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Der Betrug ist offensichtlich. Wissenschaft sollte aber immer unabhängig sein. Wie das zu tun; Die Firmen sollten in einen staatlichen Topf einzahlen aus dem dann die Forschung finanziert wird. Da wäre zumindest der Ansatz einer allgemein gültigen Lösung
Ausschnitte aus meinem Buch: „Medizin auf dem Holzweg in die Unbezahlbarkeit“, welches z.Z. noch kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden kann.
Ein eklatantes Beispiel von Wissenschaftsbetrug war im Deutschen Ärzteblatt Ausgabe A Nr. 15 vom 10. April 2009 auf S.702 zu lesen. Danach wurde im Jahr 2007 der Anästhesist: „Scott Reuben“ in der Fachzeitschrift „Anesthesia and Analgesia“ als ein Forscher, der „an vorderster Front bei der Umstellung von Schmerzmanagement-Protokollen“ stehe gelobt. Am 20 Februar 2009 wurden Untersuchungen bekannt, die gezeigt hatten, dass 21 seiner veröffentlichten „wissenschaftlichen Studien“ völlig frei erfunden waren, womit auch auf diese Studien gegründete Leitlinien erschüttert wurden.
Daher meine ich, dass niemand berechtigt ist sich als seriösen Wissenschaftler zu bezeichnen, der sich auf derartig manipulierte Beweise verlässt,
auch wenn sie im Amerikanischen „Evidenz basiert“ genannt werden.
Dieser Begriff muss in seiner wahren Bedeutung mit
„von den Sponsoren manipuliert“
übersetzt werden.
Was die chronisch entzündlichen Darmerkankungen betrifft bin ich mir sicher, dass die von den Spezialisten als Gold-Standard bezeichneten Leitlinien der Therapie trotz ihrer angeblich evidenten Basis von A bis Z aus Kunstfehlern zusammengesetzt sind.
@ Dipl.-Psych. Sibylle Merkel: 05.10.10 - 20:05
„Bei einer besonders gravierenden Fehlmeldung habe ich den "Herausgeber" angeschrieben und aufmerksam gemacht und habe nie eine Antwort erhalten und es wurde der Beitrag auch nie korrigiert und richtig gestellt!“
Sehr geehrte Frau Merkel, eine Korrektur kann man natürlich durchsetzen. Wie aufwendig sich das allerdings gestalten kann, obwohl die Patientensicherheit gefährdet ist, können Sie hier sehen – vermutet haben Sie das ja eh:
http://www.lambert-eaton-syndrom.info/guanethidin/
und bei den restlichen 11 Beispielen auf der Seite.
Freya Matthiessen
Na klar ist jede dieser "Fortbildungen" (usw.) eine reine Marketingveranstaltung. Da das aber offensichtlich ist, fühle ich mich auch nicht übertölpelt.
Wer soll denn die bequeme Apotheker - und Ärzteschaft aus dem Sessel locken und völlig neutral informieren? Und wer will das bezahlen?
Wenn ich mich bei der Apothekerkammer fortbilde, muss ich zum Teil erhebliche Gebühren berappen. Also nehme ich unter Vorbehalt auch mal ein schlechtes Abendessen in Kauf, niemand zwingt mich anschließend das Produkt zu kaufen.
Hallo Herr Marxmeier,
Der Titel meines Artikels weist darauf hin, dass "schwarze Schafe" auch bei der Erstellung von Behandlungsleitlinien leichter identifiziert werden sollen. Wer Leitlinien mit-entwickelt, muss seine Industrie-Unterstützung jetzt angeben. Wer das nicht tut, betrügt (" Fertige Leitlinien, bei denen die Finanzierung Interessenkonflikte enthält oder die Interessenkonflikte einzelner Mitwirkender nicht transparent sind, werden nicht in das AWMF- Register aufgenommen. Den Tatbestand prüfen die Leiter der AWMF-Leitlinienkommission, in strittigen Fällen das AWMF-Präsidium.") Völlige Unabhängigkeit wird es wohl nicht geben. (Wer gut ist, möchte vielleicht auch von seiner investierten Energie profitieren), Eine transparente Darstellung, wo der Einfluss (zu) groß sein könnte, ist sicher ein wichtiger Schritt.
So lange es keine wesentliche industrieunabhängige Forschung und Fortbildung gibt, können wir moralisieren, was wir wollen. Es kommt nichts dabei heraus. Selbst ein großer Teil der Grundlagenforschung liegt in den Händen der Pharmaindustrie.
Es gäbe dabei eine Reihe von denkbaren Wegen, den Cash-Flow von den wissenschaftlichen Leistungen zu entflechten. Es besteht aber nicht der Wille dazu, weder von Seiten der Politik - sei es national oder international - noch von Seiten der Forscher und Lehrer selbst.
Klagen ist da nutzlos. Surrogatlösungen wie beschrieben, sind zwar nur eine kleine Hilfe, müssen aber notfalls rechtlich erzwungen werden können.
Es ist doch bekannt, dass die Industrie unter dem Deckmäntelchen der Wissenschaft Marketing betreibt. Die tagtäglich gratis ins Haus flatternden, als Fachzeitschriften getarnten Medien sind doch nichts anderes als reine Werbeblättchen mit immer den selben Mietmäulern in der "wissenschaftlichen" Autorenschaft. Und selbstverständlich kann sich dieses Procedere auch mal bis in eher seriös anmutende Literatur durchziehen.
Ich vermisse, dem Titel des Artikels entsprechend, ein wenig den Zusammenhang zu Leitlinien. Es liegen ja Informationen vor, welche Summen die Unternehmen mittlerweile bereit sind dafür auszugeben, dass ihre Produkte in den entsprechenden Leitlinien auftauchen. Vermutlich ist es besser so, derartiges nicht publik zu machen, da sonst ganze Fachgesellschaften um ihren Ruf bangen müssten.
Ich denke, diese Leute sind auch recht streßfrei in dieser Sache. Ich lese häufig den Gesundheits-Newsletter eines "Medien-Arztes" wenn Themen mich interessieren oder für meine Praxis Relevanz haben. Die Artikel sind von allen möglichen Leuten und teilweise auch "abgekupfert" wie ich schon öfter feststellte. Aber was mich am meisten schockiert hat, dass auch gravierende Falschaussagenin Artikeln vorkommen. Bei einer besonders gravierenden Fehlmeldung habe ich den "Herausgeber" angeschrieben und aufmerksam gemacht und habe nie eine Antwort erhalten und es wurde der Beitrag auch nie korrigiert und richtig gestellt! Möglicherweise hat auch hier der Herausgeber den Artikel nie gelesen...
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