26 Dr. Ezra Pierpaoli : Sie sprechen mir in allem aus der Seele.
Auch ich habe mehrfach bei DocCheck den Antrag gestellt, anonyme Beiträge generell zu verbieten. Leider ohne jeden Erfolg. Die Begründung lautete, dass viele ärztliche Kollegen sich vor persönlichen Angriffen fürchteten. Leuchtet mir nicht ein: Kommentare, die gegen die Netiquette verstoßen, gehören ohnehin gelöscht und ansonsten sollte sich jeder mit seiner Meinung offen der Kritik stellen oder schweigen. Auffällig ist, dass die schärfsten und unflätigsten Angriffe stets von “Gästen” kommen.

#32 |
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Wirtschaftswissenschaftler

Leiter der WHO sind gleichzeitig CEO`s bei den Impfherrstellern…siehe Schweingrippe…vermeintliche Pandemie!

Impfen ist ein Hype und scheinbar ein riesen Geschäft…

Gibt es keine Impfschäden oder werden diese bewusst vertuscht…? Hier ein Impfschaden, anerkannt als Arbeitsunfall. Was nun… ?

Führt eine Schweinegrippe-Impfung zu einem Gesundheitsschaden, kann dies als Arbeitsunfall anerkannt werden. Dies hat das Landessozialgericht (LSG) Rheinland-Pfalz in einem am Montag, 08.12.2014, in Mainz entschieden und damit einer Kinderkrankenschwester recht gegeben (AZ: L 2 U 99/13).

Die heute 54-jährige Frau arbeitete in der Kinderklinik der Universität Mainz. Im Jahr 2009 ließ sie sich gegen das Schweinegrippevirus H1N1 impfen. Die Impfung war vom Arbeitgeber und der ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) für Krankenhauspersonal „dringend empfohlen“.

Doch die Schutzimpfung hatte offenbar gesundheitliche Folgen. Kurze Zeit danach schwoll nicht nur der Arm an, auch eine Herzbeutelinfektion sowie neurologische Schäden traten auf. Seit dem 01.07.2010 bezieht die Kinderkrankenschwester eine volle Erwerbsminderungsrente. Sie ist zudem mittlerweile als Schwerbehinderte anerkannt.

Link http://www.anwalt.de/rechtstipps/impfschaden-nach-schweinegrippeimpfung-kann-arbeitsunfall-sein_065073.html

Ob die Impfungen helfen oder die Hygienemaßnahmen…ist zumindest eine offene Diskussion wert, oder ?

#31 |
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Medizinphysiker

Es ist doch sicher ein Unterschied, ob ich gegen Polio impfe oder ob ich gegen Schweinegrippe oder Vogelgrippe jede Menge Impfstoff herstelle, diesen mir bezahlen lass, damit er dann weggeschüttet wird!

#30 |
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Dipl.-Ing. (FH) Maxi Werkstädtl
Dipl.-Ing. (FH) Maxi Werkstädtl

Danke, Frau Simone Gahse! Auch ich neige eher dazu, dass “man” natürlich eine Massenerkrankung durch Impfungen verhindern möchte und dafür ein paar “Kollateralschäden” in Kauf nimmt. Aber entspringt dieser Ansatz nicht eher der wirtschaftlichen Absicherung von (Wirtschafts-)Systemen (und daran Partizipierenden), als der Liebe zum Einzelnen?

#29 |
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Dr. Reinhard v. Kietzell, Kinderarzt
Dr. Reinhard v. Kietzell, Kinderarzt

Theorie und Praxis…Ich bin heute noch erschüttert von dem Leid eines deutschen Elternpaares, das kurz nacheinander zwei ihrer Kinder an subakut sklerosierender Masern-Panenzephalitis verloren hat. Und ich denke voller Trauer an die acht Kinder, die während meines 3 Monate kurzen Einsatzes mit Ärzte ohne Grenzen im Südsudan trotz aufwändiger Therapie an Wundstarrkrampf gestorben sind, an die Kinder die dort an Tollwut starben, an die vielen Menschen, die dort schwerste Behinderungen durch Polio erlitten haben… Alles Krankheiten, die nicht hätten sein müssen.. Aber selbst, wenn ich diese Erfahrungen Impfgegnern berichtet habe, war es nicht möglich diese umzustimmen. Hoffentlich tragen wissenschaftlich fundierte Programme mehr Frucht… Doch da bin ich leider noch skeptisch

#28 |
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Was kommt noch nach Impfskepsis?
Rechtfahrtgebotskepsis?Steuerpflichtskepsis? Zähneputzenskepsis?
Ich freue mich schon auf die lebhafte und besonders seitens der anonymen Gäste, qualifizierte Diskussion.

#27 |
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Dr. Ezra Pierpaoli
Dr. Ezra Pierpaoli

Ausdrücke wie “bescheuerte Impfgegner” finde hier völlig fehl am Platz. Genauso wie man bei Einnahme eines neuen Medikamentes die Nebenwirkungen und Risiken kennen sollte oder aufgeklärt werden sollte, ist dies bei Impfungen der Fall.
Nebenbei an Doccheck: dass man hier als Gast, d.h. anonym, kommentieren kann finde ich nicht in Ordnung und unseriös.

#26 |
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Günter Bergmann
Günter Bergmann

Dr. med. Peter Respondek, Sie sprechen mir aus der Seele und mit Sicherheit auch vielen anderen.
Und werter Dr. med. Walter Müller, der Versuch, die “impfkritischen Kollegen” durch “kollegiale Gespräche” umzustimmen, würde mit Sicherheit nicht dazu führen, dass Impfkritiker, die bewusst die impfkritischen Ärzte aufsuchen, nun ebenfalls bekehrt werden würden. Die Menschen suchen sich diese “Kollegen”, die es Gott sei Dank noch gibt, weil sie bereits impfkritisch sind und werden nicht erst impfkritisch, durch den Besuch. Hier sollte man die Kausalitätskette beachten. Im Übrigen sind es eben solche Kommentare, die die Impfskepsis stärken und die Zusammenstellung der Vorstandsmitglieder der StIKo mit Sicherheit auch. Am besten, man setzt da nur noch die Vorstände der Impfstoffhersteller rein, denn die sind ja sicher schon “überzeugt”, nicht wahr?

#25 |
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Simone Gahse
Simone Gahse

ich bin mutter eines impfgeschädigten kindes… soll also heißen ich habe dem wundermedikament ohne nebenwirkungen und den so sicher arbeitenden zulassenden und empfehlenden behörden vertraut… mein kind hätte mein naives verhalten und das absolute fehlverhalten des impfenden arztes fast mit dem leben bezahlt… auf grund dieser tatsache habe ich mich intensiv mit dem thema auseinandergesetzt und kann mit meinem heutigen wissen nur jeden beglückwünschen, der dieses russische roulette nicht mitspielt… die in den impfstoffen enthaltenen beistoffe KÖNNEN erheblichen schaden anrichten… den eltern wird davon aber nichts gesagt… eine aufklärung wie vom rki angeraten findet nicht oder nur in seltenen fällen statt… auf die frage nach möglichen nebenwirkungen erhalten die eltern eine klare antwort: rötung an der einstichstelle, ein wenig unruhe und ein wenig fieber… impfschäden werden meistens verleugnet… dann finden die eltern aussagen wie die des pei, welches von einer dunkelziffer an impfschäden von 95% ausgeht… dann fängt das gerüst an zu wackeln und die eltern fangen an sich zu informieren… tja und dann stoßen sie plötzlich auf aussagen von kinderärzten, fachärzten etc. die mehr vorsicht anraten und verschiedene erkrankungen mit den beistoffen bzw den impfungen an sich in verbindung bringen… diese ärzte sind ja nicht weniger ausgebildet als die, die sagen: da kann nichts passieren… ich höre bzw lese hier wieder nutzen-lasten-analyse… wo sind diese denn… ich habe bis heute keine gesehen… das amg §63d verlangt nach einer regelmäßigen unbedenklichkeitserklärung des herstellers… wo ist diese bitte?… in der stiko werden von 19 mitgliedern 17 von der pharmazie finanziert bzw refinanziert… genau wie die studien – am ende im kleingedruckten zu finden – von den pharmaunternehmen bezahlt werden… es gibt fragen über fragen zu denen die fragenden keinerlei erklärungen bekommen… im gegenteil sie werden beschimpft, beleidigt und den kritischen ärzten wird gedroht… mir stellt sich zum beispiel eine ganz wichtige frage zur masernimpfung… amerika hat schon lange die impfpflicht bezüglich masern… warum haben die dann regelmäßig epedemien?… oder warum werden in den medien die impfgeschädigten nicht gehört?… die who war schon oft in der kritik was die beeinflussung durch die pharma betrifft… im übrigen auch schon hier in diesem forum… und witzigerweise hat die person welche damals die schweinegrippe zum impfmarkt erklärt hat, kurz nach austritt aus der who einen ziehmlich guten posten in einem pharmaunternehmen angetreten… ihr werdet die menschen nicht aufhalten die wieder anfangen ihr gehirn einzuschalten und kritisch zu hinterfragen… und das finde ich persönlich sehr gut… vor allem in anbetracht der tatsache, dass wir im stand der medizin immer weiter fortschreiten, aber komischerweise immer mehr krankheiten hervorbringen mit steigender patientenzahl… ich denke da nur mal an autismus, demenz oder auch entwicklungsstörungen… und manchmal frage ich mich wie ein arzt der das alles weiß und ignoriert, morgens noch in den spiegel schauen kann?…

#24 |
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@18 Dennis Kuphal: Finde Ihren Beitrag und Ihre Einstellung als Arzt hervorragend. Sie zeigen Verständnis für die Bedenken Ihrer Patienten, versuchen aber mit klaren Argumenten von der Sinnhaftigkeit des Impfens zu ÜBERZEUGEN. Ich stimme Ihnen völlig zu, dass von vielen heutigen Imfverweigerern “abenteuerliche Argumentationen” vorgebracht werden.
Zur HERDENIMMUNITÄT, die Sie erwähnen: Obwohl deren Bedeutung gerade im Zusammenhang mit der diesjährigen Masernwelle medial sehr präsent war, mangelt es hier immer noch erheblich am Verständnis. So ist es schwer, den Leuten begreiflich zu machen, dass eine Durchimpfungsrate von 95% einen deutlichen Mehrwert gegenüber “nur” 92% bedeutet. Die Einstellung “auf mich kommt es ja nicht an”, ist daher durchaus schwerwiegend.

#23 |
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@ #17: Ich bin mir nicht sicher, dass sich Ihr Kommentar wirklich auf den meinigen (#15) bezieht. Sollte dies aber so sein, so lese ich daraus, dass Sie mich für einen “verkappten” Impfkritiker halten, der “indirekt” opponiert. Aber da liegen Sie völlig falsch!! Ich bin selbst geimpft und meine Nachkommenschaft selbstverständlich auch. Da ich selbst früher in der Vaccinentwicklung gearbeitet habe, bin ich recht nahe an dem Thema und versuche nur zu verstehen, worin die Unsicherheit jener Menschen begründet ist, die nicht “prinzipiell dagegen” sind, sondern schlicht Angst haben. M.E. muss die Aufklärung noch besser werden und die vergleichweise geringen Nebenwirkungsrisiken (etwa der Adjuvantien) müssen deutlicher gegenüber den viel größeren Krankheits-/Epidemiegefahren ins rechte Licht gerückt werden. Hier sind Politik, Ärzte, Medien und natürlich auch Wissenschaftler wie meine Person gefragt.

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Krankenschwester Nelly Fritz
Krankenschwester Nelly Fritz

Es ist immer sinnvoll, sich mit Pro und Contra zu befassen, bevor man eine Entscheidung trifft. Internet sei Dank hat heute jede/r die Möglichkeit sich eingehend mit dem Thema zu befassen (Stimme und Gegenstimme), die/der für seine Gesundheit selbst sorgen möchte, statt die komplette Verantwortung abzugeben.
Man sollte sich im Zuge der Info-Sammlung auch näher mit den Inhaltsstoffen einer Impfung befassen und sich dann auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen.
Wie kann man in einer angeblichen Demokratie von “Kampf gegen die Impfskepsis” sprechen?

#21 |
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Gast
Gast

Überall wo ein Geschäftsmodell dahintersteckt, ich erinnere an Tamiflu, ist Skepsis angebracht!

#20 |
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Arzthelfer

Ich denke, wenn die Anerkennung von Impfschäden erleichtert werden würde, würden sich auch so mancher Impfkritiker bekehren lassen. Ich selber kämpfte Jahrelang um Anerkennung meines Hep. B Impfschadens , leider erfolglos.

#19 |
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Wie richtig angemerkt, ist Skepsis immer angebracht. Eine Nutzen-Risiko-Analyse nehmen ja auch Experten vor, um darauf ihre Impfempfehlungen zu gründen. Problematisch sehe ich nur die teils abenteuerliche Argumentation der Skeptiker, um ohne eigene Impfrisiken auf Kosten anderer von der Herdenimmunität zu profitieren.

So löblich die Erforschung der Impfskepsis in Hinblick auf den Versuch der Erhöhung der Impfbereitschaft ist, so möchte ich doch im Zusammenhang mit diesem Artikel auch an das Negativbeispiel der Schweinepesthysterie erinnern und die Impfung (bei mir -empfehlung), die man sich logistisch wie finanziell hätte sparen können. Die Forschung hätte man auch direkt finanziell unterstützen können, ohne den Ankauf von Millionen Impfdosen.

Also Skepsis ja, auch und gerade als Arzt, allein schon um das Für und Wider erklären zu können, aber nicht unwissenschaftlich oder gar in Form irrationaler Angst oder VT.

#18 |
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Gast
Gast

@15 Dr. rer. nat. Stefan Graf:
Es gibt eben doch einen Zusammenhang zwischen der Geburtenrate und den Störchen, wenn auch nicht so banal wie es auf den ersten Blick scheint. Je reicher, industrialisierter und entwickelter eine Gesellschaft ist, umso geringer ist die Geburtenrate. Und genau so eine Gesellschaft Hochspannungsleitungen, trocknet Moore aus und verbietet das Aufstellen von Rädern auf Dächern in Ortschaften, wegen des Drecks den diese Vögel produzieren.
So sind es nicht die direkten Zusammenhänge, die zu Skepsis führen, sondern diese schwer zu erkennenden indirekten.

#17 |
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Gast
Gast

Es ist erschreckend wie rasch der Tenor wieder in Richtung Bevormundung umschlägt. Damit lässt sich ganz sicher kein Vertrauen aufbauen! Es ist wie mit der Zwangsversicherung in der Krankenkasse. Wenn sich etwas wirklich bewährt muss man niemanden dazu zwingen. Der Zwang und die Bevormundung allein genügt schon, um unglaubwürdig zu sein.

#16 |
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@6 Anke Niggenaber – bin völlig Ihrer Meinung!

@#1: “Bescheuerte Impfskeptiker” wie Sie sie rückgratlos unter dem Deckmantel der Anonymität nennen, lassen sich vielleicht mit plausiblen Argúmenten aufklären und bekehren. Aber ganz bestimmt nicht mit einer unflätigen Einstellung wie Sie sie an den Tag legen. Mit Ihrem Kommentar bestärken Sie jeden Impfgegner nur in seiner Haltung und verhärten die Fronten. Ich hoffe, die Doc-Check-Verantwortlichen streichen Ihren Kommentar wegen Nicht-Einhaltung der Netiquette.

@8 Dr. med. Peter Respondek : Mit Ihrem Kommentar werden Sie wahrscheinlich viele Ihrer Kollegen erzürnen. Ich glaube, dass insbesonderer die uneinheitlichen Empfehlungen der Ärtzeschaft viel zur Verunsicherung der Bevölkererung beitragen. Ich meine hier nicht die “professionellen” Impfgegner, die oft mit widerlegten Annahmen und Mythen argumentieren, sondern jene “Normalbürger”, die von 2 Ärzten gegeteilige Empfehlungen erhalten. Zwar sind die Impfskeptiker innerhalb der Ärzteschaft heute sicher in der Minderheit, aber sie sind immer noch stark genug vertreten, um Unsicherheit zu fördern.
Um nicht missverstanden zu werden, betone ich, dass ich keinesfalls die Ärzteschaft für die Verunsicherung innerhalb der nicht medizinisch vorgebildeten Bevölkerung verantwortlich mache. Hier spielen viele Faktoren aus (Gesundheits)Politik und auch aus prinzipieller “Anti-Haltung” eine Rolle.
Der einzigste Weg ist argumentativ einheitliche Überzeugung.

#15 |
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Gast
Gast

Wenn endlich wirklich ehrlich und nicht nur mit ohnehin feststehendem Ziel informiert würde, köönte vielleicht wirklich wieder Vertrauen entstehen. Aber bereits in diesem Artikel sieht es eben nicht so aus. Der Zeitraum, in dem überhaupt geimpft wurde, ist immer noch ein sehr kurzer. Es grenzt an Grössenwahnsinn dennoch Entwicklungen nicht wahrnehmen und auch mit dem Thema Impfung in Zusammenhang bringen zu wollen. Denn auch die Gegner machen es sich nicht leicht und haben sich sehr gutmit dem Thema auseinander gesetzt. Letztens erlebte ich einen Kinderarzt, der vehement für das Impfen wirbt und bei der Aufklärung einer bestens informierten Patientin seine Impfpropaganda mit dem Satz: ” Sie scheinen sich wirklich noch besser als ich informiert zu haben.” beenden musste. Und Hut ab vor dieser ehrlichen Aussage! Gestern war es das Thema Zytostatika, heute ist es das Thema Impfstoffe, offensichtlich bekommt die Pharmaindustrie wirklich nie den Hals voll. Wo soll das hinführen? Vielleicht fängt hier endlich mal wieder jemand an zu denken! Wenn unsere Sozialsysteme kollabieren ist niemandem geholfen, aber auf dem Weg sind wir gerade.

#14 |
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Gast
Gast

Kritik und Skepsis sind natürlich nicht primär schlecht, es sei denn, sie sind zur Pose verkommen und dienen als Gesinnungsaccessoirs. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Masse der impfskepischen Bürger über ein halbwegs erklärendes Wissen verfügt. Da geht vieles wie bei den Hormonen, man kann zwar nicht mal grob mit eigenen Worten sagen, was es ist und wie es wirkt, aber man ist dagegen. Wir haben keineswegs heute weniger Aberglaube als im Mittelalter, sondern nur anderen.

#13 |
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Nichtmedizinische Berufe

Natürlich sollte man niemanden öffentlich als bescheuert beschimpfen.

Wenn man jedoch impfgegnerische Eltern kennen gelernt hat, die Masernparties veranstalten und dann auch noch von mehreren Kindern weiß, dass die Masern eine Kaskade weiterer Erkrankungen nach sich gezogen haben, dann muss man schon an der Intelligenz und dem Verantwortungsgefühl dieser Eltern zweifeln dürfen. Manche sind, Verzeihung, ganz einfach bescheuert.

#12 |
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Dr. Nathaly Brengelmann
Dr. Nathaly Brengelmann

@1
Vielleicht sollte man sie nicht “bescheuerte” Impfkritiker nennen, sondern etwas sachlicher bleiben.

Kritik und Skepsis ist ja primär nicht negativ.
Und wir wissen doch zu gut, dass die Pharmaindustrie (die zuletzt ja auch die Impfstoffe herstellt) eine nicht unbedeutende Lobby hat. Ein guter Grund auch bei Impfstoffen und deren Wirkung/Nutzen genauer hinzuschauen.
Meine Erfahrung mit “impfskeptischen” Medizinern ist ein sachlicher, differenzierter Umgang mit den einzelnen sich auf dem Markt befindlichen Impfstoffen (dazu gehört bspw. auch eine einfache zeitliche Verschiebung von Impfungen z.B. Hepatitis, was durchaus Sinn macht), keine generelle Ablehnung.
Wer immer nur nach “Vorgabe oder Schema F” behandelt, handelt nicht immer richtig oder gar besser.

#11 |
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Rüdiger Schöning
Rüdiger Schöning

Werte Kommentatoren, bestimmte Ausdrücke haben in solch einer Diskussion einfach nichts verloren – Diffamierungen gehören hier nicht her und sind auch sonst im Leben oft nicht hilfreich.

Leider ist es durchaus sinnvoll, Impfungen mit einer gewissen Skepsis zu sehen, denn die Wirksamkeit ist nicht immer gegeben (vgl. obsoleter BCG-Impfstoff), die Adjuvantien können massive Probleme machen oder es können auch Verunreinigungen möglich sein (z.B. aus Serum gewonnene Impfstoffe wie Hep.B – es gibt Alternativen aus der gescholtenen Gentechnik).

Zum Thema Adjuvantien: Tetanusimpfstoffe sind da durchaus heikel – im unfreiwilligen Selbstversuch habe ich 1982 eine Anaphylaxie überstanden nach Tetanus-Auffrischung. Seither wird zwar der Titer überwacht, der immernoch ausreichend ist, aber bisher hoffe ich, dass ich vielleicht nie einen weiteren Auffrischungsversuch benötige.

Insofern wünsche ich mir einfach eine sachliche Diskussion wobei man bei unbegründeter Impfverweigerung durchaus über einen Ausschluss aus Kitas und Schulen in Erwägung ziehen sollte. Impfverweigerung aus weltanschaulichen Gründen darf nicht zur Gefährdung Dritter oder auch Schutzbefohlener führen.

Hier schrieb ein skeptischer Vernunftmensch und durchaus Impfbefürworter

#10 |
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Dr. med. Walter Müller
Dr. med. Walter Müller

Sehr geehrter Herr Kollege Respondek, diese Studien gibt es retrospektiv.
Vergleiche zwischen der DDR und der BRD und um den deutschen Sonderfall nicht als solchen zu sehen auch den Vergleich Schweden und die baltischen Staaten.
Impfpflicht im Osten mit höherer Umweltbelastung und weniger Atopien als im so sauberen Westen ohne Impfpflicht.
Die Unehrlichkeit der Impfgegener besteht ja darin, möglichst diffuse und später noch auftretende Phänomene mit einzubeziehen, die nicht so richtig zu greifen sind. Die Geburtenrate steigt, es soll auch wieder mehr Störche in Deutschland geben. Wissenschaftlichkeit beinhaltet auch Ehrlichkeit und wegen der Vergleichbarkeit auch die Reduktion auf mögliche und wahrscheinliche Phänomene. Es lassen sich natürlich auch Zusammenhänge konstruieren – siehe die Störche.

#9 |
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Dr. med. Peter Respondek
Dr. med. Peter Respondek

Es gibt keine langfristigen Studien über die Folgen von Impfungen. Was länger als eine Woche nach einer Impfung passiert, hat kaum eine Chance als Impfschaden anerkannt zu werden. Es ist als würde man bei Kindern, welche geschlagen wurden, nur deren kurzfristige körperliche Folgen wahrnehmen ohne die langfristigen, dann meist psychischen Folgen in eine Beurteilung miteinzubeziehen.
Das wäre interessant: Zwei grosse Kollektive, geimpfte und nicht geimpfte, über einige Jahrzehnte zu verfolgen. Dann kann man die Inzidenz von Allergien bis hin zu Krebs miteinander vergleichen. Solange so eine (utopische) Studie nicht vorliegt, kann sich jeder, Impfbefürworter, Impfskeptiker und Impfgegner alle Informationen so zurechtbiegen, wie er sie gerade braucht.

#8 |
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Medizinphysiker

…perfekter Kommentar meiner Vorgängerin. Das sehe ich in keinem Punkt anders…

#7 |
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Weitere medizinische Berufe

Impfskeptiker von vorneherein als”bescheuert” anzusehen, halte ich für absoluten Schwachsinn, der dann noch unter dem Deckmantel “Gast” verzapft wird. Zu seiner Meinung sollte man stehen, und Impfgegner sollte man versuchen zu überzeugen statt sie von vorneherein abzuqualifizieren.

#6 |
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Dr. med. Walter Müller
Dr. med. Walter Müller

Wenn impfskeptische Eltern von Ärzten in ihrer Skepsis oder Ablehnung bestärkt werden, dann wäre doch der naheliegende Ansatz der, das sich Berufsverbände, Gesundheitsämter und auch die KV in einer konzertierten Aktion dieser Kollegen einmal annähme und in einem kollegialen Gespräch mit diesen Kollegen ausloten sollte , wo denn das Problem liegt. Kollegen, die nicht oder nur wenig impfen, sind bekannt. Sie werden bevorzugt von impfskeptischen Eltern aufgesucht, die ihre Ängste oder Sorgen noch verstärken.
Die Zusatzstoffe werden zu einem Problem gemacht, das vorgeschoben wird, ein Impfstoff “pur” ohne die galenisch notwenigen Adjuvantien würde nur im Promillbereich Skeptiker zu Befürwortern machen.

#5 |
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Medizinphysiker

“Skepsis” ist überall und immer angebracht! Skepsis schließt ja die Impfverweigerung nicht automatisch ein!

#4 |
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Mitarbeiter Industrie

Der abgeschwächte Erreger oder seine Hülle sind bei der Impfung vermutlich das kleinste Risiko. Die Adjuvancien sollte man nicht vergessen. Wenn etwas die Immunantwort verstärkt oder sogar erst eine Immunreaktion auf einen Stimulus hervorruft ist das vermutlich immer ein unkontrolliertes (weil unverstandenes) Risiko. Das ist besonders zu kritisieren in den Fällen wo der Einsatz nur der quasi Streckung des Impfstoffes zur Gewinnmaximierung dient (und nicht um die schnelle Notfallversorgung bei einem akuten Ausbruch zu ermöglichen).

#3 |
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Ernährungsberaterin

perfekter Kommentar meines Vorgängers. Das sehe ich in keinem Punkt anders

#2 |
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Gast
Gast

Verstehe ich ehrlich gesagt gar nicht.
Man muss sich gefälligst mit dem Impfstoff und seinen Wirkungen und Nebenwirkungen befassen und das so gewissenhaft wie möglich, da es sich um Vorbeugung handelt, aber nicht mit den bescheuerten “Impfskeptikern”.

#1 |
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