Tattoo-Entfernung: Alarmstufe Blau

7. September 2015
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Was am Tag des Tätowierens für immer bleiben soll, wollen viele später doch wieder loswerden. Moderne Laser bieten die Möglichkeit dazu und sind zudem ein profitables Geschäft für Anbieter und Betreiber. Doch jüngste Untersuchungen geben Hinweise auf gesundheitliche Risiken.

Während gesundheitliche Gefahren durch das Tätowieren selbst, etwa durch schädliche Inhaltsstoffe in Tätowierfarbe, zunehmend erforscht werden, ist die Datenlage über die Risiken der Tattoo-Entfernung dagegen vergleichsweise dünn. Im August dieses Jahres veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nun bemerkenswerte Ergebnisse hierzu: Die Forscher analysierten die Spaltprodukte, die nach einer Rubinlaserbestrahlung des Farbpigments Phthalocyaninblau entstanden und wiesen dabei erhöhte Blausäure-Konzentrationen nach.

Lotterie mit dem Laser

Rubinlaser finden häufig Anwendung, um blaue Tätowierungen zu entfernen. Daher analysierte die BfR-Studie die Spaltprodukte des blauen Farbpigments Kupfer-Phthalocyanin. Die Forscher fanden neben gesundheitsschädlichen Stoffen wie 1,2-Benzendicarbonitril, Benzonitril und Benzol auch Blausäure (HCN), die für ihre zytotoxische Wirkung bekannt ist. Überträgt man die Studiensituation auf in vivo Bedingungen, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass durch die Laserbehandlung Konzentrationen von 30 Mikrogramm Blausäure pro Milliliter im Gewebe anfallen könnten. Werden sehr große Hautflächen auf diese Weise mit dem Laser behandelt, ist durchaus von einem gesundheitlichen Risiko auszugehen. „Wir konnten zum ersten Mal zeigen, dass bei der Laserbehandlung eines Tätowierungspigments in wässriger Suspension Stoffe in Konzentrationen entstehen, die hoch genug wären, in der Haut Zellschäden zu verursachen“, sagt BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel.

Tattoos sind Trend – Tattoos weglasern auch

„Immer mehr junge Leute lassen sich ein Tattoo stechen“, stellt Prof. Bäumler, Experte für Lasermedizin an der Uniklinik Regensburg fest. Seinen Aussagen zufolge ist in den USA bereits ein Viertel der Bevölkerung tätowiert, in Deutschland tragen schätzungsweise 6 Millionen Menschen diesen bleibenden Körperschmuck. Dabei zählen neben den reinen Schmucktätowierungen, etwa an Armen oder Schultern, auch das sogenannte Permanent Make-up zu den Tätowierungen, da es sich technisch um den gleichen Vorgang handelt. Doch sind die Farbpigmente – mitunter schmerzlich und kostspielig – einmal in die Dermis verbracht, bleiben sie dort dann oft länger als es dem Gestochenen lieb ist. So wünschen sich etwa 700.000 Deutsche eine vollständige oder teilweise Entfernung ihres Tattoos. Dies dürfte die Annahme zulassen, dass auf die Tattoo-Mode eine Welle der Tattoo-Entfernungen folgen dürfte.

Grundsätzlich gibt es verschiedene Verfahren, um die unliebsame Hautzierde wieder loszuwerden. Allen gemein ist, dass sie keine vollständige Entfernung des Tattoos garantieren können und immer mit einem gesundheitlichen Risiko einhergehen. So sollten Verbraucher bei einer chirurgischen Entfernung oder dem Einsatz flüssiger Tattoo-Entferner Hautinfektionen und Narben als mögliche Risiken mit einkalkulieren.

Trübe Fakten über leuchtende Tattoo-Farben

Ob die verwendeten Tätowierfarben ein gesundheitsgefährdendes Potenzial haben könnten, untersuchen Forscher bereits seit längerer Zeit. Während Tätowierer früher Pigmente aus Cadmium-, Chrom-, oder Titanverbindungen unter die Haut brachten, greifen sie heute vermehrt zu Farben, die häufig industrielle organische Pigmente wie Azo-Verbindungen enthalten. Dabei beschäftigen sich Wissenschaftler wie Professor Bäumler zum einen mit dem toxischen Potenzial dieser lebenslangen Fracht im Körper von Tätowierten, zum anderen mit der Frage, welche Substanzen nach Fragmentierung der Farbpigmente mittels Laser entstehen. Das gesundheitliche Risiko durch Laserbehandlungen von Tattoos gilt bislang als schwer abschätzbar, denn Daten über die Sicherheit der verschiedenen Verfahren zur Tattoo-Entfernung gibt es kaum. Weder ist klar, welche chemischen Abbauprodukte in den verschiedenen Prozessen entstehen, noch, welche Langzeitwirkungen diese auf den Organismus haben.

Kluger Rat an Verbraucher: Erst denken, dann stechen

Das BfR rät Verbrauchern, die ihr Tattoo loswerden möchten, sich ausführlich über die Risiken der jeweiligen Methode beraten zu lassen. Für den Verbraucher bedeutet dies jedoch die Quadratur des Kreises, denn das BfR verfügt über keine Liste, in der alle Verfahren zur Tattoo-Entfernung aufgeführt werden. Immer neue Methoden kommen hinzu, diese bedürfen weder einer Meldepflicht noch einer behördlichen Prüfung. Erschwert wird die Problematik zusätzlich durch den Umstand, dass die Anwendung der Verfahren keineswegs Privilegien des Arztes sind. „Rechtlich befinden wir uns in einer Grauzone. Heute wird die Entfernung von Tattoos nicht nur von Ärzten, sondern auch von Kosmetikerinnen oder auch von Tattoo-Studio-Betreibern angeboten“, sagt Prof. Bäumler. „Als Patient sollte man jedoch immer zu einem Mediziner gehen“, rät der Experte weiter.

Für den Verbraucher ist nun also guter Rat teuer. Das gilt im Übrigen auch für die Behandlungskosten: So kommen für die Laserentfernung, je nach Größe des Tattoos und Anzahl der Sitzungen, schnell mehrere Tausend Euro zusammen. Angesichts der zunehmenden Nachfrage sicher ein profitables Geschäft für Tattoo-Entferner – und zwar sowohl für Ärzte als auch für Kosmetikerinnen. Kritische Verbraucher dürften sich vor diesem Hintergrund die Frage stellen, wie groß das Interesse der Anbieter überhaupt ist, zuverlässige Aussagen über die Sicherheit der Tattoo-Entfernung zu erlangen. Dr. Klaus Hoffmann, Dermatologe der Ruhr-Universität Bochum, entfernt Tätowierungen mithilfe eines der modernsten Systeme, des sogenannten Picosekundenlasers. Er beurteilt die Lage so: „Es gibt eine Diskussion, ob Laser potenziell auch gefährlich sein können – die Spaltprodukte verteilen sich ohne jeden Zweifel im Körper.“ Ob diese Spaltprodukte dem Organismus auch tatsächlich schaden können, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht endgültig sagen. Sein guter Rat für Tattoo-Fans lautet: „Der Laser ist kein Radiergummi und das soll er auch nicht sein. Die Leute sollen nachdenken, bevor sie sich ein Tattoo stechen lassen. Think before you ink!“

159 Wertungen (4.33 ø)
Dermatologie, Forschung, Medizin

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20 Kommentare:

Tierärztin

Das mit dem Tätowierverbot bei Hunden ist schlichtweg falsch. Und wenn es so wäre, wäre es nicht wegen der Toxizität der Farben.

#20 |
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Andreas Weller
Andreas Weller

In einigen Bundesländern ist übrigens das Kennzeichnen von Hunden durch Tätowieren inzwischen nicht mehr erlaubt – nur noch Chips unter der Haut.

#19 |
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Gast
Gast

@17. :
Na, da war doch noch ein Troll

#18 |
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euch Unterwürfiger
euch Unterwürfiger

[Kommentar von der Redaktion entfernt.]

#17 |
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@alle: Da die Kommentarliste vermutlich bald geschlossen wird, noch ein Lob an alle Diskutanten. Obwohl “Tattoos” sicher ein Reizthema sind, haben sich alle Kommentatoren an die Netiquette gehalten und ganz sachlich ohne persönliche Angriffe und Agressionen miteinander diskutiert. Das war in den vergangenen Monaten bei vielen Themen leider nicht der Fall. Daher großes Lob und Dank an alle – so macht es Spaß!

#16 |
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@ #7 Hallo Herr Sembt: Sie haben sich sehr intensiv mit der Materie auseinandergesetzt und ich stimme Ihnen in einigen Punkten völlig zu. Es gibt seit 2008 in Deutschland eine – m.E. stark verbesserungswürdige – Tätowiermittelverordnung, die bislang nicht vorschreibt, die in den Tinten enthaltenen Komponenten Einzelzulassungsverfahren zu unterziehen – so wie es etwa für Medikamente vorgeschrieben ist. Fernen brauchen wir klare Ausbildungs-Vorschriften für das Tätowierhandwerk. Sicher gibt es bereits sehr verantwortungsvolle Tätowierer, aber eben auch andere. Aber entscheidend ist doch etwas anderes. Dass sowohl schwarze als auch bunte Tinten teils abenteuerlich hohe Konzentrationen von Schadstoffen enthalten, die ins Lymphsystem übertreten, ist nicht mehr anzuzweifeln. Was wir noch nicht wissen ist, welche Langzeitschäden sie anrichten und wie gravierend diese sein werden. Trotz dieses immensen Risikopotenzials lassen sich Abermillionen Menschen großflächig tätowieren. Ob das pure Unwissenheit oder der Sieg eines (nicht meinem) Schönheitsideal entsprechenden Geschmacks über den Verstand ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist, dass die Massenmedien – wie auch Herr Dr. Boxberger ausgeführt hat – keinerlei Interesse an Aufklärungsarbeit in Sachen Tattoos und auch deren Entfernung zeigen. Ich selbst habe dazu mehrfach Anfragen gestellt, aber einzig Fachzeitschriften zeigen Publikationsinteresse.
Ihre rechtfertigend anmutende Aussage, lieber Herr Sembt, “Von der Nahrung, über Lebensmittel bis hin zur Luft…überall ist irgendetwas drin, was nicht besonders gut für uns ist.” kann ich schwerlich akzeptieren. Inhaltlich sicher richtig, aber auf das Atmen und Essen kann kein Mensch verzichten. Großflächentattoos aber haben keinerlei lebenswichtigen Gehalt. Und da wir auch noch keine Ahnung von den epigenetischen Tattoofolgen haben ist eine mögliche Schädigung des eigenen Nachwuchses auch ein wichtiges Thema. Von daher sind Tattoos auch keine Privatsache.
MfG-Stefan Graf

#15 |
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@13
Mit Verlaub, dieser Vergleich hinkt stark. Man könnte zahlreiche Aspekte des menschlichen Konsumverhaltens aufzählen, die sich allein durch mangelhafte Intelligenz nicht erklären lassen. Hier ist eine gehörige Portion Irrationalität im Spiel, verstärkt durch vermeintliches Zugehörigkeitsgefühl oder durch den Wunsch nach Alleinstellungsmerkmalen. Das Erstaunliche daran ist ja, dass Tätowieren überhaupt nicht beworben wird. Und trotzdem ist es ein Riesengeschäft geworden. Möglicherweise kommt hier ein archaischer Herdentrieb zum Tragen (wobei wir uns dann allerdings wieder Ihrer Argumentation annähern).

#14 |
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Dr. med. J. H. Wolf
Dr. med. J. H. Wolf

doc wolf arzt
mich würden untersuchungen über den intelligenzgrad der tätowierer und besonders deren klientel interessieren. ich kann mir vorstellen, dass früher seeleute, heute gefängnisinsassen oder vieh wie rinder, schweine und schafe tätowiert werden. aber intelligente menschen?

#13 |
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Stefan Bigge
Stefan Bigge

Dies ultrakurzen Picosekundenlaser können teilweise Plasma bilden. Keine Ahnung was für Spaltprodukte da am Ende rauskommen. Tattoos zweifelhafter Herkunft belasse ich ebenfalls. Doch die Qualität der eingebrachten Farbstoffe hat sich in den letzten Jahren deutlich gebessert. In der Tattooszene hat ein Umdenken stattgefunden qualitativ hochwertige Farben zu benutzen. Hoffentlich hört die Hexenjagd auf die Tattooszene irgendwann mal wieder auf.

#12 |
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#7: Tätowierungen zu “verbannen” werden wir freilich kaum schaffen. Aber vielleicht gelingt es, ähnlich wie beim Rauchen, durch jahrelange Aufklärungsarbeit die Anzahl der Betroffenen erheblich zu verringern. Die Medien müssten halt mitziehen und insbesondere den jungen Leuten allmählich durch drastische Beispiele von Hautallergien, Narbenkeloiden nach Tattoo-Entfernung, entfernte Lymphknoten mit schillernden Farbpigmenten usw. vor Augen führen, was sie sich da antun.
Vielleicht auch Alternativen anbieten (Hautbemalungen mit Henna u.a.), die eine Saison lang halten – bis sie dann in ein Alter kommen, wo es ihnen nicht mehr primär darauf ankommt, “cool” zu erscheinen sondern möglichst gesund zu sein.

#11 |
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Klaus Samer
Klaus Samer

” Das waren wenigstens noch Naturprodukte.” Ist die Digitalis auch.

#10 |
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@ Gast: Auch der hochgelobte “Pico-sekunden-laser” arbeitet mit einer Spaltung der Pigmente. Ich selbst entferne seit den 90-er Jahren Tattoos mit unterschiedliche Wellenlängen. – Die Indikation stelle ich allerdings seit den ersten Diskussionen über potentielle Nebenwirkungen der Spaltprodukte seit 2000 immer kritischer.
Trotz EU-Richtlinien zu Verwendung von Tattoo- Farben sollte man bei der Anamnese mir vergessen zu eruieren, wo das Tattoo gestochen wurde.
Seit ca. 12 Jahren schließe ich Blaue und die meisten grünen (blaue Mischfarbtöne) Tattoos ebenso für eine Laserbehandlung aus – wie UV – Shades, asiatische Tattoos, und Tattoos zweifelhafter Schichtung und Herkunft.

Die Übrigen Risiken der Tätowierungen wie MTR- Unverträglichkeit der Haut, Unterhaut und Leber sind ebenfalls zusätzliche Risiken der Tattoofarben, die häufig vergessen werden!

Alles in Allem – Tattoo-entfernung ist nicht meine Lieblingsarbeit!

#9 |
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@7
Kein Zweifel, das Tätowieren ist ein uraltes, kulturhistorisches Gut. Aber Jahrtausende lang wurden eben nicht synthetische Pigmente und technische Farben verwendet. Das waren wenigstens noch Naturprodukte. Im Übrigen haben wir uns von der ursprünglichen Bedeutung der Tätowierung meilenweit entfernt. Es ist zu einer fragwürdigen Modeerscheinung geworden, die man bei Bedarf (bzw. bei gewesenem Bedarf) wieder ablegen möchte. Wir reden ja nicht von einem dezenten, kleinen Bildchen, sondern von flächendeckenden Tätowierungen bis hin zur Haut (übrigens ein lebenswichtiges Organ!) als Gesamtkunstwerk.

#8 |
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Nichtmedizinische Berufe

Genau Herr Dr. Boxberger! Die eigentliche Frage lautet aber doch: worin befindet sich grundsätzlich KEIN Gift? Es gibt nix!! Von der Nahrung, über Lebensmittel bis hin zur Luft…überall ist irgendetwas drin, was nicht besonders gut für uns ist. Die Dosis macht dabei das Gift!! Sie als Biologe wissen das sicherlich besser als ich! Bei den Tätowier-Mitteln gebe ich Ihnen zum Teil Recht und wiederhole gerne auch das Zitat von Klaus Hoffmann: Think before you ink! Wenn das mehr Menschen beherzigen würden, hätte die Laserfraktion sicherlich weniger zu tun und das Tattoo hätte vllt. seine ursprüngliche Beständigkeit zurück. Profi-Tätowierer wissen was sie tun. Lasern wird hier leider langsam zum “Sport” und wir hören immer wieder Sätze wie: “och – ich lass mir das jetzt einfach stechen..ich kann es mir später ja immer noch wieder weglasern lassen!” @limona: gesetzliche Regelungen gibt es! Sicherlich nicht in allen Staaten aber in Deutschland gibt es die TätowierMittelVerordnung. Man muss sich nur dran halten und man arbeitet an der Idee einer Negativliste für Inhaltsstoffe. So etwas geht aber nicht von heute auf morgen! Es ändert aber nix an der von Ihnen so bezeichneten “Lotterie”. Was hier vom BfR erforscht wurde ist von uns mit einem Fragezeichen versehen!! Wenn ich ein “Phthalocyanin” zerschieße, muss doch zwangsläufig Cyansäure entstehen? Das Pigment 15:3 ist grundsätzlich ein sehr lichtbeständiges Pigment, daher auch gerne verwendet aber für die Laserbehandlung nicht gedacht! Dass das BfR die Menge an blauem Tattoo-Mittel hochrechnen musste auf eine reine blaue Tätowierungen von größer 500qcm, um auf mögliche zellverändernde Risikowerte zu gelangen, wird hierbei nur sehr spärlich in Artikeln darüber erwähnt. @Herr Tsirigiotis: der war gut!! GENAU!! @Frau Möbius: das ist auch unsere Behauptung, ändert aber nix an der Tatsache zur Entstehung von Spaltprodukten durch Lichteinfluss! Dass das BfR das Pigment 15:3 mit dem Nd:YAG Laser nicht zertrümmert bekommen hat, mag vielleicht an der Lasertechnik und deren Parametereinstellungen und den Versuchsanordnungen gelegen haben!? Das reine Pigment 15:3 wird auch nur selten in seiner Pigment-Reinheit tätowiert!! ;-) Zudem kommt, das der Ruby-Laser, der vom BfR verwendet wurde mit seiner Impulsträgheit das Pigment eher verbrannt als zertrümmert hat (Photothermolyse vs. Photomechanik & Photoakustik)! @Gast: Pikosekundenlaser sind der neueste Schrei – richtig! Was die Photoakustik mit den Tattoo-Pigmenten in der Haut anstellt, ist aber noch weniger erforscht als alles andere!! Die Kernaussage lautet dazu ja vor allen Dingen, dass die eingelagerten Pigmente in “noch” kleiner Teile (Staub) zerschossen werden, um besser und schneller von den Makrophagen aufgenommen und abtransportiert werden zu können. An den Aussagen haben wir ein großes Fragezeichen?! Alles in Allem ein mega-komplexes und hochinteressantes Thema! Was es über 7000Jahre lang in unterschiedlichen Kulturen gibt, werden wir wohl kaum vermögen zu verbannen, oder ;-) We love Tattoos!!

#7 |
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@3
D´accord, Dr. Graf! Es gäbe genügend Informationen über das, auf was man sich da einlässt, aber müsste sich eben die Mühe machen, ein wenig danach zu suchen. Wenn ich einen Artikel darüber poste, hält sich die Resonanz in engen Grenzen.
https://pagewizz.com/giftstoffe-in-tatowierfarben-33365/
Aber schreiben sie mal darüber, wer sich an welcher Stelle mit Botox hat runderneuern lassen! Da raucht der Klick-Zähler nur so. Wahrscheinlich wollen die meisten sowieso nicht wissen, was ihnen unter die Haut gespritzt wird. Welchen Raucher interessiert wirklich, was er inhaliert?

#6 |
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limona
limona

Es ist unverantwortlich, dass in vielen Staaten jedermann sich als Tätowierer und Tattoo-Entferner betätigen darf. Es müssen gesetzliche Regelungen her, welche Farbstoffe tätowiert werden dürfen. Wenn wir nicht wissen, was für Gifte tätowiert sind, ist es eine Lotterie, was beim Entfernen der Tattoos für Spaltprodukte (Vergiftungen) entstehen.

#5 |
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@ Gast: Soll das Ironie sein? Spaltprodukte entstehen, weil die Farbstoffe durch den Laser gespalten werden, damit sie nicht mehr zu sehen sind. Dabei entstehen immer zwangsläufig Spaltprodukte!

#4 |
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Wann wird endlich damit begonnen, in den Medien vor den immensen Gefahren der unsäglichen”Tattoo-Manie” zu warnen? Hoch canzerogene polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Azo-Farbstoffe, Nickel, Cadmium – alles in teils abenteuerlich hohen Konzentrationen. Lymphe und Lymphknoten schillern in allen Tattoofarben. Das Giftzeug verbleibt also keineswegs in der Haut, sondern wird über Lymphe und Blut hüsch im ganzen Körper verteilt. Wie naiv und unbedarft muss man eigentlich sein, sich riesige Hautareale – offenbar ohne sich über Inhaltsstoffe und deren Toxizität zu informieren – tätowieren zu lassen. Und was entsteht aus all dem “Dreckzeug” unter UV-Einwirkung (Sonne) sowie bei Entfernung mit dem Laser? Cyanid hat man nun bereits nachgewiesen. Dürfte nicht das einzige Gift sein.
Wenn ich in meinem Umfeld versuche, Aufklärungsarbeit zu leisten, komme ich mir wie ein “Cassandra-Rufer” vor. Die Medien wollen dvon garnichts hören, küren dann lieber das schrillste, bunteste, größte oder hässlischste Tattoo. Wenn in 10 oder 20 Jahren dann die gesundheitlichen Folgen zu sehen sein werden, werden unsere Gesundheitspolitiker wieder unken: “Das war damals nicht abzusehn!” Doch es ist abzusehen, wenn jetzt nicht die Notbremse gezogen wird, nimmt diese globale Tätowierungswut ein ganz böses Ende.

#3 |
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Dagmar Möbius
Dagmar Möbius

Die meisten Tattoos werden sowieso mit einem Nd YAG Laser entfernt.

#2 |
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Gast
Gast

Kein Wunder, dass Rubinlaser so gefährlich sind, es ist ja auch die vorletzte Technologie. Am sichersten dürfte man mit den ganz neuen Picosekundenlasern (oder Pico-Lasern) fahren, die so ultrakurz schiessen, dass hoffentlich wenig oder keine Spaltprodukte entstehen können!

#1 |
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